Luna stutzte. Es war ihr unangenehm, jemandem zur Last zu fallen: „Nicht nötig. Von der Kanzlei bis zu mir ist es nur eine halbe Stunde mit dem Taxi.“„Du warst zuletzt auf Dienstreise. Saskia ist bei ihrer Familie, und die Wohnung ist bestimmt seit Tagen nicht gelüftet worden – da ist es sicher alles andere als gemütlich“, sagte Vivian. „Übernachte bei mir. Dann fahren wir morgen direkt zusammen ins Krankenhaus.“Luna zögerte. Vivian und Max waren verheiratet. War es nicht unpassend, bei ihr aufzutauchen?Vivian erriet ihre Gedanken, hielt kurz inne und sagte geradeheraus: „Ich habe mich kürzlich mit meinem Mann gestritten. Ich bin nicht zu Hause, sondern in meiner eigenen Wohnung. Allein.“Unter diesen Umständen ließ Luna es dabei. Sie verließen gemeinsam die Kanzlei und fuhren zu einer Wohnanlage, nur zehn Minuten entfernt.Luna duschte heiß, zog einen Schlafanzug an, den Vivian ihr geliehen hatte, und konnte sich endlich hinlegen.Nur kam sie nicht zur Ruhe. Die Sorge um ihre
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