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Schatten und Blut

last update 게시일: 2026-07-12 22:07:34

Kapitel 7

Mein Herz explodierte gegen meine Rippen wie ein wildes Tier, das den Ausbruch suchte, ein hektischer Rhythmus reiner Euphorie, der drohte, meine Brust völlig zu zersprengen. Lyra. Meine Schwester. Dieses kleine, verletzliche Kind, das ich einst durch brennende Trümmer getragen hatte, während unsere Welt um uns zusammenbrach, hatte irgendwie gegen jede Wahrscheinlichkeit überlebt. Tränen, heiß und unaufhaltsam, schossen mir ohne Vorwarnung in die Augen. Seit Jahren war keine Feuchtigk
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  • Alphas verbotene Forderung."   Schatten und Blut

    Kapitel 7Mein Herz explodierte gegen meine Rippen wie ein wildes Tier, das den Ausbruch suchte, ein hektischer Rhythmus reiner Euphorie, der drohte, meine Brust völlig zu zersprengen. Lyra. Meine Schwester. Dieses kleine, verletzliche Kind, das ich einst durch brennende Trümmer getragen hatte, während unsere Welt um uns zusammenbrach, hatte irgendwie gegen jede Wahrscheinlichkeit überlebt. Tränen, heiß und unaufhaltsam, schossen mir ohne Vorwarnung in die Augen. Seit Jahren war keine Feuchtigkeit mehr aus ihnen hervorgebrochen. Ich glaubte, diese Fähigkeit sei längst abgestorben. Doch den lebenden Leib meiner Schwester zu sehen, ihren gleichmäßigen Atem, ihr waches Bewusstsein, zerschlug jede Schutzmauer, die ich um meinen verwundeten Geist errichtet hatte. Jeder frühere Schmerz wurde in diesem einen Augenblick bedeutungslos.„Lyra“, flüsterte ich gebrochen und presste mein Gesicht gegen die kalten Eisenstäbe, die uns trennten. „Das kann nicht die Wirklichkeit sein. Ich habe diesen M

  • Alphas verbotene Forderung."   Die Zunge der Schlange

    Kapitel 6Die Botschaft an der Wand war schwach, kaum im flackernden Feuerschein zu erkennen, aber mein Herz wusste, dass sie echt war. Es war ein Zeichen, eine einfache Kurve und eine gerade Linie, die ein grobes Bild eines Mondsichel ergaben. Es war das Zeichen, das meine Schwester und ich als Kinder benutzt hatten. Eine Geheimsprache. Ein Versprechen. Ein Lebenszeichen. Mit den Fingern fuhr ich über die rauen Linien im Stein; ein Zittern durchlief meine Hand. Lyra lebte. Meine Schwester lebte, und sie war irgendwo innerhalb der Festung meines Feindes.Die Erkenntnis jagte mir einen Adrenalinstoß durch den Körper und wischte alle Gedanken an Ruhe hinweg. Das Bad war vergessen. Die Erschöpfung war vergessen. Ich wurde von einem einzigen, brennenden Ziel erfüllt. Ich musste sie finden. Ich musste wissen, dass sie sicher war. Aber wie? Die Burg war ein Labyrinth aus steinernen Gängen und wachsamen Augen. Ich war eine Gefangene, eine beobachtete Frau. Jeder Versuch, mich umzusehen, würd

  • Alphas verbotene Forderung."   Flüstern in den Mauern

    Kapitel 5Der Rückweg zur Blackstone-Festung war eine stille, grimmige Prozession. Der Geschmack der Schlacht lag noch bitter in meinem Mund, das Adrenalin verging und hinterließ eine tiefe, nagende Erschöpfung. Meine Schulter pochte, wo mich der feindliche Wolf gekratzt hatte, der Stich eine ständige Erinnerung an die Brutalität, die ich gerade erlebt und an der ich teilgenommen hatte. Das Gewicht dessen, was ich erfahren hatte, drückte auf mich. Der wahre Feind war nicht Kael, sondern ein Schatten, ein Puppenspieler, der aus der Dunkelheit die Fäden zog.Die Krieger des Rudels behandelten mich jetzt anders. Das Misstrauen war noch da, ein fortwährender Strom argwöhnischer Blicke, doch es war von einem widerwilligen Respekt gemildert. Ich hatte an ihrer Seite gekämpft. Ich hatte meinen Wert bei der Jagd bewiesen. Jace und Corbin, die mich zuvor mit solchem Hass angesehen hatten, vermieden nun meinen Blick. Es war, als wüssten sie nicht, wie sie mit den Informationen umgehen sollten,

  • Alphas verbotene Forderung."   Eine Jagd im Schnee

    Kapitel 4Die Morgendämmerung war blass und wässrig. Die Sonne mühte sich, die dicken, grauen Wolken zu durchdringen, und tauchte die Welt in ein mattes, ätherisches Licht. Der Schnee hatte über Nacht aufgehört zu fallen, und die Landschaft lag als makellose, stille Weite aus Weiß da. Ich stand im Hof, eingehüllt in einen dicken Fellumhang, den Kael mir gegeben hatte. Er war zu groß für mich, aber warm, und er roch schwach nach ihm — ein Duft, der zugleich tröstlich und zutiefst beunruhigend war. Mein Atem stieg in der kalten Luft auf, während ich ihm zusah, wie er seinen Kriegern letzte Befehle erteilte.Er hatte eine kleine, ausgewählte Gruppe für die Mission gewählt. Fenris stand selbstverständlich an seiner Seite, sein zynischer Blick haftete auf mir. Rourke war ebenfalls dabei, seine massige Gestalt eine stille, einschüchternde Präsenz. Zwei weitere Krieger, schlanke, scharfäugige Männer namens Jace und Corbin, betrachteten mich mit unverhohlener Skepsis. Ich war eine Außenseiter

  • Alphas verbotene Forderung."   Das Biest in der Festung

    Kapitel 3Die nächsten Tage verschwammen in einem Nebel aus Gefangenschaft und erzwungener Interaktion. Man behandelte mich mit einer seltsamen, paradoxen Mischung aus Feindseligkeit und brüchigem Respekt. Die Mitglieder des Rudels Shadow Fang funkelten mich an, während man mich vom Zimmer zur Halle und zurück eskortierte. Ich war ein Spektakel, eine Kuriosität, die Ausgestoßene, die es geschafft hatte, ihren furchteinflößenden Alpha zu fesseln. Ich spürte Wellen des Grolls, die von ihnen ausgingen. Sie sahen in mir eine Gefahr für ihre Stabilität, einen fremden Körper, den ihr Rudel verzweifelt zu verstoßen versuchte.Mein Wächter war ein stoischer, schweigsamer Krieger namens Rourke. Er war ein Berg von einem Mann mit einem dauerhaften Stirnrunzeln und einer tiefen, beständigen Loyalität zu Kael. Er sprach mit mir nur, wenn es nötig war, und sein Blick war immer wachsam, stets bereit. Es war offensichtlich, dass er mir nicht vertraute und nur auf einen Vorwand wartete, mich in meine

  • Alphas verbotene Forderung."   Der vergoldete Käfig

    Kapitel 2Seine Worte hingen zwischen uns in der Luft, ein Satz, der alles und doch nichts veränderte. Mein Verstand schrie Verneinung, doch mein Körper, meine ganze Seele, verriet mich. Mein Wolf heulte in der Erkenntnis, ein freudiges, verzweifeltes Geräusch, dem ich nicht widerstehen konnte. Sie hatte ihre andere Hälfte gefunden, ihr Gegenstück, das einzige Wesen im Universum, das für sie bestimmt war. Es war ihr egal, dass er der Feind war. Sie wusste nur, dass er ihr gehörte. Und ein Teil von mir, ein kleiner, heimtückischer Teil, den ich tief vergraben hatte, fühlte dasselbe. Der Zug war unwiderlegbar. Es war eine Naturgewalt, ein Band, das in das Gewebe meines Seins gewebt war.Kaels Griff an meinen Handgelenken lockerte, doch er ließ mich nicht los. Seine Augen, dieses stechende winterliche Blau, waren auf meine gerichtet. Sie bargen ein Sturmfeld von Gefühlen: Schock, Unglaube und ein heftiges, possessives Feuer, das mir einen Schauer über den Rücken jagte, obwohl die Luft um

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