LOGINLucian
Ihre Brust hob und senkte sich in einem langsamen, friedlichen Rhythmus.
Ich stand an der Seite des Bettes und sah ihr beim friedlichen Schlafen zu. So sah sie kleiner aus, eingewickelt in die weißen Laken, während ihr schwarzes Haar fast ihr Gesicht bedeckte. Meine Güte! Sie ist so wunderschön. Ich könnte sie mir ewig ansehen.
Ich habe die letzten sieben Jahre in Manhattan damit verbracht, Cross Enterprises von Grund auf aufzubauen, die Außenseiter zu versammeln, das Rogue Imperium zu leiten und meine Hände sauber von nutzlosen Ablenkungen zu halten. Frauen kamen und gingen, aber keine von ihnen hat jemals eine Rolle gespielt. Lange Zeit dachte ich, die Mondgöttin hätte mich entweder verflucht oder bestraft, vollkommen allein über diese Erde zu gehen. Ich dachte, ich würde niemals ein wahres Band finden.
Dann sah ich ihr Bild. In der Sekunde, als Kael mir dieses iPad überreichte, sprang mein Wolf mit einem so lauten Brüllen auf, dass es mir fast den Atem aus den Lungen schlug. Es war nicht nur Neugier, die mich heute Nacht auf dieses Anwesen gebracht hat. Es war ein absolutes, blendendes Gefühl, das ich nicht ganz verstand.
Sie war meine vorbestimmte Gefährtin.
Der Haken an der Sache? Sie war die Frau meines Zwillingsbruders. Das ist definitiv wieder ein Streich der Mondgöttin. Ich wusste, dass es verrückt war. Ich wusste, dass das Betreten von Adrians Hauptsuite, während er in London war, eine Grenze überschritt, die ich niemals rückgängig machen konnte. Aber in der Sekunde, als ich diesen Raum betrat und ihre Haut roch, verlor mein Wolf den Verstand. Ich versuchte mich zurückzuziehen. Ich versuchte den Drang zu kontrollieren, sie nur anzusehen und zu gehen, aber die Anziehungskraft war zu stark. Sie zu berühren war wie Benzin in eine offene Flamme zu gießen. Dann verlor ich die Beherrschung. Ich nahm mir Zeit, kartografierte jede weiche Rundung ihres Körpers. Ich küsste sie, bis ihr der Atem stockte, und flüsterte ihr jeden süßen Wunsch, den ich gekannt hatte, ins Ohr, bis ihre Mauern völlig einbrachen.
Ich war schockiert darüber, wie leicht sie auf mich reagierte. Sie kämpfte nicht und zog sich nicht einmal zurück. Sie schmolz in meinen Armen dahin, keuchte zuerst den Namen meines Bruders, reagierte aber auf jede einzelne Berührung meiner Hände, als hätte sie danach gehungert. Ihr Körper erkannte mich, auch wenn ihr Verstand verwirrt war. Es war ein berauschender, süchtig machender Schleier, und ich trank jede Sekunde davon in mich auf. Ich beugte mich über das Bett, während mein Daumen sanft eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht strich. Sie regte sich im Schlaf und stieß einen kleinen, warmen Seufzer aus, der meine Brust traf.
"Schlaf gut, kleiner Vogel", flüsterte ich.
Ich drückte einen sanften, langen Kuss auf ihre Stirn und nahm einen letzten tiefen Atemzug ihres Duftes, bevor ich auf dem Absatz umdrehte. Ich ging wie ein Geist aus der Suite, schlüpfte durch die Terrassentüren und verschwand in der nebligen Nacht, lange bevor die Wachen überhaupt bemerkten, dass ihre Sicherheit durchbrochen worden war.
Als ich es zurück in meine Penthouse Suite geschafft hatte, hatte der Regen endlich aufgehört. Ich warf meinen Mantel über die Rückenlehne des Sofas und goss mir ein Glas reinen Bourbon ein. Mein Blut summte noch immer vor Hitze. Mein Wolf ging praktisch in meiner Brust auf und ab, zufrieden, stolz und völlig unberechenbar.
Dann klopfte jemand sanft an meine Tür. Ich wusste, dass es Kael war. Er war der Einzige, der mich jederzeit stören durfte, besonders um diese Uhrzeit. Bevor ich den Mund öffnen konnte, ging die Tür auf und Kael kam herein, während er eine Zeitung hielt und hereineilte, als wäre es dringend. Aber in der Sekunde, als er ein paar Schritte von mir entfernt war, erstarrte er auf der Stelle.
Seine Nasenlöcher blähten sich auf und seine Augen weiteten sich in absolutem Schock.
"Alpha...", stammelte Kael, während seine Augen zu meinem Kragen und dann zu meinen Händen wanderten. "Du riechst..." da ist ein weiblicher Duft überall an dir. "Ein Gefährtenband Duft."
Ich nahm einen langsamen Schluck von meinem Getränk und ließ ein schwaches, schiefes Lächeln meine Lippen umspielen. Ich machte mir nicht die Mühe, es zu verbergen. "Ja, du hast recht." "Ich habe sie gefunden, Kael."
Kaels Gesicht erhellte sich sofort vor Erleichterung und echter Freude. "Hast du?" Oh mein Gott!, meinst du das ernst? Nach all den Jahren? Das ist unglaublich! Wer ist sie? Aus welchem Rudel stammt sie? Wir können sofort eine Eskorte schicken, um sie in das Territorium zu bringen!"
"Sie stammt nicht aus einem Rogue Territorium", sagte ich leise und stellte das Kristallglas mit einem leisen Klacken auf den Glastisch.
Kael blinzelte, sein Lächeln ins Wanken geraten. "Wirklich?" "Woher kommt sie dann?"
"Ich meine, sie ist in Silvercrest", antwortete ich und sah ihm direkt in die Augen. "Ihr Name ist Bella". Die neue Frau meines Bruders."
Die Freude wich sofort so schnell aus Kaels Gesicht, dass er aussah, als hätte er einen Geist gesehen. Ihm fiel der Kiefer herunter. Das Papier in seiner Hand fiel zu Boden, und er machte einen unwillkürlichen Schritt zurück, während seine Haut völlig blass wurde.
"Alpha... bitte sag mir, dass du scherzt", keuchte Kael, während seine Stimme vor reinem Entsetzen entgleiste. Er begann schnell den Kopf zu schütteln. "Bella? Adrians Frau? Du... du hast die Braut des Alphakönigs berührt?"
"Sie ist meine Gefährtin, Kael", knurrte ich leise, während mein Ton gefährlich tief sank. "Die Göttin hat sie an mich gebunden." Aber Adrian hat sie nur als Eigentum geheiratet. Es gibt keine Band! "Ihre Ehe ist rein geschäftlich!"
"Oh mein Gott, Alpha, hast du den Verstand verloren?!", schrie Kael, der für den Bruchteil einer Sekunde seinen Rang völlig vergaß, als die Panik die Überhand nahm. Er fasste sich mit beiden Händen ins Haar und ging auf dem Boden hin und her. "Das ist Krieg! Du weißt, wie Adrian ist! Er ist rücksichtslos territorial. Wenn er aus London zurückkommt und auch nur einen Hauch deines Duftes auf ihrem Körper erwischt, wird er dich nicht nur aufspüren, er wird die gesamte Region in Stücke reißen, um uns abzuschlachten!"
"Sehe ich für dich schwach aus?", spottete ich und spürte, wie die dunkle, tödliche Macht des Rogue Königs durch meine Adern schoss. "Mein ganzes Leben lang habe ich gekämpft." "Ich habe geblutet, Narben und Verletzungen davongetragen, um an diese Position zu gelangen, und die Wut meines Bruders soll mir Angst machen?", spottete ich und lächelte lässig.
"Du verstehst es nicht!", schüttelte Kael wild den Kopf, seine Augen weit vor Entsetzen. "Er wird sie auch töten, wenn er glaubt, dass sie ihn hintergangen hat!" Wenn er erkennt, dass seine Braut sich seinem Zwillingsbruder in seinem eigenen Bett hingegeben hat... wird er sie brechen, bevor er deinen Kopf holen kommt!"
Ich erstarrte. Das überhebliche Lächeln verschwand aus meinem Gesicht und wurde durch eine kalte, tödliche Kälte ersetzt, die mein Herz ergriff. Ich hasse es, bedroht zu werden, besonders wenn ich um das kämpfe, was mir gehört.
"Er wird sie nicht anrühren", knurrte ich, während meine Krallen drohten, durch meine Knöchel zu brechen.
"Er kommt in sechsunddreißig Stunden zurück, Alpha", flüsterte Kael, seine Stimme zitterte. "Und wenn er dieses Schlafzimmer betritt... möge Gott uns allen helfen."
LucianIhre Brust hob und senkte sich in einem langsamen, friedlichen Rhythmus.Ich stand an der Seite des Bettes und sah ihr beim friedlichen Schlafen zu. So sah sie kleiner aus, eingewickelt in die weißen Laken, während ihr schwarzes Haar fast ihr Gesicht bedeckte. Meine Güte! Sie ist so wunderschön. Ich könnte sie mir ewig ansehen.Ich habe die letzten sieben Jahre in Manhattan damit verbracht, Cross Enterprises von Grund auf aufzubauen, die Außenseiter zu versammeln, das Rogue Imperium zu leiten und meine Hände sauber von nutzlosen Ablenkungen zu halten. Frauen kamen und gingen, aber keine von ihnen hat jemals eine Rolle gespielt. Lange Zeit dachte ich, die Mondgöttin hätte mich entweder verflucht oder bestraft, vollkommen allein über diese Erde zu gehen. Ich dachte, ich würde niemals ein wahres Band finden.Dann sah ich ihr Bild. In der Sekunde, als Kael mir dieses iPad überreichte, sprang mein Wolf mit einem so lauten Brüllen auf, dass es mir fast den Atem aus den Lungen schlug.
BellaIch wachte mit einem langen Gähnen auf und streckte meine Arme über meinem Kopf aus, bevor ein intensiver Schmerz mich erstarren ließ.Mein ganzer Körper tat weh. Meine Muskeln fühlten sich schwer an, und als ich versuchte, meine Beine zu bewegen, um mich aufzusetzen, flammte ein heißer, brennender Schmerz zwischen meinen Oberschenkeln auf. Ich sah mich in meinem Zimmer um, aber es gab keine Spur von ihm. "Adrian?", rief ich leise.Es gab keine Antwort.Ich setzte mich langsam auf und zog die Laken hoch bis zu meiner Brust. Als ich mich bewegte, kehrten die Erinnerungen an die letzte Nacht wie ein Schlag ins Gesicht zurück. Die Art, wie er mich niederhielt, der kalte Blick in seinen Augen und die harte Art, wie er mich behandelte. Eine Träne glitt mir über die Wange, und ich wischte sie schnell mit meinem Handrücken weg.Ich wünschte, die Dinge wären anders. Ich wünschte, er würde mich mit sanften Augen ansehen und mich mit Fürsorge behandeln, mich vielleicht sogar so lieben, wi
Lucian"Alpha! Alpha Lucian!"Die Metalltüren meines privaten Arbeitszimmers flogen mit einem lauten Knall auf und übertönten das Geräusch des Regens draußen.Ich neigte langsam mein Kristallglas und sah zu, wie der bernsteinfarbene Whiskey um das Eis wirbelte, bevor ich einen ruhigen, entspannten Schluck nahm. Ich saß zurückgelehnt in meinem Ledersessel, ein Bein lässig über das andere geschlagen, völlig unbeeindruckt von dem plötzlichen Eindringen.Mein Assistent Kael rannte in die Mitte des Raumes, schwer atmend, als wäre er gerade zehn Stockwerke hochgesprintet. Er umklammerte fest ein iPad in seiner rechten Hand, als würde sein Leben davon abhängen."Kael", sagte ich und ließ ein schwaches, gefährliches Lächeln meine Mundwinkel umspielen. Meine Stimme war ruhig, entspannt und viel umgänglicher. "Ist die Ostgrenze gefallen, während ich mir mein Getränk eingegossen habe, oder hat es endlich jemand geschafft, in meinen privaten Keller einzubrechen?""Weder noch, Alpha", keuchte Kael
AdrianDie weiße Seide ihres Kleides sammelte sich zu ihren Füßen wie ein abgelegtes Leichentuch.Ich hielt meinen Kiefer angespannt, meinen Puls unter rücksichtsloser Kontrolle, während Bella zitternd in ihrer schwarzen Spitzenunterwäsche vor mir stand, die Arme eng um ihre Mitte geschlungen. Ihre Brust hob und senkte sich mit flachen, unregelmäßigen Atemzügen, als ich eintrat und die verbleibende Distanz zwischen uns überwand, bis sie keinen Ort mehr hatte, um zu fliehen."Adrian"... "Bitte", brachte sie hervor, ihre dunklen Augen weit und glänzend von ungeweinten Tränen. "Du musst das nicht tun." Du versuchst, deinem Vater etwas zu beweisen, aber ich bin ein Mensch. "Kannst du denn gar nichts fühlen?"Fühlen?Ein plötzlicher, kurzer Erinnerungsfetzen durchdrang meinen Verstand schmerzhaft wie Säure.Ich erinnerte mich daran, als ich zehn Jahre alt war und im Wohnzimmer unserer alten Villa stand. Ich erinnerte mich daran, wie mein Vater schrie, flehte und teure Kristallgläser gegen
BellaSein kalter Atem an meinem Ohr ließ jedes kleine Härchen auf meinen Armen zu Berge stehen. Ich versuchte mich zurückzuziehen, aber sein Griff um mein Handgelenk war wie ein Schraubstock aus Stahl."Bitte lass mich los", flüsterte ich und zwang meine Stimme dazu, nicht zu zittern.Adrian antwortete nicht. Er schubste mich einfach zurück in Richtung des Schreibtischs und warf den silbernen Stift mit einem lauten Klacken auf die Tischplatte."Unterschreibe", befahl er, während seine sturmgrauen Augen ausdruckslos und völlig frei von Emotionen waren."Bella, bitte!", flehte mein Vater und krabbelte über den Boden auf mich zu. "Schau dir den Vertrag an!" Er begleicht die gesamten fünfzig Millionen! "Du musst das tun!"Patricia ergriff meinen anderen Arm, während sich ihre manikürten Nägel schmerzhaft in meinen Ärmel gruben. "Wage es nicht, das für uns zu ruinieren, Bella!" Unterschreibe das Papier sofort! Es ist deine Pflicht als Sterling, den Hals deines Vaters zu retten!""Ja, hör
BellaIch stand in der Mitte von Papas Büro und starrte auf den leeren Platz, wo einst unser Familienerbe gestanden hatte. Bundesbeamte in schweren Stiefeln marschierten an mir vorbei und trugen die letzten Kartons mit verschlüsselten Festplatten hinaus.Hinter dem braunen Schreibtisch saß mein Vater zusammengesunken in einem Samtsessel. Eine halbleere Flasche billiger Scotch war zwischen seinen zitternden Knien eingeklemmt."Papa", flüsterte ich und stieg über einen verstreuten Haufen unbezahlter Rechnungen. "Was ist los? Wo ist all das Geld?"Robert Sterling sah nicht auf. Er konnte mir nicht einmal in die Augen sehen."Es ist weg, Bella", stieß er hervor, seine Stimme klang rau. "Alles." "Die Firma, das Haus, dein Trust Fund... sogar deine Studiengebühren."Mein Herz fiel mir in den Magen. "Meine Studiengebühren?" Papa, ich mache in drei Monaten meinen Abschluss in Blackwood! "Du hast mir gesagt, der Firma geht es großartig!""Ich habe gelogen!" Er schlug mit der Faust auf den Schr







