MasukTHE OTHER SANDER Er stand nicht im Vertrag Ein rücksichtsloser Milliarden-Deal. Eine perfekte Fassade. Und der eine Mann, der alles in Schutt und Asche legen wird. Tessa weiß genau, was von ihr erwartet wird. Die Fusion zwischen dem Medienimperium ihrer Familie und der Sander-Dynastie steht kurz bevor. Ihre gesamte Zukunft ist bereits durchgeplant und vertraglich besiegelt – an der Seite von Caleb Sander. Er ist eiskalt, perfekt kontrolliert und verlangt absolute Disziplin für die Kameras der Wirtschaftspresse. Keine Fehler. Keine Schwachstellen. Tessa muss einfach nur funktionieren, um den Schein der stabilen Partnerschaft zu wahren. Doch der Deal hat eine Lücke, die in keinem Vertrag vorgesehen war: Asher Sander. Calebs unberechenbarer Bruder hält sich an keine Regeln. Er trägt Streetwear statt Maßanzüge, meidet das Rampenlicht und sucht gezielt die Konfrontation, die Caleb um jeden Preis verhindern will. Jede Begegnung auf dem Elite-Campus, jede unerwartete Berührung im Archiv der Academy wird für Tessa zu einem gefährlichen Machtspiel, bei dem ihre mühsam aufgebaute Kontrolle Risse bekommt. Während der Termin für die Fusion unaufhaltsam näher rückt, wird Asher zur ultimativen Bedrohung. Er will nicht nur das Imperium seines Bruders ins Wanken bringen – er will Tessa. Und das Gefährlichste an diesem Spiel ist, dass Tessas Körper längst aufgehört hat, auf Calebs Pläne zu hören, und sich bei jeder Annäherung unaufhaltsam nach Ashers Nähe sehnt. Intensiv, direkt und voller dunkler Anziehungskraft – der Auftakt der packenden Enemies-to-Lovers-Reihe in der Welt der rücksichtslosen Elite.
Lihat lebih banyakDas Quietschen meiner Reifen auf dem Asphalt des Parkhauses schnitt durch die Leere des Betongebäudes. Ich trat das Gaspedal bis zum Boden durch. Der Wagen brach in einer scharfen Kurve aus, das Heck schlug gegen die Betonwand, dann schoss ich auf die Hauptstraße. Meine Mutter saß neben mir, ihre Finger hatten sich so tief in das Leder des Sitzes gegraben, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Sie sagte kein Wort. Sie starrte nach vorn, auf die vorbeiziehenden Lichter der Stadt, die in meinem Rückspiegel zu einer verschwommenen Linie wurden. Mein Atem ging stoßweise. Das Adrenalin hämmerte gegen meine Schläfen, ein heißer, pochender Rhythmus. Jede Bewegung meiner Hand am Lenkrad fühlte sich direkt an. Ich sah nicht zurück. Ich achtete nicht auf die Limousinen, die Caleb vermutlich bereits losgeschickt hatte. Ich achtete nur auf die Straße, die vor mir lag – ein schwarzer Streifen in die Freiheit. Nach einer Stunde, als die Skyline der Stadt nur noch ein schwacher Lichtschimmer am Hor
Der Morgen kam nicht mit dem ersten Licht des Tages, sondern mit einem harten, metallischen Summen meines Weckers. Neun Uhr. Die Zeit der Entscheidung. Ich lag noch immer in dem Bademantel, den ich die ganze Nacht nicht ausgezogen hatte. Der Stoff fühlte sich mittlerweile fremd an, wie eine zweite Haut, die ich endlich ablegen musste. Ich stand auf, meine Bewegungen waren präzise und fast mechanisch. In der Dusche ließ ich das Wasser so heiß auf meine Haut prasseln, dass sie sich fast rot färbte. Ich wollte den Geruch von Caleb, von der Gala, von der Lüge abwaschen. Ich schrubbte über die Stelle an meinem Schlüsselbein, bis die Haut spannte, aber der Abdruck von Ashers Fingern blieb, als hätte er sich in meine DNA gebrannt. Nach der Dusche öffnete ich den Schrank. Ich wählte keine teure Kleidung, keine Designer-Stücke, die Caleb bei unseren gemeinsamen Events immer so penibel ausgesucht hatte. Ich zog eine einfache, schwarze Hose und einen schlichten, dunkelgrauen Pullover an. Ich s
Die Stille nach dem Zuschlagen der Tür war massiv. Sie legte sich wie eine physische Last auf den Raum, schwerer als die gesamte Einrichtung meines Apartments. Ich saß noch immer in dem Sessel, in den Caleb mich gezwungen hatte, den Bademantel fest um den Körper geschlungen. Die Stelle an meinem Schlüsselbein, wo sein Daumen eben noch auf den Abdruck gedrückt hatte, brannte nach wie vor. Es war ein stumpfer, pochender Schmerz, der den Takt meines nun unregelmäßigen Herzschlags vorgab. Ich starrte auf die Stelle, an der Caleb gestanden hatte. Er war nicht einfach nur gegangen; er hatte einen Raum hinterlassen, der leerer war als zuvor. Er war kein Mann, der aus Emotionen heraus handelte – er war ein Kalkulationsmodell. Dass er den Abdruck gesehen hatte, bedeutete nicht, dass er nun eine moralische Krise durchlief. Es bedeutete, dass er eine Variable in seinem Plan identifiziert hatte, die korrigiert werden musste. Asher war für ihn keine familiäre Angelegenheit, sondern ein Störfaktor
Die Limousine hielt in der Einfahrt meiner Apartmentanlage. Caleb stieg aus, ohne ein weiteres Wort zu sagen, und ließ mich allein im Fond zurück. Der Fahrer öffnete meine Tür, und ich trat auf den Gehweg. Die Luft war kühl und klar, weit weg von der Stickigkeit des Galasaals. Ich nahm den Fahrstuhl in den fünfundzwanzigsten Stock. Als ich die Tür zu meinem Apartment aufschloss, war die Wohnung dunkel. Ich schaltete kein Licht ein. Ich ließ meine Handtasche auf den Boden fallen und trat aus den hohen Schuhen. Der Boden fühlte sich hart und kalt an meinen nackten Fußsohlen an. Ich ging ins Badezimmer und schaltete das Deckenlicht ein. Das helle, scharfe Licht reflektierte an den glatten Oberflächen. Ich trat vor den Spiegel. Mein Make-up war perfekt, die Lippen korrekt nachgezogen, meine Haare saßen noch immer fest in der Hochsteckfrisur. Ich sah aus wie die Frau, die Caleb wollte. Ich zog den Stehkragen meines Kleides nach unten. Die Haut darunter war gezeichnet. Die Rötung war dun
Caleb machte einen Schritt auf Asher zu. Seine Schultern waren extrem angespannt, die Hände hingen locker an seinen Seiten. Er fixierte seinen Bruder mit einem starren Blick.„Was tust du hier, Asher?“, fragte Caleb. Seine Stimme war leise, aber das flache Atmen verriet seine Wut. „Das ist kein Ort
Am nächsten Nachmittag um Punkt fünfzehn Uhr klingelte es an der Tür meines Apartments. Als ich öffnete, standen zwei Stylistinnen im Flur. Sie schoben drei Kleiderständer vor sich her, auf denen Kleidung in dichten Schutzhüllen hing. Hinter ihnen ging meine Mutter, die ein Tablet in der Hand hiel
Meine Finger zitterten, als ich nach dem Smartphone griff. Der Name von Calebs Vater leuchtete immer noch in kurzen Abständen auf dem Display auf. Ich drückte den grünen Hörer nach oben, strich mir eine Locke aus dem Gesicht und presste das Glas gegen mein Ohr. Ich blockierte meinen Atem für einen
Ich stieß die schweren Flügeltüren des Hörsaals auf und trat in den überfüllten Korridor, wo das laute Stimmengewirr der anderen Studenten sofort an meine Ohren drang. Caleb stand bereits am Geländer der großen Treppe. Er beendete gerade ein Telefonat und steckte das Gerät in die Tasche seiner Klei











