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Kapitel 329

작가: Ein Glücksfischchen
Florian, der Modedesigner, der angeblich so stolz, kühl und mürrisch war und am liebsten mit niemandem sprach, zeigte sich vor Julian von einer völlig anderen Seite.

Wer konnte denken, dass ein Mensch zwei derart unterschiedliche Seiten haben konnte?

Die beiden hatten die ganze Zeit im Cafébereich gesessen und sich nicht blicken lassen. Bis zu ihrem Weggang hatte Charlotte Julian kein einziges Mal zu Gesicht bekommen.

Und selbst wenn sie ihn sah, konnte sie ihn nicht erkennen. Schließlich war
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 333

    Als sie sich unter die Gäste in der Mitte des Saals mischten, wurde es deutlich lebhafter.Sebastians Firma war zwar ein aufstrebendes Unternehmen und konnte nicht auf die lange Tradition und die Verbindungen alteingesessener Unternehmerdynastien zurückgreifen. Doch in der Technologiebranche war ihre Jugend eher ein Vorteil. Außerdem gehörte sie in ihrem Bereich tatsächlich zu den führenden Unternehmen.Damit entsprach sie genau dem Profil, nach dem ROSSI bei der Suche nach einem Geschäftspartner Ausschau hielt.So schien sich unter den Gästen ganz von selbst die Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass Sebastians Firma das Rennen machte.Von allen Seiten wurden sie herzlich begrüßt.Schon bald teilte sich ihre Gruppe auf. Justin und Alex unterhielten sich mit einigen männlichen Gästen. Charlotte schloss sich rasch einer Gruppe junger Frauen in der Nähe an. Bei Klara blieben nur Julian, Sophie und Nora.„Wer ist denn der Mann da? Warum steht er die ganze Zeit bei den Frauen?“Eine Bekan

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 332

    Doch Charlotte wollte sich nicht geschlagen geben. Wenn sie schon keine Tränen vergießen konnte, musste sie wenigstens noch etwas Widerliches sagen. Mit gekränkter, betont aufrichtiger Miene setzte sie erneut an.„Entschuldige, dann eben Schwägerin. So darf ich dich doch wohl nennen ...“„Stopp“, fiel Sophie ihr ins Wort. Dann wandte sie sich an Alex. „Hat dein Vater etwa eine uneheliche Tochter?“Alex schwirrte der Kopf. „Schatz, was redest du denn da?“Sophie lachte kalt. „Warum taucht dann plötzlich irgendeine Frau auf und nennt mich Schwägerin?“„Jetzt gehst du wirklich zu weit!“, platzte Justin schließlich heraus. „Lotti hat uns schon immer als ihre großen Brüder bezeichnet. Das …“„Wie ich das mit meinem Mann halte, geht dich überhaupt nichts an! Wenn sie dich ihren Bruder nennen will, bitte. Aber meinen Mann nicht. Mein Mann hat keine Schwester. Was mischst du dich da ein?“Sophie ließ kein bisschen nach.Justin war vor Wut sprachlos und funkelte Alex an. Der war längst vor Verz

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 331

    „Sebastian kommt gleich. Er ist direkt hinter uns“, antwortete Justin lächelnd.„Dein künftiger Exmann hat durchaus etwas auf dem Kasten. In Hamburg hat er sich einen Namen gemacht“, sagte Julian leise zu Klara.Sie warf ihm einen Blick zu.Julian sprach offen weiter. „Rein von den geschäftlichen Voraussetzungen her war seine Firma für diese Zusammenarbeit eigentlich der klare Favorit. Schade nur ...“„Stellst du dich jetzt aus Prinzip auf die Seite deiner Familie?“Klara war zwar gutherzig, aber keineswegs dumm. Schließlich wollte sie nicht, dass das Geld ihres Cousins bei Sebastian und diesen Mistkerlen in seiner Firma landete.Julian sah sie an. „Klara, ein Wort von dir entscheidet darüber, ob ihre Firma bestehen bleibt.“Nachdenklich betrachtete Klara die selbstbewusst auftretenden Männer vor sich.„Ein Hochhaus entsteht nicht über Nacht. Es zum Einsturz zu bringen, dauert dagegen manchmal nur einen Augenblick“, fügte Julian vielsagend hinzu.Weil sie hier niemand kannte, unterhiel

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 330

    Lars empfing Julian und Klara persönlich. Da es allerdings noch recht früh war, brachte er die beiden zunächst in eine separate VIP-Lounge, wo sie in Ruhe einen Kaffee trinken und warten konnten.Allmählich wurde es draußen lauter. Es war Zeit für sie, hinauszugehen.„Komm“, bot Julian Klara seinen Arm an.„In Ordnung.“ Eigentlich hatte sie erwartet, nervös zu sein. Schließlich war sie in den fünf Jahren ihrer Ehe mit Sebastian noch nie auf einem solchen Bankett gewesen. Weder die einflussreichen Persönlichkeiten Hamburgs noch die Geschäftspartner ihres Mannes aus der Branche kannte sie wirklich.Aber als sie schließlich an Julians Arm nach draußen trat, stellte sie fest, dass sie überhaupt keine Angst hatte.Wie erwartet kannte sie dort niemanden. Das bedeutete zugleich, dass auch niemand sie kannte. Und niemand ahnte, dass der Mann an ihrer Seite der eigentliche Gastgeber des Abends war.Klara sah heute wunderschön aus, und auch Julian machte mit seiner imposanten Erscheinung einiges

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 329

    Florian, der Modedesigner, der angeblich so stolz, kühl und mürrisch war und am liebsten mit niemandem sprach, zeigte sich vor Julian von einer völlig anderen Seite. Wer konnte denken, dass ein Mensch zwei derart unterschiedliche Seiten haben konnte?Die beiden hatten die ganze Zeit im Cafébereich gesessen und sich nicht blicken lassen. Bis zu ihrem Weggang hatte Charlotte Julian kein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Und selbst wenn sie ihn sah, konnte sie ihn nicht erkennen. Schließlich war er der Mann, den sie für eine Giftschlange hielt.Das Bankett der Firma Rossi fand bereits am nächsten Abend statt.Am Nachmittag kamen die passende Rubinkette und Florians Team für Haare und Make-up. Sie nahmen Klara den ganzen Nachmittag in Beschlag.Julian wartete den ganzen Nachmittag zu Hause auf sie.Klara war sehr überrascht. Sie hatte gedacht, dass Julian bei einem so wichtigen Bankett unbedingt anwesend sein musste.„Lars ist doch da. Ich würde dort nur im Weg stehen“, sagte Julian ganz

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 328

    Klara und Nora wechselten ausnahmsweise mehr als nur ein paar Worte miteinander und machten sich gegenseitig Komplimente.Schließlich nahm Nora ihr Kleid entgegen und machte sich zum Gehen bereit. Kurz vor dem Abschied zögerte sie einen Moment, dann wandte sie sich an Klara. „Es tut mir leid. Ich wusste nicht, dass du hier bist. Justin hat mich gebeten, Charlotte mitzunehmen, deshalb habe ich sie mitgebracht.“Klara schüttelte den Kopf und schenkte ihr ein strahlendes Lächeln. „Was gibt es da zu entschuldigen? Du hast doch nichts falsch gemacht.“„Ich ...“ Ein Hauch von Traurigkeit huschte über Noras Augen, aber letztlich sagte sie nichts weiter. Stattdessen setzte sie wieder ein Lächeln auf. „Gehst du morgen Abend zum Bankett?“„Ja.“ Klara nickte. Allerdings nicht als Frau Wolf, sondern als Cousine von Herrn Rossi.„Dann bis morgen Abend.“ Mit einem melancholischen Lächeln ging Nora davon.Klara verstand durchaus, woher diese Traurigkeit in Noras Augen kam.Wie sollte Nora mit Just

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