เข้าสู่ระบบJace„Hast du es?", fragte ich Matt, kaum dass ich ins Auto gestiegen war. Während ich Daniel Sanchez im Büro festgenagelt hatte, war der Weg für Matt frei gewesen. Er hatte sich unbemerkt in Elenas Zimmer geschlichen, während Isabella noch beim Joggen war.„Es war ein Albtraum, sich durch ihre Passwörter zu kämpfen, aber letztendlich bin ich ein Hacker", sagte Matt und hielt eine externe Festplatte hoch. „Hier ist alles drauf. Ich brauche ein paar Tage, um den ganzen Datenmüll zu sieben, dann erstatte ich Bericht."„Gut. Wenn dir etwas Verdächtiges auffällt, sag mir sofort Bescheid."Elenas minimale Reaktion beim Thema Studium hatte mir alles verraten: Sie hortete Geheimnisse wie Schätze. Sogar ihr Vater schien im Dunkeln zu tappen – nur Ava wusste Bescheid. Ava war der Anker der Mädels, seit Jocelyn verschwunden war. Für Elena musste sie der Ersatz für eine Mutter sein, die eher ein Monster war.Zuhause angekommen, verschwand Matt sofort in der Garage, wo wir ihm ein High-Tech-Büro
JaceMatt stürmte in mein Büro, mitten in einen wichtigen Termin. Ich hielt inne und sah ihn fragend an.„Es ist sehr wichtig, Boss!", gab er mir zu verstehen. Sein Blick war gehetzt.„Entschuldigt mich, meine Herren", sagte ich knapp. Die Geschäftspartner nickten, und ich folgte Matt in sein Büro.„Was gibt es so Dringendes?"Matt startete ein Video auf seinem Monitor. „Das hier hat Ralph vor einer halben Stunde aufgenommen. Er beschattet Elena, wie befohlen. Schau dir das an."Das Video zeigte Elena, wie sie durch ein abgelegenes Waldstück ging. Dann tauchte eine zweite Gestalt auf. Mein Blut schien in den Adern zu gefrieren.„Jocelyn!", zischte ich.Ich sah mir die vollen fünfzehn Minuten an. Elena und Jocelyn stritten heftig. Was mich jedoch am meisten überraschte: Elena trug eine Pistole und sie zögerte nicht, sie ihrer Mutter an den Kopf zu halten.„Sieht nicht nach einem gemütlichen Kaffeeklatsch aus", kommentierte Matt trocken. „Elena wirkt rasend vor Wut. Ich glaube nicht, da
Elena„Bitte, Mummy, sag Gregor, er soll das lassen!"Meine Mutter lachte nur. Ein kaltes, hohles Geräusch.Gregor goss kochendes Wasser über die Knie meines vierjährigen Ichs.„Hört auf!", schrie ich panisch, doch niemand beachtete mich. Die Folter ging weiter. Mein jüngeres Ich weinte und schrie in den dunklen, feuchten Keller, aber niemand kam zu Hilfe. Ich saß da, gefesselt und hilflos.„Mummy liebt dich doch, Chi-Chi. Das ist nur zu deinem Besten! Du musst lernen, mit Schmerz umzugehen."Sie zückte ein Taschenmesser und schnitt mir tief in den Arm.Ich fuhr schreiend hoch. Mein Körper war schweißgebadet, mein Herz raste wie wild. Die alte Narbe an meinem Unterarm juckte so unerträglich, dass ich kratzen wollte, bis es blutete.„Das ist der zweite Albtraum in dieser Nacht", sagte Ava besorgt und setzte sich an mein Bett. „Du kannst von Glück reden, dass weder dein Dad noch Isabella zu Hause sind."Izzi war noch im Krankenhaus und Dad schob eine Nachtschicht im Restaurant.„Tut mir
Elena „Dad, du wolltest mich sprechen?" Ich sah meinen Vater fragend an. Er saß an seinem Schreibtisch und wirkte, als würde er die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern tragen.Er seufzte schwer. „Setz dich, Elena."„Dad, ich weiß, was ich tue!", versicherte ich ihm sofort, noch bevor er anfangen konnte.„Ich wünschte, das würdest du. Jace mag charmant wirken ..."Charmant? Wohl kaum, dachte ich bitter.„Er ist gutaussehend, das verüble ich dir nicht", fuhr er fort. „Aber dieser Mann ist gefährlich. Ich verstehe, dass Frauen sich von ... wie nennt ihr das heute? Bad Boys? ... angezogen fühlen. Aber du landest genau da, wo du niemals sein solltest. Ich habe versagt." Er sackte in sich zusammen und Tränen traten in seine Augen.„Dad! Bitte." Ich kniete mich vor ihn. „Du hast nicht versagt. Du hast versucht, uns durchzubringen. Bitte brich jetzt nicht zusammen."„Ich konnte euch nie beschützen", schluchzte er. „Erst dich nicht vor deiner Mutter, dann Bella ... und jetzt verkaufst d
Elena Ich zuckte zusammen. Es war mehr als deutlich, wer hier das Sagen hatte. Eigentlich war ich viel zu müde, um überhaupt noch einen Fuß vor die Tür zu setzen, doch gegen Jace Rodriguez kam ich nicht an. Unauffällig kramte ich in meiner Tasche nach meiner „Wunderpille" und schluckte sie trocken hinunter, während ich ihm zum Parkplatz folgte.„Warum bleibst du stehen?", fragte er, als ich zögerte.„Welches Auto?", gab ich knapp zurück.„Das da." Er legte wieder seine Hand auf meinen unteren Rücken – ein Besitzanspruch, der mich jedes Mal schaudern ließ – und führte mich zu einem schwarzen Mercedes.Ich stieg ein und schnallte mich an. Als er sich neben mich setzte, hielt ich es nicht mehr aus. „Jace, muss ich Angst vor dir haben?"Er sah mich kurz verwirrt an, fing sich aber sofort wieder. „Solltest du. Aber warum fragst du mich das ausgerechnet jetzt?"„Tust du mir was?", hakte ich nach. Der letzte Kerl, der ein Auge auf mich geworfen hatte, hatte meine Schwester und mich entführe
ElenaZwei Wochen waren vergangen. Gestern wurden Izzis Fäden gezogen. Die Narben waren so dezent, dass man sie kaum sah, und ich betete inständig, dass sie sich nicht an den Ursprung dieser Verletzungen erinnern müsste, wenn sie aufwachte.„Wir hoffen schon seit gestern darauf. Es braucht Zeit, aber vielleicht ist heute der Tag", sagte die Krankenschwester aufmunternd. Ich schenkte ihr ein müdes Lächeln, setzte mich auf den Besucherstuhl und nahm Izzis Hand. Sobald ich allein war, ließ ich den Kopf auf die Bettkante sinken. Ohne es zu wollen, übermannte mich die Erschöpfung und ich driftete weg.>Mom.Mom„Ich bin hier, Izzi." Hektisch wollte ich nach dem Rufknopf greifen, doch die Tür schwang bereits auf. Jack trat herein, als hätte er es gespürt.„Sie wacht auf", stellte er erfreut fest und trat sofort ans Bett.„Char?", krächzte Isabella.„Ja, ich bin
ElenaEinige Tage waren vergangen. Tante Ava war sofort angereist, als sie von dem Unglück gehört hatte. Sie war außer sich vor Sorge, und ich war ihr unendlich dankbar, dass sie jetzt für Dad da war und versuchte, den Alltag im Restaurant und zu Hause irgendwie am Laufen zu halten. Der Vorfall hat
Elena„Dad, komm schon. Fahren wir ins Krankenhaus." Ich kniete auf dem Teppich vor dem Sofa, auf dem mein Vater wie versteinert saß, und legte beruhigend eine Hand auf sein Knie.„Sie ist meine Tochter ... und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll", gestand er mit brüchiger Stimme.„S
ElenaDie Dunkelheit war absolut. Das Erste, was ich spürte, war die beißende Kälte des Betonbodens, die durch meine Kleidung drang, und der raue, faserige Geschmack des Stoffes, der mir tief in den Mund gepresst worden war. Mein Kopf dröhnte von einem dumpfen Schlag, doch das Pochen in meinen Schl
ElenaMein Telefon klingelte und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Jeden Tag geschah es zur exakt selben Uhrzeit. Mein Vater.„Hi Dad. Ja, mir geht es super. Ich hoffe, dir und Isabella geht es auch gut", fing ich wie gewohnt an, ohne ihn überhaupt zu Wort kommen zu lassen.„Chiara, uns







