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Kapitel 3: Der Geruch des Verrats

ผู้เขียน: Adelina Beston
last update ปรับปรุงล่าสุด: 2026-02-10 14:51:46

Aus Shirleys Sicht

„Mama? Mama, ich hab Hunger.“

Abbys helle Stimme durchdrang den Nebel meiner Erschöpfung und riss mich zurück in die Realität. Ich schlug die Augen auf. Der Kopf dröhnte, als wäre der gestrige Abend ein physisches Gewicht, das auf mir lastete. Hatte ich überhaupt geschlafen? Oder war ich nur stundenlang wach gelegen, hatte an die Decke gestarrt und mir immer wieder vorgestellt, wie Steven bei ihr war?

Abby stand neben dem Bett, ihr kleines Gesicht in besorgte Falten gelegt. Ihre großen, unschuldigen Augen bohrten sich in meine, und es war fast unmöglich, im eigenen Schmerz zu versinken, wenn sie mich so ansah.

„Guten Morgen, mein Schatz“, krächzte ich. „Machen wir dir Frühstück.“

Ihre Miene erhellte sich und ich zwang mich zu einem Lächeln, während in meinem Inneren ein Sturm tobte.

Hand in Hand gingen wir in die Küche. Der vertraute Geruch von Kaffee und Toast wirkte für einen Moment wie ein Anker, ein Stück Normalität in einer Welt, die aus den Fugen geraten war. Während ich Eier in die Pfanne schlug, plapperte Abby von der Schule. Ihre unbeschwerte Stimme war wie ein Balsam.

„Mama, meinst du, mein Bild gewinnt heute einen Preis?“, fragte sie.

Ich drehte mich zu ihr um. „Ganz bestimmt, Spatz. Du bist die beste Künstlerin der Welt.“

Sie strahlte, und für einen kurzen, flüchtigen Moment fühlte sich alles wieder richtig an.

Doch sobald ich Abby in der Schule abgesetzt hatte, brach die Ungewissheit des Tages wieder über mich herein. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde er mich näher an eine Wahrheit führen, für die ich nicht bereit war.

Und dann kam die Nachricht. Von Steven.

Mein Herz setzte einen Schlag aus, als sein Name auf dem Display aufleuchtete.

„Muss für ein paar Tage auf Geschäftsreise. Sehr dringend. Schaffe es nicht mehr heim. Kannst du mir Kleidung ins Büro bringen?“

Ich stieß die Luft aus. Noch eine Geschäftsreise. Wie oft hatte ich diese Ausrede schon gehört und sie ohne mit der Wimper zu zucken akzeptiert?

Mit einem Knoten im Magen packte ich ein paar seiner Hemden und Hosen ein. Die Fahrt ins Büro fühlte sich an wie ein Gang zum Schafott. Jeder Kilometer brachte mich der Wahrheit näher, und ich war mir nicht sicher, ob ich sie ertragen konnte.

Im Foyer seines Bürogebäudes saß eine mir unbekannte Frau am Empfang. Sie war vielleicht Ende zwanzig und musterte mich mit einem Blick, der zwischen Verwirrung und Misstrauen schwankte, als sie die Kleidung in meinen Händen sah.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie. Ihr Ton war professionell, aber kühl.

„Ich bin Stevens Frau“, sagte ich und rang mir ein Lächeln ab. „Ich bringe ihm nur schnell etwas vorbei.“

Die Empfangsdame zögerte, hob dann den Hörer ab. „Einen Moment.“

Ich wartete, meine Finger trommelten nervös auf den Stoff von Stevens Hemden. Irgendetwas an dieser Situation fühlte sich falsch an.

Dann öffnete sich die Tür zum inneren Bürobereich und eine Frau trat heraus. Sie war eine Erscheinung – groß, mit glattem, schwarzem Haar und einer Aura von poliertem Selbstbewusstsein. Ihr Lächeln war warm, aber einstudiert.

„Sie müssen Stevens Frau sein“, sagte sie und reichte mir eine Hand, deren Druck kurz und kühl war. „Ich bin seine neue Sekretärin. Er ist leider gerade in einem Meeting. Geben Sie ruhig mir die Sachen, ich sorge dafür, dass er sie bekommt.“

Ich blinzelte. Neue Sekretärin?

„Oh, okay“, stammelte ich. „Ich dachte, er hätte vielleicht eine Minute Zeit.“

Das einstudierte Lächeln wich nicht aus ihrem Gesicht. „Er ist sehr beschäftigt. Aber keine Sorge, ich kümmere mich darum.“

Sie nahm mir die Kleidung ab, ihre Finger streiften meine. Eine Geste, die zu vertraut wirkte. Als sie sich umdrehte, um zurück ins Büro zu gehen, wehte ein Hauch ihres Parfums zu mir herüber. Ein schwerer, blumiger Duft, der mir unheimlich bekannt vorkam.

Warte. Diesen Duft... den kannte ich.

Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag in die Magengrube. Es war dasselbe Parfum, das vor ein paar Wochen an Stevens Hemden gehaftet hatte. Der Duft, der ihn in der Nacht umgeben hatte, als ich die Nachricht von „Jason“ fand.

Mir wurde eiskalt. Nein. Das kann nicht sein.

Als ich wieder zu Hause war, versuchte ich, mich mit Hausarbeit abzulenken. Doch als ich Stevens schmutziges Hemd von gestern Abend aus dem Wäschekorb hob, war er wieder da. Der Geruch. Dasselbe Parfum, das die Luft im Büro seiner Sekretärin erfüllt hatte.

Es klebte an seinem Hemd.

Es ist wahr.

Ich ließ das Hemd fallen, meine Hände zitterten unkontrolliert. Ich bekam kaum Luft. Ich starrte auf den Stoff, auf den unbestreitbaren, überwältigenden Beweis, der direkt vor mir lag.

Die Wahrheit war noch nie so klar gewesen. Und sie hatte noch nie so wehgetan.

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