LOGINSloaneIch stand in der Nähe des Haupteingangs des Gebäudes und blickte in völliger Ungläubigkeit über den hellen Innenhof.„Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass ich monatelang nicht an diesen Ort gedacht habe“, sagte ich und drehte mich zu Helen um, während wir Seite an Seite den gepflasterten Steinweg entlanggingen. „Alles ging damals so schnell, und dann wurde das Leben einfach chaotisch.“„Ich weiß“, sagte Helen leise und gab mir einen leichten Schubs an die Schulter. „Deshalb habe ich dich hierhergebracht. Du musstest sehen, was du geschaffen hast.“Wir gingen gemeinsam über das Gelände, und Helen zeigte mir all die Veränderungen, die sie seit dem letzten Mal, als ich die Baupläne gesehen hatte, vorgenommen hatte.Sie hatte den großen Speisesaal erweitert, den Außenwänden einen frischen Anstrich in warmem Gelb verpasst und einen riesigen Spielplatz im hinteren Garten gebaut.„Die örtliche Gemeinde hat sich zusammengeschlossen, sobald klar war, dass die Finanzierung gesiche
Sloane Donovan blieb eine lange Weile still am anderen Ende der Leitung. Ich konnte sein schweres, keuchendes Atmen durch den Hörer hören, während er den Mut aufbrachte, mich tatsächlich zu fragen. „Sloane“, begann er, und seine Stimme zitterte leicht, bevor er sie zwang, sich zu stabilisieren. „Ich brauche dich bei der Firmenjubiläumsfeier an diesem Wochenende.“ Ich blinzelte und brauchte einen Moment, um sicherzugehen, dass ich ihn richtig verstanden hatte. „Du willst mich bei eurem Firmenjubiläum?“ fragte ich und konnte die Ungläubigkeit nicht aus meinem Ton heraushalten. „Nicht nur als Gast“, sagte er schnell und überstürzte seine Worte, als wollte er verhindern, dass ich auflegte. „Ich möchte, dass du als meine Ehrengästin kommst.“ Ein kalter, bitterer Stich traf mich mitten in der Brust. „Nein“, lehnte ich sofort ab, und meine Stimme wurde eisig. „Auf keinen Fall.“ „Sloane, bitte, hör mir einfach zu—“ „Bist du völlig verrückt geworden, Donovan?“ unterbrach ic
SloaneIch ging zurück ins Schlafzimmer und setzte mich auf die Bettkante, holte mein Handy heraus und sah auf den Bildschirm.Eine neue Benachrichtigung wartete auf mich, eine Textnachricht von Belle, die vor wenigen Augenblicken eingegangen war.Ich entsperrte den Bildschirm und tippte auf ihren Chatverlauf.Die Nachricht war kurz, aber jedes einzelne Wort tropfte vor passiv-aggressiver Bitterkeit.Donovan denkt, du könntest ihm in seiner jetzigen Situation helfen und nicht ich, hatte sie geschrieben. Wie wäre es, wenn du deinen Platz an seiner Seite wieder einnimmst?Ich starrte auf den Bildschirm, ein kleines, kaltes Lächeln berührte meine Lippen.Ich konnte praktisch ihre Stimme hören, die vor Bosheit tropfte, während sie das tippte.Sie war wütend, weil Donovan endlich sah, wie nutzlos sie war, wenn es wirklich darauf ankam.Sie hatte gedacht, sie hätte gewonnen, als sie meinen Platz eingenommen hatte, aber jetzt, da das Schiff sank, merkte sie, dass es nichts bedeutete, an der
DonovanIch konnte mich heute Morgen nicht dazu bringen, einen Anzug anzuziehen.Mein Kopf fühlte sich an, als würde er gleich zerspringen, und ins Büro zu gehen bedeutete, einem Dutzend Führungskräften gegenüberzutreten, die alle Antworten wollten, die ich nicht hatte.Meine Aktienliquidität war komplett eingebrochen, und jedes einzelne Nachrichtenmedium kreiste wie Geier, die auf den endgültigen Zusammenbruch warteten.Ich schleppte mich den Flur des Penthouses entlang, trug ein aufgeknöpftes Hemd und versuchte, über meinen nächsten Zug nachzudenken.Als ich den Speisesaal betrat, ließ der Anblick, der mich erwartete, mein Blut sofort kochen.Belle saß am langen Marmortisch, blätterte lässig in ihrem Handy und aß dabei ein aufwendiges Frühstück.Es gab frische Gebäckstücke, importiertes Obst, frisch gepresste Säfte und heißen Kaffee, alles so aufgetischt, als hätte sie nicht die geringste Sorge auf der Welt.Sie sah nicht einmal zu mir auf, als ich hereinkam.Sie steckte sich einfa
SloaneIch starrte auf den leuchtenden Bildschirm meines Handys, der Daumen schwebte über der frischen Textnachricht von Belle.Ich hatte nicht erwartet, dass sie mir so früh am Morgen schreiben würde, oder überhaupt, angesichts all dem, was gerade vor sich ging.Die Nachricht war kurz und direkt.Sie wollte sich in einer Stunde in einem kleinen Café in der Innenstadt treffen und behauptete, sie hätte Informationen, die ich bezüglich Donovans Situation hören müsste.Mein Herz schlug heftig gegen meine Rippen, als ich den Text dreimal erneut las.Wusste Belle von dem Penthouse-Inserat?Wusste sie, dass ich plante, es ihm unter der Nase wegzukaufen?Ich schluckte schwer und zwang mich, vom Küchentresen wegzutreten, an dem Jiji mein Frühstück eingepackt zurückgelassen hatte.Ich konnte jetzt nicht essen.Mein Appetit war in dem Moment vollständig verschwunden, als Berry mir gestern Abend von Donovans Aktienabsturz erzählt hatte.Ich ging ins Schlafzimmer, zog einen schlichten dunklen Pul
SloaneI stared at the glowing screen of my phone, my thumb hovering over the fresh text message from Belle.I didn't expect her to text me so early in the morning, or at all, considering everything going on.The message was short and direct.She wanted to meet up at a small café downtown in an hour, claiming she had information I needed to hear regarding Donovan's situation.My heart gave a heavy thud against my ribs as I re-read the text three times.Did Belle know about the penthouse listing?Did she know I was planning to buy it out from under him?I swallowed hard, forcing myself to step away from the kitchen counter where Jiji had left my breakfast wrapped up.I couldn't eat now.My appetite had completely vanished the moment Berry told me about Donovan's stock crash last night.I walked into the bedroom, pulled on a simple dark sweater and jeans, and grabbed my bag.If Belle had news, I needed to hear it straight from her before Berry finalized the deal with my account manager.
SLOANE Der Regen fühlte sich wie Nadeln an, die in meine Haut stachen, als ich die leere Straße entlangtaumelte. Meine Lungen brannten bei jedem Atemzug, und ein scharfer, weißglühender Schmerz flammte in meiner Seite auf. Meine Rippen waren definitiv gebrochen. Ich hatte sie fest bandagiert, bevo
DONOVAN Die Stille des Penthouses traf mich in dem Moment, als die Aufzugtüren aufglitten. Normalerweise war da irgendetwas. Der schwache Duft ihres Parfums, das Klacken ihrer Laptop-Tasten von der Kücheninsel aus oder einfach nur das allgemeine Gefühl, dass noch jemand hier lebte.Nichts.Ich lie
SLOANE Der Flur fühlte sich kilometerlang an. Jedes Mal, wenn die Räder meines Infusionsständers über eine Fuge im Boden rollten, fuhr der Stoß direkt in meine gebrochenen Rippen, doch ich blieb nicht stehen. Ich konnte nicht. Die Luft im VIP-Flügel war zu dünn, zu teuer, zu voller Lügen.„Sloane!
SLOANEDas Letzte, woran ich mich erinnere, war der Regen. Es war kein Nieseln mehr; es war eine Wand aus Wasser, die die Windschutzscheibe in ein verschwommenes Gemälde aus Neonlichtern und grauem Asphalt verwandelte. Meine Augen brannten, dieses stechende Brennen, das entsteht, wenn man geweint h







