LOGINKapitel 3: Stirb, Hure
Ferns Sicht
Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, als wollte es ausbrechen. Elias stand da, die Augen dunkel und auf meine entblößten Brüste geheftet. Sein harter Schwanz zeichnete sich deutlich unter seiner Hose ab. Das Gefährtenband zerrte heftig und verzweifelt an uns beiden.Ich machte einen weiteren Schritt nach vorn und streckte zitternd die Hand nach ihm aus. „Elias … bitte …“Ein schriller, theatralischer Schrei zerriss den Moment.Cecily sackte zu Boden, als hätte sie einen Herzinfarkt. Ihr Gesicht verzerrte sich vor Qual, während dicke, glänzende Tränen über ihre perfekten Wangen liefen. „Nein … meine Brust … es tut so weh …“Elias erwachte augenblicklich aus seiner Starre und stürzte zu ihr, als würde ich nicht existieren. „Cecily! Gott, was ist los? Sprich mit mir!“Sie keuchte dramatisch und klammerte sich mit schwachen Fingern an sein Hemd. „Mein Herz … es fühlt sich an, als würde es brechen. Lass mich einfach gehen, Elias. Zwischen dir und deiner Gefährtin sind offensichtlich noch Gefühle. Das Band … wie soll ich jemals dagegen ankommen?“„Wir lieben uns“, knurrte Elias. Er hob sie mühelos hoch und nahm sie auf den Arm, während er Cedar mit dem anderen Arm an sich drückte. Über ihre Schulter hinweg warf er mir einen giftigen Blick zu.„Zwing mich nicht, mich von dir scheiden zu lassen, Fern“, fauchte er. „Wenn ich das tue, hast du nichts mehr. Kein Geld. Kein Rudel. Keinen Ort, an den du zurückkriechen kannst. Also sei von jetzt an verdammt noch mal nett zu Cecily und Cedar. Nur so behältst du ein Dach über dem Kopf.“
Er stürmte mit ihnen davon. Cecilys Kopf ruhte perfekt an seiner Brust, doch für den Bruchteil einer Sekunde huschte ihr Blick zu mir zurück. Und in diesem Augenblick sah ich es: das kalte, selbstzufriedene Grinsen, das ihre Mundwinkel umspielte, bevor sie ihr Gesicht wieder an seiner Brust vergrub und jämmerlich wimmerte. Ich stand zitternd da, die Bluse noch immer offen. Die kühle Luft biss in meine Haut, während alle mich anstarrten. Demütigung und Wut brannten wie Säure in mir. Am nächsten Morgen schleppte ich mich zur Ebonspire-Besprechung ins Büro, mein Körper noch immer von tagelangem körperlichem und seelischem Schmerz gezeichnet. Meine Hände hörten nicht auf zu zittern, als ich die Tür aufstieß. Cecily war die Einzige im Raum. Sie saß auf meinem Stuhl hinter meinem Schreibtisch, die Beine übereinandergeschlagen, und blätterte in meinen Projektunterlagen, als gehörten sie ihr. Als sie mich sah, verzogen sich ihre Lippen zu einem langsamen, spöttischen Lächeln. „Was zur Hölle machst du hier?“, verlangte ich zu wissen. „Wo sind alle?“ Cecily lehnte sich in meinem Stuhl zurück und drehte einen Stift zwischen den Fingern. „Oh, ich habe ihnen den Tag freigegeben. Und ich habe bereits mit CEO Woody telefoniert. Er wird gleich hier sein, um den Vertrag zu unterschreiben.“ Sie neigte mit gespielter Süße den Kopf. „Gern geschehen.“ Mein Magen zog sich zusammen. „Du hast kein Recht dazu. Das ist mein Projekt. Mein Büro.“ Sie kicherte. Das helle, klingelnde Geräusch ließ mir einen Schauder über die Haut kriechen. „Nicht mehr, Schätzchen. Ich habe Elias gesagt, dass ich Ebonspire will. Er meinte, es gehört jetzt mir. Ein kleines Geschenk, weil ich so gut zu ihm bin.“ Ich starrte sie an, während mir das Blut in den Ohren rauschte. Jahre. Ich hatte Jahre hineingesteckt. Schlaflose Nächte. Endlose Verhandlungen. Ich hatte mich bis aufs Blut aufgeopfert, um Blazewoods Finanzen zu retten. Und er reichte es ihr einfach weiter wie einen Blumenstrauß. „Warum das schockierte Gesicht?“, säuselte Cecily und stand langsam auf. Sie umrundete den Schreibtisch wie eine Raubkatze und ließ dabei die Hüften wiegen. „Du weißt doch, dass Elias mir alles geben würde, was ich will. Dieses Projekt ist ja ganz niedlich, aber es wird ein schönes Sprungbrett sein, sobald ich offiziell Luna bin.“ „Du hast gesagt, du willst die Position nicht“, flüsterte ich mit brechender Stimme. „Du hast allen erzählt, du seist nur aus Liebe hier.“Cecily blieb direkt vor mir stehen. Ihre süße, unschuldige Maske fiel vollständig von ihr ab. Das Lächeln, das an ihre Stelle trat, war hässlich. Verdorben. Reines Gift.
„Oh mein Gott, du hast diesen Scheiß wirklich geglaubt?“ Sie lachte laut und grausam. „Diese Schauspielkurse waren jeden Cent wert. Ich sage Elias genau das, was er hören will, du naive Schlampe. Natürlich will ich Luna sein. Warum zur Hölle sollte ich sonst zu diesem zweitklassigen Rudel zurückkommen und mich jede Nacht von diesem fetten Schwein ficken lassen?“ Ich taumelte einen Schritt zurück, während Übelkeit in mir aufstieg. „Du liebst ihn gar nicht … Du benutzt ihn nur. Ich werde ihm alles erzählen …“ „Nur zu“, höhnte sie und trat noch näher, bis ich ihr aufdringliches Parfüm riechen konnte. „Mal sehen, ob er dir auch nur ein einziges Wort glaubt. Elias vertraut mir blind. Er würde alles für mich tun. Und ich meine alles.“ Sie beugte sich vor. Ihre Lippen streiften mein Ohr, und ihre Stimme sank zu einem seidigen Flüstern. „Erinnerst du dich an deine Fehlgeburt?“ Eis durchflutete meine Adern. „Was?“ Cecily wich gerade weit genug zurück, um mein Gesicht beobachten zu können. Ihre Augen funkelten vor Freude. „Elias hat Cedar hierhergebracht, weil ich ihn damals noch nicht selbst aufziehen konnte. Aber dann wurdest du schwanger. Ich hatte Angst. Wenn du dein eigenes Junges bekommen hättest, warum solltest du dann noch meins lieben? Also habe ich Elias gefragt, was wir tun sollen.“Sie machte eine Pause und kostete den Moment aus.
„Er sagte: ‚Werd es einfach los. Problem gelöst.‘“ Meine Knie gaben nach. Ich klammerte mich am Schreibtisch fest, um nicht zu Boden zu fallen. „Er hat dir bei diesem Geschäftsessen Wolfsbane ins Getränk gemischt“, fuhr Cecily fort und lächelte, als würde sie eine amüsante Anekdote erzählen. „Er hat zugesehen, wie du blutend auf dem Boden lagst und unser kleines Problem verloren hast. Dann hat er Cedar nach Hause gebracht und dir erzählt, es sei eine Adoption. Süß, oder? So sehr liebt er mich.“ Der Raum drehte sich. Ich konnte nicht atmen. Konnte nicht denken. Alles, was ich sah, war das Blut. Der Schmerz. Elias’ kaltes Gesicht danach. Wie er mir die Schuld gegeben hatte, weil ich unvorsichtig gewesen war. „Nein …“ Tränen strömten über mein Gesicht. „Du lügst. Elias würde niemals …“ „Würde er nicht?“ Cecily lachte erneut, hell und entzückt. „Dann geh und frag ihn. Ich würde nur zu gern dabei zusehen.“ Wut und Qual explodierten in mir. Ich stieß sie so heftig von mir, dass sie gegen den Schreibtisch taumelte, und rannte aus dem Büro. Ich musste Elias finden. Musste hören, wie er es leugnete. Musste diesen Albtraum beenden. Ich stürmte aus dem Gebäude und rannte über die Straße, während meine Sicht vor Tränen verschwamm. Eine Hupe dröhnte. Zu spät.Der Lkw erfasste mich mit voller Wucht. Der Aufprall schleuderte mich wie eine Stoffpuppe in die Luft. Schmerz explodierte in jedem einzelnen Knochen, als ich durch die Luft flog und hart auf dem Asphalt aufschlug. Blut füllte meinen Mund. Warme Flüssigkeit sammelte sich unter mir und tränkte meine Kleidung.
Ich keuchte schwach und versuchte, mich zu bewegen. „H … Hilfe …“ Der Fahrer stieg gelassen aus und kam auf mich zu. Er hatte es nicht eilig. Er sah nicht besorgt aus. Durch meine verblassende Sicht erkannte ich, wie Cecily hinter ihm herschlenderte, ruhig und mit einem süßen Lächeln auf den Lippen, während der Wind durch ihr Haar strich. Selbst jetzt sah sie wunderschön aus, wie eine Porzellanpuppe bei einem abendlichen Spaziergang. „Miss Cecily“, sagte der Fahrer ausdruckslos. „Was jetzt?“ Cecily blickte auf mich herab. Ihre Augen waren kalt und funkelten vor Genugtuung. Sie legte den Kopf schief und musterte meinen gebrochenen Körper, als wäre ich ein überfahrenes Tier. „Schleift sie in den Wald“, sagte sie leise, beinahe sanft. „Vergrabt sie tief. Sobald sie verschwunden ist, bleibt Elias nichts anderes übrig, als mich zur Luna zu machen.“ Sie ging leicht in die Hocke und lächelte mich weiterhin mit diesem süßen, giftigen Lächeln an. „Süße Träume, Fern.“ Dunkelheit verschlang mich, als raue Hände meine Arme packten.Ferns PerspektiveDie Operation funktionierte besser, als wir es jemals zu hoffen gewagt hatten.Als die Nachricht herauskam, explodierte das Valley vor Aufregung. Es fühlte sich an, als würde der gesamte Ort eine riesige Party feiern, die drei volle Tage dauerte. Musik dröhnte aus jeder Ecke, Lachen erfüllte die Luft, und die Leute tanzten und feierten ohne Pause.Zum ersten Mal seit Jahren fühlte es sich an, als ginge endlich alles den richtigen Weg.Sogar Rune und Zephyr versöhnten sich und legten ihre vergangenen Streitigkeiten beiseite. Sie stießen miteinander an, lachten und benahmen sich wie alte Freunde. Es war eine echte Erleichterung, sie so zu sehen. Ich hatte es gehasst, wie sie um mich gestritten hatten.Xavian war immer noch etwas vorsichtig in Runes Nähe und beobachtete ihn leise aus der Distanz. Aber Lilith war leicht zu gewinnen. Als Rune ihr unbegrenzte Schokolade versprach, leuchtete ihr Gesicht auf und sie umarmte ihn sofort, nannte ihn mit der süßesten Stimme „Dad
Ferns POVEin ganzer Monat verging in einem Wirbel aus Angst, Aufregung und einer Menge Warten.Jeder Tag fühlte sich an wie eine Ewigkeit, während ich mich fragte, wo Rune war, was er tat und ob er in Sicherheit war.Und dann, endlich, an einem Nachmittag kam die Nachricht, die die ganze Welt erschütterte— Das Bloodcrest-Rudel war gefallen. Alpha Garrick war tot.Die Welt drehte durch. Jeder wusste, dass Garrick ein Monster war und für 90 % der Verbrechen in der Welt verantwortlich, aber niemand hatte es gewagt, seine Herrschaft herauszufordern.Doch Rune hatte es getan. Er hatte es in weniger als einem Monat geschafft. Er hatte das Wunder wahr gemacht.Ich saß in unserer üblichen Bar, die Augen auf den kleinen Fernseher über dem Tresen gerichtet, als die Nachricht durchkam. Der Ort wurde einen Moment lang still, dann explodierte er in Jubel.Auf dem Bildschirm sprachen Reporter aufgeregt und zeigten Bilder von Rune, stark und selbstbewusst, der zwischen den Trümmern von Alpha Ga
Ferns PerspektiveDie Worte rutschten heraus, bevor ich sie stoppen konnte. Ich ertrug den Gedanken nicht, dass Rune Zephyr wegen einer Lüge hasste, die ich erschaffen hatte. Das war nicht fair. Zephyr hatte nichts anderes getan, als mich zu unterstützen und zu beschützen, und er verdiente Runes Wut nicht.„Wir waren nie verheiratet!“ platzte es aus mir heraus, meine Stimme zitterte vor Nervosität. „Zephyr und ich… wir waren nie wirklich zusammen! Es war alles nur vorgetäuscht!“Rune starrte mich an, als hätte ich ihn gerade geohrfeigt. Die Verwirrung in seinem Gesicht verwandelte sich schnell in Unglauben und Wut. Sein Kiefer spannte sich an, und er packte meine Schultern fest, zwang mich, ihn anzusehen.„Wovon zum Teufel redest du?“ verlangte er rau, seine Stimme voller Schmerz. „Also ist alles nur ein kranker Scherz von dir?“„Hey, lass sie los!“ knurrte Zephyr und versuchte, uns auseinanderzubringen. Doch Rune ließ nicht los.„Glaubst du, das ist lustig? Du willst einfach nur seh
**Runes POV**Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen, während ich im Schatten verborgen stand und zusah, wie Fern in Zephyrs Arme sank.Eifersucht und Reue durchströmten mich, bitter und stark. Ich hätte sie halten und trösten sollen – nicht er.Ich ballte die Fäuste, die Nägel gruben sich in meine Handflächen, bis es schmerzte, verzweifelt danach, irgendetwas anderes zu spüren als diesen alles verzehrenden Schmerz.Es war Folter, hilflos dazustehen und die Zärtlichkeit zwischen ihnen zu beobachten. Fern klammerte sich an Zephyr, als wäre er ihr Anker, das Einzige, was sie noch zusammenhielt. Der Anblick zerriss mich Stück für Stück.So sehr ich auch zu ihnen hinübergehen und Fern aus seinen Armen reißen wollte – ich konnte es nicht. Sie waren verheiratet und hatten zwei wunderschöne Kinder. Jeder sagte, sie seien das perfekte Paar. Es stand mir nicht zu, sie auseinanderzureißen.Und dann kam der schlimmste Teil – ich konnte mich nicht einmal an die Geschichte erinnern, auf der alle b
**Kapitel 162: Calista gestand alles****Ferns Perspektive**Mein Herz blieb beinahe stehen, als ich eine Gedankenverbindung von Lilith erhielt.„Mommy, komm und hol uns im Wald ab. Wir haben einen Bösewicht gefangen!“Ich sprang fast von meinem Stuhl auf. Welchen Bösewicht?Das Adrenalin schoss mir ins Blut, während Zephyr und ich zum Wald sprinteten. Unterwegs stießen wir auf Rune und meine Mutter, die beschlossen, sich uns anzuschließen. Sorge war tief in jedes Gesicht gegraben.Als wir sie endlich erreichten, klappte mir die Kinnlade herunter.Lilith und Xavian standen stolz am Rand einer Grube und sahen triumphierend aus. Als ich hinunterblickte, sah ich Calista ganz unten, schmutzbedeckt, Wut in ihren Augen.„Mommy, wir haben sie gefangen!“ strahlte Lilith.„Lasst mich hier raus, verdammte Scheiße!“ kreischte Calista.„Oh mein Gott, geht es euch gut?“ Ich rannte hin, kniete mich hin und umarmte meine Kinder fest. „Ist niemand von euch verletzt?“„Wir sind in Ordnung, Mom. Sie ha
Calistas POVAlles fiel auseinander. Schlimmer, als ich es mir jemals vorgestellt hatte.Rune würde mich verstoßen. Das konnte nur bedeuten, dass dieses verdammte Mittel endgültig aufgehört hatte zu wirken.In dem Moment, als er hinter dieser Schlampe Fern herjagte, schlich auch ich mich weg. Denn ich wusste: Sobald er zurückkam, würde das Erste, was er tat, sein, mich zu verstoßen. Und das konnte ich nicht zulassen.Ich mindlinkte Magnus sofort und sagte ihm, er solle mich an einer stillen Lichtung im Wald treffen.Zehn Minuten später tauchte er auf – außer Atem und sichtlich wütend.„Ich habe dich schon in das Gebiet der Abtrünnigen gebracht, wie du es verlangt hast. Was zum Teufel willst du noch?“, schnauzte er mich an.Und ich war genauso wütend. Seit wann bellt der Hund den Herrn an?„Pass besser auf deinen Ton mir gegenüber auf“, knurrte ich und fletschte die Zähne. „Vergiss nicht, für wen ich arbeite. Wenn der große Alpha Garrick erfährt, wie ungehorsam du warst, wird es ihm eg
Kapitel 1: VerschwindeDer gesamte Bankettsaal erstarrte, als die Stimme meines Mannes wie ein Todesurteil durch den Raum hallte.„Ich bin so froh, dass du heute Abend hier bist, Cecily. Ich liebe dich.“Alpha Elias Nightvale – mein Gefährte, der Mann, den die Mondgöttin persönlich an mich gebunden
Kapitel 5: Ein JahrFerns SichtIch sah zu, wie sie im Rudelhaus verschwanden wie eine perfekte kleine Einheit. Elias’ Hand lag besitzergreifend auf Cecilys unterem Rücken, Roman hüpfte zwischen ihnen hin und her. Schock lastete schwer in meiner Brust.Warum zur Hölle hatte Rune Nightreign ausdrück
Kapitel 4: Alpha RuneFerns SichtIch dachte, der Tod wäre gnädiger gewesen.Als ich die Augen endlich aufschlug, brannte der sterile Geruch von Desinfektionsmittel in meiner Nase. Weiße Wände. Piepende Geräte. Eine Krankenschwester beugte sich über mich und zog eine Blutdruckmanschette um meinen A
Kapitel 2: Ich hasse dich, MamaFerns SichtDer Schmerz hätte mich fast umgebracht.Drei volle Tage lag ich wie eine Leiche in meinem Bett, nachdem man mich in mein Zimmer geschleppt hatte. Mein Körper wurde jedes Mal von fiebrigem Schmerz geschüttelt, wenn das Gefährtenband diese widerlichen Bilde







