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Der Schmied des Abgrunds
Der Schmied des Abgrunds
작가: Veloxis

Dass Schwarze Metall

작가: Veloxis
last update 게시일: 2026-09-07 02:32:18

Der Hammer fiel.

Einmal.

Zweimal.

Dreimal.

Das gleichmäßige Geräusch hallte durch die kleine Schmiede. Funken sprühten vom Amboss, während Valarian den Hammer erneut hob und mit kontrollierter Kraft auf das glühende Metall schlug.

„Nicht so viel Kraft“, sagte Aldren hinter ihm. „Du willst das Metall formen, nicht erschlagen.“

Valarian hielt kurz inne und sah über die Schulter. „Es hat sich aber gewehrt.“

Aldren schnaubte amüsiert. „Metall wehrt sich nicht. Es zeigt dir nur, dass du etwas falsch machst.“

Valarian verdrehte die Augen und wandte sich wieder dem Werkstück zu. Seit Jahren stand er an diesem Amboss. Aldren hatte ihm alles beigebracht, was er über das Schmieden wusste. Nicht nur, wie man ein Schwert herstellte, sondern auch, wie man erkannte, welches Metall sich für welche Aufgabe eignete.

Für Valarian war Aldren mehr als nur sein Onkel. Nachdem seine Eltern gestorben waren, hatte Aldren ihn aufgenommen und großgezogen. Er war derjenige gewesen, der ihm eine Familie und einen Platz in der Welt gegeben hatte.

An der Wand hingen mehrere alte Waffen. Schwerter, Äxte und Speere, die verschiedene Abenteurer einst bei Aldren in Auftrag gegeben hatten.

Einige von ihnen waren niemals zurückgekehrt.

Valarian betrachtete die Waffen.

„Warum gehen Menschen überhaupt in Dungeons?“, fragte er.

Aldren legte sein Werkzeug beiseite. „Weil dort Schätze liegen. Magische Gegenstände. Seltene Materialien. Und weil manche Menschen glauben, sie könnten mit einem Schwert jedes Problem lösen.“

„Und du?“

„Ich glaube, dass man einem Dungeon besser fernbleibt.“

Valarian wollte gerade antworten, als plötzlich die Tür der Schmiede aufgerissen wurde.

Ein Mann taumelte herein.

Seine Kleidung war zerrissen, Blut lief über seinen Arm. In seiner Hand hielt er ein Stück Metall, so schwarz, dass es beinahe das Licht der Schmiede zu verschlucken schien.

Er machte noch zwei Schritte, bevor er zusammenbrach.

Valarian sprang vom Amboss auf.

„Was ist passiert?“

Der Mann versuchte zu antworten. Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

„Der Dungeon ...“

Aldren kniete neben ihm.

„Welcher Dungeon?“

Der Mann hob zitternd den Kopf.

„Er hat ... nach einem Schmied gefragt.“

Valarian erstarrte.

Aldren sah sofort zu ihm.

„Fass es nicht an.“

Doch Valarians Blick war bereits auf das schwarze Metall gerichtet.

Es lag direkt vor ihm.

Etwas daran fühlte sich vertraut an.

Beim nächsten Schritt rutschte sein Hemd leicht nach oben. Eine schlichte Kette mit einem kleinen Hammeranhänger kam zum Vorschein. Valarian trug sie seit seiner Kindheit. Sie war eine Erinnerung an seine Eltern und für ihn seit Jahren etwas völlig Selbstverständliches.

Er streckte die Hand nach dem schwarzen Metall aus.

„Valarian!“

Zu spät.

Seine Finger berührten das Metall.

In diesem Augenblick verschwand jedes Geräusch aus der Schmiede.

Dann hörte er einen Hammer.

Einmal.

Zweimal.

Dreimal.

Tief aus den Bergen.

Eine Stimme folgte.

„Was gebrochen wurde, muss ersetzt werden.“

Valarian riss die Hand zurück.

Das schwarze Metall war verschwunden.

Auf seiner Handfläche erschien stattdessen eine dünne schwarze Linie.

Aldren starrte darauf.

Zum ersten Mal sah Valarian Angst in den Augen seines Onkels.

Draußen erklang erneut das Geräusch eines Hammers.

Valarian sah zu den Bergen.

Er wusste nicht, warum.

Aber er wusste, dass der Dungeon ihn gerufen hatte.

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