ANMELDENCASSANDRE
Die drückende Stille der Zelle wird von einem metallischen Knall und einem unterdrückten Schrei aus dem hinteren Teil des Ganges durchbrochen. Ich halte den Atem an, die Hände verkrampft auf meinen Knien. Die Schatten tanzen an der Wand, geworfen vom schwachen Licht der an der Decke hängenden Lampen, und jedes Geräusch wird zu einer Note in einer Sinfonie der Angst. Hier dehnt sich die Zeit, und jede Sekunde scheint mich daran zu erinner
CASSANDREDas Erwachen im Gefängnis ist niemals sanft. Das fahle Licht dringt kaum durch das hohe kleine Fenster, aber die Geräusche des Morgens treffen mich bereits wie Schläge: zuschlagende Türen, quietschende Ketten, das Gebrüll der Wärterinnen und das spöttische Gelächter der Insassinnen. Jedes Geräusch ist eine klatschende Ohrfeige, eine Erklärung: Du existierst hier nicht mehr, Cassandre.Ich versuche mich aufzurichten, aber eine Hand stößt mich heftig zur Seite, bringt mich aus dem Gleichgewicht.— He! röchelt eine schrille Stimme, die der kleinsten Insassin, die ich am Vortag gesehen hatte.Ich beiße die Zähne zusammen und spüre, wie ein eisiger Schauer meinen Rücken hinabrinnt. Innerlich brodelt es vor purer Wut. Meine gedemütigte Prinzessin schwankt bereits, zertrampelt von diesen Monstern, die über ihr Unglück lächeln.
CASSANDREDie drückende Stille der Zelle wird von einem metallischen Knall und einem unterdrückten Schrei aus dem hinteren Teil des Ganges durchbrochen. Ich halte den Atem an, die Hände verkrampft auf meinen Knien. Die Schatten tanzen an der Wand, geworfen vom schwachen Licht der an der Decke hängenden Lampen, und jedes Geräusch wird zu einer Note in einer Sinfonie der Angst. Hier dehnt sich die Zeit, und jede Sekunde scheint mich daran zu erinnern, dass ich allein bin, allein auf der Welt, allein angesichts meines Zusammenbruchs.Die Tigerin, regungslos auf ihrem Bett, wirft mir einen vielsagenden Blick zu. Ich lächle schwach, ein halb ironisches, halb sadistisches Lächeln, aber innerlich zittert mein Herz. In diesem Theater des Elends wird sie sowohl Richterin als auch Verbündete sein … oder vielleicht nur ein bedrohlicher Schatten unter vielen.— Erste Runde, sagt sie mit tiefer Stimme. Die W&
CASSANDREDie Tür knallt mit einem metallischen Krachen hinter mir zu, das bis in meine Knochen hallt. Eine Nummer, ein Code, ein von der Welt vergessener Name: Cassandre existiert nicht mehr. Übrig bleibt nur, was das System sehen will. Eine Zelle. Eine Stange. Ein Eisenbett. Und dieser Geruch … eine Mischung aus ranzigem Desinfektionsmittel und Muff, der mir in der Nase brennt und an der Haut klebt.Ich trete vor, steif wie eine Nadel. Der Wärter deutet mit einer knappen Geste auf das Bett, das der Wand am nächsten ist. Ich setze mich, die Hände verkrampft auf den Knien. Meine Absätze klacken auf dem Boden, jedes Geräusch eine grausame Erinnerung: Die Außenwelt geht ohne mich weiter, und ich … ich stecke hier fest.Drei andere Frauen teilen die Zelle. Die erste kaut nervös auf etwas herum, das wie Papier aussieht, irrer Blick, scheinbar den Untergang der Menschheit planend. Die zweite schnarcht wie ein Bär im Winterschlaf, ein seliges Lächeln auf den Lippen, gleichgültig gegenüber m
TANIAIch klebe an ihm, jeder Zentimeter meines Körpers brennt von seiner Nähe. Sein warmer Atem an meinem Nacken, seine Hände, die über meine Arme und Schultern gleiten – alles überwältigt mich. Meine Knie geben leicht nach, aber er stützt mich, solide und unerbittlich, und ich fühle mich zugleich beschützt und völlig verletzlich.— Du schauderst … murmelt er, ein zynisches Lächeln in der Stimme. Und jedes Schaudern macht mich noch … neugieriger.Mir entfährt ein kurzer Atemzug, fast ein Stöhnen, und er lacht leise, ein tiefer, samtiger Klang, der mich noch mehr erschauern lässt.— Hörst du dein eigenes Verlangen? murmelt er, seine Stimme streift mein Ohr. Selbst dein Atem verrät dich.TANIA (Gedanke)Jeder Atemzug, jedes Schaudern, jedes kleine Geräusch verrät mich … und doch will ich mich nicht entfernen. Ich will ihn. Ich will seine Gegenwart spüren, seine Kraft, seine Beherrschung.Lucas senkt seine Lippen auf meine Schulter, nur eine Berührung, und ein stärkerer Schauer durchfäh
TANIALucas' Wärme umhüllt mich völlig, wie ein Hauch, der mich ergreift und mir den Atem raubt. Jede seiner Gesten scheint darauf ausgelegt, mich zu fesseln, jede Berührung berechnet, um in mir ein Verlangen zu wecken, das ich nicht zu benennen wagte. Sein Atem auf meiner Haut brennt, seine Hände wandern mit hypnotischer Präzision über meine Arme und Schultern, erforschen mein Schaudern, mein Zögern, meine Reaktionen auf jede Berührung.— Lass dich fallen … murmelt er, die Stimme tief, samtig, eisig und provozierend. Heute Nacht wirst du nicht denken … du wirst fühlen.Mein Herz rast, meine Brust hebt sich bei jedem Atemzug. Ich versuche, den Blick abzuwenden, aber seine Augen fangen mich ein, lesen in mir, verschlingen mich ganz. Ich spüre, wie mein Körper trotz mir auf jede seiner Liebkosungen, auf jede seiner Nuancen reagiert.Er beugt sich zu mir, und unsere
TANIAIch spüre jeden Atemzug von Lucas, jede Mikrobewegung seines Körpers darauf berechnet, mich in Alarmbereitschaft zu halten. Sein Blick lässt nicht von mir ab, mustert meine Reaktionen wie ein Schachmeister, wägt jedes Zögern, jedes Schaudern ab. Mein Herz rast, meine Muskeln weigern sich manchmal zu gehorchen, und mir wird klar, dass ich vollständig von seiner Gegenwart gefangen bin.— Atme … murmelt er, seine Stimme tief und eisig unter der offensichtlichen Sanftheit. Lass dich fallen … ich werde dir Lust bereiten … die ganze Nacht.Ich zucke fast bei seinen Worten zusammen, eine Mischung aus Überraschung und Erwartung durchläuft meinen Körper. Mein Atem stockt, und doch kann ich den Blick nicht von ihm abwenden. Jede Geste, jede Nuance seiner Stimme, jedes berechnete Lächeln verunsichert und zieht mich an.— Lucas … ich … ich sollte &hell







