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Kapitel 6

Author: Crystal
last update publish date: 2026-09-15 15:22:30

Regen hämmerte die verfallenden Zedernschindeln der verlassenen Kabine und klapperte einen hektischen Rhythmus aus, der kaum die schwere Stille im Inneren berührte.

Dieser Ort war im Gewirr von Wäldern zwischen den Sycamore Packlands und der Grenze des Northern Keep begraben. Niemand hatte hier seit Jahren gelebt. Schurkenjäger waren schon vor langer Zeit gegangen. Toter Efeu wickelte sich fest um den Steinschornstein. Die Luft roch nach muffiger Kiefer, nassem Staub und kaltem Metall.

Karl sti
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    Der heulende Wind riss durch den Gebirgspass und trieb scharfe Eis- und Schneenadeln über den kargen Hang.Aria lag in der eiskalten Wehe, während der Schnee in der rohen Fleischwunde brannte, die sich über ihre linke Schulter zog.Jeder verunglückte Atemzug fühlte sich an wie das Einatmen von zerbrochenem Glas. Der Silberbolzen, der tief in Karls Körper steckte, sickerte mit seiner giftigen Brandwunde weiter direkt durch ihre gemeinsame Verbindung und jagte ein unerträgliches, weißglühendes Fieber durch ihr gesamtes Nervensystem.Neben ihr lag Karl reglos da. Sein Gesicht war fahl wie das eines Toten, seine Lippen wiesen einen erschreckenden Blauton auf, während die schwarzen, spinnennetzartigen Adern auf seiner Brust mit einem unregelmäßigen, unnatürlichen violetten Licht pulsierten. Sein Atem war ein flaches, feuchtes Röcheln.Wenn wir auf diesem offenen Hang bleiben, wird uns der Schneesturm beide vor dem Morgengrauen erfrieren lassen. Angetrieben von einem plötzlichen, verzweifel

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    Alles schien sich zu verlangsamen. Der silberne Bolzen durchbohrte die eisige Luft und ging direkt auf Aria zu, als sie die andere Seite der Seilbrücke erreichte.Karl dachte nicht nach. Er sah den Bolzen, und er sah Aria. Dann bewegte er sich. Er schob sich von den Holzbrettern und warf sich in den Weg.Die silberne Spitze traf seine linke Schulter. Es riss durch seine Ledertunika und fuhr tief in sein Fleisch, bis es die Knochen berührte.Die Kraft schlug ihn nach hinten. Karl prallte gegen die Brückenseile und ließ die alten Holzbretter unter ihm stöhnen.Auf der anderen Seite des Flusses senkte Vane seine leere Armbrust und lachte."Ein edler Tod, Alpha-Erbe!" Er schrie.Aria drehte sich bei dem Geräusch um. Ihre Augen weiteten sich, als sie Karl an den Seilen hängen sah, Blut floss aus der Wunde in seiner Schulter.„Karl!“ Sie ließ ihr Schwert fallen und machte einen Schritt auf ihn zu. Dann traf der Schmerz sie. Eine scharfe, erdrückende Kraft riss ihre linke Schulter.Aria schr

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    Der Wald brach in Flammen auf.Glut streute sich über die trockenen Tannennadeln, und innerhalb von Sekunden hatte sich Feuer durch die Haltestifte ausgebreitet.Dicker Rauch rollte über die Lichtung, versteckte die Wachen und verwandelte ihre vorsichtige Formation in Chaos."Schütze den Alpha!" Ein Vollstrecker schrie durch den Lärm.Aria hat nicht gewartet. In dem Moment, in dem sie sich befreite, fiel sie neben die gefallene Wache und zog sein kurzes Schwert aus seiner Scheide.Sie drehte sich um, als zwei Bloodmoon Enforcers durch den Rauch kamen, ihre silbernen Pik zielten auf sie.Aria duckte sich unter den ersten Schlag und trat in seine Reichweite. Ihr Schwert trieb in die Lücke unter seiner Brustrüstung.Sie zog es frei und trat dem zweiten Wächter ins Knie. Das Gelenk gab mit einem scharfen Knacken nach, so dass er zu Boden stürzte.„Karl!“ Ihre Stimme wurde durch die Flammen getragen.Auf der anderen Seite der Lichtung wurde Karl bereits frei. Das Feuer hatte die Konzentrat

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    Karls Atem stockte, als das Wort seinen Mund verließ."Ein Schnäppchen."Für einen Moment bewegte sich niemand. Vane senkte den silbernen Dolch leicht, aber sein Daumen blieb gegen Arias Knöchel gedrückt und hielt ihre Hand gegen die raue Rinde der Eisenholzkiefer. Ein langsames Lächeln breitete sich über sein vernarbtes Gesicht aus."Ein Schnäppchen?" Wiederholte er und schaute über seine Schulter zu Karl. "Du liegst in meinem Dreck und blutest von den Wunden, die ich deinem Partner gegeben habe, und du denkst, du hast etwas, das es wert ist, gehandelt zu werden?"„Ich glaube nicht“, zog sich Karl höher gegen die Hechte und ignorierte den Schmerz, der durch seinen Rücken riss. "Ich habe etwas, das es wert ist, gehandelt zu werden."Blut lief seine Rippen hinunter, verdunkelt durch das violette Leuchten unter seiner Haut. Seine golden-purroten Augen verließen Thorne nie.„Karl, nicht“, sagte Aria, ihre Stimme war angespannt, als sie gegen die silbernen Fesseln kämpfte. "Gib ihm nichts

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    Die Lichtung blieb ruhig, bis auf die knisternden Fackeln und die ungleichmäßige Atmung von Karl und Aria.Alpha Vane stand mit der silbernen Peitsche noch in der Hand. Seine Augen bewegten sich zwischen ihnen.Arias Tunika war mit Blut über ihren Rücken getränkt.Auf der anderen Seite der Lichtung hatte Karl die gleichen Wunden, Blut lief durch den zerrissenen Stoff seiner Kleidung.Ein langsames Lächeln breitete sich über Vanes Gesicht aus."Nun, gut, gut..."Er trat auf Karl zu, seine Stiefel sanken im Schlamm. Mit der Spitze seines Stiefels rollte er Karl auf die Seite.Karl knurrte durch zusammengebissene Zähne. Sein Körper zitterte vor dem Schmerz, der über seinen Rücken und durch die Bindung zwischen ihnen lief.Die schwarzen Adern über seiner Brust pulsierten stärker. Das violette Licht unter ihnen hatte sich höher ausgebreitet und reichte in Richtung seiner Kehle.Vane lachte."Es ist also wahr. Die alten Geschichten waren keine Lügen.“ Er schaute von Karl zu Aria. „Du bist n

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    Das silberne Netz fiel hart auf den schlammigen Boden und warf Karl und Aria in die toten Blätter zu Alpha Vanes Füßen.Karl hatte kaum Zeit, sich zu bewegen, als vier Bloodmoon Enforcer Silberspitzen über seine Schultern fuhren und ihn flach gegen den kalten Boden zwangen.Drei andere packten Aria und zogen sie auf die Knie, verdrehten ihre Arme hinter ihrem Rücken, bevor sie silberne Handschellen um ihre Handgelenke schlossen.Karl kämpfte wie ein wildes Tier. Die schwarzen Adern auf seiner Brust verdunkelten sich, als sich ein violettes Leuchten unter ihnen bewegte. Seine Krallen graben sich in den Schlamm, während er versuchte, sich zu befreien."Berühre sie und ich werde dir das Herz ausreißen, Vane!" Er knurrte. Seine Stimme trug die raue Kante seines Wolfes.Vane ging langsam um sie herum und beobachtete Karls Kampf. Seine gelben Augen folgten den dunklen Adern, die seinen Hals hinaufstiegen, bevor sie sich auf Aria niederließen.Sie biss ihre Zähne gegen die brennenden Mansche

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