INICIAR SESIÓNDer Sturm hatte den Bergpass in ein Durcheinander aus schwarzem Schlamm und wirbelndem Kies verwandelt. Regen hämmerte das dicke Holz der Kutsche, so laut, dass es sogar den Donner über den zerklüfteten Gipfeln übertönte.
In der Kabine drängte sich von allen Seiten Dunkelheit ein - mit Ausnahme des kränklichen roten Scheins, das von den Runen an Arias Handgelenken pulsierte.
Sie lag ausgestreckt über die Dielen, umklammerte den Samtteppich um ihr Leben und versuchte, sich gegen das heftige Schütteln zu stabilisieren. Jeder Ruck, jede Meile näher an der Grenze zerriß sie wie ein Haken, der tief in ihrer Brust vergraben war.
Sie atmete nicht einmal mehr. Ihre Brust wollte sich einfach nicht bewegen, sie war fest verschlossen, gepackt vor Schmerzen. Ihre Lippen waren blau geworden, ihre Haut war kalt wie Marmor und ihre Sicht hatte sich zu einem farblosen Tunnel verengt.
Ich sterbe, erkannte sie, der Gedanke gedämpft und neblig, als die Qual alles andere in den Schatten stellte. Wir sterben beide.
Die schwarzen Linien des Aeternum Lex leuchteten nicht nur auf ihrer Haut, sie pochten schnell, wie Adern, die versuchten, Leben in ein abgetrenntes Glied zu pumpen.
Plötzlich, durch das Gebrüll des Regens und das Stampfen von Hufen draußen, kam ein Geräusch, das nicht dazugehörte. Kein Donner - ein hoher, verängstigter Schrei, der mit einem schrecklichen Knirschen von brechendem Knochen aufhörte.
Die Kutsche zuckte und kippte zur Seite. Pferde schrien. Irgendwo vorne riss der Fahrer so hart an den Zügeln, dass das Leder brach. Timber stöhnte und die Kutsche rutschte und prallte gegen den schlammigen Damm und kippte in einem verzweifelten Winkel.
Arias Körper prallte gegen das Bankbein, sie wollte schreien, aber sie hatte keine Luft mehr. Das Chaos, das draußen tobte, tat es für sie.
“Zieh deinen Stahl!” Jemand schrie durch den Sturm. “Es ist ein Wolf! Ein schrecklicher Wolf—“
Die Warnung starb in einem erstickenden, gurgelnden Keuchen.
Durch das kleine Fenster sah Aria eine Unschärfe der Bewegung. Etwas Riesiges und Dunkles fiel direkt von den Felsen oben herunter und landete mit knochenzerquetschender Kraft auf dem Lead-Reiter.
Die Metallrüstung zerknitterte sich und das Pferd faltete sich unter das Gewicht und warf seinen Reiter in den Schlamm. Eine schwere, gekrallte Pfote schlug nieder und beendete ihn sofort. Der Pass verwandelte sich in ein Schlachtfeld aus Schreien, Stahl und Terror.
“Halten Sie die Leitung! Schützen Sie die Kutsche!“
“Es ist der Wolf des Alpha-Erben! Schieß es! Schießen—“
Ein Gebrüll explodierte durch den Pass, so tief und unnatürlich, dass es die Glasfenster erschütterte, bis sie zerbrachen und Aria mit harmlosen Chips besprühte. Das Geräusch war nicht menschlich, nicht einmal annähernd. Es wollte nur eines - sie zu erreichen.
Das Töten, das folgte, war schnell und brutal. Erstarrt vor Angst, beobachtete Aria, wie der schwarze schrecklicher Wolf durch gepanzerte Wachen riss. Es kämpfte nicht mit Disziplin. Es kämpfte wie ein Sturm, wie der Tod selbst.
Ein Wachmann flog und knackte einen Eichenzweig ab, bevor er in die Schlucht stürzte. Ein anderer, der vom Tier an der Kehle gefangen wurde, war tot, bevor er in den Dreck geworfen wurde.
Klingen bissen auf die Haut des Wolfes, aber er bemerkte es kaum. Es kam kein rotes Blut heraus. Von den flachen Schnitten rollten sich dünne Ströme aus schwarzem Rauch weg, verloren im Regen. Welche verfluchte Magie auch immer jetzt durch den Wolf lief, er kümmerte sich nicht um Wunden.
In einer weiteren Minute war das einzige, was übrig war, der Donner panischer Pferde, die in die Nacht stürmten. Dann nichts. Nur Regen und entfernter Donner.
Aria bewegte sich nicht. Sie konnte nicht. Ihr Puls war weg, ihre Augen waren auf das zerbrochene Fenster gerichtet.
Schwere Schritte schmelten durch den Schlamm draußen. Jemand Großes. Jemand kommt für die Kutsche. Der Rahmen stöhnte, als eine massive Hand ihn umklammerte und nach Gleichgewicht suchte.
Der Riegel hatte sich verbogen, verdreht sich im Absturz aus der Form. Mit einem durchdringenden Schrei riss die Tür sauber von ihren Scharnieren und schleuderte sich in die Bürste.
Aria schrumpfte weiter in den Schatten, ihre Muskeln funktionierten kaum, ihre Lungen verzweifelt nach Luft. Der Blitz blitzte auf, und für einen Sekundenbruchteil, genau dort in der offenen Tür, sah sie Karl.
Er hatte die Gestalt des Wolfes verloren, aber er war auch nicht ganz menschlich. Rain verputzte seine nackte Brust, gestreift mit seinem eigenen Blut zusammen mit den Wachen. Seine Hose war zerfetzt, Schlamm verkrustete seine Füße. Blasse Narben strichen über seine Brust, die Spuren roh und geschwärzt von einem älteren Fluch.
Er atmete nicht. Kein Hauch von Bewegung. Doch da stand er und grub seine Finger so tief in das Holz, dass es splitterte.
“Aria...” Seine Stimme war zu einem rohen, kiesigen Knurren gesunken, das vor etwas zitterte, das sie selbst aus dem Raum spüren konnte.
Ihre Blicke trafen sich und es war, als würde eine unsichtbare Kette sie zusammenreißen und ihre Bindung wieder festziehen.
Ein plötzlicher Ruck schlug Aria auf die Brust. Ihr Herz schlug in Aktion, hart genug, um ein zerkleinertes Keuchen aus ihren Lungen zu reißen. Luft strömte herein und zerstreute den ganzen Schmerz in einem Ausbruch hinter ihren Rippen.
Karl taumelte auch und saugte einen zerlumpten Atemzug ein, während sein totes Herz wild und ungleichmäßig hämmerte. Sie waren jetzt nah genug, um den Schmerz loszulassen.
Er taumelte hinein und fiel vor ihr auf die Knie. Die Bank knarrte mit seinem Gewicht. Eine blutige Hand griff nach ihrem Gesicht, die Finger zitterten nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt.
„Du lebst“, flüsterte er, verzweifelte Erleichterung schüttelte seine Worte. “Sie haben dich mitgenommen... Ich habe gespürt, wie du stirbst...”
Aria konnte nur starren, ihr ganzer Körper zitterte, als das Leben in einer Flut zurückkam. Die Erleichterung, ihn dort zu haben, war fast zu viel.
„Karl...“, schaffte sie es zu ersticken, ihre Hand bewegte sich von selbst und zeichnete eine Linie entlang seines kalten, nassen Arms. “Du hast aufgehört zu atmen... Ich habe es gespürt...”
“Es war egal.” Die Worte kratzten aus ihm heraus, seine Hand wiegte schließlich ihr Gesicht, der Daumen wischte den Schmutz weg. “Wenn sie dich nehmen, bedeutet nichts anderes etwas.”
Für einen Herzschlag verblasste alles - das Blut, die kaputte Kutsche, der Albtraum draußen. Es war nur ihre Bindung, die sich weigerte, loszulassen, egal wie viele Gründe sie hatten, um zu rennen.
Dann knurrte der Sturm wieder. Der Blitz stach in eine Kiefer in der Nähe der Kutsche und beleuchtete alles. Aria erstarrte, und ihre Augen weiteten sich.
Das rote Leuchten in Karls Augen war schlimmer geworden, schwarz umgeben von einem brennenden purpurroten Ring. Seine Handgelenke waren mit Runen bedeckt, krochen mit schwarzen Spinnennetzadern, die sich über seine Arme schlängelten, scharf unter der Haut und sich seinen Hals erhoben, seinen Kiefer umrahmten und sich zu seinen Schläfen hin verzweigten.
Die Adern pulsierten und pochten in der Zeit zu etwas Schrecklichem, das in ihren beiden Köpfen durchging. Der Fluch kettete sie nicht mehr nur aneinander, er blühte, breitete sich durch Karls Blut aus und kaute ihn von innen an.
Er sah den Schrecken in ihrem Gesicht und versuchte, sich zurückzuziehen, aber als er sich bewegte, schnitt ein kaltes, gezacktes Flüstern gleichzeitig durch ihre beiden Köpfe und klapperte ihre Knochen.
“Meins...”
Aria starrte auf diese dunklen Adern, ihre Hand immer noch an seinen Arm gedrückt, und spürte, wie sich die summende Magie unter ihrer Berührung sammelte.
Der heulende Wind riss durch den Gebirgspass und trieb scharfe Eis- und Schneenadeln über den kargen Hang.Aria lag in der eiskalten Wehe, während der Schnee in der rohen Fleischwunde brannte, die sich über ihre linke Schulter zog.Jeder verunglückte Atemzug fühlte sich an wie das Einatmen von zerbrochenem Glas. Der Silberbolzen, der tief in Karls Körper steckte, sickerte mit seiner giftigen Brandwunde weiter direkt durch ihre gemeinsame Verbindung und jagte ein unerträgliches, weißglühendes Fieber durch ihr gesamtes Nervensystem.Neben ihr lag Karl reglos da. Sein Gesicht war fahl wie das eines Toten, seine Lippen wiesen einen erschreckenden Blauton auf, während die schwarzen, spinnennetzartigen Adern auf seiner Brust mit einem unregelmäßigen, unnatürlichen violetten Licht pulsierten. Sein Atem war ein flaches, feuchtes Röcheln.Wenn wir auf diesem offenen Hang bleiben, wird uns der Schneesturm beide vor dem Morgengrauen erfrieren lassen. Angetrieben von einem plötzlichen, verzweifel
Alles schien sich zu verlangsamen. Der silberne Bolzen durchbohrte die eisige Luft und ging direkt auf Aria zu, als sie die andere Seite der Seilbrücke erreichte.Karl dachte nicht nach. Er sah den Bolzen, und er sah Aria. Dann bewegte er sich. Er schob sich von den Holzbrettern und warf sich in den Weg.Die silberne Spitze traf seine linke Schulter. Es riss durch seine Ledertunika und fuhr tief in sein Fleisch, bis es die Knochen berührte.Die Kraft schlug ihn nach hinten. Karl prallte gegen die Brückenseile und ließ die alten Holzbretter unter ihm stöhnen.Auf der anderen Seite des Flusses senkte Vane seine leere Armbrust und lachte."Ein edler Tod, Alpha-Erbe!" Er schrie.Aria drehte sich bei dem Geräusch um. Ihre Augen weiteten sich, als sie Karl an den Seilen hängen sah, Blut floss aus der Wunde in seiner Schulter.„Karl!“ Sie ließ ihr Schwert fallen und machte einen Schritt auf ihn zu. Dann traf der Schmerz sie. Eine scharfe, erdrückende Kraft riss ihre linke Schulter.Aria schr
Der Wald brach in Flammen auf.Glut streute sich über die trockenen Tannennadeln, und innerhalb von Sekunden hatte sich Feuer durch die Haltestifte ausgebreitet.Dicker Rauch rollte über die Lichtung, versteckte die Wachen und verwandelte ihre vorsichtige Formation in Chaos."Schütze den Alpha!" Ein Vollstrecker schrie durch den Lärm.Aria hat nicht gewartet. In dem Moment, in dem sie sich befreite, fiel sie neben die gefallene Wache und zog sein kurzes Schwert aus seiner Scheide.Sie drehte sich um, als zwei Bloodmoon Enforcers durch den Rauch kamen, ihre silbernen Pik zielten auf sie.Aria duckte sich unter den ersten Schlag und trat in seine Reichweite. Ihr Schwert trieb in die Lücke unter seiner Brustrüstung.Sie zog es frei und trat dem zweiten Wächter ins Knie. Das Gelenk gab mit einem scharfen Knacken nach, so dass er zu Boden stürzte.„Karl!“ Ihre Stimme wurde durch die Flammen getragen.Auf der anderen Seite der Lichtung wurde Karl bereits frei. Das Feuer hatte die Konzentrat
Karls Atem stockte, als das Wort seinen Mund verließ."Ein Schnäppchen."Für einen Moment bewegte sich niemand. Vane senkte den silbernen Dolch leicht, aber sein Daumen blieb gegen Arias Knöchel gedrückt und hielt ihre Hand gegen die raue Rinde der Eisenholzkiefer. Ein langsames Lächeln breitete sich über sein vernarbtes Gesicht aus."Ein Schnäppchen?" Wiederholte er und schaute über seine Schulter zu Karl. "Du liegst in meinem Dreck und blutest von den Wunden, die ich deinem Partner gegeben habe, und du denkst, du hast etwas, das es wert ist, gehandelt zu werden?"„Ich glaube nicht“, zog sich Karl höher gegen die Hechte und ignorierte den Schmerz, der durch seinen Rücken riss. "Ich habe etwas, das es wert ist, gehandelt zu werden."Blut lief seine Rippen hinunter, verdunkelt durch das violette Leuchten unter seiner Haut. Seine golden-purroten Augen verließen Thorne nie.„Karl, nicht“, sagte Aria, ihre Stimme war angespannt, als sie gegen die silbernen Fesseln kämpfte. "Gib ihm nichts
Die Lichtung blieb ruhig, bis auf die knisternden Fackeln und die ungleichmäßige Atmung von Karl und Aria.Alpha Vane stand mit der silbernen Peitsche noch in der Hand. Seine Augen bewegten sich zwischen ihnen.Arias Tunika war mit Blut über ihren Rücken getränkt.Auf der anderen Seite der Lichtung hatte Karl die gleichen Wunden, Blut lief durch den zerrissenen Stoff seiner Kleidung.Ein langsames Lächeln breitete sich über Vanes Gesicht aus."Nun, gut, gut..."Er trat auf Karl zu, seine Stiefel sanken im Schlamm. Mit der Spitze seines Stiefels rollte er Karl auf die Seite.Karl knurrte durch zusammengebissene Zähne. Sein Körper zitterte vor dem Schmerz, der über seinen Rücken und durch die Bindung zwischen ihnen lief.Die schwarzen Adern über seiner Brust pulsierten stärker. Das violette Licht unter ihnen hatte sich höher ausgebreitet und reichte in Richtung seiner Kehle.Vane lachte."Es ist also wahr. Die alten Geschichten waren keine Lügen.“ Er schaute von Karl zu Aria. „Du bist n
Das silberne Netz fiel hart auf den schlammigen Boden und warf Karl und Aria in die toten Blätter zu Alpha Vanes Füßen.Karl hatte kaum Zeit, sich zu bewegen, als vier Bloodmoon Enforcer Silberspitzen über seine Schultern fuhren und ihn flach gegen den kalten Boden zwangen.Drei andere packten Aria und zogen sie auf die Knie, verdrehten ihre Arme hinter ihrem Rücken, bevor sie silberne Handschellen um ihre Handgelenke schlossen.Karl kämpfte wie ein wildes Tier. Die schwarzen Adern auf seiner Brust verdunkelten sich, als sich ein violettes Leuchten unter ihnen bewegte. Seine Krallen graben sich in den Schlamm, während er versuchte, sich zu befreien."Berühre sie und ich werde dir das Herz ausreißen, Vane!" Er knurrte. Seine Stimme trug die raue Kante seines Wolfes.Vane ging langsam um sie herum und beobachtete Karls Kampf. Seine gelben Augen folgten den dunklen Adern, die seinen Hals hinaufstiegen, bevor sie sich auf Aria niederließen.Sie biss ihre Zähne gegen die brennenden Mansche







