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Der Milliardär, den ich nie lieben sollte
Der Milliardär, den ich nie lieben sollte
ผู้แต่ง: dee🕊️

Der Antrag

ผู้เขียน: dee🕊️
last update วันที่เผยแพร่: 2026-10-27 03:14:15

Kapitel Eins — Der Antrag

„Heirate mich.“

Die Worte waren raus, bevor Alina sie noch zurückhalten konnte.

Adrian Kingston sah die Frau an, die vor ihm saß, als hätte sie ihn gerade zu einer zufälligen Veranstaltung eingeladen. Zum ersten Mal, seit sie das Büro betreten hatte, veränderte sich sein Ausdruck. Nicht viel, aber genug, um zu zeigen, dass sie etwas gesagt hatte, was er nicht erwartet hatte.

Sie hatte das geübt. Vor dem Spiegel, im Auto, während sie heute Morgen ihr Müsli aß. Sie hatte sogar ein ganzes Dokument über ihn gelesen.

Ihre Finger ballten sich in ihrem Schoß zusammen. Sie zwang sie, still zu bleiben, und setzte sich gerader hin.

Sie durfte nicht unsicher wirken. Nicht vor ihm.

Adrian lehnte sich in seinem Stuhl zurück und musterte sie schweigend. Er war genau so, wie die Artikel ihn beschrieben hatten, nur noch härter in persona. Kontrolliert, scharf und auf eine Weise attraktiv, die unfreundlich wirkte. Dunkles Haar nach hinten gekämmt und grau-haselnussfarbene Augen, die zu viel Aufmerksamkeit schenkten.

Das Büro passte zu ihm. Klare Linien und teure Stille. Nirgendwo Weichheit.

Seine Augenbraue hob sich.

„Ich habe gesagt: Heirate mich.“

„Ich habe dich gehört“, sagte er. „Ich will nur sichergehen, dass ich dich richtig verstanden habe.“

„Hast du“, antwortete sie.

„Du bist ohne Termin in mein Büro gekommen und hast mich gebeten, dich zu heiraten.“

„Ja, habe ich.“

„Wir haben uns noch nie getroffen. Du weißt, wer ich bin.“

„Ja.“

„Wie viel weißt du über mich? Über meine Familie?“

Sie schüttelte den Kopf. Alina hielt seinem Blick stand, während ihr Puls stieg. „Ich weiß, dass deine Familie dich unter Druck setzt, dich niederzulassen. Ich weiß, dass deine Großmutter will, dass du heiratest. Und ich weiß, dass du dem aus dem Weg gehst.“

Sie schluckte bei der Stille, die folgte. Sie spürte, wie sein Blick schärfer wurde und seine Schultern sich anspannten. Zweifellos hatte sie mit allem recht, denn sein Blick wurde etwas härter.

„Du hast deine Hausaufgaben gemacht“, sagte er.

„Sonst wäre ich nicht gekommen.“

„Und du glaubst, dich zu heiraten löst das?“

„Ja, das glaube ich.“

„Warum?“

„Weil es ihnen gibt, was sie wollen, und ich wäre deine Frau … nur dem Namen nach.“

Adrian beobachtete sie eine lange Weile. „Was bekommst du dafür?“

Sie hatte die Frage erwartet, aber das machte das Antworten nicht leichter.

„Es ist einfach: Der Ruhm, den führenden Milliardär des Landes zu heiraten. Ich bekomme mehr Aufmerksamkeit von den Medien, und das ist genau das, was ich für mein Geschäft brauche.“

Seine Aufmerksamkeit schärfte sich. „Du planst, mich zu benutzen.“

„Du würdest dasselbe tun, oder?“

Adrian musterte sie, ohne zu sprechen. Die Pause zog sich so lange hin, dass ihre Schultern sich versteiften.

Er tippte mit einem Finger gegen die Armlehne seines Stuhls. „Du willst, dass ich glaube, eine Frau, die ich noch nie getroffen habe, braucht meinen Namen so dringend, dass sie einem völlig Fremden die Ehe anbietet.“

„Ich will, dass du bedenkst, dass die Vereinbarung uns beiden hilft.“

„Oder dass du verzweifelt bist.“

Das Wort traf härter, als sie zeigen wollte. Für eine Sekunde hasste sie, wie nah es der Wahrheit kam.

„Wenn ich nur Hilfe bräuchte“, sagte sie, „hätte ich um Geld gebeten. Aber ich habe um einen Vertrag gebeten. Ich habe keinen geheimen Plan, dein Vermögen zu stehlen.“

Das ließ ihn innehalten, aber nicht lange. Alina nutzte die Lücke, bevor sie sie verlor. „Es könnte so lange dauern, wie du willst – ein Jahr, sechs Monate oder sogar nur bis zum nächsten Tag. Ich will keine emotionalen Erwartungen und keine Einmischung in das Privatleben des anderen“, erklärte sie, als würde sie ein Projekt pitchen und nicht einen Heiratsantrag machen.

„Menschen, die in die Enge getrieben sind, verpacken das oft als Strategie“, sagte er. „Woher soll ich wissen, dass du nicht eine von ihnen bist?“

„Das weißt du nicht“, antwortete Alina. „Alles wird schriftlich festgehalten und unterschrieben. Wenn ich eine Regel breche, kannst du es beenden, und wenn du es tust, kann ich dasselbe tun.“ Sie hatte sich gerade noch davon abgehalten, zu stottern.

Adrians Augen wanderten über ihr Gesicht. „Der Vertrag kann jederzeit beendet werden, wenn es mir passt.“

„Ja.“

„Öffentliche Auftritte nur, wenn nötig.“

„Einverstanden.“

„Keine emotionalen Erwartungen und keine Einmischung in das Privatleben des anderen.“

„Ja.“

„Und am Ende gehen wir beide getrennte Wege und es endet sauber.“

„Genau darum geht es.“

Er stand auf und ging zum Fenster. Er blieb dort stehen, den Rücken teilweise abgewandt, und blickte über die Stadt. Sie füllte die Stille nicht. Jede Sekunde ließ den Raum kleiner wirken.

Als er sich umdrehte, war sein Ausdruck kälter.

„Es musste nicht ich sein. Du hättest dir irgendeinen anderen Milliardär von der Straße greifen können.“

„… Weil du im Vergleich zu den anderen der jüngste und berühmteste bist. Genau die Art von Aufmerksamkeit, die ich will“, sagte sie.

Ein schwacher Anflug von Amüsement streifte seinen Mund und verschwand wieder.

„Du bist selbstbewusst.“

„Ich kann es mir nicht leisten, es nicht zu sein.“

Adrian ging zurück zum Schreibtisch, setzte sich aber nicht. „Wenn ich zustimme, bleibt das ein Vertrag. Nichts weiter.“

Seine Augen blieben auf ihren. „Und wenn ich herausfinde, dass du hierhergekommen bist mit einer anderen Absicht als der, die du vorgibst?“

Alinas Magen zog sich zusammen. Sie hielt ihr Gesicht ruhig. „Dann beende es.“

„Das sagst du so leicht.“

„Weil ich es ernst meine.“

„Das tun die Leute oft, bis die Konsequenzen kommen.“

Sie sah nicht weg. „Dann schreib es in den Vertrag. Wenn ich die Bedingungen breche, gehst du geschützt weg.“

Adrian nahm sein Telefon, legte es aber wieder hin, ohne zu wählen. Einen Moment lang beobachtete er sie nur, länger als zuvor, als würde er noch entscheiden, ob sie das Risiko wert war.

Alina zwang sich, nicht zu sprechen. Wenn sie zu sehr drängte, würde sie genau so verzweifelt klingen, wie sie sich fühlte.

Schließlich sagte er: „Ein Jahr ist, was wir haben. Getrennte Finanzen und klare Grenzen und öffentliche Verpflichtungen nur, wenn nötig. Nach zwölf Monaten lösen wir es auf.“

Sie schluckte. Sie würde die nächsten zwölf Monate überstehen müssen – für ihre Familie.  

„Dann ist es also abgemacht.“

Vor einer Woche hätte sie sich niemals vorstellen können, zuzustimmen oder Adrian Kingston überhaupt die Ehe anzubieten.

„Du wirst. Mein Anwalt schickt dir morgen die Vereinbarung.“

Das war es. Er stimmte tatsächlich zu. „Du meinst das ernst?“

Adrian warf ihr einen Blick zu. „Habe ich etwas gesagt, das wie ein Scherz klang?“

„Nein.“

„Dann heiraten wir.“

Sie schluckte. „Okay.“

Alina stand langsam auf. Ihre Beine fühlten sich weniger verlässlich an, als sie es brauchte. Von außen hoffte sie, immer noch gefasst zu wirken.

„Ich sehe dich morgen.“

Er nickte kurz und wandte seine Aufmerksamkeit wieder den Papieren auf seinem Schreibtisch zu, als wäre das Gespräch bereits beendet.

Sie ging zur Tür. Ihre Hand lag schon auf dem Griff, als er ihren Namen sagte.

„Alina.“ Sie drehte sich um. Es war das erste Mal, dass er ihn benutzt hatte.

„Ja?“

Seine Augen trafen die ihren vollständig. „Lass mich das nicht bereuen.“

Es war kein Anstieg in seiner Stimme. Sie erzwang ein kleines Lächeln. „Werde ich nicht.“

Dann trat sie hinaus und schloss die Tür hinter sich.

Der Flur fühlte sich kälter an als das Büro. Alina ging ein paar Schritte, bevor sie stehen blieb und sich mit dem Rücken an die Wand lehnte. Endlich ließ sie den Atem aus, den sie zurückgehalten hatte, seit sie das erste Mal „Heirate mich“ gesagt hatte.

Es war erledigt. Adrian Kingston hatte zugestimmt.

Sie hätte Erleichterung spüren sollen. Ein Teil von ihr tat das. Der Rest spürte die Größe dessen, was sie gerade angefangen hatte – eine Ehe, die auf einer Lüge aufgebaut war.

Was auch immer sie wählte, sie war sowieso verloren.

Alina blieb noch einen Moment an der Wand lehnen und wartete, bis ihre Hände ruhig wurden. Ein paar Mitarbeiter gingen am anderen Ende des Ganges vorbei und warfen ihr kaum einen Blick zu. Für sie war sie niemand. In weniger als einem Tag würde sich das ändern.

Mrs. Kingston.

Der Titel ließ ihren Magen umdrehen.

Sie stieß sich von der Wand ab und ging mit geradem Rücken und gefasstem Ausdruck zum Aufzug. Als die Türen aufgingen, trat sie hinein und blickte in ihr Spiegelbild in der verspiegelten Paneele.

Sie hatte gerade etwas betreten, aus dem sie vielleicht nicht unversehrt wieder herauskommen würde.

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