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Blonde Schlange

作者: Yole Writes
last update 公開日: 2026-06-21 06:11:56

Maya spürte, wie die kalte Luft ihre brennenden Lungen verließ. Sie starrte die große, blonde Frau im Raum an. Chloe war ihre beste Freundin seit Kindertagen. Sie hatten all ihre großen Träume und tiefsten Geheimnisse miteinander geteilt. Nun trug Chloe ein weißes Kleid für eine prunkvolle Hochzeit. Julian stand wie erstarrt neben Maya, sein Gesicht kreidebleich. Seine Mutter lächelte der Menge ein diabolisches Lächeln zu. Liam beobachtete das wilde Drama mit einem finsteren Grinsen. Maya wurde in dem lauten Raum übel. Die laute Musik verstummte, und absolute Stille erfüllte den großen Saal.

Chloe schritt mit langsamer Anmut auf den runden Glastisch zu. Sie blickte an Maya vorbei, als wäre sie Luft. Sie blieb vor Julian stehen und lächelte sanft. „Hallo Julian“, sagte sie mit sanfter, hoher Stimme. „Deine Mutter hat mir erzählt, dass du bereit bist, dich niederzulassen. Ich bin von meiner langen Reise zurückgekommen, um dich zu heiraten.“ Maya spürte einen stechenden Schmerz in ihrer Brust. Wie konnte ihre beste Freundin ihr nur so etwas Grausames antun? Maya trat vor und packte Chloes dünnen Arm. Chloe drehte sich um und keuchte angesichts des wütend wirkenden dunklen Kleides.

Maya fragte ihre Freundin, was sie da gerade mache. „Wir sind zusammen aufgewachsen, und du weißt, dass ich diesen Deal brauche.“ Chloe riss ihren dünnen, blassen Arm von Mayas warmherziger Miene los. „Du bist nur eine arme Näherin“, zischte Chloe laut. „Julian braucht eine Frau mit richtigem Geld und königlichem Blut. Ich gehöre in diese Welt der Reichen, aber du nicht.“ Maya spürte, wie sich heiße, feuchte Tränen in ihren großen braunen Augen sammelten. Sie weigerte sich, sie über ihr glühend rotes Gesicht fließen zu lassen. Julian trat zwischen die beiden wütenden, jungen, selbstbewussten und energischen Frauen.

Er sah Chloe mit eiskaltem Blick an. „Ich habe dich nicht gebeten, hierher zurückzukommen, Chloe. Du hast mich vor drei Jahren für einen reichen, älteren Mann verlassen. Du hast kein Recht, hier in einem weißen Kleid zu stehen. Maya ist meine auserwählte Braut, und du wirst jetzt gehen.“ Die gemeine Mutter schlug mit der Hand auf den Glastisch. „Sprich nicht so unhöflich mit deiner wahren Braut. Ich habe Chloe viel Geld in Gold gegeben, damit sie heute zurückkommt. Nur sie ist würdig, unseren Familienring zu tragen.“

Maya stieß ein lautes, bitteres Lachen aus, als sie die reiche, verrückte Frau ansah. „Du hast dir also eine Scheinehe gekauft, genau wie Julian mich. Ihr Reichen seid alle ein und derselbe traurige, kalte Witz. Ihr glaubt, Geld könne wahre Liebe und ein gutes Herz kaufen.“ Chloe funkelte Maya wütend an und hob ihre dünne, lange rechte Hand. Sie holte aus, um der armen Maya eine Ohrfeige zu verpassen. Doch Julian packte ihr Handgelenk hoch in der angespannten, kalten Luft. „Fass meine zukünftige Frau nie wieder an“, warnte er leise.

Maya spürte, wie ein Schwall stolzer Macht ihr junges, warmes Blut durchflutete. Sie brauchte Julian nicht, um all ihre Kämpfe auszutragen. Sie schob seine große Hand weg und stellte sich der blonden Schlange entgegen. „Du hast unsere lange Freundschaft für einen Haufen schmutzigen Geldes verkauft. Ich bemitleide dich, Chloe, weil du kein wirkliches Herz hast.“ Chloe riss ihren Arm los und rieb sich ihr schmerzendes, rotes Handgelenk. „Du wirst dieses lustige Spiel verlieren, Maya, denn ich gewinne immer.“ Die reichen Gäste beobachteten den Kampf mit großen Augen und tuschelten. Die Mutter lächelte und nahm einen Schluck aus ihrem hohen Glas.

Julian drehte Chloe und der gemeinen alten Frau den Rücken zu. Er packte Mayas Hand und zog sie eng an sich. „Wir verlassen diese verrückte Party sofort“, sagte er. „Wenn ihr durch diese riesige Tür geht, verliert ihr die Firma.“ Seine Mutter schrie die Drohung durch den großen, stillen Raum. „Euer Vater hat mir vor seinem Tod das Stimmrecht übertragen. Ich werde euch vom Chefsessel der Firma verdrängen.“ Julian erstarrte, seine breiten Schultern versteiften sich. Maya wusste, wie viel ihm die Firma bedeutete.

Er hatte jeden Tag hart gearbeitet, um das Familienunternehmen zu einem riesigen Vermögen zu machen. Er konnte sein Erbe nicht wegen einer Scheinehefrau verlieren. Sie ließ seine Hand los und trat einen Schritt zurück. „Du musst hierbleiben und auf dich aufpassen, Julian. Unsere Abmachung ist besiegelt, und ich werde heute Abend allein nach Hause gehen.“ Julian sah sie mit panischer Angst in den Augen an. „Nein, Maya“, flüsterte er und griff nach ihrer warmen, kleinen Hand. Liam trat mit einem finsteren Lächeln aus der lauten Menge.

„Ich kann die liebe Maya sicher nach Hause bringen.“ Liam bot der traurigen jungen Modedesignerin seinen Arm an. Julian reagierte blitzschnell und packte Liam am Seidenkragen. „Halt dich von meiner Frau fern, du dreckige, reiche, widerliche Schlange!“ Die Mutter klatschte in die Hände und lachte über den handgreiflichen Streit. „So ist das, wenn man Abschaum in unsere Welt bringt. Er zieht anständige, edle Männer in den dunklen, nassen, hässlichen Dreck.“ Maya konnte die grausamen Worte heute nicht mehr ertragen. Sie raffte die Seiten ihres auffälligen, dunklen, geänderten Kleides zusammen.

So schnell sie konnte, rannte sie auf die schweren Holztüren zu. Die kühle Nachtluft traf ihr nasses, trauriges Gesicht mit voller Wucht. Sie hörte schwere, schnelle Schritte direkt hinter sich. „Maya, warte auf mich!“, rief eine tiefe, laute, kräftige Männerstimme. Sie drehte sich um und sah eine dunkle, riesige Gestalt in der Nacht. Es war nicht Julian, der ihr zu Hilfe eilte. Es war Liam, der eine kleine, scharfe Silberpistole in der Hand hielt. „Steig sofort in mein Auto“, befahl er mit einem hämischen Grinsen.

Maya spürte, wie kalte, rohe Angst ihr müdes, rasendes Herz erfasste. Sie hatte in dieser dunklen, unheimlichen Nacht keinen Zufluchtsort. Er spannte den schweren Metallpistolenverschluss und richtete sie auf ihre Brust. Da dröhnte eine laute, raue Stimme aus der pechschwarzen Dunkelheit.

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