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Kapitel 5

ผู้เขียน: Rizinksin
Nora wusste zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht, was passiert war.

Sie sah nur, wie ihre Mutter den Anruf von Leon entgegennahm. Nach ein paar wenigen Worten veränderte sich ihr Gesichtsausdruck plötzlich.

Anschließend ging Elena mit dem Handy in der Hand auf den Balkon.

Erst nachdem Nora zwei Mandarinen gegessen hatte, kam Elena mit einem nachdenklichen Ausdruck zurück.

„Was ist los, Mama? Warum hat Leon dich angerufen?“

Elena sah sie lange an.

Ihr Blick war kompliziert. Für einen Moment wirkte sie sogar etwas nervös.

„Es ist nichts. Leon wollte nur wissen, ob du bei mir bist.“

Nora verzog den Mund.

„Dieser Leo ... warum ist er eigentlich so misstrauisch?“

Elena setzte sich mit schwerem Herzen wieder neben sie.

Vorhin hatte Leon am Telefon gesagt, dass Noras Gedächtnisverlust nur eine Ausrede war.

Dass sie bereits beschlossen hatte, mit Julian nach Marnovia zu fliegen.

Elena konnte das noch immer nicht wirklich glauben.

Denn die Nora, die gerade vor ihr saß, war tatsächlich genauso wie früher.

Genau wie sie selbst gesagt hatte.

Es wirkte wirklich so, als hätte sie all diese Jahre vergessen.

Nachdem Leon ihre Erklärung gehört hatte, hatte er nichts weiter gesagt.

Er hatte Elena nur gebeten, Nora vorerst nichts davon zu erzählen.

Sie würden einfach abwarten und sehen, ob Nora morgen tatsächlich nach Marnovia fliegen würde.

Nora hatte überhaupt nicht erwartet, dass ihr Vater inzwischen so gut kochen konnte.

Der ganze Tisch war voller köstlicher Gerichte.

Sie wusste gar nicht, womit sie zuerst anfangen sollte.

„So lecker!“

Mit der rechten Hand nahm sie Essen auf, während sie mit der linken begeistert den Daumen hob.

Thomas war von ihrem Lob so glücklich, dass seine Augen vor Lachen fast verschwanden.

Genau in diesem Moment klingelte es an der Tür.

Nora stand auf und ging öffnen.

Als sie das hübsche kleine Mädchen vor der Tür sah, hatte sie plötzlich das Gefühl, dass ihr der Himmel auf den Kopf fiel.

Sie drehte sich mit Tränen in den Augen zu ihren Eltern um.

„Papa, Mama ... habt ihr etwa gedacht, mein großes Kind ist misslungen, also habt ihr einfach ein neues trainiert?“

„Was redest du denn da von großem und kleinem Kind?“

Elena kam herüber und nahm die Hand des kleinen Mädchens.

„Das ist Mia, die Tochter deines Onkels.“

Nora riss die Augen auf.

Sie betrachtete das Mädchen, das wie eine kleine Porzellanpuppe aussah.

Ihr Onkel hatte wirklich so eine hübsche Tochter bekommen?

Aber eigentlich war das auch kein Wunder.

Ihre Tante war schließlich eine bekannte Schönheit.

Diese guten Gene waren wirklich perfekt weitergegeben worden.

Mia Vogel war sieben Jahre alt.

Da ihre Eltern beruflich im Ausland waren, lebte sie seit zwei Jahren während der Schulzeit bei Nora und ihren Eltern.

Nachdem sie hereingekommen war, betrachtete Mia Nora die ganze Zeit neugierig.

„Du bist Nora?“

Nora grinste und nickte wie ein kleines Küken.

„Ja, genau.“

So ein hübsches kleines Mädchen.

Sie war genauso niedlich wie ihr eigener Sohn Liam.

Wer konnte bei so einem Anblick nicht weich werden?

Doch plötzlich verschwand Mias Lächeln.

„Tante, Onkel ... wie könnt ihr Nora einfach hereinlassen?“

„Habt ihr keine Angst, dass sie euch wieder krank macht?“

Nach diesen Worten stellte Mia sich schützend vor Elena.

„Ärgere meine Tante nicht. Wenn du ein Problem hast, komm zu mir!“

Noras Mundwinkel zuckten.

Anscheinend hatte ihr früheres Ich wirklich einen Punkt erreicht, an dem sogar kleine Kinder sie nicht mehr ausstehen konnten.

Elena nahm Mia mit zum Esstisch.

„Schon gut, Mia. Deine Cousine hat eingesehen, dass sie Fehler gemacht hat. Sie ist dieses Mal extra zurückgekommen, um sich bei uns zu entschuldigen.“

„Entschuldigen? Sie?“

Mia sah sie ungläubig an und musterte Nora von oben bis unten.

„Wie soll das möglich sein? Tante, Onkel ... wie oft hat sie euch schon angelogen? Und ihr glaubt ihr immer noch? Seid ihr nicht ein bisschen zu gutgläubig?“

Elena musste an Leons Worte denken und seufzte innerlich.

Ja.

Vielleicht waren sie wirklich zu naiv.

Aber diese Frau war nun einmal ihre Tochter.

Die Tochter, die sie zehn Monate lang unter ihrem Herzen getragen hatte.

Niemand wünschte sich mehr als sie, dass Nora eines Tages wieder zu dem liebevollen und vernünftigen Mädchen von früher wurde.

Deshalb hoffte Elena sogar jetzt noch, dass Nora diese Rolle lange weiterspielen würde, falls es tatsächlich nur eine Lüge war.

Nora wusste, dass sie ihr altes Image nicht innerhalb eines Tages ändern konnte.

Egal.

Sie hatte noch genug Zeit.

Sie setzte sich neben Mia und nahm ihre Schüssel.

„Ich gebe dir Suppe.“

Doch Mia riss die Schüssel sofort erschrocken an sich.

„Ich mache das selbst.“

Sie sah Nora misstrauisch an.

„Ich habe Angst, dass du mir Gift hineintust.“

Nora: ...

„Bin ich wirklich so furchteinflößend?“

„Natürlich!“

Mia verzog den Mund.

„Frag meine Tante. Als ich drei Jahre alt war, hast du mir Gelee gegeben und ich wäre fast daran erstickt.“

Elena lächelte verlegen.

„Nora hatte damals einfach keine Erfahrung. Sie wusste nicht, dass kleine Kinder Gelee nicht in großen Stücken essen dürfen.“

Mia ließ sich davon nicht überzeugen.

Sie war nachtragend.

In den letzten zwei Jahren hatte sie bei ihrer Tante gelebt.

Sie wusste genau, wie seltsam diese Cousine war.

Oft verschwand Nora für mehrere Monate.

Und sobald sie wieder auftauchte, sorgte sie dafür, dass Tante und Onkel tagelang schlechte Laune hatten.

Mia liebte ihre Tante und ihren Onkel.

Deshalb mochte sie Nora ganz besonders wenig.

Sie glaubte nicht daran, dass ihre Cousine dieses Mal wirklich aufrichtig zurückgekommen war.

Nach dem Essen saßen Nora und Mia, eine große und eine kleine Person, zusammen auf dem Sofa.

Thomas und Elena waren in der Küche und spülten ab.

Mia nutzte die Gelegenheit und fragte direkt:

„Bist du dieses Mal zurückgekommen, damit sie Leon dazu überreden, sich von dir scheiden zu lassen?“

Nora blinzelte.

„Habe ich so etwas schon gemacht?“

„Und wie oft!“

Mia wurde immer wütender.

„Früher bist du ständig nach Hause gekommen und hast dich aufgeführt. Du hast immer gesagt, dass Tante und Onkel deine große Liebe verhindern.“

Je mehr sie sprach, desto empörter wurde sie.

„Du hast sogar das Hochzeitsfoto von Tante und Onkel verbrannt. Du hast gesagt, du könntest es nicht ertragen, dass andere glücklich sind, während du keine Liebe bekommst.“

Nora sog scharf die Luft ein.

Dieses Mädchen, von dem Mia erzählte ...

Sie kam ihr völlig fremd vor.

Selbst wenn ein Mensch sich veränderte.

So extrem konnte man doch nicht werden.

Nora war sich sicher: Jemand anderes hatte ihren Körper übernommen.

„Warum gehst du heute eigentlich nicht zur Schule?“

„Ich habe mir freigenommen.“

Mia hob stolz das Kinn.

„Morgen nehme ich an der städtischen Auswahl für junge Balletttänzer teil.“

Dann warf sie Nora erneut einen misstrauischen Blick zu.

„Warum interessierst du dich überhaupt plötzlich für mich? Hast du nicht genug damit zu tun, dich um deinen eigenen Sohn zu kümmern?“

Tz.

Dieses kleine Mädchen war gerade einmal sieben oder acht Jahre alt.

Aber sie konnte bereits reden wie eine Erwachsene.

Nora wollte sie eigentlich zurechtweisen.

Doch dann erinnerte sie sich daran:

Sie war jetzt sechsundzwanzig.

Eine erwachsene Frau.

Nein.

Sie musste sich beherrschen.

Sie verschränkte die Arme und tat so, als wäre sie eine erfahrene Erwachsene.

„Du lernst also auch Ballett? Wie gut bist du?“

Sobald Mia das hörte, hob sie stolz den Kopf.

„Letzten Monat habe ich beim Forbes-Jugend-Tanzwettbewerb die Silbermedaille gewonnen.“

„Silber?“

Mia hob eine Augenbraue.

„Ja. Ich bin die jüngste Teilnehmerin meiner Altersgruppe, die jemals eine Silbermedaille gewonnen hat.“

Nora seufzte.

Sie schüttelte den Kopf.

„Die nächste Generation wird wirklich immer schwächer.“

„Als ich so alt war wie du, hatte ich bereits die Goldmedaille beim Forbes-Jugend-Tanzwettbewerb gewonnen.“

„Du?“

Mia sah sie völlig ungläubig an.

Sie verzog den Mund und musterte Nora skeptisch.

Die Nora, die sie kannte, war nur ein liebeskrankes Mädchen.

Den ganzen Tag sprach sie von Jules.

Oder sie kaufte teure Taschen und Kleidung und verschwendete Geld.

Sie tat nie etwas Sinnvolles.

Und jetzt sollte sie Ballett getanzt haben?

Sogar eine Goldmedaille gewonnen haben?

Wer sollte ihr das glauben?

„Hör auf zu prahlen. Ich glaube dir kein einziges Wort.“

Elena kam mit einem Glas Saft aus der Küche und lächelte.

„Mia, du solltest wirklich nicht so schnell urteilen. Deine Cousine hat damals tatsächlich die Goldmedaille gewonnen.“

„Wirklich?!“

Mia riss die Augen auf.

Sie stand auf, holte ihr Handy heraus und suchte im Internet nach Informationen über Noras Auszeichnungen.

Nachdem sie alles gelesen hatte, atmete sie tief durch.

„Du hast wirklich so viele Preise gewonnen?! Das ist ja unglaublich!“

Nora hob stolz die Augenbrauen.

Sie genoss diesen Moment sichtlich.

„Und warum hast du nach deinem achtzehnten Lebensjahr aufgehört zu tanzen?“

Noras Lächeln erstarrte.

Nach einem Moment antwortete sie mit traurigem Gesicht:

„Ich wurde von einem Geist besessen.“

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