Mag-log inDie grausame Ankündigung
Elaras POV Der Schlaf verweigerte sich mir. Ich lag starr auf der dünnen Matratze, die Augen auf die rissige Decke gerichtet, während Lyras Warnung wie ein Urteil, dem ich nicht entkommen konnte, in meinem Kopf kreiste. *Sie planen, dich aus dem Blackthorne-Rudel zu schicken.* Ich drehte mich auf die Seite und presste die Faust fest gegen den Mund, um den Schluchzer einzufangen, bevor er durch die papierdünnen Wände dringen konnte. Der Dienerflügel schlief nie wirklich. Jemand hustete immer, schlurfte vorbei oder flüsterte im Dunkeln. Wenn auch nur einer von ihnen hörte, wie ich zusammenbrach, würde die Nachricht Vivienne noch vor der Morgendämmerung erreichen. Ich würde ihr diesen Sieg nicht schenken. Meine Augen brannten, blieben aber trocken. Irgendwo zwischen Mitternacht und dem ersten blassen Licht waren meine letzten Tränen einfach versiegt. Hinter dem schmalen Fenster lag das Blackthorne-Rudel still unter dem Mond. Die Wölfe waren nach der Zeremonie in ihre Höhlen zurückgekehrt, noch erfüllt von der Wärme, ihre Gefährten gefunden zu haben. Ich trug nur das Echo von Kaels Stimme in mir. *Die Mondgöttin hat einen Fehler gemacht.* Meine Handfläche drückte flach gegen meine Brust. Die Bindung blieb – ein beharrlicher, dumpfer Schmerz unter meinen Rippen, ein Splitter, den kein Wille herausziehen konnte. Ich hasste sie. Hasste, dass meine Wölfin sich immer noch zu diesem unsichtbaren Faden hinstreckte, dass sie ihm immer noch antwortete, nach allem, was er getan hatte. „Hör auf“, flüsterte ich ihr zu. Sie verstummte, aber sie ging nicht. Der Morgen kam ohne Güte. Die Küche war bereits ein Sturm aus Bewegung, als ich eintrat. Diener huschten zwischen den langen Theken hin und her und bereiteten das Frühstück der Alpha-Residenz vor. Der Duft von Eiern und geröstetem Brot hing dick in der Luft. An jedem anderen Tag hätte es sich gewöhnlich, fast tröstlich angefühlt. In dem Moment, in dem ich die Schwelle überschritt, begannen die Flüsterreden. „Da ist sie.“ „Die ungewollte Gefährtin.“ Zwei Frauen am Herd wandten ihre Gesichter ab. Eine Dritte – Emily, die nie ein grausames Wort gesprochen hatte – fand plötzlich den Boden faszinierend. Ich hielt mein Kinn hoch und ging zum Vorratsschrank. „Du bist spät.“ Die Stimme schnitt wie eine Klinge durch die Küche. Vivienne stand in der Tür, die zum formellen Speisesaal führte. Sie trug ein blassgoldenes Kleid, dunkles Haar mit vollkommener Eleganz zurückgesteckt. Sie sah aus, als hätte sie wie eine Königin geschlafen. „Ich bin pünktlich gekommen“, antwortete ich leise. Sie neigte den Kopf. Ein langsames, absichtliches Lächeln krümmte ihren Mund. „Korrigierst du mich?“ Jeder Diener erstarrte. Ich setzte das Tablett, das ich gerade hochgehoben hatte, zurück auf die Theke. „Nein.“ „Gut.“ Sie näherte sich mit den unhurried Schritten jemandes, der wusste, dass niemand einzugreifen wagen würde. „Heute ist ein wichtiger Tag. Ich brauche, dass alles makellos ist.“ Sie blieb nah genug stehen, dass ich das teure Parfüm wahrnehmen konnte, das an ihr haftete. „Das bedeutet, dass du das Frühstück im großen Speisesaal servieren wirst.“ Mein Magen sank. Der große Saal. Wo Kael jeden Tag sein Morgenmahl einnahm. „Vivienne—“ „Gibt es ein Problem?“ fragte sie mit einer Stimme aus purem Zucker. Jedes Paar Augen in der Küche lastete auf meinem Rücken. „Nein“, sagte ich. Ihr Lächeln wurde breiter. „Wunderbar.“ Der Speisesaal roch nach poliertem Holz und frisch geschnittenen Blumen. Hohe Fenster blickten auf den östlichen Garten und fluteten den Raum mit sanftem Morgenlicht. Ich hatte den Raum unzählige Male geputzt, war jedoch selten hineingegangen, während jemand aß. Ich trug das schwere Tablett durch die Tür und hielt den Blick auf die Dielen gerichtet. Kael saß am Kopfende des langen Tisches. Damon saß ihm gegenüber und sprach in leisem Ton. Zwei höhere Krieger nahmen das andere Ende ein. Das Gespräch stockte in dem Moment, als ich erschien. Ich ging zum Anrichtebuffet und begann, die Gerichte anzuordnen. Meine Hände blieben ruhig. Ich klammerte mich an diesen kleinen Stolz und konzentrierte mich nur auf die sorgfältige Platzierung jedes Tellers, darauf, keinen Tropfen zu verschütten, darauf, so unsichtbar zu werden wie die Möbel. „Was macht sie hier?“ Kaels Stimme. Ich drehte mich nicht um. „Ich habe sie eingeteilt“, antwortete Vivienne hinter mir. Ich hatte nicht gehört, dass sie mir gefolgt war. „Ich dachte, es würde ihr helfen, ihren Platz klarer zu verstehen.“ „In Ordnung“, sagte Kael. Dieses einzelne Wort traf tiefer, als ich erwartet hatte. Ich hatte die Hoffnung bereits begraben, doch die vollständige Gleichgültigkeit in seinem Ton – die Leichtigkeit, mit der er meine Anwesenheit abtat – ließ die Bindung wie einen frischen Bluterguss pochen. Ich fuhr fort, die Gerichte zu richten. „Du hast eine Stelle übersehen“, murmelte Vivienne. Ich blickte auf das Buffet. Es war makellos. „Da ist nichts“, sagte ich. Der Raum wurde still. Vivienne trat näher. „Ich habe gesagt, du hast eine Stelle übersehen, Elara.“ Die Art, wie sie meinen Namen aussprach, ließ ihn wie etwas Widerliches auf ihrer Zunge klingen. Ich drehte mich langsam und traf ihren Blick. Ihr Ausdruck war fast gelangweilt, doch der Triumph darunter war unverkennbar. Damon rutschte auf seinem Stuhl. Seine grünen Augen huschten zwischen uns hin und her, unlesbar. „Wisch es noch einmal ab“, befahl Vivienne. Ich nahm das Tuch und wischte die bereits saubere Oberfläche ab, ohne ihren Blick zu brechen. Ihr Lächeln vertiefte sich. „Gutes Mädchen.“ Ein Muskel sprang in Damons Kiefer. Kael sagte nichts. Seine grauen Augen blieben auf die Dokumente neben seinem Teller gerichtet, als existiere der Austausch drei Fuß entfernt nicht. Ich legte das Tuch hin und kehrte zum Buffet zurück. „Vergiss den Saft nicht“, fügte Vivienne hinzu. „Und versuche diesmal, nichts zu verschütten. Wir alle wissen, wie ungeschickt du sein kannst.“ Die Krieger am anderen Ende tauschten einen Blick. Einer von ihnen lächelte fast. Ich schenkte den Saft ein, ohne dass ein einziger Tropfen über den Rand lief. Eine Stunde später fand ich Lyra im Wäschekorridor. Sie packte meinen Arm, sobald sie mein Gesicht sah. „Wie schlimm?“ fragte sie. „Erträglich“, antwortete ich. Sie wirkte nicht überzeugt. „Luna Isolde?“ Lyras Ausdruck verdunkelte sich. „Immer noch bewusstlos. Der Heiler sagte, ihre Werte seien heute Morgen schwächer.“ Die Worte lasteten schwer. Ich lehnte mich gegen die Wand und schloss für einen Atemzug die Augen. Isolde war nicht erwacht. Sie konnte keine Fragen stellen, nichts widersprechen, was Vivienne behauptete. „Elara.“ Lyras Stimme war vorsichtig. „Gestern Nacht… was ich dir gesagt habe—“ „Ich weiß.“ „Wir müssen darüber nachdenken—“ „Ich weiß, Lyra.“ Sie musterte mich einen Moment, trat dann näher und senkte die Stimme. „Du kannst nicht einfach bleiben und dich vertreiben lassen. Du brauchst einen Plan.“ „Ich arbeite daran“, sagte ich. Es war eine Lüge. Ich hatte keinen Plan. Ich hatte die Nacht kaum überlebt. Bevor sie weiter bohren konnte, näherten sich Stimmen aus dem Korridor. Wir beide verstummten. Drei Älteste schritten an der Tür des Wäscheraums vorbei, lange Roben streiften den Boden. Elder Aldric ging unter ihnen und sprach in einem tiefen, ernsten Ton und gestikulierte mit einer Hand. Er blieb stehen. Als spüre er Blicke auf sich, drehte er sich leicht um. Sein Blick fand die Tür – und mich – für einen kurzen, scharfen Moment. Dann schaute er weg und setzte seinen Weg den Flur hinab fort. Lyras Finger umklammerten meinen Arm fester. Wir warteten, bis die Schritte verklungen waren, und warteten noch länger. Als ich endlich ihren Blick traf, war ihr Gesicht blass geworden. „Elara…“ Die Ankündigungsglocke ertönte aus der zentralen Halle unten – ein langer, resonanter Ton, der jeden Wolf im Rudel herbeirief. Lyra und ich bewegten uns, ohne zu sprechen, und schlossen uns dem Strom von Dienern und Haushaltsmitgliedern an, die zur Haupthalle flossen. Der Raum füllte sich schnell. Krieger, Diener, Älteste, höhere Mitglieder – alle versammelten sich vor der erhöhten Plattform. Ich blieb an der hinteren Wand neben Lyra stehen. Elder Aldric stand auf der Plattform. Vivienne war bereits vorne in der Menge positioniert, groß und gefasst, die Hände gefaltet, als wüsste sie die Worte, die folgen würden, bereits. Elder Aldric räusperte sich und wartete auf Stille. „Blackthorne-Rudel“, begann er, die Stimme trug mühelos durch die Halle. „Angesichts der Paarungszeremonie und der Erklärung des Alphas hat der Rat der Ältesten getagt und eine formelle Entscheidung getroffen.“ Die Halle wurde vollkommen still. „In vier Tagen wird eine Luna-Ankündigungszeremonie abgehalten. Bei dieser Zeremonie wird Alpha Kael Draven die zukünftige Luna des Blackthorne-Rudels offiziell vor der vollständigen Versammlung vorstellen.“ Sofort erhoben sich Murmeln. Viviennes Kinn hob sich ein Stück. Ich spürte, wie Lyras Hand die meine umschloss. „Alle Rudelmitglieder sind verpflichtet, teilzunehmen“, fuhr Elder Aldric fort. „Die Vorbereitungen beginnen sofort. Die Luna-Ankündigungszeremonie wird den Beginn eines neuen Kapitels für das Blackthorne-Rudel markieren.“ Die Murmeln schwollen zu aufgeregten Gesprächen an. Wölfe um mich herum begannen zu spekulieren, zu feiern. Mehrere vorne brachten Vivienne offene Glückwünsche dar; sie nahm jeden mit einem gnädigen, einstudierten Lächeln entgegen. Ich starrte auf den Boden. Vier Tage. Ich hatte noch vier Tage, bevor dieses Rudel formell und endgültig jemand anderen über mich stellte – vor jedem Wolf, der jemals auf mich herabgesehen hatte. Lyras Griff wurde so fest, dass es wehtat. Ich zog mich nicht zurück. Als die Menge begann, sich aufzulösen, hob ich endlich die Augen. Kael stand nahe der Plattform. Er bewegte sich bereits weg, tauschte leise Worte mit Damon aus, sein Ausdruck unverändert. Was hinter diesen grauen Augen lebte, blieb zu tief verborgen, um es zu erreichen. Als spüre er meinen Blick, drehte er sich um. Unsere Augen trafen sich über die volle Halle hinweg. Er hielt meinen Blick. Dann schnitt seine Stimme durch den Lärm, allein an mich gerichtet. „Blamiere dieses Rudel während der Zeremonie nicht.“ Er drehte sich um und ging weg.Der Beobachter im WaldElaras POVIch konnte mich nicht dazu bringen, mich zu bewegen.Eine gefühlte Ewigkeit stand ich wie angewurzelt auf dem Waldboden und starrte auf jenen fernen Schatten zwischen den Bäumen, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, während ich wartete – verzweifelt – auf irgendein Zeichen von Bewegung, das genau bestätigen mochte, womit ich es zu tun hatte.Nichts regte sich.Der Schatten blieb vollkommen still. Nach mehreren angespannten Momenten begann ich mich zu fragen, ob mein erschöpfter, schwangerschaftsbenebelter Verstand eine Bedrohung aus gewöhnlichem Licht und Schatten heraufbeschworen hatte, die sich zwischen den Bäumen verschoben.Vorsichtig machte ich einen Schritt vorwärts.Der Schatten bewegte sich nicht.Noch ein Schritt – mein Kräuterkorb vergessen zu meinen Füßen –, Neugier übernahm allmählich meine anfängliche Angst, als ich mich der Stelle näherte, wo ich nur Momente zuvor jene verdächtige Gestalt erblickt hatte.Als ich sie erreichte, blieb ni
Das Leben geht weiterElaras POVZwei volle Tage vergingen, bevor ich es wagte, zu Elias' Hütte zurückzukehren.Achtundvierzig Stunden Schlaf unter einem behelfsmäßigen Unterschlupf aus gefallenen Zweigen und Waldabfällen. Achtundvierzig Stunden Rationierung der Handvoll getrockneter Nahrung, die ich während meiner panischen Flucht gegriffen hatte. Achtundvierzig Stunden Beobachtung der umgebenden Wildnis auf irgendein Zeichen, dass Damons Suchtrupp umgekehrt war – oder Späher zurückgelassen hatte, um das Gebiet zu überwachen.Als ich schließlich sicher war, dass sie aufgegeben hatten und zum Blackthorne-Rudel zurückgekehrt waren, machte ich mich vorsichtig auf den Weg zurück zur vertrauten Hütte. Erleichterung durchflutete mich beim Anblick von Rauch, der sanft aus ihrem Kamin kräuselte.Elias öffnete die Tür, bevor ich sie überhaupt erreichte, sein Gesicht weicher vor offensichtlicher Erleichterung.„Du bist in Sicherheit“, sagte er und bedeutete mir hereinzukommen.„Es tut mir leid
Zu spätDamons POVEndlich hatte die Spur etwas Echtes ergeben.Wochen fruchtloser Suche, irrtümlicher Sichtungen und jener herzzerreißenden Stofffetzen hatten endlich zu einer echten Spur geführt. Ein Händler, der durch eine abgelegene Bergsiedlung reiste, erzählte von einem alten, einsamen Wolf-Heiler, der gelegentlich Vorräte kaufte – immer mit einer jungen, silberhaarigen Frau an seiner Seite, die selten sprach und sich für sich hielt.Die Beschreibung passte zu gut, um sie zu ignorieren.Wir folgten den Wegbeschreibungen des Händlers drei weitere Tage lang und wanderten über schmale Bergpfade, die tiefer in wildes, unbekanntes Land führten. Jede Meile steigerte sowohl meine Erschöpfung als auch meine Entschlossenheit. Marcus und zwei weitere Krieger gingen mit mir, ihre eigene Müdigkeit deutlich trotz ihrer professionellen Fassung.„Dort“, sagte Marcus leise und nickte zu einer kleinen Struktur, die durch die Bäume kaum sichtbar war – Rauch trieb träge aus einem Steinkamin.Mein
Die Unruhe des WolfesKaels POVIch konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine ganze Nacht durchgeschlafen hatte.Die meisten Abende lag ich wach in der Dunkelheit meiner Gemächer und starrte an die Decke, als könnten die Antworten auf alles, was ich nicht kontrollieren konnte, irgendwie dort geschrieben stehen. Mein Verstand kreiste endlos – die nachlassende Gesundheit meiner Mutter in einem Moment, Elaras fortgesetzte Abwesenheit im nächsten. Eine unerbittliche Schleife, die sich weigerte, mir Frieden zu gewähren.Damons Nachrichten waren in den letzten Wochen spärlicher geworden. Jede trug dieselbe frustrierende Kombination aus vielversprechenden Spuren und letztendlicher Enttäuschung – ein Muster, das in seiner Grausamkeit fast vorhersehbar geworden war.Heute Nacht war nicht anders als die unzähligen ruhelosen Nächte davor.Ich verlagerte mich gegen meine Kissen, Erschöpfung drückte schwer gegen meinen Körper. Aber mein Verstand weigerte sich zu kapitulieren. Und un
Die EntscheidungElaras POVDie Frage kreiste seit Tagen zwischen uns – vielleicht seit Wochen –, obwohl Elias ihr erst jetzt eine Stimme gegeben hatte.Sie saß jetzt in der stillen Hütte, geduldig und ohne Eile, als hätte sie alle Zeit der Welt, beantwortet zu werden. Als wüsste sie, dass ich irgendwann antworten würde, ob ich wollte oder nicht.Ich starrte auf meine Hände hinab. Sie waren noch immer schwach grün gefärbt vom morgendlichen Kräutersammeln – winzige Reste von Blättern und Stängeln, in die Falten meiner Handflächen gerieben. Gewöhnliche Hände. Gewöhnliche Flecken. Und doch zitterten sie leicht, als ich sie hob und beide gegen die kleine, sanft gerundete Wölbung meines Bauches presste.Das Baby wuchs. Langsam. Leise. Aber unbestreitbar.Und mit jedem vergehenden Tag wurde die Frage, die Elias gerade gestellt hatte, schwerer zu umgehen.„Nein“, sagte ich.Das einzelne Wort trug mehr Endgültigkeit, als ich erwartet hatte. Einmal laut ausgesprochen, verspürte ich keinen Dran
Die verborgene WahrheitElaras POVDie Übelkeit kam die meisten Morgen ohne Vorwarnung – riss mich aus dem Schlaf, bevor ich überhaupt die Augen richtig öffnen konnte.An jenem besonderen Morgen schaffte ich es kaum nach draußen, bevor sich mein Magen in das Unterholz jenseits der Hüttentür entleerte. Lyra war direkt hinter mir, sammelte mein Haar mit einer Hand zusammen, während ihre andere langsame, beruhigende Kreise auf meinen Rücken rieb.„Besser?“ fragte sie, nachdem das Schlimmste vorüber war, und drückte mir einen kleinen Becher Wasser in die zitternden Finger – sie hatte offenbar genau dieses Bedürfnis vorausgesehen.„Ein wenig“, gab ich zu und wischte mir mit dem Handrücken den Mund ab. „Es scheint schlimmer statt besser zu werden.“„Das ist so früh normal“, sagte Elias vom Türrahmen aus, nachdem er die ganze Episode mit derselben ruhigen, praktischen Aufmerksamkeit beobachtet hatte, die er allem entgegenbrachte. „Es sollte nachlassen, wenn die Wochen vergehen, obwohl jede S







