Der Mann in der Tür trug Dienerlivree.Schlichtes Marineblau, Messingknöpfe, genau wie der Junge, der am ersten Abend in der Halle das Tablett gehalten hatte. Sein Haar war ordentlich. Sein Gesicht war jung, gewöhnlich und vollkommen ruhig. In der einen Hand hielt er einen Schlüssel. In der anderen einen langen, dünnen Dolch. Die Klinge schimmerte blass und kalt.Silber.Lova schrie nicht. Dafür war keine Zeit. Sie sah, wie sein Blick an Jano vorbeiglitt, am Tisch vorbei, und auf ihr ruhen blieb. Er war flach und grau und ohne jedes Gefühl.„Frau Jorik“, sagte er höflich. „Ich brauche nicht lange.“Jano bewegte sich.Er durchquerte den Raum in einem Atemzug. Der Mann war schnell, schneller, als er es verdient hätte. Er wich dem ersten Schlag aus, und der Dolch schwang nicht auf Jano zu, sondern an ihm vorbei, in einem engen, bösartigen Bogen auf Lovas Kehle.Nur ein Tropfen, dachte sie mit seltsamer Klarheit. Er will mich nicht tot. Er will, dass ich blute.Janos Arm war da.Sie hörte
Last Updated : 2026-11-06 Read more