LOGINESTEBANMir war nicht klar gewesen, wie sehr ich Caitlin nahe sein wollte und wie sehr ich sie vermisst hatte, bis sie mir so nah war. Ihr Duft war berauschend.Ihr Haar war drenched von Schweiß. Ich schnupperte an ihrem Kopf und atmete ihren Duft tief ein. Ein einziges Kosten genügte nicht. Ich wollte mehr. Das Entladen meiner Lust hatte mein Verlangen keineswegs gestillt.Langsam ließ ich von ihr ab und schuf etwas Abstand zwischen uns. Ihre Augen waren noch leicht verschwommen, als sie zu mir aufsah.„Wie geht es ihm? Scott…“, flüsterte sie außer Atem.„Ich glaube nicht, dass es mir gefällt, wenn du direkt nach dem Ficken einen anderen Mann erwähnst.“Ihre Lippen verzogen sich verärgert nach unten.„Kannst du damit aufhören?“, seufzte sie und richtete sich auf dem Tisch auf. „Ich meine es ernst, wie geht es ihm?“Sie hatte uns also doch belauscht. Kleiner Lauscher. Ich gluckste leise und hob ihr Gesicht an, sodass sich unsere Blicke trafen.„Wie viel hast du gehört, kleiner Vogel?“
CAITLINZoll für Zoll glitt Esteban in mich hinein. Seine Augen verschmolzen mit meinen. In seinem Blick lag etwas Besonderes, eine Art von Zärtlichkeit. Seine Hände auf meiner Haut waren sanft.Er zog sich zurück und stieß wieder zu. Ich warf den Kopf in den Nacken und stützte die Ellenbogen auf dem Schreibtisch ab, während er weiter rhythmisch in mich eindrang.„Mhmm! Esteban…“Ich fuhr mir mit den Fingern durch das Haar, als die Lust immer intensiver wurde. Wenn jemand vorbeiginge, könnte man uns hören.Der Tisch bebte unter der Wucht seiner Stöße. Seine Finger gruben sich tief in das Fleisch meiner Hüften.„Gott, Caitlin“, sagte er keuchend und stieß noch härter zu. „Du machst mich wahnsinnig.“Seine Worte fühlten sich an wie kühles Wasser, das mich umspülte. Ich hatte nicht gewusst, wie sehr ich das hören musste. Ich zog ihn zu mir herunter und presste meine Lippen auf seine.Unsere Zungen kämpften um die Vorherrschaft, schmeckten, neckten und forderten einander. Er schmeckte süß
ESTEBAN„Verschwinde“, sagte sie schwach. „Das ist alles deine Schuld. Du hast ihn getötet!“Ihre Schultern bebten vor Schluchzen. Sie zog die Knie an, während ihre Tränen frei flossen.„Eliana…“„Bitte, geh einfach“, flüsterte sie.Es war zwecklos, in diesem Zustand mit ihr reden zu wollen. Vielleicht hätte ich ihr die Wahrheit früher sagen sollen. Ich drehte mich um, um zu gehen. Es war wohl am besten, wenn ich meine Mutter ihr die Wahrheit selbst erzählen ließ.Ich schloss die Tür hinter mir und ging in mein Zimmer. Ich zog mein Hemd aus und holte den Erste-Hilfe-Kasten aus der Schublade.Ich setzte mich auf die Bettkante und schnitt das Ende der Bandage mit einer Schere durch. Dann begann ich, sie abzuwickeln, bis die Wunde frei lag.Mit größter Sorgfalt reinigte ich die Wunde, wechselte den Verband und nahm meine Medizin. Schon nach kurzer Zeit war ich tief eingeschlafen.Am nächsten Morgen duschte ich, zog mich an und ließ das Frühstück bringen. Wie üblich ging das Frühstück mit
CAITLINDas sanfte Zwitschern der Vögel schenkte mir ein Gefühl von Frieden. Es war wunderschön, ihnen zuzuhören. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft in Albuquerque erlaubte ich mir endlich, mich ein wenig zu entspannen. Helles Licht fiel durch die Vorhänge. Das Zimmer war recht klein, lag aber etwas abseits vom Rest des Hauses.Ich hatte es mir ausgesucht, um meinen Verstand zu retten. Außerdem bot es einen wunderbaren Blick auf den Himmel, die Bäume… etwas Schönes, an dem man sich inmitten all dieses Chaos festhalten konnte.An einem gewöhnlichen, faulen Morgen hätte ich jetzt auf meinem Handy herumgescrollt, mir lustige Videos angesehen oder mich vermutlich in trauriger Musik ertränkt. Aber nein—ohne Telefon war da nur ich mit meinen eigenen Gedanken.Wie hatten die Menschen bloß in der Steinzeit überlebt?Nun ja, man kann wohl schlecht vermissen, was man nie besessen hat—obwohl das in manchen Fällen auch nicht ganz stimmt.Ich ging in das kleine Badezimmer und stellte rasch die Du
ESTEBANIch taumelte durch die Tür, und mein Blick traf direkt auf den von Caitlin. Sie sprang auf und eilte auf mich zu, wobei ihr Blick immer wieder suchend zur Tür flackerte.„Wo ist er?“Einen kurzen Augenblick lang hatte ich geglaubt, sie würde sich freuen, mich zu sehen.Warum sollte sie auch?„Er hat es nicht geschafft“, sagte ich und holte tief Luft.Ich hatte weder Zeit noch Kraft für eine lange Unterhaltung. Ich brauchte einfach etwas zu essen und ein sauberes Bett.Ihr Mund blieb offen stehen, ihre Augen weiteten sich vor Schreck. Sie wich von mir zurück, als wäre ich eine Seuche oder etwas Ähnliches.Sie ansetzte, etwas zu sagen, doch Elianas Schrei schnitt ihr das Wort ab.„Nein! Nein, das kann nicht sein…“Ich blickte auf. Droben auf dem Balkon stand Eliana. Sie presste sich eine Hand auf den Mund, machte ein paar Schritte rückwärts und sank schließlich auf die Knie.Ich hatte nicht gemeint, dass er tot war. Vielleicht hatte ich mich einfach nicht richtig ausgedrückt.„E
ESTEBANIm Helikopter bemerkte ich, wie Blut aus Scotts Arm sickerte. Ich ballte vor Wut die Zähne zusammen. Das war nicht Teil des Plans gewesen. Der Plan war, ihn am Leben zu erhalten, und nicht, ihn vorzeitig ins Grab zu befördern.Dennoch sagte ich nichts—nicht ein einziges Mal während der Zwischenstopps zum Auftanken sprach ich es an. Das Einzige, was jetzt zählte, war, ihn ins Krankenhaus zu bringen.Wir erreichten das Krankenhaus in Albuquerque einige Stunden später. Ich begann bereits zu befürchten, dass der Sauerstofftank nicht ausreichen würde, um ihn am Leben zu halten. Dr. Smart machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Er hatte für einen einzigen Tag verdammt viel um die Ohren.„Sie werden gleich morgen Früh als Erstes zurück nach Sinaloa gebracht“, versicherte ich ihm.Er nickte und wischte sich den Schweiß von der Stirn.Die Krankenschwestern und Ärzte hatten Scott bereits in den Notfallraum geschoben.Ich schritt zur Rezeption, wobei der Schmerz in meiner Seite mit jedem







