เข้าสู่ระบบJulian stand vor Vanessas Wohnung.Er hatte tagelang angerufen. Keine Antwort. Keine Reaktion. Sie war einfach … verschwunden.Er klopfte an die Tür. Einmal. Zweimal. Dreimal.Dann öffnete sich die Tür.Vanessa stand da. Einfaches Shirt. Jogginghose. Haare zurückgebunden. Ohne Make-up. Sie wirkte müde. Aber ihre Augen waren scharf.„Was willst du hier?“„Ich rufe dich seit Tagen an. Du hast nicht geantwortet.“Vanessa lachte. Hohl. „Und?“„Und ich will wissen, was hier vor sich geht.“„Was hier vor sich geht, ist, dass ich fertig bin. Ich kündige.“Julian starrte sie an. „Du kündigst?“„Genau das habe ich gesagt.“„Das passiert nicht.“Vanessa hob eine Augenbraue. „Entschuldigung?“„Ich habe gesagt, das passiert nicht.“ Julian trat auf sie zu. „Du kannst nicht einfach kündigen. Nicht jetzt. Nicht nach allem.“Vanessa lachte erneut. „Nach allem? Was genau habe ich denn getan, Julian?“„Du hast Adrian unter Drogen gesetzt. Du hast ihn reingelegt. Du hast das Video rausgelassen. Du hast
Clara stand unter dem kalten Wasser, bis ihre Haut rot wurde.Sie schrubbte sich wund. Wusch sich zweimal die Haare. Verbrauchte die billige Hotel-Seife, bis nichts mehr übrig war. Aber Julians Berührung blieb. Sein Geruch. Der Geschmack von Rauch und Whiskey auf ihrer Zunge.Sie stieg heraus und wickelte sich in ein dünnes Handtuch. Der Spiegel zeigte ihr eine Fremde. Blutergüsse am Hals. Aufgesprungene Lippe. Hohle Augen.Sie erkannte die Frau nicht, die ihr entgegenstarrte.Zurück im Zimmer war das Bett immer noch zerwühlt. Der Geruch von Sex hing noch in der Luft. Clara setzte sich an den Rand der Matratze und nahm ihr Handy.Drei verpasste Anrufe von Adrian.Ihr Herz setzte aus.Adrian rief sie nie an. Nicht, es sei denn, es ging um Mia. Nicht, es sei denn, etwas stimmte nicht. Es war ihm egal, wohin sie ging. Es war ihm egal, was sie tat. Das hatte er klar gemacht.Warum also rief er an?Sie starrte auf seinen Namen auf dem Display. Ihre Hände zitterten. Ein Teil von ihr wollte
Aber es war kein Kuss der Zuneigung. Es war der Zusammenprall zweier beschädigter Dinge, ein hektischer, chaotischer Austausch von Bitterkeit und Lust. Er schmeckte nach Rauch und billigem Whiskey ein krasser Gegensatz zu der sterilen, minzigen Kontrolle, an die sie bei Adrian gewöhnt war.Clara spürte keine Funken. Sie spürte kein filmreifes Dahinschmelzen. Sie spürte eine hohle, rachsüchtige Befriedigung. Sie tat das, um ihn zu verletzen. Um den Mann zu verletzen, der sie mit Eis in den Augen angesehen und ihr gesagt hatte, sie sei nichts.Sie packte Julian an den Revers seines teuren Anzugs und zog ihn mit sich auf die Matratze. Die Federn quietschten protestierend, ein kratzendes Geräusch, das die Billigkeit des Moments unterstrich.Er machte sich nicht die Mühe mit dem sanften Vorspiel, das Adrian vermutlich einsetzte. Julian interessierte sich weder für Claras Komfort noch für ihr Vergnügen; ihm ging es darum, den Sieg zu beanspruchen, den Adrian abgelehnt hatte. Er schob die
Adrian saß in seinem Arbeitszimmer und starrte auf den Vertrag auf dem Schreibtisch.Er war seit einer Woche aus den Malediven zurück. Die Reise war geschäftlich gewesen. Ein Kunde. Ein Deal. Ein Vertrag, der die Reichweite seiner Firma in neue Märkte ausweiten sollte.Aber Clara hatte darauf bestanden, mitzukommen. Sie hatte Mia als Vorwand benutzt. Sie hatte gesagt, Mia müsse Zeit mit ihrem Vater verbringen. Sie hatte gesagt, es wäre gut für sie alle. Sie hatte von einem Familienurlaub gesprochen.Er hatte zugestimmt. Nicht, weil er sie dabei haben wollte. Sondern weil er keine Kraft mehr hatte, sich zu streiten.Jetzt war er wieder zu Hause. Und er tat alles, um Evelyn aus seinem Kopf zu bekommen. Den Blick, den sie ihm auf dem Parkplatz zugeworfen hatte. Die Art, wie sie ihm gesagt hatte, er solle sich fernhalten. Die Tatsache, dass er wusste, dass er ihr wehtat, und trotzdem nichts dagegen unternahm.Er vergrub sich in Arbeit. Verträge. E-Mails. Anrufe. Alles, was seinen Kopf bes
Drei Tage.Evelyn war seit drei Tagen zu Hause. Sie hatte ihr Zimmer nicht verlassen. Sie hatte mit niemandem gesprochen. Sie hatte kaum gegessen. Aber sie hatte gegessen. Weil ihr Vater dafür gesorgt hatte.Jeden Morgen erschien ein Tablett vor ihrer Tür. Toast. Obst. Saft. Sie aß ein paar Bissen. Gerade genug, um ihre Kräfte zu behalten. Gerade genug, um das Baby zu schützen.Aber sie hatte nicht geschlafen. Sie hatte nicht gelächelt. Sie hatte nichts gespürt außer dem Schmerz in ihrer Brust.Der Flug. Die Insel. Die Lobby. Der Kampf. Adrians kalte Augen. Claras selbstzufriedenes Lächeln. Die Art, wie er sie küsste. Die Art, wie er sie nicht fortstieß.Sie hatte ihn verloren. Sie hatte ihn wirklich verloren.Am dritten Morgen wachte sie auf. Sie betrachtete sich im Spiegel. Ihr Gesicht war blass. Ihre Augen waren gerötet. Ihre Lippe war noch immer vom Kampf gespalten. Sie sah aus wie ein Geist.Sie erkannte sich selbst nicht wieder.Sie legte die Hand auf ihren Bauch. Sie dachte an
Der Flug dauerte zwölf Stunden.Zwölf Stunden, in denen sie an die Decke starrte. Zwölf Stunden, in denen sie jeden einzelnen Moment noch einmal durchlebte. Zwölf Stunden, in denen sie an Adrian dachte.Sie dachte an das erste Mal, als sie ihn gesehen hatte. An den Blick, den er ihr geschenkt hatte. Daran, wie er sie durchschaut hatte.Sie dachte an den ersten Kuss. An das Rasende ihres Herzens. Daran, wie ihr Körper darauf reagiert hatte.Sie dachte an das erste Mal, als er ihr gesagt hatte, dass er sie liebte. An die Stimme, die dabei gebrochen war. An den brennenden Blick in seinen Augen.Sie dachte an das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte. An den Blick im Café. Daran, wie seine Augen die ihren festgehalten hatten. Daran, wie er aufstehen wollte, bevor Clara hereingekommen war.Sie dachte an das Baby. An das Leben, das in ihr wuchs. An das Stück von ihm, das sie für immer behalten würde.Sie musste ihn finden. Sie musste es ihm sagen. Sie musste ihn nach Hause bringen.Sie kam







