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Mein Ex-Mann will mich zurück
Mein Ex-Mann will mich zurück
작가: Jean Mario

Kapitel Eins

작가: Jean Mario
last update 게시일: 2026-06-24 12:02:58

Ava POV

Wer behauptet hatte, dass es der ultimative Traum sei, CEO zu sein, war ein verdammter Lügner. Ich half meinem Mann nur bei der Führung seiner zweiten Firma und war schon komplett ausgebrannt.

Manchmal fragte ich mich wirklich, wie Derek das schaffte. Er leitete zwei riesige Konzerne, von denen jeder Millionen Dollar im Jahr einbrachte, während ich schon mit nur einer zu kämpfen hatte, um nicht unterzugehen.

Trotz des endlosen Stresses machte mir meine Arbeit eigentlich Spaß – besonders das Reisen. Ich hatte gerade einen großen Geschäftsabschluss in Kalifornien getätigt und flog endlich zurück nach London. Ich konnte es kaum erwarten, meinen wunderbaren Mann wiederzusehen und vielleicht etwas Zeit mit meiner Kindheitsfreundin Annabel zu verbringen.

Sobald das Flugzeug gelandet war, wartete Dereks Fahrer bereits, um mich abzuholen. Mir fiel eine seltsame Veränderung in seinem üblichen Verhalten auf, aber ich schob es beiseite und nahm an, er hatte einfach einen schlechten Tag.

Als wir vor der Villa vorfuhren, breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. Der Gedanke, Derek nach einer langen Woche der Trennung wiederzusehen, ließ mein Herz anschwellen. Gott, ich hatte ihn so vermisst.

Bailey, eine unserer Haushälterinnen, eilte heraus, um meine Koffer zu holen. Doch als ich aus dem Auto stieg und mich im Haus umsah, überkam mich eine Welle der Unruhe. Irgendetwas fühlte sich zutiefst falsch an. Die Atmosphäre war komplett anders, und ich hörte klassische Musik aus dem Inneren dringen. Was war hier los? Ich hatte keine Ahnung, dass wir eine Party veranstalteten.

Ich ging durch die Eingangstüren und wurde sofort von einer Menschenmenge begrüßt. Das Haus war voller Geschäftspartner, Prominenter und Familienfreunde.

Plötzlich dröhnte die Stimme des Ansagers durch die Lautsprecher: „Meine Damen und Herren, bitte begrüßen Sie das wunderschöne, frisch verlobte Paar – Mr. Derek Lockwood und Mrs. Annabel Shepherd!“

Der Raum brach in Applaus aus, überall strahlende Gesichter. Vorne in der Menge stand mein Schwiegervater, klatschte enthusiastisch und sein Gesicht leuchtete vor Stolz.

Mein Herz sackte ab, und eine erstickende Welle von Emotionen überrollte mich. Was passierte hier? Wie um alles in der Welt konnte mein Mann sich mit meiner besten Freundin verloben?

„Du siehst so unglaublich glücklich aus“, schwärmte eine Frau vor mir, ihr Gesicht strahlte vor ekstatischem Lächeln. Es war Mrs. Salvator, die Besitzerin eines Multimillionen-Dollar-Schmuckimperiums.

„Ja, und ich habe seine erste Frau sowieso immer gehasst. Sie war die absolute Verkörperung einer Goldgräberin“, erwiderte ihre zwanzigjährige Tochter glatt.

Wie die Mutter, so die Tochter, dachte ich bitter.

Das konnte nicht real sein. Ich musste dieses verdrehte Spiel stoppen. Ich liebte meinen Mann, und er wusste es. Annabel wusste es auch – sie kannte die unermessliche Tiefe meiner Liebe zu ihm.

„Entschuldigung“, murmelte ich und drängte mich an den Gästen vorbei. Ich schob mich nach vorne in den Raum, wo Derek Annabel an der Taille hielt und leidenschaftlich auf sie herabsah. Er beugte sich näher zu ihr, seine Augen fixierten ihre lächelnden Lippen.

Ich erstarrte einen Moment, der letzte Rest meines Mutes löste sich auf. Mein Herz zersplitterte in eine Million winziger Stücke. Wann war das überhaupt passiert? Wann hatten sie Gefühle füreinander entwickelt? Wie hatte ich nur so blind sein können?

„Derek!“, rief ich, meine Stimme schnitt durch die Luft, kurz bevor seine Lippen ihre berühren konnten.

Er trat zurück, seine arktisch blauen Augen verengten sich.

„Was zur Hölle geht hier vor?“, verlangte ich zu wissen und starrte ihn direkt an.

Für den Bruchteil einer Sekunde wurde sein Blick weicher. Doch genauso schnell verhärtete sich sein Gesicht zu einer kalten, undurchdringlichen Maske.

„Wonach sieht es denn aus, Ava? Wir sind verlobt“, antwortete er glatt, sein Arm zog sich fester um Annabels Taille. Ein dunkles, spöttisches Grinsen spielte um seine Lippen.

„Wie könnt ihr beiden verlobt sein? Ich bin deine Frau, erinnerst du dich?“, flüsterte ich den letzten Teil, meine Stimme brach in ein Flehen. Ich liebte ihn zu sehr, um mir ein Leben ohne ihn auch nur vorzustellen.

Derek runzelte genervt die Stirn, bevor er einen Namen bellte. „Dave!“

Dave, sein persönlicher Assistent, eilte nach vorne, seine Augen voller purer Angst.

„Hast du die Scheidungspapiere nicht überbracht?“, verlangte Derek zu wissen.

Scheidungspapiere? Hatte er bereits die Scheidung eingereicht?

Die Erkenntnis traf mich wie ein körperlicher Schlag. Tränen strömten frei über meine Wangen. Er hatte die Scheidung eingereicht, während ich weg war und mir für seine Firma den Arsch aufriss.

„Nein, Sir. Es tut mir so leid, Sir“, flehte Dave und hielt bewusst den Blick von mir ab.

Derek zischte vor Wut, murmelte eine Reihe von Flüchen, die Adern an seiner Stirn pochten. Er starrte Dave mit purem Hass an – wenn Blicke töten könnten, wäre Dave auf der Stelle tot umgefallen. Ich stand da, gelähmt, und fragte mich, was ich je getan hatte, um solchen Hass zu verdienen.

„Verschwinde aus meinem Blickfeld!“, brüllte Derek. Dave nickte hektisch und drehte sich zum Gehen.

„Nein, warte. Sag ihm, er soll die Papiere holen, damit sie unterschreiben kann. Es wird Zeit, dieses unfruchtbare Wesen endlich loszuwerden“, unterbrach ihn Annabel, ihre Stimme ein hohes, falsches, zuckersüßes Jammern.

Mein Kiefer klappte vor purem Schock herunter. Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Meine beste Freundin seit zwölf Jahren stand vor mir und nannte mich unfruchtbar.

„Annabel? Du nennst mich unfruchtbar?“, fragte ich völlig verwirrt.

Sie neigte den Kopf, ihre honigbraunen Augen blitzten vor purem Hass.

„Na ja, wie nennt man sonst jemanden, der es in fünf Jahren Ehe nicht geschafft hat, ein Kind zu produzieren?“, höhnte sie.

„Unfruchtbar!“, riefen Dereks Mutter und Annabels Schwester laut aus der Menge im Chor.

Ich schloss einen Moment die Augen und betete, dass das alles nur ein schrecklicher Albtraum war und ich in meinem perfekten Leben von vor einem Monat aufwachen würde. Die Reaktion meiner Schwiegermutter überraschte mich ehrlich gesagt nicht. Für sie war ich schon immer nur ein einfaches Mädchen gewesen, das versuchte, das Vermögen ihres Sohnes auszunutzen, und sie nutzte jede Gelegenheit, um ihren Hass deutlich zu machen.

Aber was am tiefsten schmerzte, waren nicht die Beleidigungen aus der Menge. Es war die Tatsache, dass Derek einfach nur dastand, zusah, wie sie mich demütigten, und absolut nichts sagte.

„Derek, bitte tu das nicht“, flehte ich leise, frische Tränen verschleierten meine Sicht. „Wirf nicht alles weg, was wir aufgebaut haben, für sie. Bitte, wir können das privat besprechen.“

„Worüber sollen wir denn reden? Über private Gespräche, wie du dich geweigert hast, mich zu verlassen, nachdem du herausgefunden hast, dass du keine Gebärmutter hast?“, brüllte er, schob die Hände in die Taschen und ragte über mir auf.

„Was? Woher kommen diese Lügen? Ich habe eine Gebärmutter! Wir haben beide die Testergebnisse gesehen, Derek, das weißt du! Der Arzt hat uns nur gesagt, wir sollen geduldig sein, es wird passieren!“, rief ich und machte einen zittrigen Schritt auf ihn zu.

„Oh, halt die Klappe, du Lügnerin! Du wusstest, dass du nicht empfangen kannst, und hast mich trotzdem hingehalten. Zum Glück hat Annabel mir die Augen für deine kleine Scharade geöffnet. Und noch besser – sie ist schwanger mit meinem Kind“, schrie er durch zusammengebissene Zähne.

Ich taumelte rückwärts, der Boden schien unter meinen Füßen zu schwanken. „Annabel ist… schwanger?“, flüsterte ich.

Sein stoisches Schweigen und sein verhärteter Gesichtsausdruck gaben mir die Bestätigung, die ich brauchte.

Ich taumelte erneut, plötzlich zu schwach, um aufrecht zu stehen. Gott, ich wünschte, die Erde würde sich einfach öffnen und mich verschlingen, irgendetwas, um diesen unerträglichen, erstickenden Schmerz zu betäuben. Meine beste Freundin hatte meinem Mann giftige Lügen über meine Fruchtbarkeit zugeflüstert, und jetzt trug sie sein Baby.

Wow. Das Leben war noch nie so grausam.

„Daniel!“, rief Derek und starrte auf mich herab, als ein weiterer Sicherheitsmann herbeieilte. „Schaff dieses unfruchtbare Weib aus meinem Haus und wirf es zurück zu der erbärmlichen Familie, aus der es gekommen ist.“

Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Etwas in mir zerbrach. Ich wusste, dass meine Familie nicht wohlhabend war, aber ich würde nicht dastehen und zulassen, dass er sie durch den Dreck zog.

„Weißt du was? Du, deine kostbare Verlobte, deine eingebildete Mutter und deine gesamte heuchlerische Familie könnt zur Hölle fahren“, sagte ich, meine Stimme plötzlich scharf und voller Wut.

„Du willst mit Annabel zusammen sein? Nur zu. Nimm sie. Ich werde bis morgen aus deinem Leben und aus deinem Haar verschwunden sein. Aber ich verspreche dir eines, Derek – du wirst das bereuen. Ihr alle“, fügte ich hinzu und drehte mich zu den Gästen, die meine Demütigung aktiv genossen hatten.

„Ihr alle werdet bereuen, was ihr heute getan habt!“, schrie ich.

Ich machte auf dem Absatz kehrt und verließ die Villa mit erhobenem Kopf und einem vollkommen emotionslosen Ausdruck.

Aber innerlich war ich komplett zerbrochen.

Mit jedem Schritt, den ich von diesem Haus weg machte, wurde mir ein Stück meines Herzens herausgerissen.

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