Seine kurvige Gefährtin

Seine kurvige Gefährtin

Von:  BUCHANANGerade aktualisiert
Sprache: Deutsch
goodnovel18goodnovel
Nicht genügend Bewertungen
30Kapitel
9Aufrufe
Lesen
Zur Bibliothek hinzufügen

Teilen:  

Melden
Übersicht
Katalog
CODE SCANNEN, UM IN DER APP ZU LESEN

Zusammenfassung

Werwolf

Leidenschaft

Alpha

Luna

Rücksichtslos

Zweite Chance

Vom Schwachen zum Starken

„Bringen wir es hinter uns. Ich habe noch anderes zu erledigen. Damit das ein für alle Mal klar ist: Ich brauche eine starke und SCHÖNE Luna an meiner Seite. Ich, Cullen Niles, Alpha des Eisenklauen-Rudels, weise dich, Rebel Lawson, als meine Gefährtin und Luna zurück.“ Im selben Augenblick durchzuckte ein entsetzlicher Schmerz meine Brust. Noch nie hatte ich etwas so Schlimmes gespürt. Doch vor Alpha Cullen ließ ich mir nichts anmerken. Ich erstarrte und zwang mich, keine Miene zu verziehen. Roxie heulte verzweifelt. Sie wollte ihren Gefährten, doch er hatte uns zurückgewiesen und ihr damit ebenso große Qualen bereitet wie mir. Je eher ich seine Zurückweisung annahm, desto eher konnten wir es hinter uns bringen. „Ich, Rebel Lawson, nehme deine Zurückweisung an.“ Die Worte trafen uns wie ein Todesstoß. Ich sah, wie Alpha Cullen sich an die Brust griff und mehrmals tief Luft holte. Erst nach einigen Minuten richtete er sich wieder auf. Ich hatte mich noch immer nicht gerührt. Ich musste den Schmerz ertragen, bis Roxie und ich endlich allein waren. „Du wirst niemandem davon erzählen. Verstanden?“ Vor Schmerz brachte ich kein Wort heraus und nickte nur. „Gut. Niemand darf erfahren, dass ausgerechnet eine Wölfin wie du meine Gefährtin war.“ Damit wandte er sich ab und ging. Ich kehrte zum See zurück und setzte mich neben meine Gitarre. Dort brach meine mühsam bewahrte Fassung endgültig zusammen. Ich presste eine Hand gegen die Brust und weinte stundenlang. Roxie war von der Zurückweisung so geschwächt, dass sie sich in den hintersten Winkel meines Bewusstseins zurückzog. Ihre Stimme drang nur noch schwach zu mir durch. Noch nie hatte ich mich so einsam gefühlt. Schicksalsgefährten sollten einander bedingungslos lieben. Alpha Cullen sollte mich beschützen, umsorgen und lieben. Doch hatte ich mich noch nie so unerwünscht und allein gefühlt.

Mehr anzeigen

Kapitel 1

Kapitel 1

Alpha Austins Sicht

Verdammt! Dieser Scheißkerl Cullen ging mir in letzter Zeit gewaltig auf die Nerven. Schon zum dritten Mal in diesem Monat hatte der gierige Bastard mein Rudel angegriffen, um sich unsere Edelsteinminen unter den Nagel zu reißen. Seine Hartnäckigkeit musste man ihm lassen. Aber bei mir biss er auf Granit. Niemand nahm mir, was mir gehörte. Und das Schwarzstein-Rudel samt allem, was dazugehörte, war meins.

„Renz, haben die Patrouillen die Rudelgrenzen gesichert?“, fragte ich meinen Beta über die Gedankenverbindung. Lorenzo war mein Beta und seit unserer Kindheit mein bester Freund. Wir waren zusammen aufgewachsen und hatten alles Seite an Seite durchgestanden. Niemand kannte mich so gut wie er. Renz wusste genau, wie ich tickte.

„Ja, Alpha. Die Rudelgrenzen sind gesichert. Laut den Patrouillen ist dieser Bastard Cullen mit vierzig Kriegern auf unser Gebiet gestürmt. Dort waren nur drei Wachen im Einsatz, deshalb wurden einige Grenzzäune beschädigt. Ich bestelle gerade das Material für die Reparaturen. Die Lieferung kommt voraussichtlich morgen früh.“

Nach all den Angriffen in diesem Monat gab es inzwischen einiges zu reparieren. Zum Glück gehörte mein Rudel zu den reichsten im Südwesten. Genau deshalb war dieser Wichser hinter meinen Edelsteinminen her.

„Halte mich auf dem Laufenden. Verdreifache die Patrouillen für heute Nacht und die kommende Woche. Erst wenn alles wieder ausreichend gesichert ist, könnt ihr die Patrouillen auf Normalstärke reduzieren“, wies ich ihn an.

„Schon erledigt, Alpha. Die Wachen stehen jetzt enger beieinander als die Schenkel einer Wölfin beim ersten Mal.“ Sein Grinsen war förmlich zu hören. Offenbar hatte er genau mit dieser Anweisung gerechnet. „Übrigens: Gehst du heute Abend immer noch mit Ceraline aus?“

„Was redest du da?“ Ich konnte Ceraline nicht ausstehen. Seit fünf Jahren versuchte diese Wölfin, sich den Platz der Luna zu sichern, aber ich hatte nicht das geringste Interesse an ihr. Sie war nicht meine Schicksalsgefährtin. Das hieß nicht, dass ich Frauen grundsätzlich abgeneigt war. Ich war dreißig und seit zwölf Jahren Alpha. Genauso lange suchte ich bereits nach meiner Schicksalsgefährtin. Trotzdem hatte auch ich Bedürfnisse. Hin und wieder vergnügte ich mich eine gute Stunde mit einer Frau, aber keine traf ich ein zweites Mal. Wir hatten unseren Spaß und gingen danach getrennte Wege. Mehr wollte keiner von uns. Außerdem verhütete ich ausnahmslos. Keine Frau sollte mich zu einer Gefährtenbindung zwingen oder mir hinterher ein Kind unterschieben.

Meine Mama hatte mich zu einem Südstaaten-Gentleman erzogen, und ich gab mir Mühe, mich auch so zu benehmen. Aber Ceraline? Die würde ich nicht mal mit einem fremden Schwanz ficken. Mit ihr war Ärger vorprogrammiert. Ich duldete sie überhaupt nur wegen eines Versprechens. Als der Beta meines verstorbenen Vaters im Sterben lag, hatte ich ihm versprochen, mich um seine Tochter zu kümmern. Ceraline hatte aus „mich um seine Tochter kümmern“ offenbar „seine Tochter zu meiner Luna machen“ gemacht. Nie im Leben. Nur meine Schicksalsgefährtin kam als Luna infrage.

„Sie erzählt überall, dass ihr heute Abend zusammen ausgeht und euch eine Vorstellung anseht. Angeblich hast du alles organisiert. Gibst du ihr etwa eine Privatvorstellung, Alpha?“ Renz musste sichtlich darum kämpfen, ernst zu bleiben.

„Willst du gleich Bekanntschaft mit meiner Faust machen, Renz? Ich habe mit dieser Verrückten nichts geplant und werde das auch nie tun. Ich muss mir dringend überlegen, wie ich sie beschäftige und von mir fernhalte, bevor ich sie doch noch umbringe. Sie geht mir verdammt noch mal auf den Sack.“

„Ihr neues Lieblingsspiel heißt wohl ‚Fang den Alpha‘.“ Renz kam grinsend auf mich zu. „Soll ich einen der Omegas bitten, deinen Anzug zu bügeln und bereitzulegen?“

„Willst du nächste Woche rund um die Uhr Patrouille schieben? Lacy freut sich bestimmt über die Etage für sich allein, während ich dich bis zum Umfallen schinde.“ Ich grinste ihn drohend an.

„Also kein gebügelter Anzug. Verstanden. Wenn du mich jetzt entschuldigst: Meine wunderschöne Gefährtin wartet schon darauf, dass ich sie ein wenig necke.“ Renz lachte, und ich grinste nur zurück. „Verschwinde, Renz. Grüß Lacy von mir.“

Renz joggte zum Rudelhaus voraus. Ich folgte ihm in gleichmäßigem Tempo und seufzte. Natürlich gönnte ich ihm, dass er seine Gefährtin so früh gefunden hatte. Ein wenig neidisch war ich trotzdem. Nachts wartete jemand auf ihn, während mich auf meiner Etage nur eine leere Suite erwartete. Auch mein Gamma hatte seine Gefährtin früh gefunden. Renz und er wohnten jeweils mit ihren Gefährtinnen auf den ihnen zugewiesenen Etagen. Die Einsamkeit versetzte mir jeden Abend einen Stich. Manchmal ging ich gar nicht erst in meine Suite, sondern lieber jagen, nur um nicht allein in diesem riesigen Bett liegen zu müssen.

Kaum hatte ich das Rudelhaus betreten, hörte ich eine Stimme, die in meinen Ohren wie Fingernägel auf einer Schultafel klang. Ich stöhnte innerlich auf. Nicht schon wieder. Meine persönliche Nervensäge war im Anmarsch. Ceraline stolzierte betont aufreizend auf mich zu. Ihr knochiger Körper hatte nicht die Spur einer Kurve. Aß diese Frau eigentlich nie? Sie hielt sich offenbar für verführerisch. Für mich sah sie eher aus wie ein dürrer Teenager. „Hallo, Alpha“, schnurrte sie. Ihr kläglicher Versuch, mich zum Flirten zu bringen, ging völlig daneben. „Ich dachte, wir könnten heute Abend ausgehen. Du und ich – vielleicht zum Essen?“ Sie rückte näher und ließ ihre kaum vorhandenen Hüften kreisen.

„Ceraline.“ Ich seufzte. „Wie oft muss ich dir noch sagen, dass ich nichts mit dir unternehmen will? Ich habe gerade gegen Cullen gekämpft, muss duschen und bin völlig erschöpft. Ich gehe jetzt ins Bett. Wenn du ausgehen willst, dann viel Spaß. Allein.“ Damit drehte ich mich um und ging.

„Ich könnte mitkommen und dir beim Duschen helfen, Alpha“, rief sie mir mit rauchiger Stimme nach. Verdammt noch mal, sie kapierte es einfach nicht. „Ceraline, was immer du dir da zwischen uns zusammenfantasierst: Es wird NICHT passieren. Ich habe es oft genug gesagt. Ich will nichts von dir. Ich spiele nicht den Unnahbaren, bin nicht heimlich in dich verknallt und sende dir ganz sicher keine widersprüchlichen Signale. Schönen Abend noch.“ Ich ließ sie stehen. Ein wenig leid tat mir meine Härte schon. Aber wie oft konnte ich ihr noch dasselbe sagen? Für heute war meine Geduld aufgebraucht.

Als ich endlich meine Suite erreichte, ging ich direkt ins angrenzende Bad. Ich zog mich aus, stieg unter die Dusche und drehte das Wasser auf. Zunächst prasselte kaltes Wasser auf meine Haut, dann wurde es rasch warm. Beim Einseifen fragte ich mich, wo meine Schicksalsgefährtin wohl war und wie sie aussah. Hoffentlich hatte sie Kurven. Ich stand auf üppige Frauen. Mit meinen 1,96 Metern und 127 Kilo Muskeln war ich ein Hüne. Eine zierliche Frau hätte ich womöglich in meinen Armen zerbrochen. Mir war eine Frau mit etwas mehr auf den Rippen wesentlich lieber. Der Wolf mochte Knochen, der Mann lieber Fleisch.

Was ihren Charakter anging, wünschte ich mir eine Frau mit eigenen Interessen. Natürlich wollte ich an allem teilhaben, was ihr Freude machte. Sie sollte aber nicht darauf angewiesen sein, dass ich ständig für Abwechslung sorgte. Abends wollte ich mit ihr zusammensitzen und ihr erzählen, was mich an diesem Tag begeistert hatte – und genauso gern hören, was sie erlebt hatte. Bei mir sollte sie sich so wohlfühlen, dass sie ganz sie selbst sein konnte. Ein bisschen frech durfte sie außerdem gern sein. Meine Luna sollte selbstbewusst und sanft zugleich sein und im richtigen Moment ruhig ihre Krallen zeigen. Ich seufzte, schloss die Augen und ließ das Wasser Schmutz, Schweiß und Seife von meiner Haut spülen. Dann drehte ich es ab, trocknete mich ab und ging in meinen begehbaren Kleiderschrank. Eine Hälfte hatte ich schon immer für meine Schicksalsgefährtin freigehalten. Die Omegas sorgten dafür, dass dort alles sauber und staubfrei blieb. Alles war für ihre Ankunft bereit.

Wieder legte ich mich allein in mein großes Bett. Mein Blick fiel auf den leeren Platz neben mir, und erneut versetzte mir die Einsamkeit einen Stich. Werde ich meine Gefährtin jemals finden? Ich schloss die Augen und schlief wie so oft unruhig.

Erweitern
Nächstes Kapitel
Herunterladen

Aktuellstes Kapitel

Weitere Kapitel
Keine Kommentare
30 Kapitel
Entdecke und lies gute Romane kostenlos
Kostenloser Zugriff auf zahlreiche Romane in der GoodNovel-App. Lade deine Lieblingsbücher herunter und lies jederzeit und überall.
Bücher in der App kostenlos lesen
CODE SCANNEN, UM IN DER APP ZU LESEN
DMCA.com Protection Status