เข้าสู่ระบบMayaIhr Haus ist riesig, eine prachtvolle Pariser Fassade mit hohen Fenstern, die beinahe so groß sind wie Kirchentüren, schmiedeeisernen Balkonen und einem digitalen Zugangssystem, dessen Zahlen im grauen Abendlicht leuchten.Ich klingele mit einem Finger, der zittert.Eine Haushälterin öffnet mir.Eine brünette Frau unbestimmbaren Alters in grauer Uniform.Sie fragt nicht, wer ich bin.Sie fragt nicht, weshalb ich hier bin.Sie lässt mich eintreten, als hätte sie mich seit Jahren erwartet.Das Wohnzimmer ist weiß, hell und kalt, mit einem beigefarbenen Sofa, das aussieht, als stamme es aus einer Wohnzeitschrift, und einem Glastisch, der so sauber ist, dass man meinen könnte, niemand hätte ihn jemals benutzt.An den Wänden hängen keine Fotos.In den Regalen stehen keine Bücher.Auf den Möbeln befinden sich keine persönlichen Gegenstände.Nichts erinnert an ein gele
MayaDie Unterzeichnung findet in ihrem Büro statt, und Victoria hat eine Feder hervorgeholt, eine richtige Schreibfeder, keine gewöhnliche Kugelschreibermine, mit einer weißen Feder, die wie Schnee aussieht, und schwarzer Tinte in einem kleinen, kunstvoll geschliffenen Kristallfass, das vermutlich mehr kostet als alles, was ich in meinem bisherigen Leben besessen habe.— Weil es symbolischer ist, sagt sie, als sie meinen erstaunten Blick bemerkt.Ein Hauch von Belustigung liegt in ihrer Stimme, die erste Emotion, die sie mir neben ihrer gewohnten Kälte zeigt, und ich frage mich, ob sie sich über mich lustig macht oder ob sie es tatsächlich ernst meint.Ich nehme die Feder.Sie ist schwerer als ein gewöhnlicher Stift. Das Holz fühlt sich warm unter meinen Fingern an, beinahe lebendig.Ich setze die Spitze auf die Linie am Ende der letzten Seite, dorthin, wo mein Name stehen soll, mein zukünftiges Leben, meine Freiheit,
Maya— Die erste Klausel, Maya, ist die Schweigeklausel, sagt Victoria, während sie aufsteht und um ihren Schreibtisch herumgeht.Ihre Absätze schlagen auf dem Parkett auf wie Sekunden, die in einem unerbittlichen Countdown verstreichen, und als sie vor mir stehen bleibt, ist sie so nah, dass ich ihr Parfüm riechen kann, eine Mischung aus Vanille und Leder, die eigentlich beruhigend wirken müsste, es aber nicht tut, weil dieser Duft nach Macht, Geld und allem riecht, was ich niemals besitzen werde.— Sie werden niemandem von unserer Vereinbarung erzählen, fährt sie fort und bohrt ihren grauen Blick in meinen. Nicht Ihrer Mutter, nicht Ihren Freundinnen, keinem Therapeuten, keinem Priester, niemandem. Absolut niemandem. In Gegenwart anderer Menschen werden Sie mich „Madame Kane“ nennen. Wenn wir allein sind, nennen Sie mich lediglich „Madame“. Meinen Vornamen verwenden Sie niemals, es sei denn, ich erteile Ihnen ausdrücklich die Erlaubnis dazu, wa
Unter ihrer HautMaya, ruiniert, unterzeichnet einen Vertrag über absoluten Gehorsam mit Victoria Kane, einer Luxusmagnatin, ebenso kalt wie verführerisch. Doch schon bald mischt sich eine dritte Frau ein: Léa, Victorias ehemalige Schützling, eifersüchtig und rachsüchtig. Léa will Victoria zurückerobern … oder Maya zerstören. Es folgt ein Spiel aus Manipulation, dreieckigem Sex, Tränen und geteilten Körpern. Zwischen der Herrin, die nicht mehr weiß, wen sie begehrt, der Sklavin, die sich verliebt, und der Rivalin, die die Flammen schürt, wird jeder Orgasmus zur Waffe. Doch am Ende ist es das Herz, das das Gesetz diktiert.MayaIch überprüfe meine Konten heute bereits zum zehnten Mal, doch die rote Zahl hat sich kein bisschen verändert; sie dreht sich in meinem Kopf wie ein Messer, das immer wieder in eine Wunde gestoßen wird, die einfach nicht heilen will, und ich weiß, dass ich kurz davorstehe, ins Bodenlose zu stürzen, denn die Miete ist seit zwei M
ÉlenaFünf Jahre später.Der Garten unseres Landhauses liegt unter der warmen Junisonne, in demselben Monat, in dem wir vor fünf Jahren geheiratet haben. Es ist ein altes Steinhaus, das wir vor drei Jahren nach monatelanger, geduldiger Suche gekauft haben, ein ehemaliger Bauernhof aus dem achtzehnten Jahrhundert, den wir mit viel Liebe renoviert haben, mit sichtbaren Holzbalken, die von längst vergangenen Zeiten erzählen, einem Gemüsegarten, den ich mit einer Leidenschaft pflege, von der ich selbst nicht wusste, dass sie in mir schlummerte, und einem großen Garten, der sanft zu einem kleinen Bach hinabführt, dessen Wasser über die Steine plätschert.Ein kleines Mädchen läuft durch das hohe Gras.Sie ist fünf Jahre alt, hat braune Locken, die bei jedem Schritt um ihr Gesicht tanzen, und ein Lachen, das kristallklar klingt. Sie heißt Lila.Sie ist vor vier Jahren in unser Leben gekommen, nach achtzehn Monaten des Wartens, zahlloser Behördengänge, Enttäuschungen und Hoffnungen, die immer
AdrianaDie Hotelsuite liegt in gedämpftem Licht. Dutzende Kerzen wurden überall von Sophie aufgestellt, die an alles gedacht hat, selbst an die intimsten Kleinigkeiten. Rote Rosenblätter bedecken die weißen Laken und bilden einen Weg bis zum Kopfkissen. Eine Flasche Jahrgangschampagner steht in einem Eiskübel, daneben warten zwei Gläser darauf, gefüllt zu werden. Die Stille der Pariser Nacht umhüllt das Zimmer wie ein Kokon aus Samt.Wir sind allein.Endlich allein.Nach Stunden voller Feierlichkeiten, Reden, Tänze und Lachen, nachdem wir Dutzende Hände geschüttelt und Dutzende Wangen geküsst haben, stehen wir nun einander gegenüber, fast wie in jener ersten Nacht. Der Lärm der Feier ist hinter uns verstummt und dem vertrauten Schweigen unseres Hochzeitszimmers gewichen.— Meine Frau.Ich flüstere diese Worte, und sie fühlen sich auf meinen Lippen neu an, fremd und zugleich köstlich, wie eine Frucht, die man zum ersten Mal kostet.— Meine Frau, antwortet sie, und ihr Lächeln ist so s







