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2

作者: Clawdeen
last update 公開日: 2026-10-21 01:54:35

Kapitel 2

(Rileys Perspektive)

Das Klimpern von Schlüsseln klickte im Schloss.

Einen Moment lang wusste ich nicht, wo ich war. Die Decke war falsch. Die Matratze zu fest. Dann kamen die Erinnerungen an den Vortag über mich.

Ich war jetzt Ryan Kane.

Die Tür öffnete sich, bevor ich mich vollständig aufrichten konnte. Ich riss die Decke höher, um meine ungebundene Brust zu verdecken, und drückte mich an die Wand, gerade als ein Typ mit zwei Reisetaschen und einem Rucksack über der Schulter hereinkam.

Er wirkte etwa zwanzig, mittelgroß, mit einem leichten Grinsen und hellen Augen, die den Raum schnell erfassten.

„Du musst der Freshman sein“, sagte er. „Ryan, richtig? Ich bin Tyler. Tyler Brooks. Wir sind Mitbewohner.“

Ich nickte einmal.

Er warf seine Taschen auf das leere Bett und redete weiter. „Ich spiele Verteidigung. Sophomore. Du bist Forward, oder? Hab deinen Namen auf der Liste gesehen. Du bist früh. Die meisten Neuen kommen mit der Gruppe.“

Ich gab ein weiteres kurzes Nicken und blieb halb unter der Decke versteckt. Mein Herz schlug so laut, dass ich Angst hatte, er könnte es hören.

Tyler schien es nicht zu bemerken. Er fing an auszupacken, warf Kleidung in Schubladen und plauderte über den Campus, das Team und darüber, welche Mensa wirklich anständiges Essen hatte. Ich antwortete mit einzelnen Worten und Nicken, wann immer er lange genug pausierte. Je weniger ich sprach, desto sicherer fühlte ich mich.

Als er schließlich ging, um den Rest seiner Sachen aus dem Flur zu holen, bewegte ich mich schnell. Ich musste raus und mit Ryan sprechen.

Der Campusplan auf dem Schreibtisch zeigte eine Telefonzelle in der Nähe des Student Centers. Ich legte meine Bandage an, zog einen Hoodie über, schob die Füße in Sneaker und verließ das Wohnheim, bevor Tyler zurückkommen konnte.

Die Morgenluft war kühl. Studenten bewegten sich bereits in Gruppen zwischen den Gebäuden, lachten und riefen einander zu. Ich hielt den Kopf gesenkt und steckte die Hände in die Taschen.

Die Telefonzelle stand an einer Ziegelwand vor dem Student Center. Ich warf die letzten Münzen hinein, die ich hatte, und wählte die Nummer des Krankenhauses unter dem falschen Namen, auf den wir uns geeinigt hatten.

Ryan meldete sich beim zweiten Klingeln. Seine Stimme war leise und schwer.

„Ich bin’s“, sagte ich leise.

Ein langer Atemzug am anderen Ende. „Du hast es geschafft.“

„Ja, hab ich“, antwortete ich.

Es herrschte Stille auf seiner Seite, bevor er wieder sprach. „Riley—“

„Mir geht’s gut“, unterbrach ich ihn. „Ich werde das schon hinkriegen. Heil einfach.“

Ich legte auf, bevor einer von uns noch etwas sagen konnte. Die Münzen waren weg. Wenn ich das durchhalten wollte, brauchte ich Geld – und zwar schnell.

Als ich zurück im Wohnheim ankam, hatte Tyler fertig ausgepackt und scrollte auf seinem Handy. Er sah auf und grinste. „Coach will die Neuen vor dem Training in seinem Büro sehen. Du solltest besser hin.“

Ich murmelte ein „Danke“ und ging.

Das Sportgebäude roch nach Gummiboden und altem Schweiß. Coach Reeves stand mit einem Klemmbrett unter dem Arm da und mit einem Blick, der wie Glasschnitt wirkte. Er musterte mich von oben bis unten, als ich in sein Büro trat.

„Kane“, sagte er. „Du bist schlanker, als ich nach den Videos erwartet habe.“

Mein Magen sank, aber ich behielt ein leeres Gesicht. „Ich bin gerade eine Magen-Darm-Geschichte losgeworden, Sir.“

Er gab einen unbestimmten Laut von sich und reichte mir den Trainingsplan. „Denk dran: Dein Stipendium hängt davon ab, wie gut du auf dem Eis bist. Also hoffe ich, dass du so gut bist, wie du denkst.“

Ich verließ das Büro, während mein Puls in meinen Ohren hämmerte.

Die Umkleidekabine war bereits halb leer, als ich hereinkam. Tyler saß am anderen Ende an einem freien Platz und war schon vollständig angezogen.

„Hey, Ryan“, winkte er. „Vielleicht solltest du aufhören, dich umzusehen, und dich anziehen.“

Ich nickte. Ich musste mich schnell umziehen, während die Zahl der verbliebenen Typen abnahm.

Zum Glück lag mein Spind am äußersten Ende des Raums, weit weg von den restlichen Blicken.

Das Umziehen war ein Albtraum aus vorsichtigen Winkeln und Timing. Ich schaffte es, aber jede Sekunde fühlte sich wie eine Minute an. Als ich endlich das Trainingsjersey anhatte und die Schlittschuhe in der Hand hielt, war ich der Einzige, der noch im Raum war.

Scheiße. Ich war spät.

Die Eisbahn war kalt und hell. Das Eis schimmerte, als würde es mich rufen. Ich hatte seit der Highschool nicht mehr Hockey gespielt, aber ich wusste, dass ich immer noch das Zeug hatte, um mithalten zu können.

Der Rest des Teams war bereits auf dem Eis, dehnte sich oder fuhr lockere Runden. Ich wollte gerade aufs Eis treten, als eine hohe Gestalt, die an der Bande stand, zu mir herüberglitt.

Selbst ohne den Namen auf dem Rücken seines Trainingsjerseys hätte ich gewusst, wer er war. Der Captain.

Er drehte sich um, als ich aufs Eis trat. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich kaum, aber die Temperatur um ihn herum sank.

„Du bist spät, Newbie.“

Die Worte waren flach, aber laut genug, dass jeder sie hören konnte.

Bevor ich antworten konnte, glitt Tyler neben mich und legte mir den Arm um die Schulter.

„Locker, Cap. Er ist Ersttäter.“

Coles Augen wanderten von Tyler zu mir und verweilten eine Sekunde länger als nötig. Dann gab er ein kurzes, humorloses Schnauben von sich. „Mach keine Gewohnheit draus.“

Er drehte sich um, ohne auf eine Antwort zu warten, und gab die Anweisungen für die erste Übung.

Ich glitt in Position, während mein Herz immer noch gegen die Bandage hämmerte.

Coles Kommentar war keine Anschuldigung gewesen. Er war nicht einmal besonders hart. Aber die Art, wie er mich angesehen hatte, hinterließ ein kaltes Gefühl in meinem Magen, das nicht weichen wollte.

Das Training hatte gerade erst begonnen, und ich wusste bereits eines mit Sicherheit.

Der Captain würde ein Problem werden.

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