ANMELDEN»Hand aufs Herz: Wer von euch hat gejubelt, als Judith endlich zurückgeschlagen hat? 💥 Selene hat diese Abfuhr mehr als verdient, oder was meint ihr? Und was glaubt ihr, plante Selene damals wirklich mit diesem manipulierten Getränk? Schreibt mir eure Theorien unbedingt in die Kommentare – ich lese jede einzelne! 💬✨ 📌 Vergesst nicht, das Buch eurer Bibliothek hinzuzufügen, damit ihr sofort erfahrt, wie Kael und der Rat reagieren. Lasst gern auch ein Like da, wenn ihr Judiths Mut feiert! 🐺🖤«
Kaels SichtMarreks Stiefel verhallten im Korridor. Judith saß wie erstarrt über ihrer kalten Suppe.»Geh nach oben«, sagte ich zu ihr. »Lyra wird bald wach.«»Kael.«»Ich kümmere mich um ihn.«Sie ging, ihre Finger strichen im Hinausgehen leicht über meine Schulter, und Lila beeilte sich, die Schalen wegzuräumen, als stünde der Tisch in Flammen. Ich ging in mein Arbeitszimmer und schloss die Tür.Zwei Minuten später klopfte jemand leise.»Es ist offen.«Selene glitt mit einer dampfenden Tasse in beiden Händen herein, ihr Haar war über eine Schulter geflochten, ihr Gesicht frisch gewaschen. »Du hast das Abendessen verpasst«, sagte sie. »Kamille und Honig. Das Rezept deiner Mutter.«Ich sah die Tasse an. »Das Rezept meiner Mutter.«»Sie hat es immer gemacht, wenn du Fieber hattest – ich glaube, du warst damals neun. Ich war in der Küche, als sie es Lilas Tante zeigte.« Sie stellte sie auf den Schreibtisch und trat zurück. »Bitte trink es. Du siehst schrecklich aus.«»Danke.«»Ich habe
Judiths SichtBen wirkte im Krankenhausbett ganz winzig, voller Schläuche und Kabel, ein Kuscheltier unter sein Kinn gesteckt. Seine Augen öffneten sich, als ich eintrat.»Tante Jude.« Seine Stimme war nur ein Krächzen. »Du bist gekommen.«»Wo sollte ich sonst sein?« Ich küßte seine Stirn; sie war warm und lebendig. »Hey, Pfannkuchen-Junge.«»Mom hat gesagt, ich darf noch keine essen.«»Mom hat recht.«»Mom ist gemein.«»Mom steht genau hier«, sagte Mara aus der Ecke, und ihre Stimme bebte. Sie hatte seit Stunden geweint, ihre Wimperntusche war längst verschmiert. »Und Mom hätte jetzt gerne eine Umarmung von ihrer Schwester.«Ich durchmaß den Raum, und Mara packte mich so fest, dass meine Rippen knackten. Lyra zappelte zwischen uns herum und klopfte Mara auf die Wange.»Goo-gaga.«»Mara ist okay, Schatz.«»Es tut mir leid«, flüsterte Mara an meiner Schulter. »Für all die Male, in denen ich so zickig war, weil du so viel gearbeitet hast.«»Du hattest Angst.«»Ich war undankbar.« Sie zo
Kaels SichtJudith schlief, eine Hand unter der Wange eingerollt. Ich stand am Fenster, die graue Feder in ein Taschentuch gewickelt, und beobachtete, wie hinter den Kiefern der Himmel hell wurde.»Du bist wach«, mummelte sie.»Schlaf weiter.«»Du hältst da etwas in der Hand.«»Einen Lappen.«»Kael.« Sie stützte sich auf einen Ellenbogen, die Steppdecke rutschte von ihrer Schulter. Ihr Haar stand auf einer Seite ab. »Hast du überhaupt geschlafen?«»Ein bisschen.«»Lügner.«»Ein bisschen«, sagte ich noch einmal, und sie lächelte in das Kissen, doch das Lächeln erlosch wieder.»Ist das der Moment, in dem du mir sagst, die letzte Nacht sei ein Fehler gewesen?«Mein Magen sackte in die Tiefe. »Was?«»Du hast gesagt, du hättest warten sollen, du hast gesagt, ich sei deine Frau auf dem Papier.« Sie zog die Decke höher. »Das höre ich lieber jetzt als beim Mittagessen, während Marrek zusieht.«Ich durchmaß den Raum und setzte mich auf die Bettkante. »Judith, sieh mich an.«Das tat sie. »I ber
Judiths SichtMaras Anruf kam in der Dämmerung. Ben hatte einen schweren Anfall gehabt, blaue Lippen, das ganze furchterregende Programm. Bis zu dem Moment, als sie sagte, er sei stabil, saß ich auf dem Badezimmerboden und presste das Telefon gegen meine Stirn.Ein Klopfen. Dann ging die Tür auf.»Torin hat gesagt, du bist schon seit einer Stunde hier drin«, sagte Kael und ging vor mir in die Hocke. »Judith.«»Es geht ihm gut. Sie haben dafür gesorgt, dass er wieder atmet.« Meine Stimme brach beim letzten Wort. »Morgen ist die Operation, und sein Herz hat heute so etwas gemacht.«»Der Chirurg ist bereits im Krankenhaus. Er bleibt über Nacht, um ein Auge auf ihn zu haben.«»Hast du das veranlasst?«»Ich habe einen Anruf getätigt.«Ich lachte, nass und unschön. »Du hast einen Anruf getätigt.«Er setzte sich im feinen Anzug neben mich auf die Fliesen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Unsere Schultern berührten sich.»Lyra?«, fragte er.»Selene hat sie für die Nacht mitgeno
Kaels SichtJudith fand mich nach Mitternacht im Arbeitszimmer. Sie hatte eine Decke um die Schultern geworfen und barfüßige Füße auf meinem kalten Boden.»Torin sagt, du hast nichts gegessen.«»Torin redet zu viel.«»Torin macht sich Sorgen um dich.« Sie stellte einen Teller auf meinen Schreibtisch. Brot, Käse, ein grüner Apfel. »Iss.«Ich sah den Apfel an. Dann sie.»Schläft Lyra?«»Wie ein Stein. Sie hat mich zweimal getreten.« Sie setzte sich an die Kante des Tisches, direkt auf meine Landkarten. »Was ist das?«»Nichts.«»Kael.«»Bunker-Routen.«„Du hast alles gesagt.“ (Wait, "You said everything." -> „Du hast gesagt, du erzählst mir alles.“ or „Du hast gesagt: alles.“) Let's keep it accurate: »Du hast gesagt, alles.«Ich schob das Papier zu ihr hinüber. Sie fuhr mit einem Finger langsam die Linien nach, und ihr Ärmel rutschte nach oben. Das Mal an ihrem Handgelenk leuchtete schwach silbern. Meines antwortete darauf. Wir blickten beide nach unten.„Das ist peinlich“, murmelte sie.
Judiths SichtLyra erwachte im Morgengrauen, ihre Faust noch immer um meinen Kragen geklammert, als ob sie befürchtete, ich könnte im Schlaf verschwinden.»Mo«, mummelte sie unverständlich.Irgendwie, wie alle Mütter es können, wusste ich, was mein Baby wollte. Ihr war kalt.»Ich weiß, Schatz.« Ich zog die Decke höher. Das Zimmer war kalt. Es war seit der gestrigen Nacht kalt, seit das Ding ohne Gesicht sich um die Ränder meines Verstands geschlungen und von innen heraus gelacht hatte.Ich hatte nicht geschlafen. Ich hatte am Rand des Bettes gesessen, den Rücken gegen das Kopfteil gelehnt, und aus dem Fenster gestarrt, bis der Himmel von Schwarz zu Grau wechselte. Jedes Mal, wenn der Wind die Äste bewegte, rutschte mir das Herz in die Kehle.Kael war irgendwo vor Sonnenaufgang aufgebrochen. Ich wusste es so, wie ich mittlerweile alles über ihn wusste: durch das Mal an meinem Handgelenk, ein dumpfer Schmerz, der sich wie ein dünner Faden spannte, je weiter er sich entfernte.Ich hasste







