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작가: Clawdeen
last update 게시일: 2026-10-21 01:55:12

Kapitel 3 – Etwas stimmt nicht

(Coles Perspektive)

„Ahhh… fuck“, stöhnte sie.

Das Mädchen unter mir gab einen leisen Laut von sich, als sie den Rücken durchbog, aber ich registrierte es kaum.

Meine Gedanken waren immer noch auf dem Eis.

Wir hatten Westbridge zum ersten Mal seit vier Jahren geschlagen. Ein Freundschaftsspiel, nichts Offizielles, aber das spielte keine Rolle.

Die Umkleidekabine danach war pure Feier – Geschrei, jemand kippte einen Kühler voll Wasser über die Freshman-Reihe, und Coach lächelte sogar einmal.

Westbridge hatte uns beherrscht, seit ich selbst Freshman gewesen war. Heute Abend war diese Serie zu Ende, und die Hälfte des Grundes war der neue Typ, der trotz seiner Statur irre Skills auf dem Eis hatte.

Ryan Kane.

Ich rollte von dem Mädchen herunter – sie war jemand von der Business School, deren Namen ich nicht einmal erfragt hatte – und setzte mich auf die Bettkante.

Die Musik von der Party dröhnte immer noch durch die Dielen im Erdgeschoss. Bass, Gelächter, ab und zu das Krachen einer Flasche.

Ich hätte unten beim Team sein sollen. Stattdessen war ich hier oben, halb angezogen, genervt von mir selbst, dass ich überhaupt an einen Freshman dachte, während ein vollkommen williger Körper noch warm neben mir lag.

Sie griff nach meinem Arm. „Alles okay?“

„Mir geht’s gut.“ Ich schüttelte ihren Arm ab, zog mein Shirt wieder an. „Die Party läuft noch. Du solltest runtergehen.“

Sie setzte sich auf, sichtlich genervt, aber ich war bereits in Bewegung. Ich hatte keine Geduld für das, was als Nächstes kommen würde.

Im Bad ließ ich kaltes Wasser über mein Gesicht laufen und starrte mein Spiegelbild an. Stattdessen sah ich immer wieder Kane auf dem Eis – er ließ das Eis und den Puck ihm gehorchen. Er las die Verteidigung von Westbridge, als hätte er sie monatelang studiert, die saubere Kantentechnik, der Pass, der das Spiel vorbereitet hatte – er hatte die Kontrolle auf dem Eis.

Er hatte Skills, die nicht zu der stillen, vorsichtigen Art passten, wie er sich bewegte, wenn er nicht auf dem Eis war, und auch nicht zu dem schlanken Körper, über den alle Witze gemacht hatten.

Irgendwas stimmte definitiv nicht mit ihm. Ich konnte es nur noch nicht benennen.

Ich verließ das Mädchen und das ausgeliehene Schlafzimmer, ohne ein weiteres Wort. Unten war das Wohnzimmer ein Chaos aus ineinander verschlungenen Körpern und leeren Bechern. Ich bahnte mir den Weg zur Tür und navigierte durch Glückwünsche.

Draußen war die Nachtluft kalt genug, um mir den Kopf freizumachen. Ich ging allein zurück zu den Wohnheimen, die Hände in den Taschen, und spielte die dritte Periode noch einmal ab.

Kane hatte einen Check an der Bande kassiert und war sofort wieder aufgestanden, als wäre nichts gewesen. Die meisten Freshmen zuckten zusammen, wenn ein Senior das erste Mal richtig reinhaut. Er hatte nicht gezuckt. Er hatte sich nur neu positioniert und weitergespielt.

Er hatte definitiv die Eigenschaften, die dieses Team für die Saison brauchte.

…

Zwei Tage später hatten wir einen freien Nachmittag. Kein Training, kein Video, bis zum abendlichen Krafttraining war nichts geplant. Das meiste Team verstreute sich – manche, um das Wochenende auszuschlafen, manche, um denselben Mädchen von der Party hinterherzulaufen. Ich landete dabei, ohne echten Plan vom Campus wegzugehen – außer Koffein und Ruhe.

Das Café außerhalb des Campus war einer der wenigen Orte, an denen ich Raum zum Nachdenken und Entspannen hatte.

Maddison arbeitete dort die meisten Schichten. Sie war meine Kindheitsfreundin, die immer für eine dumme Blondine gehalten wurde, aber weit klüger war. Ich stieß die Tür auf und suchte bereits nach ihr.

„Maddison—“

Der Name verließ meinen Mund, bevor ich vollständig verarbeitet hatte, was ich sah.

Hinter der Theke, gerade dabei, eine Schürze zuzubinden, stand Ryan Kane.

Nur war es nicht er.

Dasselbe Gesicht. Derselbe scharfe Kiefer. Dieselbe Größe.

Aber das dunkle Haar war länger und fiel in lockeren Wellen auf ihre Schultern. Die grünen Augen waren haselnussbraun. Und der Körper hatte keine flache Brust – er gehörte eindeutig einer Frau, mit Kurven, die unmöglich zu übersehen waren.

Dann war da die Art, wie sie sich bewegte: leichter, lockerer. Nichts von der kontrollierten, fast vorsichtigen Haltung, die ich während der Trainings auf dem Eis beobachtet hatte.

Meine Füße blieben stehen.

Ryan – oder wer auch immer das zur Hölle war – sah beim Geräusch der Tür auf und erstarrte auf genau dieselbe Weise wie ich.

Eine lange Sekunde lang sprach keiner von uns.

Ich öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Die Irritation, die ich seit der Party mit mir herumgetragen hatte, brach auf, und etwas wie echter Schock schob sich durch die Lücke.

Ich blinzelte, halb in der Hoffnung, ich würde mir das nur einbilden, aber als ich die Augen wieder öffnete, starrten mich haselnussbraune Augen in Ryan Kanes Gesicht an.

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