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Blutlinie

Author: Dave_Writes
last update publish date: 2026-08-11 04:26:42

Der Handybildschirm leuchtete noch im kalten Mondlicht, als der erste Schuss die Stille zerriss.

Glas explodierte aus einem der hohen Beobachtungsfenster. Eine zweite Kugel knallte in die Marmorkonsole, nur Zentimeter von meiner Hüfte entfernt. Adrian riss mich so heftig zur Seite, dass meine Schulter aufschrie. Damien war bereits in Bewegung, der Mantel wehte, und er zog eine kompakte Pistole unter dem maßgeschneiderten schwarzen Stoff hervor, als wäre er damit geboren worden.

„Runter“, befahl er, die Stimme nicht länger samten.

Wir schlugen auf dem Boden auf, ein Knäuel aus Gliedern und abkühlendem Sperma. Mein Kleid war immer noch um meine Taille hochgeschoben, die Brüste klebrig von Damiens Ladung, die Pussy tropfte von Adrians. Nichts davon spielte eine Rolle, als ein dritter Schuss durch die Kuppel schlug und Glas wie tödliches Konfetti regnen ließ.

Adrians Mund war an meinem Ohr, heiß und wütend. „Bleib hinter mir.“

Das tat ich nicht. Ich krabbelte stattdessen nach dem Handy. Die unbekannte Nummer hatte bereits eine zweite Nachricht geschickt.

**Unbekannt:** Tick-tack, kleine Waffe. Der Geist deines Vaters schaut zu. Wähl eine Seite, oder wir wählen für dich.

Dann gingen die Lichter an – harte Notfallscheinwerfer, die seit Jahrzehnten nicht funktioniert hatten. Das gesamte Observatorium erstrahlte wie eine Bühne.

Drei Gestalten in mattschwarzer taktischer Ausrüstung seilten sich lautlos aus der oberen Galerie ab. Eine zielte bereits auf Damiens Kopf.

Adrian bewegte sich zuerst. Er griff nicht zur Waffe. Er riss ein schweres Messing-Gegengewicht von einer verlassenen Teleskop-Halterung und schleuderte es wie einen Diskus. Es traf den Schützen im Hals mit einem nassen Knirschen. Der Mann ging zu Boden, gurgelnd.

Damien feuerte zweimal. Körpermitte. Der zweite Mann klappte zusammen.

Der dritte war klüger. Er rollte, kam hinter mir hoch und hatte einen Arm um meinen Hals, bevor einer von ihnen reagieren konnte. Kaltes Stahl berührte die Unterseite meines Kiefers.

„Hände, wo ich sie sehen kann, Gentlemen“, sagte der Mann. Amerikanischer Akzent, ruhig, fast gelangweilt. „Oder ich öffne dem hübschen kleinen Flittchen den Hals und male den Marmor an.“

Adrians Augen wurden schwarz. Damiens Finger blieb ruhig am Abzug, aber er schoss nicht.

Der Mann, der mich festhielt, roch nach Waffenöl und teurem Kölnisch Wasser. Seine freie Hand glitt über meine Vorderseite, umfasste eine spermaverschmierte Brust und kniff so fest zu, dass es blaue Flecken hinterließ. „Immer noch warm“, murmelte er gegen mein Haar. „Ihr zwei habt wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Society wird das Filmmaterial lieben.“

Filmmaterial.

Ich spürte dann die winzige Linse auf seiner Brustplatte – sie filmte alles.

Damiens Lächeln war reines Eis. „Du bist keine Society. Du bist ein Auftragnehmer. Die schicken nicht ihre eigenen Leute für so schlampige Nassarbeit.“

Der Mann kicherte. „Kluger Junge. Jetzt leg die—“

Ich schlug meinen Kopf nach hinten in seine Nase.

Knorpel knirschte. Sein Griff lockerte sich für eine halbe Sekunde. Das war alles, was Adrian brauchte. Er schloss den Abstand wie ein Raubtier und rammte ein Knie in den Solarplexus des Mannes, hart genug, um ihn vom Boden zu heben. Das Messer klirrte weg. Adrian folgte ihm nach unten, setzte sich auf ihn und begann zu schlagen.

Er hörte nicht bei bewusstlos auf.

Er machte weiter, bis Damien ihn herunterzog, Blut spritzte über beide.

Ich saß da auf dem kalten Boden, das Herz hämmerte, die Schenkel immer noch feucht, und sah zu, wie Adrian sich die Knöchel an der taktischen Weste des toten Mannes abwischte, als wäre es nichts.

„Neuer Plan“, sagte Damien und überprüfte bereits die anderen Körper. „Wir bewegen uns. Jetzt. Sie werden mehr schicken.“

Adrian zerrte mich hoch. Seine Hand blieb im Nacken, besitzergreifend selbst in der Krise. „Du kommst mit mir.“

Damiens Augen huschten zu Adrians Griff, dann zu meinem Gesicht. „Sie kommt mit uns beiden, oder die Society bekommt genau das, was sie will – sie gebrochen und allein.“

Der Streit dauerte drei Sekunden. Dann leuchtete eine weitere Nachricht auf dem Handy in meiner Hand.

**Unbekannt:** Östlicher Servicetunnel. Fünf Minuten. Bring den Schlüssel mit oder verbrenne mit dem Gebäude.

Schlüssel?

Ich sah auf die Marmorkonsole, über der wir gerade gefickt hatten. Irgendetwas an der Art, wie das Mondlicht früher die Basis getroffen hatte, nagte an mir. Ich sank auf die Knie, ignorierte Blut und Glas, und ließ die Finger an der Unterseite entlanggleiten. Eine winzige Naht. Eine Druckplatte.

Das Panel glitt mit einem leisen Klicken auf.

Drinnen, eingebettet in schwarzen Samt, lag ein schlanker silberner Stick und eine einzelne handgeschriebene Notiz in der gezackten Schrift meines Vaters.

*Vivian—*

*Wenn du das liest, jagen sie dich bereits. Die Society ist nicht nur Geld und Macht. Sie ist eine Blutlinie. Deine. Meine. Die Familie Cross. Hales. Wir haben vor Jahrzehnten einen Deal gemacht, und ich versuche seither, ihn zu verbrennen. Der Stick enthält das originale Mitgliedschaftsregister und die Tötungsbefehle für jedes Kind eines Verräters. Einschließlich dir. Einschließlich dem Mann, der dich gerade mit seinem Sperma vollgepumpt hat. Einschließlich dem, der heute Nacht von der Galerie aus zugesehen hat. Wähl sorgfältig, wem du vertraust. Beide haben Gründe, dich tot zu wollen, sobald sie sehen, was darauf ist.*

Meine Hände zitterten so heftig, dass die Notiz flatterte.

Adrian und Damien starrten mich beide an.

„Was steht drin?“, fragte Adrian, die Stimme tief und gefährlich.

Ich sah ihn an. Dann Damien. Dann schloss ich die Faust um den Stick und die Notiz und schob beides zwischen meine klebrigen Brüste, stopfte sie in den zerrissenen Ausschnitt meines Kleides.

„Später“, sagte ich. „Wir bewegen uns.“

Der östliche Servicetunnel war genau dort, wo die Nachricht behauptet hatte – hinter einer verrosteten Schott, die jahrelang nicht geöffnet worden war. Wir rannten. Meine nackten Füße klatschten auf nassen Beton. Adrians Hand verließ nie den kleinen meiner Rücken. Damien ging voran, Waffe erhoben.

Auf halbem Weg durch den Tunnel starben die Notlichter.

Pechschwarz.

Dann hallte eine Stimme von irgendwo vorne wider – weiblich, kultiviert, amüsiert.

„Hallo, Vivian. Dein Vater hat immer gesagt, du fickst, als würdest du ums Überleben kämpfen. Sieht aus, als hätte er recht gehabt.“

Ein einzelner roter Laserpunkt erschien auf meiner Brust.

Damien feuerte in Richtung des Geräuschs. Der Mündungsblitz erhellte den Tunnel für den Bruchteil einer Sekunde – lange genug, dass ich die Frau sah. Groß. Silbernes Haar. Dieselben Obsidianaugen wie Damien.

Seine Mutter.

Oder jemand, der ihr Gesicht trug.

Der Laser verschwand. Schritte zogen sich schnell zurück.

Wir jagten nicht hinterher. Wir rannten weiter, bis der Tunnel uns in eine unterirdische Parkstruktur drei Blocks vom Campus entfernt ausspuckte. Ein schwarzer SUV wartete mit bereits laufendem Motor. Keine Kennzeichen. Getönte Scheiben.

Damien öffnete die Fondtür. „Rein.“

Adrian schob mich zuerst hinein, kletterte hinterher und knallte die Tür so heftig zu, dass der Rahmen rüttelte. Damien nahm das Steuer. Die Reifen kreischten, als wir losrasten.

In der Sekunde, in der das Auto sich bewegte, war Adrians Hand wieder zwischen meinen Beinen.

Kein Vorspiel. Zwei Finger stießen tief in meine immer noch lockere, sperma-gefüllte Fotze. Ich keuchte auf, der Kopf fiel gegen den Sitz zurück.

„Du hast etwas versteckt“, knurrte er gegen meinen Hals. „Ich habe es gespürt, als du es weggesteckt hast. Zeig es mir.“

„Nein.“

Seine Finger krümmten sich. Hart. Genauer Druck auf den Punkt, der meine Sicht weiß werden ließ. „Zeig es mir, oder ich nehme es mir.“

Damiens Augen trafen meine im Rückspiegel. „Lass ihn schauen, Vivian. Oder ich halte an und wir nehmen es uns beide.“

Ich zog den Stick und die Notiz hervor. Adrian schnappte sich zuerst die Notiz. Sein Gesicht wurde sehr still, während er las. Dann sah er Damien an.

„Deine Familie. Meine. Ihre. Originalregister.“

Damien zuckte nicht einmal mit der Wimper. „Ich weiß. Ich weiß es seit ich sechzehn war. Warum glaubst du, habe ich Hale jahrelang umkreist?“

Adrians Finger waren immer noch in mir, jetzt langsam, fast nachdenklich. „Und die Tötungsbefehle?“

„Jedes Kind eines Verräters wird am Tag seines einundzwanzigsten Geburtstags markiert. Vivians Geburtstag war letzten Monat. Die Society war geduldig. Heute Nacht war der Eröffnungsschachzug.“

Ich kam um Adrians Finger herum mit einem gebrochenen Laut. Er hörte nicht auf. Er fügte einen dritten Finger hinzu, dehnte mich, benutzte meine eigene Nässe und seine frühere Ladung als Gleitmittel.

„Ihr steht beide auf der Liste“, brachte ich heraus. „Mein Vater hat sie geschrieben.“

Damien lachte einmal, scharf. „Dann verbrennen wir die Liste zusammen. Oder wir benutzen sie. So oder so gehst du nicht aus diesem Auto, bis wir entschieden haben.“

Adrian zog die Finger heraus, schob sie in meinen Mund, damit ich uns schmecken konnte, dann riss er meine Hüften hoch und auf seinen Schoß. Sein Schwanz war bereits wieder hart, dick und wütend. Er rammte sich mit einem brutalen Stoß in mich hinein, der mir den Atem raubte.

„Reite“, befahl er.

Das tat ich.

Damien beobachtete im Spiegel, während er fuhr, eine Hand am Steuer, die andere bereits dabei, seinen eigenen Schwanz freizumachen. „Beug dich vor. Mund auf mich. Jetzt.“

Ich klappte über die Mittelkonsole, immer noch auf Adrian aufgespießt, und nahm Damiens eleganten Schwanz zwischen die Lippen. Er schmeckte nach dem früheren Gesichtsfick und Schießpulver. Ich würgte mich an ihm, während Adrian von hinten in mich hineinstieß, die Hände kneteten meine Hüften, benutzten mich wie ein Spielzeug zwischen ihnen.

Das Auto erreichte Autobahngeschwindigkeit. Straßenlaternen flackerten über die Scheiben. Jedes Mal, wenn Adrian bis zum Anschlag eindrang, zuckte Damiens Schwanz gegen meine Zunge. Jedes Mal, wenn ich um Damien herum schluckte, stöhnte Adrian und fickte mich härter.

„Sag es ihr“, sagte Damien plötzlich, die Stimme angespannt. „Sag ihr, was du wirklich bist, Hale.“

Adrians Rhythmus stockte für eine halbe Sekunde. Dann knurrte er, griff sich eine Handvoll meines Haares und riss meinen Kopf zurück, sodass ich gezwungen war, ihn über die Schulter anzusehen, während ich immer noch an Damien würgte.

„Ich bin nicht nur Professor“, sagte er, die Augen in meine gerichtet. „Ich bin der Cleaner der Society. Der, den sie schicken, wenn eine Blutlinie leise beendet werden muss. Dein Vater war mein letztes offizielles Ziel. Ich sollte ihm vor fünf Jahren eine Kugel verpassen. Stattdessen habe ich ihn laufen lassen. Und dann habe ich dich gefunden.“

Das Geständnis traf härter als jeder Orgasmus.

Ich kam erneut, klemmte so fest um ihn, dass er fluchte. Damien stöhnte und flutete meinen Mund eine Sekunde später, hielt meinen Kopf unten, bis ich jeden Tropfen geschluckt hatte.

Adrian folgte mit einem kehligen Laut, mahlte tief, pumpte eine weitere Ladung in mich, bis sie überlief und an meinen Schenkeln hinunter auf die Ledersitze lief.

Wir blieben so – ich tropfte, der Mund voll von dem Sperma des einen, die Fotze voll von dem des anderen –, während das Auto die Meilen fraß.

Damien war der Erste, der wieder sprach.

„Es gibt ein Safehouse dreißig Minuten entfernt. Wir machen uns sauber. Wir lesen jede Datei auf diesem Stick. Und dann, Vivian…“ Seine Augen trafen meine im Spiegel, dunkel und hungrig. „Du wählst. Verbrenn mit uns. Oder wir legen dich um, bevor die Society dich in die Waffe verwandeln kann, für die sie dich designed haben.“

Adrians Arme schlossen sich um meine Taille von hinten, der Schwanz immer noch in mir vergraben, zuckte noch.

„Sie entscheidet nicht allein“, sagte er gegen meinen Nacken. „Nicht nach heute Nacht.“

Mein Handy vibrierte erneut auf dem Bodenblech.

**Unbekannt:** Süß. Ihr seid gerannt. Ihr habt gefickt. Ihr denkt, ihr seid frei.

Schau auf den Rücksitz.

Jetzt.

Ich drehte mich um.

Der Laderaum hinten war leer außer einer schwarzen Reisetasche, die nicht da gewesen war, als wir eingestiegen waren.

Damien trat voll auf die Bremse. Das Auto schleuderte.

Adrian hatte bereits eine Waffe in der Hand – wo zum Teufel hatte er die versteckt? – und zielte auf die Tasche.

Ich griff mit zitternden Fingern zurück und öffnete den Reißverschluss.

Drinnen lag ein einziges Foto.

Ich. Zwölf Jahre alt. Stehend zwischen meinem Vater und einer Frau, die genau wie die silberhaarige Schützin im Tunnel aussah.

Und hinter ihnen, lächelnd in die Kamera mit denselben polierten Obsidianaugen, ein jüngerer Damien Cross.

Unter dem Foto, in sauberer schwarzer Tinte:

*Willkommen in der Familie, kleine Waffe.

Deine echte Mutter schickt ihre Liebe.

Die Society hat dich nie verloren.

Wir haben darauf gewartet, dass du nach Hause kommst.*

Das Auto war still außer dem Leerlauf des Motors und dem nassen Geräusch, als Adrians Schwanz endlich aus mir herausglitt.

Ich sah beide an.

Dann begann ich zu lachen.

Es war kein vernünftiger Laut.

Denn das Spiel war nie darum gegangen, zu wählen, welchem Monster ich gehörte.

Es war immer darum gegangen, zu begreifen, dass ich diejenige war, die sie erschaffen hatte.

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