เข้าสู่ระบบNaomis POVAn diesem Nachmittag war der Himmel über London wieder grau.Ich stand am Fenster im Atelier und hielt meinen Pinsel in der Hand, aber ich malte nicht. Mein Blick war nach draußen gerichtet, wo Menschen mit ihren Mänteln und Regenschirmen vorbeigingen.Jeder sah so aus, als wüsste er, wohin er ging.Jeder wirkte … sicher.Ich fragte mich, ob ich auch so aussah.Oder ob die Menschen durch mich hindurchsehen konnten.Das Mädchen sehen konnten, das immer noch versuchte, sein Gleichgewicht zu finden.„Naomi?“Ich drehte mich leicht um.Es war wieder Emily.Sie kam näher und betrachtete meine Leinwand.„Du hast aufgehört“, sagte sie leise.„Ich brauchte nur eine Pause“, antwortete ich.Aber das war nicht die Wahrheit.Die Wahrheit war … ich dachte wieder zu viel nach.Emily sagte eine Weile nichts.Dann lehnte sie sich neben mir auf den Tisch.„Das machst du immer“, sagte sie.„Was?“„Du verschwindest in deinem Kopf.“Ich blinzelte.„Ich verschwinde nicht.“Sie lächelte leicht.
Valentinas SichtIn dieser Nacht konnte ich nicht schlafen.Ich drehte mich von einer Seite auf die andere, zog die Decke hoch und schob sie dann wieder weg. Das Zimmer war still, aber meine Gedanken waren es nicht.Sie waren laut.Viel zu laut.Jedes Wort vom Abendessen spielte sich immer wieder in meinem Kopf ab.Evelyns Stimme … ruhig, aber scharf.Dieser Blick in ihrem Gesicht … als wäre ich nichts.Als wäre ich das Problem.Ich biss die Zähne zusammen und setzte mich auf das Bett.„Hexe …“, flüsterte ich leise.Meine Hände ballten sich zu Fäusten.„Sie denkt, sie ist besser als ich.“Ich stand auf und begann, im Zimmer auf und ab zu gehen.Der Boden war kalt unter meinen Füßen, aber es war mir egal.„Ich bin die Ehefrau ihres Sohnes“, fuhr ich mit leiser, aber wütender Stimme fort. „Ich bin keine Dienerin, mit der sie so reden kann.“Doch während ich sprach, fühlte sich etwas in mir schwach an.Denn tief in meinem Inneren …wusste ich, was sie meinte.Ich blieb stehen und sah mic
Naomis SichtIn dieser Nacht, nachdem Leo endlich eingeschlafen war, saß ich mit meinem Skizzenbuch auf dem Schoß am Fenster, aber ich zeichnete nichts.London war auf eine seltsame Art ruhig.Nicht wie der Berg … nicht wie die Stille, die sich warm und sicher anfühlte.Diese Stille fühlte sich kalt an.Die Lichter draußen waren immer noch hell, Autos fuhren noch immer vorbei, Menschen gingen noch immer durch die Straßen, aber in meinem Herzen war alles still. Zu still.Ich lehnte meinen Kopf gegen das Glas und schloss die Augen.„Warum tut es immer noch weh?“, flüsterte ich mir selbst zu.Ich dachte, wenn ich hierherkommen würde, würde alles leichter werden.Ich dachte, sobald ich dieses Haus verlassen hatte … sobald ich Lucas verlassen hatte … sobald ich mir etwas Eigenes aufgebaut hatte … würde der Schmerz langsam verschwinden.Aber das tat er nicht.Er hatte nur seine Form verändert.Manchmal kam er wie in dieser Nacht, still und schwer.Manchmal kam er, wenn Leo lachte, weil ich
Naomis SichtDer nächste Morgen kam langsam.Ich wachte vor dem Wecker auf, obwohl sich mein Körper noch müde anfühlte. Für ein paar Sekunden lag ich einfach da und starrte an die Decke. Das Zimmer war still. Zu still.Dann erinnerte ich mich.Die Ausstellung.Meine Brust zog sich ein wenig zusammen.Keine Angst … jedenfalls nicht genau.Es war einfach etwas Schweres, das in mir lag.Ich drehte den Kopf und sah zu Leo. Er schlief noch, sein kleines Gesicht war ruhig, seine Lippen leicht geöffnet. Wie immer lag eines seiner Beine außerhalb der Decke.Ich lächelte ein wenig.„Du machst dir über nichts Sorgen“, flüsterte ich leise.Ich streckte die Hand aus und zog die Decke über ihn.„Du lebst einfach.“Vielleicht war das genau das, was ich lernen musste.Einfach … leben.Nicht über alles zu viel nachdenken.Nicht vor jedem Schritt Angst haben.Ich setzte mich langsam auf und rieb mir das Gesicht.„Okay“, sagte ich leise zu mir selbst. „Ein neuer Tag.“—Die Küche war warm, als ich hine
Naomis SichtIch schlief in dieser Nacht nicht gut.Nicht, weil ich Angst hatte.Sondern weil mein Kopf einfach nicht zur Ruhe kommen wollte.Die E-Mail kam mir immer wieder in den Sinn.„Eine private Ausstellung …“Diese Worte fühlten sich zu groß an.Zu schwer.Ich lag auf dem Bett und starrte an die Decke. Das Zimmer war ruhig, aber meine Gedanken waren laut.Was, wenn ich scheitere?Was, wenn es ihnen nicht gefällt?Was, wenn … ich doch nicht so gut bin, wie sie denken?Ich drehte mich zur Seite und sah Leo an. Er schlief friedlich, seine kleine Brust hob und senkte sich langsam. Eine seiner Hände lag außerhalb der Decke.Ich streckte die Hand aus und hielt sie sanft.Seine Hand war warm.Weich.Echt.Und plötzlich … wurden meine Gedanken langsamer.„Ich darf nicht schwach sein“, flüsterte ich mir selbst zu.„Nicht jetzt.“Ich schloss die Augen.Auch wenn ich Angst hatte …würde ich trotzdem weitermachen.—Der Morgen kam ruhig.Der Himmel war wie immer grau.Martha war bereits in
Naomis SichtLondon war immer laut.Nicht auf eine Art, die in den Ohren wehtat … sondern auf eine Art, die einem nie erlaubte, zur Ruhe zu kommen.Autos fuhren vorbei.Menschen redeten.Überall waren Schritte zu hören.Sogar die Luft fühlte sich beschäftigt an.Ich stand am Fenster und hielt eine Tasse Tee in der Hand. Das Glas war kalt, aber das Getränk war warm. Der Himmel war wieder grau, als hätte er vergessen, wie man hell wird.„Schon wieder ein kalter Tag“, sagte Martha hinter mir.Ich drehte mich ein wenig um und lächelte. „Ich glaube, diese Stadt mag die Sonne nicht.“Martha lachte leise. „Oder die Sonne ist hier einfach schüchtern.“Ich antwortete nicht. Ich sah wieder nach draußen.Die Menschen eilten bereits zur Arbeit. Niemand sah den anderen an. Niemand kümmerte sich darum, wer du warst oder woher du kamst.Und irgendwie … gefiel mir das.Hier war ich nicht „das Mädchen aus dem Ashford-Haus“.Hier war ich einfach … Naomi.Nur ich.„Denkst du schon wieder nach?“, fragte







