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Der Köder

Author: Zaria
last update publish date: 2026-06-24 13:28:11

Der erstickende Lederhandschuh presste Grace gnadenlos in die dunkle Realität ihrer Gefangenschaft.

Sie konnte nicht atmen. Sie konnte nicht schreien. Der massige Angreifer zerrte sie rückwärts durch den eisigen Regen und riss sie von dem im Leerlauf tuckernden gelben Bulldozer und der vorübergehenden Sicherheit der Schatten weg. Sein schwerer Arm blieb wie ein massives Eisenband um ihre Rippen geschlossen. Die schiere körperliche Kraft des Mannes machte ihr heftiges Um-sich-Schlagen nutzlos. Sie rammte ihre schweren Stiefel in seine Schienbeine. Sie kratzte an dem dicken Leder, das ihren Mund bedeckte. Er geriet nicht einmal aus dem Tritt.

Der industrielle Lärm des Lagers verschluckte die Geräusche ihres Kampfes. Das schwere Dröhnen der Dieselgeneratoren und die chaotischen Rufe der Söldnerwachen übertönten ihre verzweifelte Gegenwehr.

Er trug sie auf die Mitte der ausgehöhlten Schlucht zu.

Das blendende Licht der massiven Halogen-Lichttürme begann die Dunkelheit zu durchbohren. Die Schatten wichen zurück und wurden durch die grelle, unerbittliche Beleuchtung der Kampfgrube ersetzt. Die Luft hier war dick vom erstickenden Gestank nach nassem Fell, rohem Fleisch und altem Blut.

Der Angreifer erreichte den Rand der kreisförmigen Arena. Die Einfassung war von zugespitzten Holzpfählen und gezacktem Bewehrungsstahl gesäumt.

Er trug sie durch kein Tor. Er hob sie einfach noch höher und schleuderte sie über die Barrikade.

Grace segelte durch die eisige Luft. Der Fall fühlte sich qualvoll langsam an.

Sie schlug hart auf dem Boden auf.

Ihre Schulter knallte auf die durchnässte Erde und schickte eine heftige Schockwelle ihre Wirbelsäule hinauf. Der Aufprall trieb den verbleibenden Sauerstoff in einem scharfen, schmerzhaften Keuchen aus ihren Lungen. Sie rollte über die rutschige Oberfläche, und ihre nasse Kleidung saugte den eisigen Schlamm auf. Sie kam fast genau in der Mitte der Arena zum Liegen.

Der Boden unter ihr war nicht nur Schlamm. Es war eine dicke, entsetzliche Mischung aus Dreck, Regenwasser und getrocknetem Blut.

Grace lag auf der Seite und kämpfte gegen den blendenden Schmerz an, der durch ihre Schulter ausstrahlte. Sie rang nach Luft, während der eisige Regen gegen ihr ungeschütztes Gesicht peitschte. Sie öffnete die Augen.

Das Chaos des Holzfällerlagers hatte plötzlich ein Ende gefunden.

Das harte Knallen der Lederpeitsche verstummte. Das Klirren der schweren Ketten an den Holzkarren erstarb. Das Dröhnen der Generatoren blieb, aber die menschlichen Geräusche waren verschwunden.

Dutzende wilde Streuner ließen die brennenden Mülltonnen stehen. Sie schwärmten an die Ränder der Kampfgrube und drückten ihre massigen Körper gegen die zugespitzten Holzpfähle. Ihre Augen leuchteten im grellen Halogenlicht und schimmerten in kränklichen Schattierungen von Gelb und blassem Grün. Sie starrten auf das Menschenmädchen hinab, das in der Mitte des blutigen Schlamms lag. Sie entblößten ihre verlängerten Zähne, während in ihren Brüsten leises, vibrierendes Knurren grollte.

Grace zwang ihren Kopf in die Höhe. Sie ignorierte die Raubtiere, die den Rand der Grube umkreisten. Sie blickte an den Holzpfählen vorbei und suchte den dunklen Rand der Schlucht ab.

Sie fand den Holzkarren.

Ihr Bruder stand fünfzehn Meter entfernt im Schlamm. Das schwere eiserne Halsband saß immer noch fest um seinen Hals. Er starrte direkt auf die Kampfgrube. Die Erschöpfung und der Schmerz, die sich in sein geprelltes Gesicht gegraben hatten, waren verschwunden, ersetzt durch einen Ausdruck purer, unverfälschter Todesangst.

Er sah sie.

Er stürzte nach vorn. Er warf seinen abgemagerten Körper gegen die schweren Eisenketten, wobei seine Stiefel heftig im Schlamm abrutschten. Er riss den Mund auf und schrie ihren Namen.

Der Laut erreichte sie nicht.

Ein Söldner, der hinten auf dem Holzkarren stand, hob die schwere Lederpeitsche. Das dicke Leder schnitt durch die Luft und traf ihren Bruder hart auf den Rücken. Der brutale Aufschlag zwang ihn im Morast auf die Knie. Er hörte nicht auf zu kämpfen. Er krallte in den Schlamm und versuchte, den massiven Karren in Richtung der Arena zu zerren, seine Augen verzweifelt auf seine Schwester gerichtet.

Grace spürte einen scharfen, qualvollen Stich in ihrer Brust. Sie hatte ihn gefunden. Und nun wurde er gezwungen, dabei zuzusehen, wie sie starb.

Schwere Stiefel mit Stahlkappen landeten im Schlamm hinter ihr.

Grace riss ihren Blick von ihrem Bruder los. Sie presste ihre Hände flach auf den eisigen, blutigen Schlamm und zwang sich, sich aufzusetzen.

Drei Männer standen im Kampfring.

Sie waren gewaltig und ragten über ihrer zierlichen Gestalt auf. Sie trugen eine chaotische Mischung aus teurer taktischer Ausrüstung und rauen Tierfellen. Der Mann in der Mitte war derjenige, der sie aus den Schatten gezerrt hatte. Er zog die dicken Lederhandschuhe von seinen Händen und warf sie in den Schlamm. Er hatte eine Glatze, seine Kopfhaut war von gezackten, erhabenen Narben überzogen. Seine Augen brannten mit einem matten, kränklichen bernsteinfarbenen Licht.

Der Mann zu seiner Linken hielt eine dicke Eisenkette, die um seine verletzten Knöchel gewickelt war. Der Mann zu seiner Rechten zog ein langes, gebogenes Jagdmesser aus einer Scheide an seinem Oberschenkel. Der gezackte Stahl fing das blendende Licht der Halogenstrahler über ihnen ein.

Der glatzköpfige Anführer blickte auf Grace herab. Ein grausames, schiefes Lächeln zog sich über sein vernarbtes Gesicht.

„Der kleine Vogel ist direkt aus dem Käfig geflogen“, spottete der Anführer. Seine Stimme war ein raues, kratzendes Krächzen, das von den Steinwänden der Schlucht widerhallte.

Er griff in die Tasche seiner taktischen Weste. Er holte einen schweren Gegenstand heraus und warf ihn direkt vor Grace in den Schlamm.

Es war der verrostete Eisenschlüssel.

Derselbe Schlüssel, den Grace auf dem steinernen Kamin im privaten Flügel des Alphas hatte liegen lassen.

Grace starrte auf das korrodierte Metall, das in den blutigen Schlamm sank. Ihr Verstand raste, als sich die taktische Realität der Falle in ihrem Kopf festsetzte. Der Schlüssel in ihrer Reisetasche war ein Duplikat gewesen. Die Ältesten hatten den Hauptschlüssel dem Feind übergeben.

„Die Ältesten der Vances verpacken ihre Geschenke wunderschön“, höhnte der Anführer. Er machte einen schweren Schritt nach vorn, seine Stiefel sanken tief in den Morast. „Sie haben den verborgenen Gang entriegelt. Sie haben das Eisengitter offen gelassen. Sie haben sogar einen Späher geschickt, um zu bestätigen, dass du den Berg hinunterwanderst. Du bist schnurstracks direkt in unsere Hände gelaufen.“

Die wilden Streuner, die sich gegen die Holzbarrikaden drückten, stießen ein kollektives, spöttisches Heulen aus. Das Geräusch war ohrenbetäubend, ein chaotischer Chor aus rohem, raubtierhaftem Hunger.

Grace zuckte nicht zusammen.

Der blendende Schmerz in ihrer Schulter verblasste und wurde durch den kalten, kalkulierenden Fokus des puren Überlebens ersetzt. Die Panik, die sie im dunklen Wald ergriffen hatte, verflüchtigte sich. Sie war nicht mehr auf der Flucht. Sie war in die Enge getrieben. Und Grace kauerte nicht, wenn sie in die Enge getrieben wurde.

Sie stemmte ihre Stiefel in den Schlamm. Sie drückte sich auf die Beine.

Ihre Beine zitterten für den Bruchteil einer Sekunde, aber sie drückte ihre Knie durch. Sie stand aufrecht, ihre Wirbelsäule starr gegen den eisigen Wind gerichtet. Ihr dunkles Haar klebte an ihrem Gesicht und troff vor Regen und Schlamm. Ihre Jacke war völlig von Blut und Matsch durchnässt. Sie wirkte klein, zerbrechlich und den massiven Raubtieren, die sie umgaben, hoffnungslos unterlegen.

Aber ihre dunklen Augen waren tödlich.

Sie blickte auf den verrosteten Schlüssel im Schlamm und hob dann den Blick, um den leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen des Söldneranführers zu begegnen.

„Die Ältesten haben euch den Schlüssel gegeben“, sagte Grace. Ihre Stimme war kein Schreien. Es war eine klare, stetige Projektion, die den Lärm des Sturms und der brüllenden Menge durchschnitt. Sie beherrschte den Raum. „Aber sie haben euch nicht den Alpha gegeben.“

Der glatzköpfige Anführer hörte auf zu lächeln. Er kniff die Augen zusammen und umklammerte den schweren Stoff seiner taktischen Weste.

„Der Alpha ist in seinem Steinturm eingesperrt“, spuckte der Anführer aus. „Er verliert durch den Fluch den Verstand. Die Ältesten haben ihn im Stich gelassen, und sie haben dich im Stich gelassen. Du bist nichts weiter als ein menschliches Pfand.“

„Du wirst dir ein silbernes Halsband um den Hals legen“, unterbrach der Söldner mit der Eisenkette. Er schlug das schwere Metall gegen seine offene Handfläche. „Wir werden die Aufnahmen zum Hauptanwesen übertragen. Der Alpha wird zusehen, wie seine kostbare Gefährtin im Schlamm blutet. Er wird den nördlichen Höhenrücken aufgeben, oder er wird zusehen, wie wir dich in Stücke reißen.“

Grace legte den Kopf schief. Sie sah den Mann mit der Eisenkette an. Sie sah den Mann mit dem gebogenen Messer an. Sie sah wieder zu dem glatzköpfigen Anführer.

Sie stieß ein kurzes, kaltes Lachen aus.

Das Geräusch war erschütternd. Es war unnatürlich in der Mitte einer Kampfgrube. Die wilden Streuner am Rand der Barrikade verstummten, verwirrt von dem plötzlichen Wandel im Verhalten des Menschen. Die drei Söldner versteiften sich, ihre aggressive Haltung geriet für einen einzigen Herzschlag ins Wanken.

„Das glaubt ihr wirklich?“, sagte Grace. Sie machte einen langsamen, bedächtigen Schritt nach vorn und trat näher an den massigen Anführer heran.

Der Kahlköpfige sträubte sich, seine bernsteinfarbenen Augen blitzten warnend auf. „Halt den Mund, Mensch.“

„Lassen Sie uns die Fakten untersuchen“, fuhr Grace fort, wobei ihre Stimme in einen klinischen, furchteinflößenden Rhythmus überging. „Ihr steht in einer Kampfgrube mitten in einem riesigen Holzfällerlager. Euer Onkel ist nicht hier. Der Mann, der die Landdiebstähle inszeniert hat, der Mann, der die Krone des Bestienkönigs will, ist nirgends zu sehen. Er versteckt sich.“

Sie richtete einen schlammigen Finger auf die Brust des Anführers.

„Er hat euch in den Schlamm geschickt“, sagte Grace scharf. „Er hat euch den Hauptschlüssel gegeben. Er hat euch befohlen, die Gefährtin des Alphas gefangen zu nehmen und die Lösegeldforderung zu übertragen. Habt ihr euch gefragt, warum er nicht mit euch in diesem Ring steht?“

Der Mann mit dem gebogenen Messer verlagerte unbehaglich sein Gewicht. Er warf dem Anführer einen nervösen Blick zu.

„Der Boss befehligt die Armee“, knurrte der Anführer, obwohl die absolute Gewissheit in seiner Stimme zu bröckeln begann. „Er erteilt die Befehle.“

„Er benutzt euch als menschliche Schutzschilde“, schoss Grace zurück. Sie verringerte den Abstand und stand nur einen knappen Meter von dem hoch aufragenden Raubtier entfernt. Sie wandte ihren Blick nicht von seinen bernsteinfarbenen Augen ab. Sie nutzte ihren Verstand wie ein Skalpell und schnitt durch ihre Arroganz. „Andre Vance hat gerade einen hochqualifizierten Attentäter in seiner eigenen Bibliothek abgeschlachtet. Er hat den Schädel des Mannes in weniger als drei Sekunden gegen eine Steinmauer zerschmettert. Er hat den gesamten Berg abgeriegelt. Er hat gedroht, seine eigenen Rudelältesten hinzurichten, nur weil sie Verhandlungen vorgeschlagen haben.“

Grace hielt inne und ließ das schwere, gewalttätige Bild auf die drei Männer einwirken.

„Glaubt ihr ernsthaft, er wird mit euch verhandeln?“, flüsterte Grace.

Der eisige Regen prasselte auf den Boden der Schlucht. Die schweren Halogenlampen summten laut über ihren Köpfen. Die Stille in der Kampfgrube zog sich in die Länge, dicht und erstickend.

Grace drehte langsam den Kopf und sah die beiden anderen Söldner an.

„Andre Vance schert sich nicht um den nördlichen Höhenrücken“, erklärte Grace. Ihre Stimme klang voller absoluter Überzeugung. „Ihn interessieren die Einnahmen aus der Holzfällerei nicht. Er kümmert sich um das, was ihm gehört. In dem Moment, in dem ihr mein Gesicht auf diesem Feed übertragt, wird er sein Territorium nicht aufgeben. Er wird das Signal jagen.“

Sie sah wieder zu dem glatzköpfigen Anführer. Sie sah, wie die dunkle Saat des Zweifels in seinen leuchtenden Augen Wurzeln schlug.

„Er wird in diese Schlucht kommen“, versprach Grace, und ihre Worte trugen das schwere Gewicht eines Todesurteils. „Er wird keine Armee schicken. Er wird selbst kommen. Der Onkel weiß das. Der Onkel weiß, dass der Alpha ein wildes Monster ist. Der Onkel hat mich hierhergebracht, um den Bestienkönig aus seiner Festung zu locken, und er hat euch drei in die Mitte des Rings gestellt, um den ersten Schlag abzufangen.“

Das Gesicht des glatzköpfigen Anführers verfärbte sich unter den grellen Lichtern in ein blasses, kränkliches Grau. Er sah hinauf zu den Laufstegen am Rand. Er sah auf die schweren Stahlkabel und die dichte, dunkle Baumgrenze, die die Schlucht umgab.

Ihm wurde klar, dass sie recht hatte.

Der Onkel hatte sie nicht mit schwerer Artillerie ausgestattet. Er hatte ihnen einen verrosteten Schlüssel und eine Eisenkette gegeben. Sie waren kein Einsatztrupp. Sie waren der Köder.

„Bring sie zum Schweigen“, zischte der Söldner mit dem Messer. Seine Hand zitterte, als er den gezackten Stahl hob. Panik sickerte in seine Stimme. „Leg ihr sofort das Halsband an. Wir bringen sie in die tiefen Höhlen. Wir senden nicht aus der offenen Grube.“

Der Anführer stürzte nach vorn.

Seine gewaltige Hand schoss vor und zielte darauf ab, Grace an der Kehle zu packen und sie in den Schlamm zu drücken.

Grace machte sich nicht auf den Aufprall gefasst.

Das musste sie nicht.

Bevor die schweren Finger des Anführers ihre nasse Jacke streifen konnten, verschwanden die Umgebungsgeräusche der Schlucht.

Das schwere, mechanische Dröhnen der Dieselgeneratoren wurde durchtrennt. Das chaotische Heulen des Sturms schien zu verstummen. Ein furchteinflößendes, unnatürliches Vakuum saugte die Luft aus der Kampfgrube. Der atmosphärische Druck fiel so extrem ab, dass Grace spürte, wie ihr Trommelfell knackte.

Der glatzköpfige Anführer erstarrte mitten in der Bewegung. Seine Hand hing schwebend in der Luft.

Er drehte langsam den Kopf in Richtung der südlichen Felswand.

Der Boden unter ihren Stiefeln begann zu vibrieren.

Es war kein subtiles Beben. Es war eine gewaltsame, seismische Schockwelle, die sich tief durch das Grundgestein des Berges ausbreitete. Die dicken Holzpfähle, die die Kampfgrube säumten, klapperten im Schlamm. Die riesigen gelben Bulldozer erzitterten auf ihren schweren Stahlketten.

Dann kam das Brüllen.

Es war kein menschliches Geräusch. Es war nicht das Heulen eines normalen Wolfes. Es war eine gewaltige, ohrenbetäubende Explosion aus roher, ungezähmter Gewalt, die das Gewebe der Nacht zerriss. Das Geräusch war monströs und trug das schwere, verrottende Gewicht einer verfluchten Blutlinie. Es fegte durch die Schlucht und erschütterte die Grundfesten der Erde.

Die wilden Streuner, die sich an den Barrikaden versammelt hatten, ließen sich augenblicklich in den Schlamm fallen. Sie bedeckten ihre Köpfe und wimmerten in purer, unverfälschter Todesangst. Die Söldner auf den Metallstegen erstarrten, ihre automatischen Gewehre sanken an ihre Seiten, da ihr Verstand an der schieren Größe der Bedrohung scheiterte.

Die vier massiven industriellen Halogentürme, die die Grube umgaben, flackerten heftig.

Die dicken Glaskolben konnten der Resonanzfrequenz des Brüllens nicht standhalten.

Eines nach dem anderen explodierten die riesigen Lichter.

Schauer aus weißglühenden Funken und zersplittertem Glas regneten auf die schlammige Arena herab. Die Schlucht tauchte sofort in fast völlige Dunkelheit, nur erhellt von den hektischen, sporadischen Blitzen, die den Himmel durchschnitten.

Der glatzköpfige Anführer stand wie gelähmt in der Dunkelheit. Er sah Grace nicht an. Er starrte in die schwarze Leere der Baumgrenze, seine schwere Brust hob sich unter rasenden Atemzügen.

Grace stand vollkommen still im eisigen Regen. Sie rannte nicht weg. Sie versteckte sich nicht.

Sie sah zur südlichen Felsklippe hinüber.

Die Falle war zugeschnappt. Der Köder befand sich im Ring.

Der Alpha war angekommen.

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