로그인Anna POv
Die Tore der Villa öffneten sich wie Kiefer, die mich ganz verschlangen. Der Bentley rollte die lange Auffahrt hinauf, und ich starrte auf das massive Steingebäude, das nun für das nächste Jahr mein Gefängnis sein würde.
Ich war zwar schon morgens hier gewesen, hatte aber jetzt erst richtig Zeit, alles in mich aufzunehmen.
Weiße Säulen, perfekte Gärten, Lichter, die leuchteten, als gehörte das alles in einen Film.
Smith Jones – den ich inzwischen als Butler kannte – stand auf den vorderen Stufen, kerzengerade in seiner Butler-Uniform, mit einer kleinen Reihe von Hausmädchen hinter ihm.
„Willkommen zu Hause, Mrs. Blackwood“, sagte der Butler, als er mir die Wagentür öffnete. Seine Stimme klang aufrichtig warm. „Wir haben alles für Ihre Ankunft vorbereitet. Das Personal steht Ihnen zur Verfügung.“
Ich stieg in meinem Hochzeitskleid aus, die Seide fühlte sich nach dem langen Tag schwer an. „Danke. Nennen Sie mich Anna.“
Ein junges Hausmädchen mit freundlichen Augen – dasselbe, das ich schon morgens gesehen hatte – trat vor und reichte mir einen kleinen Strauß frischer Rosen. „Wir freuen uns so sehr, dass Sie hier sind,
Anna. Ich bin Clara. Wenn Sie irgendetwas brauchen – Tee, einen späten Snack, Hilfe beim Auspacken –, sagen Sie einfach Bescheid.“
Ein anderes Mädchen nickte. „Ihr Zimmer ist fertig. Alles ist so, wie Mr. Blackwood es angeordnet hat.“
Smith führte uns hinein. Die Eingangshalle verschlug mir den Atem. Hohe Decken, ein Kristalllüster, Marmor, der unter sanftem Licht glänzte. Hausmädchen bewegten sich leise, effizient und lächelnd.
Sie schienen sich wirklich zu freuen, mich zu sehen.
„Dieser Ort ist riesig“, sagte ich. „Sind Sie sicher, dass ich mich nicht verlaufe?“ Clara lachte leise. „Morgen geben wir Ihnen eine Führung.
Ruhen Sie sich jetzt aus. Sie müssen nach der Hochzeit erschöpft sein.“
Smith blieb an der großen Treppe stehen. „Mr. Blackwood wird gleich zu Ihnen kommen. Er beendet gerade einen Anruf in seinem Arbeitszimmer.“
Ich folgte ihm nach oben, meine Absätze klackerten. Er öffnete die Tür zu einem riesigen Raum mit einem Kingsize-Bett, einer Sitzecke und Fenstern, die auf die Gärten hinausgingen.
Kleidung hing bereits im Schrank. Meine wenigen persönlichen Sachen aus meiner alten Wohnung lagen ordentlich auf einer Kommode. „Wunderschön“, murmelte ich. „Aber es fühlt sich nicht wie Zuhause an.“
Smith zögerte an der Tür. „Geben Sie sich Zeit, Anna. Wir sind hier eine Familie. Mrs. Veronica hat bereits ausrichten lassen, dass sie Sie sehr mag.“ Ich lächelte bei diesen Worten.
Wenigstens eine Person auf dieser Welt glaubte, dass diese Ehe echt war. „Sagen Sie dem Personal bitte Danke. Ich weiß die Begrüßung sehr zu schätzen.“
Er verneigte sich leicht und ging. Ich zog das Kleid aus und schlüpfte in weiche Sweatpants und ein Tanktop. Gerade wollte ich nach unten gehen, um mir Wasser zu holen, als Carltons Stimme aus dem Arbeitszimmer drang – tief und befehlend.
Ich änderte die Richtung und drückte die Tür auf, ohne anzuklopfen.
Er stand am Schreibtisch, das Handy am Ohr, beendete das Gespräch aber sofort, als er mich sah. Sein Smoking-Jackett war ausgezogen, die Hemdsärmel hochgekrempelt. Kräftige Arme. Er sah aus wie der geborene Chef.
„Regeln“, sagte er ohne Begrüßung. „Die sollten wir jetzt festlegen.“
Ich verschränkte die Arme. „Regeln? Ich habe einen Vertrag unterschrieben, nicht mich bei der Armee verpflichtet.“ Seine Augen verengten sich. „Das ist mein Haus. Meine Welt. Erstens: Halten Sie sich von anderen Männern fern.
Keine privaten Gespräche, besonders nicht mit John Smith oder sonst jemandem. Öffentliche Auftritte nur mit mir. Verstanden?“
Ich lachte spöttisch. „Von anderen Männern fernhalten? Carlton. John ist seit unserer Kindheit für mich da. Sind Sie etwa schon eifersüchtig?“
Er trat näher, die Stimme leise und hart. „Nicht eifersüchtig. Praktisch. Diese Ehe muss nach außen echt wirken. Meine Mutter glaubt daran. Mein Geschäft braucht das. Zerstören Sie dieses Bild, und der Deal ist geplatzt.“
Ich hob das Kinn. „Also bin ich eine Gefangene mit schönen Laken? Was noch? Ausgangssperre? Kein Widerwort?“
„Widerworte geben Sie schon genug.“ Für einen Sekundenbruchteil verlor er die Kontrolle. Ich sah, wie der Muskel an seinem Kiefer zuckte. „Zweite Regel: Kein Herumschnüffeln in den Angelegenheiten des anderen. Drittens: Bei erforderlichen Veranstaltungen erscheinen.
Lächeln, als würden Sie es ernst meinen. Viertens: Keine Geheimnisse. Ich weiß bereits alles über Sie, aber falls sich etwas ändert, sagen Sie es mir zuerst.“
Ich trat näher und stieß ihm mit einem Finger gegen die Brust. „Und was ist mit Ihnen? Halten Sie sich auch an Regeln, oder geben Sie nur welche aus? Können Sie sich von anderen Frauen fernhalten, oder gilt das nur für die arme Frau, die Sie gekauft haben?“
Seine Hand schloss sich um mein Handgelenk – fest, aber nicht schmerzhaft. Hitze sprang zwischen uns über. „Vorsicht, Anna. Ich kaufe keine Frauen. Ich habe einen Deal gemacht, der Ihre Mutter rettet. Treiben Sie es zu weit, und Sie werden erleben, wie kalt ich sein kann.“
Ich riss mich los, trat aber nicht zurück. „Die meiste Zeit sehen Sie sowieso kalt aus. Außer wenn Sie am Altar spanischen Süßkram geflüstert haben. Was sollte das? Wollten Sie Ihrer Mutter die Romanze verkaufen?“
Seine Augen verdunkelten sich. „Das war nicht für sie. Das war für Sie. Aber wenn Sie weiter mit dieser scharfen Zunge auf mich losgehen, vergesse ich heute Nacht vielleicht die Regel mit den getrennten Zimmern.“
Ich grinste spöttisch. „Jetzt Drohungen? "Der große, starke Milliardär kann mit ein bisschen Herausforderung von seiner Fake-Ehefrau nicht umgehen?“
Er starrte mich an, atmete schwerer. Die Kontrolle bröckelte – ich sah es daran, wie sich seine Hände anspannten. Für einen Moment fühlte sich die Luft dick an, als könnte er mich packen und gleich hier im Arbeitszimmer in zwei Teile reißen.
„Letzte Warnung“, sagte er mit rauer Stimme. „Halten Sie sich an die Regeln. Bleiben Sie anderen Männern fern. Das ist kein Spiel.“ Ich hielt seinem Blick stand.„Oder was?
Werden Sie mich bestrafen? Mich zurück in mein altes Leben schicken, mit den unbezahlten Rechnungen meiner Mutter? Ich glaube, Sie brauchen diese Ehe mehr, als Sie zugeben.“
Er atmete langsam aus, drehte sich dann um und ging zur Tür. „Gute Nacht, Anna. Smith zeigt Ihnen alles andere, was Sie brauchen. Testen Sie mich nicht noch einmal. Die Konsequenzen werden Ihnen nicht gefallen.“
Die Tür klickte hinter ihm ins Schloss. Mein Herz hämmerte. Ich berührte mein Handgelenk, wo er es gehalten hatte – es war immer noch warm.
Die Hausmädchen hatten mich willkommen geheißen, aber Carlton hatte klar gemacht: Das war sein Königreich, und ich war die neue Königin, die besser gehorchte.
Ich ging zurück in mein Zimmer und begegnete Clara im Flur. „Alles in Ordnung, Anna? Brauchen Sie Hilfe beim Einrichten?“ „Alles gut“, sagte ich. „Danke nochmal für den herzlichen Empfang. Es ist netter, als ich erwartet hatte.“ Sie lächelte. „Wir freuen uns, dass Sie hier sind.
Mr. Blackwood wirkt schon… leichter.“
Leichter? Ich hätte fast gelacht. Er hatte ausgesehen, als würde er gleich explodieren. Ich schloss die Zimmertür und setzte mich aufs Bett. Die Villa fühlte sich zu groß und zu still an. Aber Mama war in Sicherheit. Die Operation war vorbei. Das war die scharfen Worte und die herrischen Regeln wert.
Vorerst.
AnnaDas Intensivzimmer war still bis auf das gleichmäßige Piepen des Herzmonitors und das leise Summen der Maschinen, die im Takt meines eigenen Pulses arbeiteten.Ich saß in dem harten Plastikstuhl, der so nah wie möglich an das Bett herangezogen war, beide Hände fest um eine von Carltons gelegt. Seine Haut fühlte sich zu kühl, zu blass gegen meine an. Das dünne Krankenhaushemd sah falsch an ihm aus – irgendwie zu klein für diesen großen Mann. Ein dicker weißer Verband bedeckte die obere rechte Seite seiner Brust, direkt unter dem Schlüsselbein, und ein klarer Sauerstoffschlauch lag unter seiner Nase. Aber seine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen, verlässlichen Rhythmus, und diese eine Tatsache war das Einzige, was mich davor bewahrte, komplett auseinanderzufallen.Ich saß dort seit fast vierzig Minuten, seit sie ihn aus dem Aufwachraum verlegt hatten. Veronica war hinausgegangen, um mit dem Chefarzt zu sprechen. Zum ersten Mal seit dem Lagerhaus waren wir nur zu zweit
AylaCarltons Hände zitterten immer noch, als er mir behutsam half, mich aufzusetzen.Das Hemd, das er mir angezogen hatte, hing locker und bedeckte das Wichtige. Er schob einen Arm um meinen Rücken und den anderen unter meine Knie, bereit, mich hochzuheben, dann schien er es sich anders zu überlegen. Stattdessen führte er mich sanft auf die Beine und hielt den größten Teil meines Gewichts an seiner Brust. Meine Beine zitterten so heftig, dass ich nicht sicher war, ob sie halten würden.„Ich habe dich“, flüsterte er erneut und drückte die Lippen an meine Schläfe. „Wir gehen. Lass uns nach Hause fahren.“Er warf einen Blick über die Schulter zu seinen Männern. Zwei von ihnen hatten Marco bereits bäuchlings und in Handschellen. Ein anderer stand über Adrian, der sich immer noch keuchend an die Wand kauerte.„Lasst sie am Leben“, befahl Carlton, die Stimme kalt und scharf. „Ich will, dass beide bei Bewusstsein sind, wenn ich mich mit ihnen beschäftige.“Die Männer nickten.Carlton drehte
Ayla Die schwere Tür schwang mit einemlangen, metallischen Kreischen auf, das mirüber den Rücken lief. Ich zuckte so heftigzusammen, dass der Kabelbinder tiefer inmeine Handgelenke schnitt. Mein Herz schluggegen meine Rippen, als wollte es fliehen. ZweiMänner betraten den kleinen cremefarbenenRaum. Den ersten erkannte ich sofort: Marco. Derselbe Mann, der mich schon einmalmitgenommen hatte. Dieselben kalten Augen. Das gleiche grausame kleine Lächeln, das sienie erreichte. Hinter ihm ging ein zweiter Mann, den ich noch nie persönlich gesehen hatte, aber ich wusste den Namen, als Marco ihnaussprach. „Schau, wer endlich wach ist“, sagte Marco mit fast fröhlicher Stimme. „Adrian, lerne Mrs. Blackwood kennen. Ayla, lerne den Mann kennen, der mir helfen wird, deinem Mann eine sehr teure Lektion zuerteilen.“ Adrian war groß, elegant und auf eineWeise gutaussehend, dass mir der Magenumdrehte. Er sah mich an, wie ein Mann etwasansieht, von dem er bereits entschieden hat, dass es ihm gehör
CarltonIch beendete die letzte Vorstandssitzung um 14:17 Uhr und setzte mich in meinen Bürostuhl.Meine Frau. Ich lächelte über die Art, wie sich das anhörte. Ich griff nach meinem Telefon, um ihr zu sagen, wie sehr ich sie vermisste.Nur – ich hatte schon zweimal angerufen, und es ging auf die Mailbox.Schlief sie? Ich lächelte, als ich mich an gestern erinnerte.Aber ich begann mir Sorgen zu machen, als ich sie noch fünfmal anrief und es immer noch dasselbe war. Mailbox.Ich runzelte die Stirn, als ein kaltes Gefühl tief in meinem Magen aufstieg. Ayla nahm meine Anrufe immer entgegen. Selbst wenn sie unter der Dusche war, rief sie innerhalb von Minuten zurück oder schickte eine kurze Nachricht. Drei unbeantwortete Anrufe hintereinander waren falsch. Alles daran war falsch.Ich wählte die Hauptleitung des Anwesens. Harris nahm beim zweiten Klingeln ab.„Mr. Blackwood.“„Wo ist meine Frau?“Es gab eine kurze Pause. „Mrs. Blackwood ist vor etwa einer Stunde an die frische Luft gegange
AylaMorgenlicht ergoss sich weich durch die Vorhänge, als ich die Augen aufdrückte.Mein Körper schmerzte auf die gründlichste Weise möglich. Jeder Muskel erinnerte mich an die Nacht zuvor – den Schreibtisch, das Bett, die Art, wie Carlton mich auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt hatte. Er war bereits angezogen, als ich die Augen öffnete, stand am Schrank und knöpfte ein knackiges weißes Hemd zu.Er bemerkte, dass ich ihn beobachtete, und durchquerte den Raum. Er beugte sich hinunter und küsste mich langsam – Geschmack von Minze und etwas Wärmerem.„Morgen, Bunny.“„Morgen.“ Meine Stimme war immer noch heiser von all dem Schreien.„Ich hatte vor, den Tag mit dir zu verbringen, Princess, aber ich muss leider für ein paar Stunden hineingehen. Notfall-Nachbereitung des Vorstands nach dem Chaos von gestern. Bleib im Bett und ruh dich aus. Das ist ein Befehl.“Ich schaffte ein schläfriges Lächeln. „Ja, Sir.“Er küsste meine Stirn, dann noch einmal meine Lippen und ging. Zwanzig
AnnaIch versuchte immer noch, meinen Atem zu fangen, der Körper schlaff gegen die kühle Oberfläche seines Schreibtischs, als Carltons Stimme durch den Nebel schnitt – tief, dunkel und mit etwas Gefährlichem an den Rändern.„Ich habe nie gesagt, dass du kommen darfst, Bunny.“Meine Augen flogen auf. Ich starrte zu ihm hinauf, immer noch benommen. „Was? Aber… aber du hast nichts gesagt, als ich gekommen bin.“Ein langsames, böses Lächeln krümmte seinen Mund. Er beugte sich über mich, immer noch vollständig angezogen, während ich halb nackt und zerstört auf seinem Schreibtisch lag, die harte Länge von ihm insistierend gegen meinen empfindlichen Oberschenkel drückend.„Oh, Bunny“, murmelte er, die Stimme pure Sünde. „Du willst kommen, stimmt’s? Lass mich dir mehrere Gründe dafür geben.“ Er strich mir eine feuchte Haarsträhne mit überraschender Sanftheit aus dem Gesicht – der Kontrast machte die Dunkelheit in seinen Augen nur intensiver. „Lass uns nach Hause fahren.“Die Fahrt zurück zum







