ログインLia und Flynn erreichten schließlich das Haus. Hand in Hand gingen sie durch den Eingangsbereich und steuerten direkt auf das Wohnzimmer zu. Schon von Weitem waren Stimmen und gelegentliches Gelächter zu hören. Als sie den Raum betraten, mussten beide unwillkürlich schmunzeln.Auf dem großen Sofa lagen Katy und Eric. Auf dem Fernseher lief irgendein völlig unsinniger Film, bei dem man sich vermutlich nicht einmal sicher sein konnte, ob er tatsächlich als Komödie gedacht war. Katy lag noch immer mit dem Kopf auf Erics Schoß. Ihre Beine waren unter der Decke verschwunden, während Eric mit einer Hand gedankenverloren ihren Rücken kraulte und mit der anderen in eine Schüssel Popcorn griff.„Na, ihr zwei?“, fragte Lia lächelnd.Eric hob den Blick und grinste. „Ach, seht mal einer an. Die Spaziergänger sind wieder da.“Katy drehte den Kopf ein wenig und lächelte ihrer Schwester entgegen. „Hey, ihr beiden.“Lia ging zum Sofa und beugte sich zu ihr hinunter. „Na, wie geht es dir?“„Schon bess
Lia und Flynn schlenderten langsam nebeneinander durch den ruhigen Park.Die milde Nachmittagssonne Floridas wärmte angenehm ihre Gesichter, während ein sanfter, lauwarmer Wind durch die Palmenkronen strich. Es war ein herrlich entspannter Tag, fernab der drückenden Hitze des Hochsommers, genau richtig für einen Spaziergang unter freiem Himmel.Im Park selbst waren um diese Uhrzeit nur wenige Spaziergänger unterwegs. Ab und zu kreuzte jemand mit einem Hund den Weg, der neugierig an den Sträuchern schnüffelte oder fröhlich über die gepflegten Rasenflächen lief. Ansonsten schien der Park fast ihnen allein zu gehören.Lia lockerte ihren leichten Schal ein wenig und hakte sich fest bei Flynn unter.„Es ist einfach wunderschön hier“, flüsterte sie leise.Flynn senkte den Blick und sah sie von der Seite an.„Was genau?“„Diese absolute Ruhe.“Er lächelte sanft.„Ja, das ist sie.“Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Ihre Schritte hallten leise auf den befestigten Kieswegen wi
Katy saß inzwischen gemeinsam mit Eric gemütlich auf dem großen Sofa im Wohnzimmer.Die zuvor noch so bedrückend laute Wohnung war inzwischen fast vollkommen ruhig geworden.Eric hatte wirklich an absolut alles gedacht, was man für ihren völlig absurden, exzessiven Videomarathon nur gebrauchen konnte.Verschiedene Sorten Chips türmten sich auf dem niedrigen Tisch.Knusprige Schokolade lag direkt daneben bereit.Eine riesige, gut gekühlte Schüssel Vanilleeis wartete im Tiefkühlfach darauf, später zum Einsatz zu kommen.Dazu hatte er etliche unterschiedliche Getränke besorgt und den Couchtisch so vollgestellt, als ob gleich eine komplette Fußballmannschaft zum Public Viewing einmarschieren würde.Einzig und allein die versprochenen Cocktails fehlten im Moment noch.Die hatte Eric ganz bewusst bisher nicht angerührt.Die gab es erst später am Abend.Wenn Katy sich wirklich danach fühlte und bereit dafür war.Katy hatte sich tief in eine dicke, flauschige Wolldecke eingekuschelt und hielt
# Kapitel – Die erste NachrichtMilo saß noch immer vollkommen regungslos und wie vom Blitz getroffen auf dem Sofa.Brians Worte hallten in seinem Kopf wie ein unbarmherziges Echo wider.*Sie hat deine Geburtstagsfeier vorbereitet.*Immer und immer wieder.Katy hatte ihn also keineswegs wegen Julian versetzt. Sie hatte auch nicht heimlich Zeit mit einem anderen Mann verbringen wollen.Sie hatte sich schlicht den Arsch aufgerissen, um seinen Geburtstag für ihn zu etwas ganz Besonderem zu machen.Nur für ihn.Milo fuhr sich mit beiden Händen über sein nasses, erschöpftes Gesicht.„Oh Gott …“Seine Stimme brach mitten im Wort ab.„Was in aller Welt habe ich da eigentlich angerichtet?“Keiner der anderen Männer antwortete sofort auf diesen verzweifelten Ausruf.Denn darauf gab es in diesem Moment schlicht keine Antwort, die Milo hätte hören wollen.Plötzlich riss er sich zusammen und sprang vom Sofa auf.„Ich muss sofort zu ihr.“Derek hob langsam den Kopf.„Milo, bleib sitzen.“„Nein, ve
Milo saß noch immer vollkommen regungslos auf dem Sofa.Seine Hände lagen tief ineinander verschränkt auf seinen Knien.Er starrte wie gebannt auf den hellen Boden.Doch plötzlich konnte er die brennenden Tränen in sich nicht mehr zurückhalten.Eine erste, schwere Träne löste sich aus dem Augenwinkel und lief ihm langsam über die Wange.Dann folgte eine zweite.Und noch eine.Milo wischte sie nicht einmal weg.Er besaß einfach nicht die Kraft dazu.Chris sah ihn mitfühlend an.Sein Blick wurde von Sekunde zu Sekunde weicher.„Milo …“Milo hob den Kopf nicht.„Wir sehen doch alle ganz genau, wie sehr du hier leidest.“Chris sprach mit sehr ruhiger, fast beschwörender Stimme.„Und wir sehen auch, dass in den letzten Tagen irgendetwas Schlimmes passiert sein muss.“Milo schluchzte leise auf.Chris rückte ein Stück auf der Couch näher an ihn heran.„Wir kennen dich doch in- und auswendig.“Er machte eine kurze, bedächtige Pause.„Du bist für uns wie ein leiblicher Bruder, Milo.“Milo schl
Derek, Tyler, Chris und Brian waren in diesem Moment bereits auf dem direkten Weg zu Milo.Im Wagen herrschte zunächst eine fast greifbare, bedrückende Stille.Keiner von ihnen wusste in den ersten Minuten so recht, was er überhaupt sagen sollte.Chris sah schweigend aus dem Beifahrerfenster und beobachtete die grau in grau vorbeiziehenden Häuser der Vorstadt.Nach einer Weile drehte er sich langsam zu Derek auf dem Fahrersitz um.„Findest du eigentlich nicht, dass es schlauer gewesen wäre, Milo vorher kurz per Nachricht zu informieren, dass wir bei ihm aufschlagen?“Derek schüttelte sofort und unnachgiebig den Kopf.„Nein, absolut nicht.“Chris sah ihn irritiert an.„Und warum bitteschön nicht?“„Weil er sich sonst nur wieder perfekt darauf vorbereitet hätte.“Derek hielt seinen Blick starr und konzentriert auf die Straße gerichtet.„Wenn wir ihm vorher schreiben, kann er sich genau überlegen, was er uns für Ausreden auftischen will. Oder im schlimmsten Fall macht er gar nicht erst a
Für eine ganze Weile genossen sie einfach die Wärme des Wassers. Mal unterhielten sich alle gemeinsam, dann bildeten sich wieder kleinere Grüppchen. Derek diskutierte mit Brian über irgendeinen Film, den sie beide gesehen hatten, während Taylor versuchte zu erklären, warum seine Lieblingsmannschaft
Die Fahrt zur Therme verlief zunächst ruhig, doch im Inneren des Vans war diese typische Mischung aus Vorfreude und aufgedrehter Energie sofort spürbar. Während Eric, Chris und Derek bereits eifrig darüber diskutierten, welche Rutschen sie als Erstes ausprobieren wollten, saß Milo etwas ruhiger auf
Während Lia immer noch lachend von Chris und Taylor in Beschlag genommen wurde und beide ihr gleichzeitig irgendetwas durcheinander erzählten, bewegte sich Katy ruhig durch die Küche. In ihren Händen balancierte sie vorsichtig zwei Tassen frisch aufgebrühten Kaffee, der noch leicht dampfte. Ihr Bl
Der Morgen kam leise. Nicht abrupt, nicht grell – eher wie ein langsames Zurückgleiten in die Realität, während die Nacht noch irgendwo zwischen Erinnerungen und Müdigkeit festhing. Draußen im Garten stand noch der große Party-Pavillon. Der Ort, an dem sie gefeiert hatten. Die Lichterketten hing







