เข้าสู่ระบบ„Meine Tochter wohnt hier! Dieses ganze Stockwerk sollte dankbar sein. Mein Mädchen bringt es noch weit. Glauben Sie etwa, jemand wie sie würde einfach irgendwo wohnen?“
Alura, die gerade von der Arbeit zurückgekommen und bereits müde und frustriert war, erstarrte. Das Geschrei kam aus ihrem Stockwerk. Sie hatte es gehört, bevor sie überhaupt ihre Etage erreicht hatte, und sie kannte diese Stimme ganz genau. Sie hätte diese Stimme überall wiedererkannt, selbst in ihren Albträumen. Sie kam auf ihrem Flur an, und da war er: ihr Vater Robert. Er stand mitten im Flur in einem zerknitterten Hemd und gestikulierte wild in Richtung von Mrs. Henderson, die in der Nebenwohnung lebte und aussah, als bereute sie es zutiefst, an diesem Abend ihre Tür geöffnet zu haben. „Sir, ich sage Ihnen, Sie können sich nicht einfach hier in den Flur stellen und Lärm machen, sonst rufe ich die Sicherheitskräfte“, sagte Mrs. Henderson bestimmt und verschränkte die Arme. „Es ist mir egal, wer Ihre Tochter ist, aber einige von uns versuchen sich auszuruhen.“ „Ausruhen?“, schnaubte Aluras Vater und plusterte sich auf wie ein Mann, dem in seinem ganzen Leben noch nie ein Nein entgegenschlagen war – was nicht stimmte, denn das war seine tägliche Dosis. „Meine Tochter besitzt hier ebenfalls eine Wohnung, sie bezahlt dafür, auch wenn es verdammt teuer ist, und Sie erzählen mir hier was von...“ „Dad!“, rief Alura schnell und voller Entsetzen, bevor er noch größeren Unsinn von sich geben konnte. Beide fuhren herum. Das Gesicht ihres Vaters wechselte sofort von Empörung zu einem breiten Grinsen. „Alura! Mein liebes Mädchen, ich war gerade dabei—“ „Ich weiß genau, was du gerade getan hast“, fiel sie ihm sofort ins Wort. Herrgott, warum musste er in ihrer neuen Nachbarschaft eine Szene machen, gerade jetzt, wo sie dachte, er würde ihre Wohnung nie finden... und doch war er hier und machte bereits einen Aufstand, typisch Robert. Sie holte tief Luft und sah Mrs. Henderson an. „Es tut mir so leid, Ma'am. Ich entschuldige mich für meinen Vater, es wird nicht wieder vorkommen.“ Mrs. Henderson nickte ihr einmal zu, warf Robert noch einen letzten bösen Blick zu, ging zurück in ihre Wohnung und schlug die Tür mit einem lauten Knall hinter sich zu. Alura packte ihren Vater sofort am Arm und zog ihn in Richtung ihrer Wohnung, bevor er noch etwas anderes sagen konnte. --- Sie wartete nicht einmal darauf, sich die Schuhe auszuziehen, bevor sie sich umdrehte. „Ich BESITZE diese Wohnung nicht“, stellte sie klar und betonte das Wort *besitzen* nachdrücklich. „Ich möchte, dass das ganz deutlich ist, Dad. Ich bin nicht diejenige, die für diesen Ort bezahlt, also vergiss alles, was du dieser Frau da draußen erzählt hast...“ „Okay, okay“, hob Robert beide Hände. „Ich war doch nur stolz auf meine Tochter, ist das denn ein Verbrechen?“ „Es ist ein Verbrechen, Dad, ja, vor allem, wenn es nicht einmal wahr ist.“ Sie ließ ihre Tasche auf das Sofa fallen, drehte sich zu ihm um und musterte ihn misstrauisch. „Und wie hast du mich überhaupt gefunden? Ich habe dir diese Adresse nie gegeben.“ Er lachte schäbig. „Ach komm, Alura, ein Vater weiß immer, wo sein Kind ist, das ist der elterliche Instinkt“, sagte er und zeigte drastisch auf sein Herz. Sie rollte über seine Lüge mit den Augen. „Dad.“ Er sah sie unschuldig an: „Was? Der elterliche Instinkt ist eine reale Sache, Alura, du kannst das nachlesen...“ „Dad, ich setze dich gleich wieder vor diese Tür“, fauchte sie voller Frustration; sie hatte ohnehin schon einen harten Arbeitstag hinter sich, an dem sie ihren unerträglichen Chef ertragen musste. „Wer hat dir meine Adresse gegeben?“, fragte sie noch einmal. Er ignorierte sie, musterte die Decke, dann den ordentlich gefliesten Boden und schließlich die Küchenzeile, die viel größer war als ihre alte, und vermied es tunflichst, ihr ins Gesicht zu sehen. Aber sie behielt hartnäckig die Arme verschlankt und wartete weiter auf eine Antwort. Dann seufzte er schwer, als wäre sie diejenige, die sich unvernünftig verhielt, und mummelte: „Nessa hat sie mir gegeben. Ich habe angerufen und sie ein bisschen angefleht.“ „Du...“ Alura presste die Lippen aufeinander. Sie würde später ein sehr ernsthaftes Gespräch mit Nessa führen müssen – auch wenn Nessa eigentlich keine Schuld traf, ihr Vater konnte beim Betteln wirklich erbärmlich sein. Das war sein Überlebenstrick, wenn er ihn nur für etwas Sinnvolles einsetzen würde. „Okay“, seufzte sie und zog endlich ihre Schuhe aus, um sie neben der Tür abzustellen. „Was ist denn, Dad?“ Er räusperte sich, faltete die Hände vor sich und blickte sie mitleiderregend an. Alura wusste bereits, was das bedeutete: Er war im Begriff, nach etwas zu fragen, das ihr ganz gewiss nicht gefallen würde, genau wie damals, als er Nessa emotional erpresst hatte. „... Weißt du... ich habe nachgedacht“, fing er an. Alura kniff die Augen misstrauisch zusammen: „Dad, was willst du?“ „Hör mich einfach an, okay? Es ist nur so, ich habe mir überlegt... jetzt, wo das mit den Schulden geregelt ist, wird es vielleicht Zeit für einen Neuanfang. Einen echten diesmal.“ Er breitete die Arme aus, als würde er etwas Wunderbares präsentieren. „Ich könnte bei dir einziehen und im Haushalt mithelfen, ich koche sogar manchmal. Wir würden uns gegenseitig Gesellschaft leisten, das wird...“ „Nein, Dad“, sagte sie bestimmt, bevor er zu Ende sprechen konnte. Es kam genau so, wie sie es erwartet hatte – wie konnte er nur so vorhersehbar sein? Es gab keine Möglichkeit, dass sie zulassen würde, dass er sie wieder in Gefahr brachte; mit einem fremden Ehemann verheiratet zu sein, hieß schließlich nicht, dass sie komplett frei war. Praktisch stand sie immer noch bei ihrem Vertragsehemann in der Schuld, der einzige Unterschied war, dass ihr noch ein kleines bisschen Freiheit blieb. Robert sah sie flehend an: „Ach komm, Alura, denk mal drüber nach.“ „Nein“, wiederholte sie ruhig und ging auf das Sofa zu. „... Es tut mir leid, Dad, aber nein, du kannst hier nicht bei mir wohnen.“ Seine Augen verengten sich nun vor Ärger: „Ich bin dein Vater.“ „Und ich weiß, wozu du fähig bist“, erwiderte sie, setzte sich auf die Armlehne des Sofas und blickte ihn direkt an. „Dad, ich habe dich lieb. Aber wenn du hier einziehst, hast du innerhalb von zwei Monaten die Möbel verspielt oder die Wohnung als Sicherheit für irgendetwas verpfändet. Oder du lädst die Leute von Percy Miller hierher ein, weil du noch irgendjemandem Geld schuldest, von dem ich noch gar nichts weiß.“ „Aber ich habe mich verändert!“, beharrte er und drückte die Hände auf seine Brust. „Ich bin ein neuer Mensch, ich schwöre es bei Gott...“ „Das hast das letzte Mal auch bei Gott geschworen“, stichelte sie. „Genau bevor du diesen Vertrag mit Percy unterschrieben hast – du hast sogar auf Mamas Grab geschworen.“ Er wurde für einen Moment still; sie hatte offenkundig einen wunden Punkt getroffen. „Mein Einzug hat überhaupt nichts mit Percy zu tun“, murmelte er schließlich und wich ihrem Blick aus. „... Ich wünschte wirklich, ich könnte dir glauben, Dad, aber diese Wohnung wird von meiner Großmutter in-law bezahlt“, erklärte Alura in der Hoffnung, er würde es verstehen. „Sie ist eine alte Frau, die ich noch nicht einmal richtig kennengelernt habe, und sie hat mir eine Güte erwiesen, die ich nicht missbrauchen darf. Also setze ich ihr Eigentum nicht aufs Spiel, ich setze diese Gelegenheit nicht aufs Spiel und ich setze mich selbst ganz bestimmt nicht noch einmal in Gefahr – bitte versteh mich doch.“ „Großmutter in-law?“, seine Augen blitzten boshaft auf. „Du bist also wirklich verheiratet? Du hast mir immer noch nicht gesagt, wer es ist, die müssen ja sehr reich sein.“ Sie starrte ihn finster an. Hatte er eigentlich irgendetwas von dem verstanden, was sie sonst noch gesagt hatte?, fragte sie sich. „Dad, darum geht es hier nicht, lass uns auf das Hauptproblem konzentrieren.“ Sein Gesicht verzog sich. „Alura, sei nicht so.“ „Nessa zieht bei mir ein. Es ist also kein Platz da, und selbst wenn da welcher wäre...“ Sie hielt inne und drückte den Zeigefinger auf ihren Nasenrücken. „Dad, geh einfach nach Hause. Die Schulden sind beglichen und die Wohnung gehört dir, Percy hat keinen Grund mehr, sich ihr zu nähern. Du hast einen Ort zum Schlafen, also nutz ihn auch. Herrgott, ich bin so müde.“ Sein Ausdruck veränderte sich noch mehr. Die Maske der Sanftmut fiel ab, und zum Vorschein kam jene Version ihres Vaters, die sie am wenigsten mochte – diejenige, die zum Vorschein kam, wenn sein mitleiderregender Charme versagte. „Das ist also alles“, sagte er mit harter Stimme. „Du hast es dir bequem gemacht. Du bist in eine schöne Wohnung gezogen, hast dir einen reichen Mann geangelt, und jetzt ist dein alter Vater nur noch eine Last.“ Alura sagte nichts. Sie hatte gelernt, dass eine Antwort auf diese Version von ihm die Dinge nur noch schlimmer machte. Sie hatte sich so angestrengt, dies zu verhindern, aber es war trotzdem passiert. „Ich habe dich großgezogen, du undankbare Tochter!“, schrie er heraus. „Ich habe mich um dich gekümmert, als deine Mutter gestorben ist. Ich...“ „Mrs. Clide hat sich um mich gekümmert, nicht du“, entgegnete sie ruhig, aber fest genug, um ihn zum Schweigen zu bringen, während in ihr die Wut hochstieg. „Als Mama starb und du beschlossen hast, dich im Alkohol zu ertränken, war es Mrs. Clide, die sich um mich gekümmert hat. Und dann bin ich alt genug geworden, um für uns beide zu sorgen. Ich habe unzählige Aushilfsjobs gemacht, um mir die Schule zu finanzieren. Und während ich gearbeitet und das Geld nach Hause geschickt habe, saßst du an diesen Tischen und hast es verpraßt, Dad! Willst du, dass ich weitermache?“, rief sie ihm laut entgegen, aber er wich ihrem brennenden Blick aus und brachte kein einziges Wort hervor, denn es war alles wahr, jedes einzelne Wort. Alura holte tief Luft. Sie war von der Arbeit bereits todmüde und erschöpft, und hier versuchte er, alles noch schlimmer zu machen, indem er sie an ihre schreckliche Kindheit erinnerte. „Dad, ich muss dir klar machen, dass ich diese Geschichte nicht noch einmal umschreibe. Du solltest endlich nach vorne blicken und jetzt ein gutes Leben führen. Bevor es zu spät ist.“ Die Worte trafen ihn wie ein Fausthlag in den Magen. Alura sah den komplizierten Ausdruck auf seinem Gesicht; er wirkte beschämt und vermutlich reuig. Für eine Sekunde dachte sie, er könnte sich aufrichtig entschuldigen und zur Einsicht bezüglich seiner schlechten Angewohnheiten gelangen. Gott weiß, dass sie trotz alledem ihr Bestes tun würde, um ihm zu helfen, wenn er sich nur bereit erklären würde, eine Entziehungskur zu machen. Er räusperte sich und sah sich noch einmal in der Wohnung um. Dann blickte er sie wieder an. „Nun ja“, sagte er langsam. Sie zog eine Augenbraue hoch und wartete. „Kannst du mir nicht wenigstens...“, er kratzte sich verlegen im Nacken und lächelte awkward. „... dreihundert Dollar leihen?“ Aluras Mund klappte nach unten: „...“Die Morgensonne überflutete die belebten Straßen der Innenstadt von Ashford Bay und warf lange, goldene Schatten auf das Pflaster.Abigail stand auf dem Gehweg, eine warme Tasse Kaffee in den Händen. Die kühle Küstenbrise zerrte an ihrem Haar, aber das störte sie nicht. Sie blickte hinauf zu dem bemalten Holzschild, das über den großen, spiegelnden Glasfenstern hing.Hopes Garten.Ein Lieferwagen lief mit lautem Motor am Bordstein im Leerlauf. Zwei Arbeiter trugen hohe, farbenprächtige Blumenarrangements durch die Eingangstüren, während der Duft von feuchter Erde, zerriebenen Blättern und frischen Rosen auf die Straße strömte. Abigail dirigierte sie mit ruhiger, sanfter Stimme. Sie deutete auf die Ecken des Verkaufsraums und erklärte ihnen haargenau, wo sie die weißen Orchideen, die Sonnenblumen und die seltenen Lilien platzieren sollten. Sie war nun eine Mutter, eine Überlebende und die stolze Besitzerin ihres eigenen, florierenden Traumgeschäfts.Grey stieg au
Jax saß im Heck eines pechschwarzen Überwachungstransporters, der in einer Straße von Ashford Bay parkte. Die leuchtenden Bildschirme seiner Laptops warfen ein blasses, blaues Licht auf sein Gesicht.Die Seitentür des Transporters glitt auf. Der kalte, salzige Wind der Küstenstadt strömte herein und brachte den Geruch von Regen mit sich. Marcus stieg in den Wagen; von seinem Kragen tropfte der Regen. Eine schneeweiße Bandage bedeckte noch immer die Seite seines Kopfes, an der Evelyn ihn brutal getroffen hatte, doch er hatte sich strikt geweigert, im Krankenhausbett liegen zu bleiben.„Meine Männer haben das gesamte Areal lückenlos abgeriegelt“, berichtete Marcus kühl. „Unser Sicherheitsdienst hat jede einzelne Straße, die aus diesem Block führt, verbarrikadiert. Falls er versucht zu fliehen, rennt er unnachgiebig gegen eine Wand aus schwerbewaffneten Wachen.“Jax nickte kurz, ohne den Blick von der digitalen Karte auf seinem Monitor abzuwenden. „Hervorragend. Er be
Die sterilen weißen Wände des Flurs im Cedarville General Hospital fühlten sich an wie ein absolutes Gefängnis.Lucius Hunt saß nach wie vor im Wartebereich. Er hatte sein blutverschmiertes Hemd absolut nicht gewechselt. In der Wartezone herrschte eine regelrecht ohrenbetäubende Stille, während die Worte des Arztes unaufhörlich wie eine Endlosschleife in seinem Kopf widerhallten: „Der immense Blutverlust stellt ein extremes, brandgefährliches Risiko für Ihr ungeborenes Kind dar.“Lucius beugte sich tief vor und vergrub sein Gesicht in den blutbefleckten Händen. Er hatte nicht den leisesten Schimmer besessen. Er hatte absolut nicht gewusst, dass er ein weiteres Mal Vater werden sollte. Er hatte keine Ahnung gehabt, dass Alura Wayne ihr gemeinsames Kind unter dem Herzen trug. Die nackte Vorstellung, dass er sie beide unbarmherzig verlieren könnte, noch bevor sie überhaupt eine Chance besaßen, sich eine gemeinsame Existenz aufzubauen, zerriss sein Inneres regelrecht. Er be
Zurück in Ashford Bay.Abigail erwachte mit dem beißenden Geruch von Schimmel und verrottendem Holz in der Nase.Ihre Sicht verschwamm komplett, als sie verzweifelt versuchte, die Augen zu öffnen. Im Raum herrschte eisige Kälte. Sie lag flach auf einer verrosteten Krankenhausliege und starrte starr an eine Decke voller Wasserflecken und abblätternder Farbe. Die nackte Panik traf sie wie ein physischer Schlag. Sie wollte sich ruckartig aufrichten, doch dicke Lederriemen bohrten sich schmerzhaft in ihre Handgelenke und Knöchel und fesselten sie unnachgiebig am Untergrund.„Wehre dich absolut nicht, Abigail. Das ist ganz gewaltig schlecht für die Herzfrequenz des Babys.“Abigails Kopf schnellte im Bruchteil einer Sekunde in die Richtung der Stimme. Evelyn Harrow stand leibhaftig an einem zertrümmerten Fenster und summte eine leise, fröhliche Melodie vor sich hin. Sie hatte ihre Verkleidung abgelegt und trug nun einen gestohlenen weißen Arztkittel. Seelenruhig ordne
Die Erneuerung des Eheversprechens der Hunts war das am sehnlichsten erwartete Ereignis des gesamten Jahrzehnts.Die Gärten des Anwesens hatten sich in einen absoluten Traum verwandelt. Tausende von weißen Rosen säumten die Gehwege, und Kristallleuchten hingen an den Ästen der alten Eichen, wo sie das Licht der Nachmittagssonne einfingen. Hunderte von exklusiven Gästen, rivalisierenden CEOs, Freunden, Familie und lokalen Politikern saßen in Reihen aus weißen Stühlen auf dem grünen Rasen. Nachrichtenhubschrauber kreisten weit über der Grundstücksgrenze, verzweifelt bemüht, eine Aufnahme des Milliardärs und seiner Braut zu erhaschen.In der ersten Reihe saß Bryan mit einem breiten Lächeln. Er sah in seinem maßgeschneiderten Anzug unendlich elegant aus und strahlte das Selbstbewusstsein eines erfolgreichen Working-Models aus. Er trug eigentlich absolut ungerne Anzüge, aber Alura hatte gescherzt und ihm prophezeit, dass er auf der After-Party bestimmt eine Freundin finden w
Grey legte eine geladene Handfeuerwaffe auf seinen Oberschenkel.Er hatte in den vergangenen Tagen kaum ein Auge zugetan. Jedes Mal, wenn er die Lider schloss, sah er Dr. Evelyn Harrow leibhaftig über Abigail stehen. Die Nachricht von Evelyns Entkommen aus dem Polizeigewahrsam spielte sich unaufhörlich in einer Endlosschleife in seinem Kopf ab. Diese Frau war absolut nicht mehr nur eine in Ungnade gefallene Therapeutin. Sie erlitt eine vollständige psychotische Episode und machte mittlerweile leibhaftig Jagd auf seine Familie.Grey starrte starr auf die verriegelte Schlafzimmertür ihres neuen Penthouses. Seine Paranoia zerfleischte ihn innerlich regelrecht. Er vertraute seinen Wachen, er vertraute Marcus, und er vertraute dem FBI – aber nichts davon fühlte sich auch nur im Ansatz ausreichend an. Bis diese Frau nicht endgültig wieder in einer Zelle saß, würde er absolut keine Seelenruhe finden.Gestern Morgen hatten sie einen kleinen, unscheinbaren Karton direkt vor







