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005

作者: Aria Skye🌸
last update 公開日: 2026-09-01 03:59:46

Chapter 5

Amelias POV

Die Toilettenkabine war der einzige Ort, an dem ich ein Feigling sein konnte.

Ich saß auf dem geschlossenen Deckel, klammerte meine Tasche an die Brust, als könnte ich das Geheimnis, das in mir wuchs, vor dem Rest der Welt schützen. Das Herz meines Vaters schlug wegen des Mannes, der mich wie Müll weggeworfen hatte, und jetzt summte das Blut desselben Mannes in meinen eigenen Adern. Ich war keine Mutter; ich war ein Mädchen, das in einem Meer aus Schulden und Herzschmerz ertrank.

Ich liebte Kinder. Früher hatte ich von winzigen Socken und sanften Schlafliedern geträumt, aber in diesen Träumen gab es immer einen Ehemann, der mich liebte, nicht einen Mann, der mich ansah, als wäre ich ein Fleck auf seinem teuren Boden. Wie konnte ich ein Baby im Schatten des Hasses meines Bosses großziehen?

Ich steckte die Notizen der Ärztin tief in meine Tasche, wischte mir die Augen und ging hinaus ins Büro, versuchte so zu tun, als fiele ich nicht auseinander.

Die nächsten drei Stunden verbrachte ich an meinem Schreibtisch und starrte auf Baupläne, die zu grauen Schmieren verwischten. Meine Hände hörten nicht auf zu zittern. Jedes Mal, wenn der Aufzug klingelte, zuckte ich zusammen. Ich fühlte mich, als trüge ich ein Neon-Schild, das „Trägt das geheime Baby des Milliardärs“ schrie.

„Amelia?“

Ich sprang beinahe einen Fuß aus meinem Stuhl. Es war die Executive Assistant des CEO. Sie schaute auf mich herab mit einem Gesicht aus Stein.

„Mr. Sinclair will dich sehen. Sofort! Oberste Etage.“

Mein Magen machte einen heftigen, übelkeitserregenden Salto. Das war es. Er hatte es herausgefunden. Vielleicht hatte er mich im Krankenhaus gesehen, oder vielleicht hatte er einfach endlich beschlossen, dass meine Anwesenheit in seinem Gebäude eine Erinnerung war, die er nicht wollte.

„Wird… wird er mich feuern?“ flüsterte ich, meine Stimme zitterte.

„Er bezahlt mich nicht dafür, dass ich seine Gedanken rate“, antwortete sie kalt. „Also schlage ich vor, dass du dich in Bewegung setzt.“

Die Aufzugfahrt zum Penthouse-Büro fühlte sich an wie eine Fahrt zum Galgen. Als sich die Türen öffneten, fühlte sich die Luft dünner und atemlos an. Ich ging auf die massiven Mahagonitüren zu, meine Beine fühlten sich an wie Blei.

Ich stieß sie auf und trat ein.

Xavier stand mit dem Rücken zu mir. Er hatte die Hände tief in die Taschen gesteckt, seine breiten Schultern dehnten den Stoff seines maßgeschneiderten anthrazitfarbenen Anzugs. Er schaute aus dem bodentiefen Glas auf die New Yorker Skyline, als besäße er jeden Wolkenkratzer und jede Seele darunter.

Finanziell tat er das praktisch.

Er sah kalt aus, wie sein übliches Selbst, nicht wie der Mann, der mir gesagt hatte, er habe zwei Jahre damit verbracht, mich zu beobachten.

Die Stille dehnte sich, bis ich dachte, ich würde schreien. Ich konnte sein Sandelholz-Cologne riechen, und es ließ meine morgendliche Übelkeit sofort aufflammen. Ich wartete auf den Schrei, auf den Sicherheitsmann, der mich hinausgeleiten würde, auf die Demütigung.

Stattdessen sprach er, ohne sich umzudrehen.

„Heirate mich.“

Die Worte passten nicht zu seinem Ton. Es gab keine Romantik. Keinen Ring. Nur einen Befehl, der wie ein Todesurteil klang.

„W-was?“ keuchte ich, mein Herz blieb in der Brust stehen. „Xavier, ich verstehe nicht—“

Dann drehte er sich um. Sein Gesicht war eine Maske aus kaltem, scharfem Granit. Seine Augen waren dunkel, wirbelten vor einer Wut so intensiv, dass ich einen Schritt zurückweichen musste. Er ging auf mich zu, sein Schritt langsam und räuberisch, bis er über mir aufragte.

„Spiel nicht länger die Unschuldige mit mir“, zischte er, sein Blick fiel mit erschreckender Präzision auf meinen Bauch.

Er lehnte sich vor, sein Atem heiß an meinem Ohr, seine Stimme ein tödliches Flüstern.

„Das war von Anfang an dein Motiv, oder? Du hast mich perfekt eingefangen. Nun…herzlichen Glückwunsch, Amelia. Du bist an mich gebunden. Zumindest bis ich beschließe, dass ich keine Schlampe mein Kind großziehen lassen kann.“

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