ANMELDEN„Das alles ist deine Schuld, Felix! Du hast Adrian gegenüber etwas gutzumachen!“Felix senkte den Blick und verbarg den Schmerz in seinen Augen. Als er wieder aufsah, lag nur noch kalter Spott auf seinem Gesicht.„Also war es genau so. Damit Adrian an meiner Stelle als Elenas Retter dastehen konnte, hast du mich anschließend für mehrere Monate weggeschickt und einfach abgewartet, bis niemand mehr über die Sache sprach.“Sein Blick wurde schärfer.„Oder begann dein Plan noch früher? Hast du sogar dafür gesorgt, dass Elena damals ins Wasser fiel?“Fiona war inzwischen so aufgewühlt, dass sie sich kaum noch beherrschte.Sie rechnete längst nicht mehr damit, jemals wieder aus dem Gefängnis zu kommen. All der Hass, den sie über Jahre in sich getragen hatte, brach nun ungefiltert aus ihr heraus.„Du bist wirklich klug, Felix.“Ihre geröteten Augen ruhten auf ihm. Ein unheimliches Lächeln verzog ihr Gesicht.„Schade, dass du nicht der Sohn von Gregor und mir bist.“„Und selbst wenn du mit all
Fiona sah ihn überrascht an.„Wovon redest du? Ich verstehe nicht.“Felix’ Blick blieb kalt.„Vor zehn Jahren ist Elena ins Wasser gefallen, und ich habe sie gerettet. Adrian hat sich danach als ihr Retter ausgegeben. Kurz darauf hast du mich für mehrere Monate wegen eines Projekts weggeschickt. Später hast du Matteo Weiß vergiftet.“„Willst du wirklich weiter behaupten, dass du von all dem nichts weißt?“Mit wenigen Sätzen hatte Felix all das zusammengefasst, was Fiona im Laufe der Jahre getan hatte.Ihr Gesicht erstarrte. Die Freude in ihren Augen verschwand nach und nach.„Also bist du nur deswegen gekommen.“Ein bitteres Lächeln zog über Fionas Gesicht.„Also bist du wirklich nur deswegen gekommen und nicht, weil du deine Mutter sehen wolltest.“Felix sah sie regungslos an.„Genau.“Fiona lachte auf. Das Lachen wurde immer lauter, doch darin lag längst keine Freude mehr, sondern nur noch tiefe Bitterkeit.Felix schwieg und sah sie ruhig an.Erst nach einer Weile verstummte Fiona. T
Auch Elenas Leute suchten nach Philipp. Von Anfang an hatte sie nicht damit gerechnet, über Adrian an die Wahrheit von damals heranzukommen. Umso überraschender war es, dass Philipp nun ausgerechnet Felix in die Hände gefallen war.Aber damit konnte Elena gut leben. Im Gegenteil, inzwischen wollte sie selbst wissen, was Philipp noch preisgeben würde.Am nächsten Morgen stand Felix persönlich in der Küche und bereitete Elenas Lieblingsfrühstück zu.In letzter Zeit las er neben seinen Geschäftsunterlagen vor allem Kochbücher und sah sich Kochvideos an. Besonders oft landete er bei Anleitungen für Gebäck und Frühstücksspezialitäten.Die meisten Rezepte waren ausführlich erklärt. Felix musste sie sich meist nur ein paarmal ansehen und bekam sie schon beim ersten Versuch ziemlich gut hin.Auch geschmacklich konnte Elena wirklich nicht meckern. Natürlich fehlte Felix noch die Routine eines Profis, aber dafür, dass er erst seit Kurzem kochte, konnte sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.El
Elena hielt seinem Blick stand. Jetzt, wo sie so weit gekommen war, gab es keinen Grund mehr, etwas zu verheimlichen.„Als ich damals wieder zu mir kam, lag ich schon im Krankenhaus. Adrian besuchte mich dort und sagte, er habe mich aus dem Wasser gerettet.“Elena senkte etwas beschämt den Blick.„Von da an bin ich ihm ständig hinterhergelaufen. Ich war jung und unerfahren und habe mich wohl einfach in dieses Gefühl hineingesteigert. Irgendwann glaubte ich dann, ich hätte mich in ihn verliebt.“Felix zog die Brauen zusammen.Felix war sich sicher, dass damals nicht nur Adrian, sondern auch Fiona und Nina gewusst hatten, wer Elena tatsächlich gerettet hatte. Für ihn stand fest, dass es von Anfang an kein bloßes Missverständnis gewesen war. Sie hatten Adrian bewusst als ihren Retter dastehen lassen.Elena hob wieder den Blick.„Felix, findest du mich deswegen dumm? Nur weil jemand mich gerettet hat, habe ich gleich Gefühle für ihn entwickelt.“Ihre Stimme war leise. Sie beobachtete sein
Elenas Herz wurde schwer. Sie versuchte Lia zu beruhigen.„Mach dir keine Sorgen. Sebastian ist bei ihr. Gemeinsam kommen sie da schon durch.“„Da durch?“Lia stieß ein trockenes Lachen aus, brach dann jedoch ab.Elena sah sie irritiert an.„Weißt du etwas, das ich nicht weiß?“Lia wollte Sebastians private Angelegenheiten eigentlich nicht weitererzählen. Schließlich ging es um Dinge, die nur ihn selbst betrafen. Deshalb deutete sie nur vorsichtig an, was ihr Sorgen machte.„Lassen wir erst einmal beiseite, was jetzt passiert, nachdem Sebastian sich wegen Mara mit den Brandts angelegt hat. Seine Familie könnte ihm deswegen Schwierigkeiten machen, und die Brandts werden die Sache sicher auch nicht einfach auf sich beruhen lassen.“„Allein die geplante Verbindung zwischen den Brechts und den Schäfers reicht schon. Solange Sebastians Familie will, dass er Katharina heiratet, wird sie Mara niemals akzeptieren.“Elena spürte einen Stich in der Brust.Lias Sorge war nicht unbegründet.In Fam
Felix brachte Elena so schnell wie möglich ins Krankenhaus und ließ sie gründlich untersuchen.Die Ärzte stellten fest, dass ihr Kreislauf geschwächt war. Sie war ohnehin körperlich angeschlagen, und die starke emotionale Belastung hatte schließlich den Schwindel ausgelöst.„Ich habe dir doch gesagt, dass nichts ist. Du glaubst mir einfach nie. Du machst dir viel zu viele Sorgen.“Elena lag noch auf der Liege in der Notaufnahme. Inzwischen hatte sie sich wieder beruhigt, und auch die Blässe war aus ihrem Gesicht verschwunden.Felix dagegen hatte auf dem Weg ins Krankenhaus Todesängste ausgestanden.Er hatte ständig befürchtet, dass Elena oder dem Kind etwas passiert war. Innerlich war er bereits sämtliche Möglichkeiten durchgegangen, wie er mit den Brandts abrechnen würde.„Die Ärzte sagen, dein Kreislauf ist im Keller, und das nennst du nichts?“Felix tippte ihr leicht gegen die Stirn. Auf seinem sonst so makellosen Gesicht lag unverhohlener Vorwurf.„Ab jetzt achtest du vernünftig da
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic







