LOGINKlappentext Als die Vale Corporation über Nacht zusammenbricht, wird Elena Cross dem Milliardär und CEO Damien Wolfe wie die Begleichung einer Schuld übergeben. Ihre Eltern erzählen allen, dass ihre Schwester Sophia diejenige ist, die heiratet. Sophia ist „zu jung“, „zu zerbrechlich“. Elena ist nur die Entbehrliche. In der Hochzeitsnacht zerrt Damien sie betrunken und eiskalt ins Bett und nennt sie „Sophia“. Als er wieder nüchtern wird und erkennt, dass er die falsche Schwester geheiratet hat, erklärt er ihr den Krieg. Er wird die Ehe nicht annullieren. Das würde den Ruf der Familie zerstören. Stattdessen sperrt er sie als unsichtbare Ehefrau in seiner Villa ein. Ignoriert. Gedemütigt. Ausgelöscht. Monatelang lebt Elena wie ein Geist in ihrer eigenen Ehe. Dann geht sie. Allein. Ohne irgendetwas. Und Monate später kehrt sie zurück – mit einem neuen Namen und einem Unternehmen, das mehr wert ist als seines. Er glaubte, sie sei ersetzbar. Jetzt wird er lernen, dass sie unersetzlich ist.
View MoreElena Cross stand im Flur ihres Elternhauses und hörte zu, wie ihr Leben verkauft wurde.
Die Wände hier waren dick vor Erinnerungen. Die Tapete war dasselbe blasse Blau, das ihre Mutter vor sechsundzwanzig Jahren ausgesucht hatte, als Elena geboren wurde und sie noch so taten, als wären sie eine normale Familie. Der Teppich unter ihren Füßen war an genau der Stelle dünn getreten, wo sie als Kind kniete und darauf wartete, ins Esszimmer gerufen zu werden. Die meisten Abende kam der Ruf nie. Heute Abend waren die Stimmen aus dem Arbeitszimmer ihres Vaters zu laut, um sie zu ignorieren. „Wenn wir sie bis Freitag nicht mit Wolfe verheiraten, verlieren wir alles“, sagte Richard Cross. Seine Stimme war angespannt, verzweifelt. Die Art von Verzweiflung, die Männer Dinge tun ließ, die sie nicht rückgängig machen konnten. Elenas Finger krallten sich in den Türrahmen. Wolfe. Damien Wolfe. Der Mann, dessen Name den letzten Monat auf jeder Finanznachrichtenseite gestanden hatte. Die Vale Corporation brach zusammen, und das Einzige, was sie über Wasser hielt, war eine Fusion. Eine Heiratsfusion. „Sophia ist erst neunzehn“, zischte ihre Mutter. „Sie ist zu jung. Sie kann Damien Wolfe nicht gewachsen sein.“ „Und Elena kann es?“, fuhr Richard sie an. Die Stille, die folgte, war schlimmer als das Geschrei. „Elena kann alles gewachsen sein“, sagte ihre Mutter schließlich. „Das war sie schon immer.“ Elena schloss die Augen. Sechsundzwanzig Jahre, die Verantwortungsvolle zu sein. Die Ruhige. Diejenige, die blieb, um die Arbeit ihres Bruders zu beenden, wenn er betrunken war. Diejenige, die sich um die Familienkonten kümmerte, wenn ihr Vater es „vergessen“ hatte. Diejenige, die nie zu den Fotos für die Firmengala eingeladen wurde, weil Sophia auf den Pressefotos besser aussah. Und jetzt war sie diejenige, die wie eine Schuldenzahlung übergeben wurde. Sie hätte früher weglaufen sollen. Sie wusste seit Monaten, dass das kommen würde. Die Vale Corporation blutete seit letztem Frühling Geld, und Damien Wolfe hatte klargemacht, dass er Sophia wollte. Sophia war süß, gehorsam, fotogen. Sophia war neunzehn und glaubte ihren Eltern, wenn sie sagten, die Welt sei sicher. Elena wusste es besser. Um Mitternacht versuchte sie es. Sie packte eine Tasche: Reisepass, Laptop, zwei Wechselkleidung, das Armband, das ihre Großmutter ihr vor ihrem Tod geschenkt hatte. Sie verließ das Haus durch die Seitentür, die, die das Personal benutzte, weil sie wusste, dass die Kameras dort seit Wochen „defekt“ waren. Sie schaffte es bis zur Einfahrt. Zwei Männer in schwarzen Anzügen packten sie, bevor sie das Tor erreichte. „Mr. Cross hat gesagt, wir sollen sie zurückbringen“, murmelte einer von ihnen. Ihr Bruder Marcus stand auf der Veranda und sah zu. Er sagte nichts. Er sah nur weg, als sie seinen Blick traf. Sie schleiften sie zurück ins Haus. Sperrten sie im Gästezimmer im dritten Stock ein. Dem Zimmer ohne Balkon, ohne Feuerleiter und mit einem Schloss von außen. Zwei Stunden lang saß Elena auf der Bettkante und weinte nicht. Sie hatte mit sechzehn aufgehört, für sie zu weinen, in der Nacht, als sie die E-Mails ihres Vaters über die „Arrangierung“ von Sophias zukünftiger Ehe fand. Damals hatte sie gedacht, sie sei sicher, weil sie die ältere Tochter war, diejenige, die nicht hübsch genug zum Verkaufen war. Sie hatte sich geirrt. Um 2 Uhr morgens klopfte es. Ihre Mutter öffnete selbst die Tür. Sie trug eine Kleiderhülle und sah Elena nicht ins Gesicht. „Das ist für die Familie“, sagte ihre Mutter. Ihre Stimme war flach, einstudiert. In der Hülle war Sophias Hochzeitskleid. Elfenbeinfarbene Seide, handbestickt, mehr wert, als Elena je in einem Jahr verdient hatte. Es roch nach Reinigung und Verzweiflung. Elena widersprach nicht. Widerspruch änderte nie etwas. Sie nahm das Kleid. Sie zog es allein an, denn selbst ihre Mutter konnte es nicht ertragen, ihrer Tochter in die Rolle des Opfers zu helfen. Das Kleid saß perfekt. Sophia und Elena hatten dieselbe Größe. Das war der ganze Punkt. Um 3 Uhr morgens wartete ein Auto draußen. Marcus öffnete ihr die Tür. Für einen Moment sah es so aus, als würde er etwas sagen. Sich entschuldigen. Es aufhalten. Er tat es nicht. „Mach keine Szene“, sagte er stattdessen. „Es wird bald vorbei sein.“ Elena stieg ins Auto. Als sie vom Haus, in dem sie aufgewachsen war, wegfuhren, sah sie einmal zurück. Die Fenster waren dunkel. Niemand sah zu. Sie weinte nicht. Weinen würde den Vertrag nicht ändern. Weinen würde Damien Wolfe nicht dazu bringen, sie als etwas anderes zu sehen als eine Lückenbüßerin. Weinen würde ihre Familie nicht dazu bringen, sie zu lieben. Aber sie machte sich hinten in diesem Auto ein Versprechen. Wenn das vorbei war, würde sie nie wieder ersetzbar sein. Wenn das vorbei war, würde sie diejenige sein, die zuerst ging. Das Auto hielt vor dem Gerichtsgebäude. Es war leer, geschlossen, illegal. Damien Wolfe wartete nicht auf die Geschäftszeiten, wenn er etwas erledigt haben wollte. Die Türen öffneten sich. Und Elena Cross ging hinein, um einen Mann zu heiraten, der dachte, sie sei ihre Schwester.Die Stille, die auf ihren Ausbruch folgte, war ohrenbetäubend.Beatrice stand da, die Augen noch immer fest geschlossen, ihre Brust hob und senkte sich, ihr Herz pochte so laut, dass sie es in ihren Ohren hören konnte. Sie hatte keine Ahnung, was sie dazu getrieben hatte, es zu sagen. Einen Moment lang ertrank sie in der Spannung zwischen ihnen, der Fast-Kuss hing in der Luft wie ein stromführendes Kabel, und im nächsten – waren die Worte aus ihrem Mund gepurzelt, bevor ihr Gehirn hinterherkam.Sei mein Trainer.Sie wollte verschwinden. Sie wollte, dass der Boden sie verschluckte, und sie wollte es zurücknehmen, die Zeit zurückspulen, ihn stattdessen verfluchen – denn zumindest das hätte Sinn ergeben.Aber sie konnte nicht. Die Worte waren jetzt draußen, hingen zwischen ihnen wie eine Herausforderung.Langsam öffnete sie ein Auge, dann das andere.Colt starrte sie an. Sein Gesichtsausdruck war undurchschaubar – eine Maske aus Stein, die nichts verriet. Aber seine Augen. Diese dunklen,
Die Slums – HauptgaragenviertelDie Werbetafel ächzte über ihr, ihr verrosteter Metallrahmen kreischte, als er sich von seinen Verankerungen losriss. Beatrice sah auf, ihre Augen weit vor Entsetzen, ihr Körper erstarrt auf dem kalten, nassen Beton. Der Regen fiel jetzt stärker, fette Tropfen, die gegen ihr Gesicht klatschten und ihre Sicht verschwommen. Sie konnte sehen, wie sich die massive Tafel neigte, die verblasste Werbung für eine nicht mehr existierende Limonadenmarke sich ablöste, als die Schwerkraft sie forderte.Sie kniff die Augen zu, ihre Arme flogen hoch, um ihren Kopf zu schützen, und wartete auf den zermalmenden Aufprall.Aber er kam nie.Stattdessen spürte sie ein Paar starke Arme, die sich um ihre Taille schlangen und sie mit genug Kraft zur Seite rissen, dass sie über das nasse Pflaster schlitterte. Sie schlug hart auf dem Boden auf, ihre Schulter knallte in eine Pfütze, aber die Arme ließen nicht los. Sie zogen sie gegen eine feste Brust und schirmten ihren Körper m
Saviour Alive Church – Das PfarrhausKrystals Finger krallten sich in den Stoff von Zerus' Talar, ihr Griff war heftig und unnachgiebig. Ihre Augen waren noch immer rot gerändert und glasig von Tränen, sie bohrten sich in seine mit einer Verzweiflung, die an Wut grenzte."Antworte mir", forderte sie, ihre Stimme war rau. "Dieses Symbol und das Schlangentattoo – das sind die Satan's Heirs, nicht wahr? Du bist einer von ihnen!"Zerus sah auf sie herab, seine blassen Augen undurchschaubar. Das Blut aus seiner Schulterwunde war durch das weiße Hemd gesickert und breitete sich wie eine dunkle Blume über seine Brust aus. Er zuckte nicht zusammen und zog sich nicht zurück. Er stand einfach da, ließ sie ihn festhalten, ließ sie die Wahrheit fordern, die er jahrelang begraben hatte.Austin trat vor, seine Hand schwebte nahe an Zerus' Arm. "Krystal, vielleicht solltest du –""Nein", unterbrach sie ihn, ohne ihre Augen von Zerus zu nehmen. "Nein. Er schuldet mir eine Antwort. Ich bin in diese Ki
Austin stand noch immer wie erstarrt im Türrahmen, sein Kiefer hing offen. Seine Augen huschten von dem Blut, das aus Z' Schulter sickerte, zu Krystals Händen, die noch immer in ihrem dunklen Haar verfangen waren. Unglaube grub Linien in sein Gesicht, die Minuten zuvor noch der Schmerz gezeichnet hatte.Z zog sich nicht zurück, sein Mund blieb auf ihrem, verschlang sie ganz, ohne es überhaupt zu planen, aber er hörte auf, als er zufrieden war, bevor er den Kopf hob. Er drehte sich zur Tür mit der Art von Ruhe, die nur nach dem Überleben der Hölle kam.Krystal rutschte zurück, ihr Atem stockte in ihrer Kehle. Ihre Handflächen zitterten gegen die Laken. Scham und Hitze kämpften unter ihrer Haut, sie zitterte und war noch immer im Schock.Austin blinzelte hart, als versuche er aufzuwachen. Die Waffe in seiner Hand zitterte einmal, dann fiel sie mit einem dumpfen Knall zu Boden. "Du lebst", krächzte er, die Worte brachen auf dem Weg heraus.Z griff nach dem sauberen Hemd und wickelte es ü

















