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KAPITEL 8

Author: Nikolaus
last update publish date: 2026-06-15 04:29:39

KARLS SICHT

Ich drückte Elian einen Stapel zerknitterter Geldscheine in die Hand. Das Papier war noch warm von meiner Hosentasche, aber ich wollte seine Haut nicht an meiner spüren. Obwohl ich ihn eigentlich absetzen wollte, war die Angelegenheit mit Sarah dringender.

„Nimm ein Taxi zurück ins Wohnheim“, sagte ich. Meine Stimme klang emotionslos, so wie ich sie benutzte, wenn ich einem Erstsemester im Team Anweisungen gab. „Warte nicht auf mich. Wir sehen uns am Montag beim Training.“

Elian sah
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    ELIANS SICHTIch erwachte in völliger Stille – das erste Anzeichen dafür, dass ich nicht mehr in meinem beengten Studentenwohnheim war. Mein Bett quietschte immer, wenn ich zu tief atmete, und die Luft roch meist nach dem billigen Parfüm meiner Mitbewohnerin und abgestandenen Nudeln. Hier war die Luft kühl, gefiltert und duftete nach allem, was teuer ist.Ich rutschte unter der schweren, anthrazitfarbenen Bettdecke hin und her, und ein stechender Schmerz durchfuhr meine Hüften. Mir stockte der Atem. Alles von der vergangenen Nacht strömte in einem schwindelerregenden Nebel zurück: der Regen, die hektische Fahrt, die Seidenkrawatte um meine Handgelenke und Karls Blick, als wolle er mich brechen.Ich richtete mich langsam auf, das Laken rutschte mir über die Brust. Meine Haut glich einer Landkarte dessen, was geschehen war. Dunkelviolette Striemen zierten die Innenseiten meiner Oberschenkel, wo seine Zähne mich gestreift hatten, und an meinen Handgelenken waren zarte, rosafarbene Ringe

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