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Der Vertrag

Author: Jennifer C
last update publish date: 2026-09-20 17:46:42

Bella

Sein kalter Atem an meinem Ohr ließ jedes kleine Härchen auf meinen Armen zu Berge stehen. Ich versuchte mich zurückzuziehen, aber sein Griff um mein Handgelenk war wie ein Schraubstock aus Stahl.

"Bitte lass mich los", flüsterte ich und zwang meine Stimme dazu, nicht zu zittern.

Adrian antwortete nicht. Er schubste mich einfach zurück in Richtung des Schreibtischs und warf den silbernen Stift mit einem lauten Klacken auf die Tischplatte.

"Unterschreibe", befahl er, während seine sturmgrauen Augen ausdruckslos und völlig frei von Emotionen waren.

"Bella, bitte!", flehte mein Vater und krabbelte über den Boden auf mich zu. "Schau dir den Vertrag an!" Er begleicht die gesamten fünfzig Millionen! "Du musst das tun!"

Patricia ergriff meinen anderen Arm, während sich ihre manikürten Nägel schmerzhaft in meinen Ärmel gruben. "Wage es nicht, das für uns zu ruinieren, Bella!" Unterschreibe das Papier sofort! Es ist deine Pflicht als Sterling, den Hals deines Vaters zu retten!"

"Ja, hör auf so zu tun, als wärst du zu gut für einen Alpha König", schaltete sich Jennifer von der Türöffnung aus ein, mit einem giftigen Lächeln im Gesicht. "Du solltest Alpha Adrian stattdessen danken."

Ich blickte auf das Dokument hinab. Klausel vier brannte sich in meine Netzhaut ein, der Verzicht auf alle persönlichen Vermögenswerte, rechtlichen Freiheiten und Rechte zugunsten seiner Autorität...

Meine Wölfin krallte in meiner Brust und wollte unbedingt, dass ich mich ausstrecke, dass ich mich dem Gefährten Band ergebe, das in meinen Adern schrie. Aber als ich auf Adrians eisiges Gesicht blickte, erkannte ich die bittere Wahrheit. Er spürte es nicht. Für ihn war ich keine vorbestimmte Gefährtin. Es war ein Geschäft. Ein Stück Eigentum, das man aller Rechte beraubt.

Wenn ich hinaus ginge, würden die Kredithaie meinem Vater morgen eine Kugel in den Kopf jagen. Wenn ich unterschreibe, würde ich zur rechtmäßigen Sklavin eines Alpha-Königs, der mich als nichts weiter als ein Spielzeug sah.

Meine Hand zitterte heftig, als ich den Stift aufhob und auf das Papier drückte, während ich meinen Namen auf die gepunktete Linie kritzelte.

"Kluge Wahl", murmelte Adrian kalt. Er nahm den unterschriebenen Vertrag auf, reichte ihn seinen Beta, der gerade wieder hereingekommen war, ohne ihn anzusehen, und wandte uns den Rücken zu. "Bringt ihre Familie aus meinem Büro. "Veranlasst das Anwesen Personal, die Gemächer im Ostflügel für meine Frau vorzubereiten."

Drei Tage später stand ich in der Kapelle des Anwesens Silvercrest und starrte auf mein Spiegelbild in einem bodentiefen Spiegel.

Das weiße Seidenkleid, das ich trug, war steif und eiskalt auf meiner Haut. Es fühlte sich nicht wie ein Hochzeitskleid an. Es fühlte sich wie ein Leichentuch an.

"Du siehst aus, als würdest du direkt zum Galgen gehen", sagte eine scharfe Frauenstimme aus der Türöffnung.

Ich drehte mich um. Eine auffallende Frau mit schwarzem, welligem Haar, scharfen grauen Augen und einer schwarzen, durchsichtigen Robe trat in den Raum und stellte eine kleine Ledertasche auf den Tisch.

"Wer bist du?", fragte ich und wich leicht zurück.

"Sophie", sagte sie und verschränkte die Arme. "Adrians Schwester". Er hat verlangt, dass ich den ersten Flug aus Paris nehme, damit die Presse denkt, dass sich unsere Familie tatsächlich einen Dreck um diese Verbindung schert."

Ich machte mich auf eine weitere Beleidigung gefasst und erwartete, dass sie sich wie Jennifer verhalten würde. "Es tut mir leid, dass du einen Flug verschwenden musstest."

Sophie hielt inne. Sie sah auf meine Hände, die die Seide meines Kleides so fest umklammerten, dass meine Knöchel weiß waren, und blickte mir dann direkt in die Augen.

"Du hast Todesangst", sagte sie sanft, während ihr harscher Ton etwas nachgab. "Warum?"

"Ich hatte keine Wahl", brachte ich hervor. "Mein Vater ist den Kredithaien fünfzig Millionen schuldig geblieben." "Adrian hat die Schulden gekauft."

Sophie stieß einen tiefen, bitteren Seufzer aus. "Natürlich hat er das." "Mein Bruder macht aus jedem menschlichen Leben ein Geschäft." Sie kam herüber und legte eine feste, beruhigende Hand auf meine Schulter. "Hör mich zu, Bella." Adrian ist rücksichtslos, aber er handelt nach kalter Logik. Kämpfe nicht direkt gegen ihn an und halte den Kopf unten."

Bevor ich antworten konnte, knarrten die Doppeltüren auf.

Die Zeremonie war in weniger als fünf Minuten vorbei. Patricia und Jennifer saßen in der ersten Reihe und grinsten hämisch, als hätten sie im Lotto gewonnen, während mein Vater leise auf seinem Platz weinte. Es gab keine Blumen und kein Eheversprechen. Ein feierlicher Rudel Richter verlas das rechtmäßige Ehe Dekret, während Adrian wie ein Berg aus massivem Eis neben mir stand.

Als die Zeit für den Ring kam, schob Adrian einen Diamantring auf meinen Finger. Seine Berührung war völlig emotionslos, völlig unbewusst der Elektrizität, die bei seinem Kontakt durch meine Haut schoss.

Als wir in den Korridor traten, versperrte uns ein älterer Mann in einem anthrazitfarbenen Anzug den Weg. Er hatte dieselbe messerscharfe Kieferpartie wie Adrian, aber seine Augen waren von absoluter Abscheu erfüllt.

Marcus Vale. Der ehemalige Alpha-König.

"Du hast unseren Familiennamen an diesen niederen Streuner gebunden?", spottete Marcus und starrte mich an, als wäre ich Ungeziefer. "Du hast deine Autorität für eine Schuld aufs Spiel gesetzt?" "Warum hast du das getan?"

Adrian verlangsamte nicht einmal seinen Schritt. Er drehte seinen Körper leicht und trat zwischen seinen Vater und mich.

"Sie ist ein Bettwärmer, Vater", sagte Adrian, seine Stimme völlig flach und frei von Menschlichkeit. "Du hast mir einmal gesagt, ich solle aufhören, mit verschiedenen Frauen rumzumachen, dass es mich ruinieren würde, also habe ich dieses Spielzeug gewählt, um es in meinen Gemächern zu halten, bis es mir langweilig wird." Kümmere dich nicht um mein Eigentum."

Die Worte schnitten wie eine gezackte Klinge durch mein Herz. Ich biss mir auf die Innenseite meiner Wange, bis ich Blut schmeckte, und zwang mich dazu, vor ihnen keine einzige Träne zu vergießen.

Die Nacht brach so schnell über das Anwesen Silvercrest herein.

Ich stand allein in der Mitte des riesigen Hauptschlafzimmers. Der Raum war beängstigend groß, in Anthrazit und Schiefer dekoriert, mit einem riesigen Kingsize-Bett, das an die hintere Wand geschoben war.

Die Tür klickte hinter mir ins Schloss.

Ich drehte mich um, mein Puls raste wild. Adrian stand in der Nähe des Eingangs. Er knöpfte seine Anzugjacke auf, warf sie achtlos auf einen Ledersessel, bevor er seine Krawatte lockerte.

Seine Alpha Aura überflutete den Raum, schwer und erstickend.

"Zieh das Kleid aus", befahl er sanft und trat auf mich zu.

"Adrian, bitte", flüsterte ich, meine Stimme brach, während ich zurückwich, bis die Kante des Bettes meine Kniekehlen traf. "Du hast deinem Vater gesagt, ich sei nur ein Spielzeug..."

"Ich habe meinem Vater die Wahrheit gesagt", sagte Adrian und überwand die Distanz zwischen uns im Bruchteil einer Sekunde. Er griff nach mir, seine langen Finger ergriffen mein Kinn fest und zwangen meinen Kopf nach oben, um seinen kalten Augen zu begegnen. "In diesem Haus bist du nur mir Rechenschaft schuldig." "Zieh dich aus."

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