ANMELDENDer Grund, warum man es einen privaten Club nannte, war, dass er sehr abgeschieden war und nur enge Vertraute des Besitzers dort empfangen wurden. Julien war mit dem Besitzer dort nicht eng befreundet, aber er kannte jemanden, der dem Besitzer sehr nahestand. Als dieser erfuhr, dass Julien gekommen war, empfing er ihn persönlich. — Maurice hat es mir gesagt. Ich wusste nicht, dass Sie kommen würden. Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich Ihnen selbst eine Suite arrangiert. Der Besitzer des Clubs hieß Alexis Charbonneau. Jeder nannte ihn Alexis. Lucas ging los, um sich über Barthélemy zu erkundigen. Alexis wusste, dass Julien kommen würde, und kam deshalb persönlich heraus, um ihn zu empfangen. — Sie sind herzlich willkommen. Ich hätte vielleicht noch etwas, worum ich Sie bitten möchte. Julien lächelte leicht. Wenn er sich mit anderen unterhielt, wirkte er gewöhnlich weder begeistert noch kalt, und sein Ton war angemessen. — Wenn du etwas brauchst, sag es mir. Alexis lächelte. Er
— Was meinst du damit? Alain spürte, dass etwas nicht stimmte. — Warum bist du so nervös? Ich habe nur Angst, dass du die Folter nicht ausgehalten und etwas über Herrn Trémaux ausgeplaudert hast … — Versprich mir nichts. Alain wurde nervös. Er war gestern Abend von Lucas verhört worden. Er musste mit der Wahrheit herausrücken, sonst war er erledigt. Er wusste nicht viel über Barthélemy, aber er hatte Lucas alles erzählt, was er wusste, um weiterleben zu können. Barthélemy verengte die Augen. — Haben sie dich verhört? Alain würde es niemals zugeben und schüttelte den Kopf. — Nein. Barthélemy sah Alain misstrauisch an. — Wirklich? Raphaël hatte es geschafft, einen Samen des Misstrauens in Barthélemys Herzen zu säen. Alain warf Raphaël einen wütenden Blick zu. Wäre sein Gesicht nicht völlig unkenntlich gewesen, hätte man seinen zornigen Blick deutlich sehen können. Er wusste genau, dass er sterben würde, wenn er gestand, also konnte er nur leugnen. — Nein, sie haben mich n
Der Fahrer parkte vor dem Eingang der Villa. Er drehte den Kopf, um es ihnen zu sagen. Frau Serre nickte: — Geh und klopfe an die Tür. Der Fahrer stellte den Motor des Wagens ab, stieg aus und ging zur Tür, um anzuklopfen. Bald wurde die Tür geöffnet. Der Diener fragte nach ihrer Identität, und der Fahrer stellte ihm Frau Serre vor. Der Diener überbrachte Barthélemy anschließend die Nachricht. Barthélemy erfuhr, dass Frau Serre da war. Er warf Raphaël einen Blick zu und lachte: — Deine Schwiegermutter interessiert sich für dich. Raphaël sagte nichts. Herr Serre und Frau Serre behandelten ihn sehr gut und betrachteten ihn als Teil der Familie. Er entschuldigte sich bei Frau Serre. Wegen dieses Vorfalls war Barthélemy noch grober zu ihr geworden. Barthélemy hatte die Hände in den Taschen und kam langsam heraus. Frau Serre sagte ihrer Tochter, sie solle im Wagen bleiben, und stieg allein aus. — Wo ist Alain? Barthélemy fragte sofort nach Alain, als er Frau Serre sah. Er macht
Selbst wenn sie nicht gut fanden, was er getan hatte, sagte niemand etwas. Er und seine Schwestern waren getrennt voneinander aufgewachsen. Sie waren nicht zusammen groß geworden und standen sich nicht besonders nahe. Sie sahen sich gelegentlich, waren aber nicht so eng miteinander verbunden wie normale Geschwister. Sie waren lediglich durch ihr Blut miteinander verbunden. Sie wusste nicht, ob Barthélemy noch Kontakt zu seinen anderen Schwestern hatte, aber nach diesem Vorfall wusste sie genau, dass Barthélemy nichts auf die Verbundenheit zwischen Familienmitgliedern gab. Er kümmerte sich nicht um sie, also würde sie es genauso halten. Sie nahm die Hand ihrer Tochter und sagte: — Keine Sorge. Nachdem ich Raphaël gerettet habe, werde ich sie nicht mehr sehen. Lesly nickte. Sie stiegen wieder ins Auto. Alain setzte sich rechts in die dritte Reihe des Wagens und wagte es nicht, unnötige Bewegungen zu machen. Er wusste, dass sie ihn nicht mochten, also versuchte er, seine Anwes
Julien war sichtlich interessiert und legte sich auf die Seite, um nicht auf ihren Bauch zu fallen. Aurora antwortete: — Lass meine Beine los, dann erzähle ich es dir. Julien weigerte sich. — Sag es mir zuerst. Sie drehte den Kopf und antwortete: — Haben deine Angestellten dich schon einmal so stur erlebt? — Meine sture Seite zeige ich nur meiner Frau. Sie sind längst nicht qualifiziert genug, sie zu sehen, sagte er mit ausdruckslosem Gesicht, ohne auch nur das geringste Problem in seiner Aussage zu sehen. — Ja, du bist definitiv ein ganz normaler Mensch. Julien nahm ihre Hand und sagte: — Berühre mich und spüre es selbst. Auroras Augen weiteten sich und sie starrte ihn an, während sie stotterte: — Was machst du jetzt? — Ich lasse dich meinen Körper berühren, seine Wärme und den Schlag meines Herzens spüren. Er besteht weder aus Eisen noch aus Stahl. Er ist ein Wesen mit seiner eigenen Wärme und seinem eigenen Geist. Auch er kann dem Tod nicht entkommen, wie jeder andere
— Ich verstehe, Aurora. Danke, Aurora! Sie sagte das, während sie Aurora begeistert umarmte. Aurora klopfte ihr auf den Rücken und sagte: — Keine Sorge, Raphaël wird es schaffen. — Ja. Lesly nickte als Antwort. Als es spät wurde, ließ Aurora sie im Gästezimmer schlafen. Da sie eine neue Hausangestellte eingestellt hatten, gab es im Erdgeschoss kein freies Zimmer mehr. Aurora bat Julien, die beiden Kinder nach oben zu bringen, damit Lesly für die Nacht in ihrem Zimmer schlafen konnte. Beide schliefen tief und fest und wachten nicht einmal auf, als Julien sie nach oben trug. Aurora fühlte sich müde. Sie wollte neben den Kindern schlafen, ohne vorher zu baden. Julien stellte ein Becken mit warmem Wasser neben das Bett und sagte: — Komm, wasch dir vor dem Schlafengehen die Füße. Aurora setzte sich hin und tat, was er sagte. Dann fragte sie: — Wirst du ihn freilassen? Julien wusch ihr die Füße. Ihre Füße waren schlank, etwas klein, und ihre Haut war hell und zart. Er drückte l
Nachdem sie sich umgezogen hat, tritt Aurora aus der Umkleidekabine und blickt erneut zur linken Kabine hinüber, deren Tür fest verschlossen ist.— Das steht Ihnen sehr gut.Die Verkäuferin hat wirklich Geschmack. Tatsächlich kann sie allein durch einen Blick auf eine Kundin das passende Kleid ausw
— Aurora, eine Ehe ist eine wichtige Entscheidung. Ich werde nicht zulassen, dass du so etwas tust.Jeannine versteht ungefähr, was Aurora vorhat.Aurora stellt die Tupperdose auf den Nachttisch. Während sie das Essen herausholt, sagt sie:— Ich werde keinen Fremden heiraten. Er ist doch der Sohn d
Eine Wärme breitet sich von hinten über ihren Körper aus, während eine Stimme ihr ins Ohr flüstert.— Hast du Angst?Ein fremder Duft liegt ganz nah bei ihr und lässt sie erschauern, doch sie wagt nicht, einen Laut von sich zu geben.Aurora Dumont spürt, wie der Mann einen Moment innehält, bevor er
Obwohl es wie eine Frage klingt, lässt Julien Aurora keine Möglichkeit, abzulehnen.Sie nickt. Offenbar möchte er mit ihr sprechen.Und auch sie möchte mit ihm reden.Gautier wirft Aurora einen warnenden Blick zu.— Sei vorsichtig.Er hat Angst, dass Aurora Julien beleidigen könnte, bevor sie ihn h







