ログインZwei Jahre lang hatte Emma Schmidt Ben Schulz geheiratet und ihm in dieser Zeit wie eine Putzfrau gedient. Sie hatte alle Lasten geschultert, war unterwürfig bis auf die Knochen. Zwei Jahre hatte die letzte Zuneigung zu Ben in ihr ausgelöscht. Als seine erste Liebe zurück nach Deutschland kam, setzte sie der Ehe mit einem Ehevertrag ein Ende. Von nun an waren sie quitt. „Ben, wenn der rosarote Schleier der Liebe fällt – glaubst du wirklich, ich würde dich auch nur eines Blickes würdigen?“ Ben unterschrieb die Scheidungspapiere. Er wusste, dass Emma ihn aus tiefstem Herzen liebte. Wie könnte sie ihn wirklich verlassen? Er wartete darauf, dass Emma reueheulend zurückkäme und ihn anflehe. Doch dann musste er feststellen... Dieses Mal schien ihre Liebe ihm gegenüber wirklich erloschen. Später kamen die alten Geschichten ans Tageslicht, die Wahrheit brach sich Bahn. Plötzlich wurde ihm klar, dass er es war, der Emma stets missverstanden hatte. Panik packte ihn, gefolgt von bitterer Reue. Er flehte um Vergebung, um eine zweite Chance. Da sie seine ständigen Belästigungen nicht mehr ertragen konnte, postete Emma kurzerhand einen Instagram-Beitrag, in dem sie nach einem Ehemann auf Zeit suchte. Ben rastete vor Eifersucht aus. Er wurde wahnsinnig vor Neid. Er wollte noch einmal von vorn beginnen. Doch diesmal merkte er, dass er nicht einmal das Recht hatte, um sie zu werben.
もっと見るDa war die Fürsorge für Frau Schulz doch eindeutig vorhanden. Warum also ging er fremd und brachte diese Affäre auch noch ins Haus?Das Essen war bestellt. Allerdings hatte Lukas ein kluges Köpfchen bewiesen und angegeben, dass es von der Familie Schulz käme, nicht speziell von Herrn Schulz. Er fürchtete sonst, Frau Schulz würde es direkt die Toilette hinunterspülen.Krankenhaus.Emma aß die Krankenkost. Gesendet von der Familie Schulz. Sicher auf Wunsch des Großvaters.Dennoch runzelte sie die Stirn. Hatte Ben von sich aus erwähnt, dass sie im Krankenhaus lag?Aber auf ihrem Handy war keine Nachricht vom Großvater eingegangen. Sie hatte auch keine geschickt, sonst wüsste er jetzt genau über ihre Verletzungen Bescheid.Die vergangenen Tage waren ungemein erholsam gewesen. Tagsüber sah sie sich Lernvideos an oder übte Schreibaufgaben, um sicherzustellen, dass sie die neue Arbeit bald routiniert erledigen könnte.Gleichzeitig, weil sie Ben nicht sehen musste, war ihre Stimmung gut
Sophia wies also ihre Assistentin an, die Sachen zu verräumen. Zwar konnte sie nicht das Hauptschlafzimmer beziehen, aber es war auch nicht schlecht, Emma daraus vertrieben zu haben.Während sie zusah, wie Emmas Sachen weggetragen wurden, runzelte Ben die Stirn. Er folgte ihnen ins Zimmer und bemerkte, dass die Assistentin Schwierigkeiten mit einem verschlossenen Schrank hatte. Also half er.Die größere Kraft des Mannes machte den Unterschied. Der verschlossene Schrank wurde mit ein paar ruppigen Handgriffen gewaltsam geöffnet, das innere Schlossblech verbogen.Darin befand sich nicht viel. Nur ein hellblaues Heft.Er griff hinein, nahm es heraus und schlug die erste Seite auf. Sofort wurde ihm klar, was das war.„Welcher normale Mensch schreibt denn überhaupt Tagebuch?“, spottete Ben verächtlich. Doch seine Hände wollten es trotzdem durchblättern und den Inhalt lesen.Da griff von oben eine Hand herab und entriss ihm das Heft.„Man schaut nicht in das Tagebuch eines Mädchens“,
„Wie schmeckt die Suppe? Ist sie gut?“, fragte sie erwartungsvoll.Schließlich hatte sie das Essen extra vom Restaurant liefern lassen – das würde Bens Geschmack sicher ansprechen.„Sehr gut. Du hast wirklich ein gutes Händchen“, sagte Ben, nachdem er einen Schluck genommen hatte.In Wahrheit war die Suppe jedoch viel zu fett und hatte einen schweren Fond, wie aus einer sterilen Großküche.Er mochte immer noch lieber, was Emma kochte. Leichter, anders als alles, was es draußen gab.„Wenn sie dir schmeckt, dann iss noch mehr. Ich koche dir gerne jeden Tag etwas“, sagte Sophia fröhlich.Bei dem Wort „jeden Tag“ trank Ben weiter seine Suppe und erwiderte: „Morgen besorge ich dir deine Dokumente. Danach kannst du in einem Hotel unterkommen, das zu meiner Firma gehört. Da wagen sich keine Paparazzi hin.“Sophia biss sich auf die Lippe, lächelte aber nach zwei Sekunden wieder. „Klingt gut. Vielen Dank.“Sie aßen weiter. Als Sophia ihm später noch mehr Suppe anbieten wollte, lehnte
Obwohl der Eintrag auf der Plattform X rechtzeitig entfernt worden waren, hatte Opa bereits durch Bekannte davon erfahren. Schon am frühen Morgen hatte er wütend am Telefon gewettert.Ben war zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zur Arbeit und ertrug die Standpauke seines Großvaters ohne ein Wort der Gegenwehr .„Emma ist eine so wunderbare Frau. Wie kannst du ihr das antun? Ihre ganzen Mühen in den letzten zwei Jahren hast du überhaupt nicht beachtet, oder?“ Opa klang, als sei seine Geduld mit dem Enkel am Ende.Ben presste die Lippen zusammen. „Mühen? Bestanden die etwa nur darin, mal zu kochen?“ Wäsche wurde von der Maschine gewaschen, den Boden saugte der Roboter. Eigentlich hatte er sie zwei Jahre lang durchgefüttert.Und Dankbarkeit kannte sie auch nicht. Gestern hatte sie ihm sogar eine Ohrfeige gegeben.„Wenn du sie wirklich nicht zu schätzen weißt, wirst du es noch bereuen. Es sind ja nur noch knapp drei Wochen…“, fuhr der Alte am anderen Ende fort.Ben hatte keine Lust, sich





