Warum vor mir knien ohne deine Hälfte?
Acht Jahre lang waren sie ein Paar. Anna Müllers war einmal Alexanders heiß ersehnte erste Liebe gewesen. Jetzt wollte er sie nur noch loswerden.
Drei Jahre lang hatte sie gekämpft, bis auch der letzte Funke an Gefühl für ihn erlosch. Als auch ihre letzte Zuneigung erloschen war, gab Anna auf und ging.
Am Tag der Trennung höhnte Alexander kalt: „Anna, ich warte darauf, dass du zurückkommst und mich um Versöhnung bittest.“
Doch was er erwartete, trat nicht ein. Stattdessen erreichte ihn die Nachricht von Annas Verlobung.
Voller Wut wählte er ihre Nummer. „Ist das jetzt genug?“, brüllte er sie an.
Am anderen Ende der Leitung antwortete eine tiefe, männliche Stimme: „Herr Schmidt, meine Verlobte duscht gerade. Sie kann Ihren Anruf nicht entgegennehmen.“
Alexander lachte verächtlich, legte auf und war sicher: Das war nur ein billiger Trick von Anna, um seine Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.
Erst auf der Hochzeit begriff Alexander, dass Anna ihn wirklich nicht mehr wollte. Sie kam im Brautkleid auf einen anderen Mann zu, den Strauß in den Händen.
Wie von Sinnen stürzte er auf sie zu. „Anna! Ich weiß, dass ich falsch lag. Bitte heirate keinen anderen, ja?“ Er sank vor ihr auf die Knie.
Anna hob den Saum ihres Kleides und ging an ihm vorbei. „Herr Schmidt, haben Sie nicht immer behauptet, Sie und Diana Weber wären füreinander bestimmt? Warum knien Sie dann ausgerechnet auf meiner Hochzeit hier?“