LOGINZur Feierabendzeit strömten die Mitarbeiter der Weiß-Gruppe einer nach dem anderen aus dem Gebäude. Viele konnten sich nicht verkneifen, Felix noch einen zweiten Blick zuzuwerfen.Felix selbst ließ sich davon nicht ablenken.Sein Blick ruhte die ganze Zeit auf Elena, die langsam auf ihn zukam. Als sie näher kam, musste sie bei seinem tiefen, warmen Blick unwillkürlich lachen.„Mit dem Blick bringst du wahrscheinlich jeden aus dem Konzept.“Felix zog leicht die Brauen zusammen, öffnete ihr die Autotür und hielt eine Hand schützend über ihren Kopf.„Dich offenbar auch.“Elena verstummte.Dieser Mann war wirklich unmöglich.Sie sagte irgendeinen beiläufigen Satz, und schon drehte er ihr die Worte so im Mund herum, dass ihr nichts mehr einfiel.Elena beschloss, gar nicht erst mit ihm darüber zu diskutieren. Es brachte ohnehin nichts. Sie stieg ins Auto, Felix folgte ihr kurz darauf.Hinter ihnen blieben einige neugierige und überraschte Blicke zurück.„Sind Frau Weiß und Herr Stein wirklic
Adrian erkannte an ihrem Gesicht sofort, dass er richtiglag.Das Aufnahmegerät ließ Elena noch immer nicht los.„Du willst es doch finden, oder? Ich kann dir dabei helfen.“Elena fing sich schnell wieder und sah ihn kühl an.„Helfen? Wie denn?“„Wenn du mir nicht traust, kannst du selbst in der Villa nachsehen. Das Haus ist groß, aber Frau Klein kann damals nicht weit gekommen sein.“Die Andeutung reichte.Elena wurde nachdenklich.Sie wollte das Aufnahmegerät tatsächlich finden. Ihr Gefühl sagte ihr, dass Frau Klein etwas gehört hatte, das sie niemals hätte hören dürfen.Vielleicht ging es dabei nicht nur um den Tod ihres Vaters. Vielleicht steckte noch mehr dahinter.„Bei mir hast du längst jedes Vertrauen verspielt. Warum sollte ich dir jetzt noch glauben?“Adrian hatte mit dieser Reaktion gerechnet.Er stellte den Blumenstrauß auf den Tisch und sah sie wieder ernst an.„Gerade weil ich früher so viel falsch gemacht habe, will ich es jetzt wiedergutmachen.“„Ich weiß, dass du mir im
Jens’ Augen wurden rot. Er kämpfte die Tränen zurück, hob den Kopf und lächelte Elena an.„Frau Weiß, egal was kommt, Sie können sich immer auf mich verlassen. Kein Wachhund, versprochen. Aber loyal bleibe ich Ihnen trotzdem.“Elena wusste langsam nicht mehr, was sie mit ihm machen sollte.Erst der Hund, jetzt wieder diese übertriebene Loyalität.Elena merkte, dass Jens es ernst meinte. Damit war der Spaß für sie vorbei.„Jens, im Büro bin ich deine Vorgesetzte, aber privat sind wir Freunde. Mehr nicht. Also hör bitte auf, so über dich selbst zu reden. Verstanden?“Jens nickte gehorsam. „Verstanden.“Erst da lächelte Elena wieder.„Gut. Dann geh jetzt. Und schick mir bitte noch die Unterlagen aus der heutigen Besprechung.“Sie war am Vormittag nicht im Büro gewesen und wollte nichts verpassen.Jens verschwand sofort und kam wenig später mit den zusammengestellten Unterlagen zurück.Den Rest des Nachmittags verbrachte Elena damit, Berichte zu lesen und sich über den Stand der laufenden
„...“Elena stutzte und zog die Brauen zusammen.Ganz schön dreist.Hinter Stefan brachen die Männer in Gelächter aus, einige legten sogar noch nach.„Ihr seid doch beide Single. Warum probiert ihr es nicht einfach miteinander?“„Stefan ist jung, erfolgreich und wird einmal die Brandt-Gruppe übernehmen. So einen findet man schließlich nicht an jeder Ecke.“„Karriere hin oder her, irgendwann will man doch auch mal jemanden an seiner Seite haben. Und schlechter könntest du es wirklich treffen.“„Wenn Stefan schon Interesse hat, würde ich an deiner Stelle nicht lange überlegen.“Die Männer machten sich einen Spaß daraus, Elena ungefragt Ratschläge zu erteilen. Stefan wurde dabei regelrecht angepriesen, und Elena sollte für seine Aufmerksamkeit offenbar auch noch dankbar sein.Elena blieb vollkommen ruhig. Ihr Gesicht verriet nichts, ihr Blick war kühl.Jens dagegen konnte kaum noch an sich halten.„Ihr seid alle keine Unbekannten. Vielleicht solltet ihr euch überlegen, wie solche Sprüche
Elena hatte zwar ganz ordentlich geschlafen, doch ihr ganzer Körper schmerzte noch immer. Es dauerte eine Weile, bis sie antwortete.„Ob Herr Schaub oder Herr Adler, wir sollten es uns mit keinem von beiden verscherzen. Zu eng müssen wir uns aber auch nicht an sie binden. Ein höflicher Abstand reicht.“Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu:„Außerdem reichen ihre Kontakte nicht annähernd an Felix’ Netzwerk heran.“Sonst hätte Felix bei der letzten Ausschreibung wohl kaum ohne Zögern die endgültige Entwicklungsnummer des Grundstücks nennen können.An Felix’ Fähigkeiten hatte Elena ohnehin nie gezweifelt.Jens nickte zustimmend.„Stimmt. Ohne Herrn Stein hätten wir beim letzten Mal ziemlich alt ausgesehen. Egal, auf wen von den beiden wir gehört hätten.“„Gehen wir hin, essen etwas und fahren danach direkt wieder.“„Ja.“Gemeinsam fuhren sie zu einem gehobenen Restaurant.Der private Speiseraum war elegant und klassisch eingerichtet und ließ keinen Zweifel daran, in welcher Preisklasse
Felix sah ihr an, wie schwer sie sich damit tat, und wollte sie nicht weiter unter Druck setzen.Er lächelte nur sanft.„Komm, iss erst mal. Kalt schmeckt es nachher nicht mehr.“„Okay.“Elena ballte die Hand auf ihrem Schoß kurz zur Faust, nahm dann aber wieder ihr Besteck.Felix verhielt sich ganz wie zuvor. Er legte ihr Essen auf den Teller, schenkte ihr Suppe nach und fragte kein einziges Mal danach, warum sie Heinrich heute ohne ihn nach Hause gebracht hatte.Nach dem Essen räumten sie gemeinsam auf.Felix wollte sie zunächst nicht helfen lassen, doch Elena bestand darauf und brachte das Geschirr zur Spüle.Sie standen nebeneinander an der Kücheninsel, und plötzlich lag eine merkwürdig gespannte Stimmung zwischen ihnen.Schließlich sprach Elena selbst das Thema an.„Nachdem ich Opa heute nach Hause gebracht habe, hat er dich übrigens ziemlich gelobt. Wenn er noch wüsste, wie gut du kochst, würde er wahrscheinlich gar nicht mehr aufhören.“Felix lächelte selbstbewusst.„Wenn ich so
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Elena wollte nichts verschweigen und erzählte Mara die ganze Sache von Anfang bis Ende.Wie erwartet fing Mara sofort an zu fluchen. Und zwar zimlich derb.„Ich glaube, Adrian hat komplett den Verstand verloren. So etwas zieht er also wirklich durch? Ganz ehrlich, der ist nicht Ninas Pflegebruder, d
Elena fasste innerlich einen Entschluss. Sobald Felix zurück war, wollte sie ihn gründlich zur Rede stellen....Am dritten Tag fand die Benefizveranstaltung statt. Mara holte Elena persönlich an der Villa ab.Die Veranstaltung wurde direkt auf dem Campus abgehalten.Draußen war eine große Bühne auf







