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ผู้เขียน: Helsa
last update วันที่เผยแพร่: 2026-08-20 13:46:03

KLARA

Mein Gefährte will mich nicht.

Die Ablehnung riss noch immer wie Krallen durch meine Brust, als ich die Augen öffnete. Heiß. Scharf. Frisch. Jeder Atemzug zog die Worte tiefer.

Ich bin nicht gut genug.

Er denkt, ich sei schwach.

Ich warf die Decke zurück, bevor die Gedanken mich lebendig begraben konnten. Mein Körper zitterte, aber ich zwang die Füße auf den Boden, griff den Bogen an der Wand und ging geradeaus hinaus.

Tobias stand im Flur mit einem dampfenden Teller Suppe. Seine Augen weiteten sich.

„Klara? Wohin gehst du?“

„Zu den Trainingsplätzen.“

„Trainingsplätze? Klara, du kannst nicht—“

„Warum nicht?“ Ich starrte ihn an. „Siehst du das auch? Eine schwache Wölfin, die dich für alles braucht?“

Schmerz huschte über sein Gesicht. Schuld kneifte in meinem Magen, aber ich ging trotzdem an ihm vorbei.

Benjamin war bereits an den Trainingsplätzen, als ich ankam. Er entdeckte mich und runzelte die Stirn.

„Klara? Was machst du hier? Ich wollte gerade dich holen.“

Dann sah er mich wirklich an. Seine Stimme wurde weicher. „Du siehst erschöpft aus. Was ist passiert?“

„Mir geht’s gut“, sagte ich leise.

„Du siehst alles andere als gut aus.“ Er griff hoch und steckte eine Haarsträhne hinter mein Ohr. Benjamin war seit wir zwölf waren mein Freund, genauso wie Tobias – immer auf mich achtend, immer einspringend, wenn es hart wurde. Göttin, warum konnte er nicht mein Gefährte sein statt diesem Arsch?

„Ich habe meinen Gefährten gefunden.“

Seine Hände spannten sich an meinen Schultern. Er zog sich gerade weit genug zurück, um mir in die Augen zu sehen.

„Wer ist es? Und warum siehst du so traurig aus?“

Die Worte blieben in meiner Kehle stecken. Ich starrte auf den Dreck.

„Hat er …“ Er brach ab. Ich sah auf und nickte klein.

Seine Augen weiteten sich. „Oh meine Göttin. Es tut mir so leid, Schöne. Das verdienst du nicht. Niemand verdient das.“

Ich ließ einen langen Atemzug aus. „Ich schätze, es musste so kommen.“

„Wer ist er?“

„Nicht jetzt, Ben. Wir reden später.“

Er nickte, zog mich in eine enge Umarmung und drückte einen sanften Kuss auf meine Stirn, bevor er zu seinem eigenen Trainingsplatz ging.

Meine gesamte Einheit fiel auseinander. Meine Arme fühlten sich schwer an und mein Geist driftete. Am Ende war ich mit frischen blauen Flecken und kleinen Schnitten bedeckt.

Nina, meine beste Freundin, kam mit besorgtem Stirnrunzeln herüber. „Klara, du warst heute schrecklich. Was ist passiert? Warum warst du so abgelenkt?“

„Ich muss nach Hause und eine heiße Dusche nehmen.“

Sie musterte mich von Kopf bis Fuß. „Bist du sicher, dass es dir gut geht?“

Ich nickte und ging, bevor sie mehr fragen konnte.

Ich hoffte, mein Bruder sei nicht zu Hause. Ich wollte nicht, dass er mich so sah. Es würde ihn nur noch sicherer machen, dass ich schwach war.

Das Glück war mit mir. Das Haus war leer.

Doch eine andere Art von Ärger wartete am Küchentresen.

Verena lehnte dort mit einem hässlichen kleinen Lächeln. Sie hatte Markus schon gemocht, seit wir Kinder waren, und sie hatte es nie versteckt. Jetzt liefen ihre Augen über mich von Kopf bis Fuß, als hätte sie schon gewonnen.

„Nun, wenn das nicht die kleine abgelehnte Gefährtin ist.“ Sie grinste. „Ich wollte immer das Gesicht der Schlampe sehen, deren Luna-Titel ich nehmen würde. Dass es du bist, macht es nur besser.“

Ich rollte mit den Augen und ging die Treppe hoch. Ihre Hand schoss heraus, packte meinen Arm und wirbelte mich herum.

„Hör gut zu, du kleine Schlampe“, zischte sie. „Ich bin deine Luna, und du wirst die Augen nicht vor mir verdrehen.“

„Du bist nur ein schlechter Ersatz für die derzeitige Luna“, schoss ich zurück.

Ihre Handfläche krachte so hart über mein Gesicht, dass ich zu Boden ging. Ich hätte es kommen sehen müssen.

Sie grub ihre Ferse in meinen Arm. Schmerz schoss scharf und heiß durch den Knochen, aber ich verriegelte den Kiefer und blieb still. Ich starrte zu ihr hoch mit purem Hass.

„Ich kann es kaum erwarten, dass Markus mich markiert“, flüsterte sie. „Dann werde ich dich töten und es so aussehen lassen, als seist du weggelaufen, um Rogue zu werden.“

Ihre Ferse drückte härter. Etwas Kaltes und Sicheres setzte sich in meiner Brust fest – nicht vom Schmerz, sondern von der klaren Wahrheit, dass sie jedes Wort ernst meinte.

Sie beugte sich so tief, dass nur ich sie hörte.

„Du hast keine Ahnung, was Markus tun wird, sobald er glaubt, du hättest mich angegriffen.“

Dann warf sie sich selbst auf den Boden.

Eine Sekunde später öffnete sich die Haustür.

Tobias und Markus traten ein.

Beide erstarrten, als sie uns auf dem Boden sahen.

Markus’ Augen gingen geradewegs zu Verena.

Verena schluchzte theatralisch und umklammerte ihren Arm. „Sie hat mich angegriffen! Schau, was sie getan hat!“

Markus’ Gesicht wurde zu Eis. Er machte einen Schritt auf mich zu.

Tobias bewegte sich zuerst und stellte sich zwischen uns. „Klara? Was zum Teufel ist passiert?“

Ich drückte mich hoch und schmeckte Blut. „Ich habe nicht—“

„Spar es dir“, schnitt Markus ein, Stimme tief und gefährlich. „Ich lasse dich eine Nacht allein und das ist, was du tust?“

Die Ablehnungsbindung brannte noch unter meiner Haut. Ihn anzusehen tat mehr weh als Verenas Ferse.

Tobias’ Blick huschte zwischen uns, besorgt. „Klara … wie bist du überhaupt gestern Nacht nach Hause gekommen? Du warst völlig neben der Spur.“

Ich erstarrte.

Gestern Nacht. Die Erinnerung war verschwommen – Schmerz, Dunkelheit, der Waldboden drehte sich. Ich hätte schwören können, kurz bevor ich ohnmächtig wurde, eine weibliche Stimme gehört zu haben. Sanft. Dringend. Meinen Namen rufend.

Aber das ergab keinen Sinn.

„Ich … ich weiß es nicht“, sagte ich langsam. „Ich dachte, ich sei gelaufen.“

Tobias schüttelte den Kopf. „Bist du nicht. Markus hat dich zurückgebracht.“

Die Worte trafen härter als die Ohrfeige.

Markus’ Augen verriegelten sich auf meinen. Kalt. Unleserlich. Als fordere er mich heraus zu fragen, warum.

Verenas leises, triumphierendes Lachen schnitt durch die Stille.

„Siehst du?“ flüsterte sie gerade laut genug für mich. „Er hat schon gewählt.“

Markus’ Kiefer spannte sich. Er sah Verenas falsche Tränen an, dann zurück zu mir – noch auf dem Boden, noch blutend, noch abgelehnt.

Und für einen Herzschlag flackerte etwas hinter seinen Augen.

Dann war es weg.

„Bring sie aus meinem Blickfeld“, sagte er zu Tobias.

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