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Kapitel 2

ผู้เขียน: C-Emmzy
Iris’ Sicht

Als Eric schwieg, sprach ich weiter. „Sie hat den Mondbann-Fluch, und der Heiler sagt –“

Eric unterbrach mich sofort. „Was soll das, Iris? Ist das wieder eines deiner Spielchen? Bist du wirklich so niederträchtig, dass du über so etwas lügst, nur um meine Aufmerksamkeit zu bekommen?“

Für ihn stand immer fest: Ich wollte ihn manipulieren und ihm einreden, dass wir Schicksalsgefährten sind – von der Mondgöttin selbst füreinander bestimmt.

Aus irgendeinem Grund spürte Eric die Gefährtenbindung nicht. Ich hatte sie von Anfang an gespürt – dieses Knistern, diesen Sog, alles. Eric dagegen behauptete, er spürte nichts. Ich verstand es nicht. Log er, oder fühlte er wirklich nichts?

Selbst durchs Telefon hörte ich seine Abscheu, als er mich anknurrte.

„Hör auf, ständig um Aufmerksamkeit zu betteln!“, fuhr er mich an. Seine Stimme troff vor Verachtung.

Mir blieb der Mund offen stehen. „Aber –“

Bevor ich noch etwas sagen konnte, schnitt Eric mir das Wort ab. „Ich habe dir gesagt, dass ich die Scheidung will. Nur darüber will ich mit dir reden. Keine Spielchen mehr, keine Intrigen. Du weißt, dass Zara zurück ist.“ Erics Stimme war eiskalt.

Meine Hand zitterte, während ich auf den Befund vor mir starrte.

Es hatte keinen Sinn mehr. Eric hatte mich nie gewollt, obwohl wir Schicksalsgefährten waren. Erst recht nicht jetzt, da Zara zurück war und Evie im Sterben lag.

Es hatte keinen Sinn, um eine Ehe zu kämpfen, die von Anfang an keine echte Ehe gewesen war. Der einzige Grund, aus dem ich überhaupt gekämpft hatte, war Evie. Und Evie …

Ich brach wieder in Tränen aus, und Eric ließ ein genervtes Knurren hören.

„Iris!“, fuhr er mich an. Für ihn war klar: Ich versuchte wieder, ihn zu manipulieren.

„Gut!“, presste ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und wischte mir grob die Tränen aus dem Gesicht. „Du bekommst deine Scheidung. Aber unter einer Bedingung.“

Eric verstummte sofort. Das hatte er nicht erwartet. Bis dahin war er davon ausgegangen: Ich lasse ihn niemals los.

Dass ich jetzt einwilligte, traf ihn völlig unvorbereitet. Er räusperte sich. „Welche Bedingung?“

Ich zog die Nase hoch. „Verbring bis zu ihrem Geburtstag Zeit mit Evie. Komm zu ihrem Geburtstag. Sei der Vater, den sie braucht. Mehr verlange ich nicht.“

Eric schwieg noch einen Moment. Er hielt es für eine Falle.

„Mehr nicht?“, fragte er langsam. Ich nickte. „Mehr nicht.“

Er atmete erleichtert aus. „Gut. Dann komm in mein Büro und hol dir die Scheidungsunterlagen. Lies sie in Ruhe durch. Wenn es so weit ist, unterschreibst du.“

Ein bitteres Lächeln huschte über mein Gesicht. Die Scheidungsunterlagen lagen längst bereit. Er hatte es offenbar kaum erwarten können, mich endlich loszuwerden.

Eric hatte mich schon immer gehasst, weil er mir vorwarf, ihn in seinem schwächsten Moment hereingelegt zu haben. Es war die Nacht, in der sein Vater starb. Eric trauerte, war betrunken und verletzlich gewesen, und ich hatte ihn getröstet. Was danach zwischen uns geschah, verzieh er weder sich selbst noch mir.

In seinen Augen hatte ich seine Trauer ausgenutzt, um ihn in die Falle zu locken, und ihn später mit der Schwangerschaft an mich gebunden.

Damals klammerte Eric sich noch an die Hoffnung auf Zaras Rückkehr und eine gemeinsame Zukunft mit ihr. Seine Mutter hatte ihm allerdings vor ihrem Tod das Versprechen abgenommen, mich zu heiraten.

Jetzt, da Zara zurück war, wurde sein Hass nur noch stärker.

Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass es Evie gut ging, machte ich mich sofort auf den Weg zu Erics Büro.

Beta Jeremy schenkte mir ein trauriges Lächeln, als er mich kommen sah. „Was immer Sie erledigen müssen, tun Sie es schnell. Zara kommt gleich“, warnte er mich.

Ich nickte und zwang mich zu einem Lächeln. „Keine Sorge, Jeremy. Ich habe die Scheidung akzeptiert. Es spielt keine Rolle mehr. Ich bettle nicht länger um Liebe.“

Jeremy setzte schon zu einer Umarmung an, riss sich dann aber zusammen und nickte mir stattdessen aufmunternd zu.

Als ich mich der Tür näherte, hörte ich Eric drinnen mit jemandem sprechen.

„Alpha Eric“, sagte Gamma Marcus, „jetzt, wo Zara zurück ist – wie geht es weiter?“

Eric antwortete sofort. „Ich werde nachholen, wozu ich damals keine Gelegenheit hatte. Diesmal hole ich sie mir zurück. Jetzt hat sie eine Tochter, Tiffany, und als alleinerziehende Mutter hat sie es wirklich schwer. Sie braucht jede Hilfe, die sie bekommen kann.“

Ich stand wie versteinert vor der Tür. Jedes Wort tat weh. „Im Ernst?“, fragte Marcus fassungslos. „Und was ist mit Iris? Sie hat auch eine Tochter. Deine Tochter.“

Erics Stimme wurde sofort kalt. „Sprich den Namen dieses manipulativen Miststücks Iris hier nie wieder aus“, spie er aus.

Ich biss mir auf die Lippe, damit sie nicht zitterte. Ich hatte immer gewusst, dass er mich verachtete. Aber es so zu hören, ließ etwas in mir zerbrechen.

„Wow. Du empfindest wirklich gar nichts für sie? Nach fünf Jahren Ehe? Und obwohl du eine siebenjährige Tochter mit ihr hast?“, fragte Marcus.

Eric schnaubte. „Gefühle? Ich wünschte jeden Tag, ich wäre ihr nie begegnet, geschweige denn, ich hätte sie geheiratet. Meine Mutter hat mich gezwungen. Sie nahm mir vor ihrem Tod dieses Versprechen ab – alles nur, weil Iris sie manipuliert hatte.“

„Sie widert mich an. Die einzige Frau, die ich je geliebt habe, ist Zara. Daran wird sich nichts ändern.“

Eine Träne lief mir über die Wange, bevor ich sie zurückhalten konnte, und meine Wölfin heulte vor Schmerz in meiner Brust.

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