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Wiedergeburt Für die Rache
Wiedergeburt Für die Rache
Author: Proxima

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Author: Proxima
last update publish date: 2026-09-07 00:30:28

Es war, als hätte der Himmel endlich einen Ausweg gefunden, nachdem er lange zurückgehalten worden war. Heftiger Regen fiel vom Himmel.

Die hellen Scheinwerfer des Autos beleuchteten die leere Straße. Das Blut auf dem Boden wurde vom Regen verdünnt. Die unglückliche Frau, die auf der Straße lag, rang keuchend nach Luft. Ihre zehn Finger krallten sich hartnäckig in den Asphalt. Blut sickerte unter ihren Nägeln hervor, und ihr wirres Haar fiel ihr über das Gesicht.

„Ist sie schon tot?“ Eine zierliche Frau im Auto kauerte sich in die Arme des Mannes.

„Muss man das überhaupt fragen?“ Im Licht der Scheinwerfer sah der Mann das Blut auf dem Boden und die Frau, die in einer Blutlache lag. Ein kaltes Lächeln erschien auf seinen Lippen.

„Dann lass uns fahren!“ Obwohl sie sich schon lange gewünscht hatte, dass Evelyn stirbt, war dies das erste Mal, dass sie so etwas getan hatte. Obwohl sie sich freute, hatte sie noch ein wenig Angst. „Schließlich war Evelyn meine beste Freundin. Außerdem hat sie die Verlobung für dich aufgelöst und drei Kinder verloren.“

„Du bist wirklich viel zu gutherzig.“ Der Mann küsste die Stirn der Frau und unterbrach ihre Worte. Dann drehte er den Autoschlüssel. „Wenn sie jemandem die Schuld geben will, kann sie nur sich selbst die Schuld geben, weil sie zu dumm war. Sie kann niemand anderem die Schuld geben.“ Der Mann trat aufs Gaspedal. Evelyn war nur eine Schachfigur für seine Rache gewesen. Nachdem er sie benutzt hatte, wollte er sie nicht mehr.

Sofort danach überrollten die sich grausam drehenden Reifen Evelyns rechten Arm. Die Menschen im Auto spürten ein leichtes Ruckeln, und die Frau konnte die Freude in ihren Augen nicht verbergen.

„Ah!“ Evelyn schrie vor Schmerz.

Donner hallte wider, und Evelyn spürte den Schmerz ihrer zermalmten Knochen. Jede Sekunde fühlte sich endlos lang an. Sie wollte nicht so sterben. Sie war ihr ganzes Leben lang feige gewesen. Jetzt, angesichts des Todes, wollte sie nicht wieder feige sein!

Sie wollte den Mund öffnen, um um Hilfe zu rufen, aber sie konnte nur Blut spucken. Der Blutgeruch, der ihren Mund füllte, ließ sie trocken husten. Ihre gebrochenen Rippen schmerzten, als würden sie von Messern durchbohrt.

Wieder ertönte ein ohrenbetäubendes Bremsgeräusch. Ein Leibwächter hielt einen Regenschirm, hockte sich neben Evelyn, um sie zu untersuchen, lief dann zurück zum Auto und sagte: „Sie ist Miss Evelyn. Ihre Verletzungen scheinen sehr schwer zu sein, und ich fürchte, sie wird es nicht überleben.“

„Evelyn?“ Der Mann im Auto kniff leicht die Augen zusammen, sein Blick war scharf. „Bring sie zu Joker. Du musst sie um jeden Preis retten!“

„Ja!“ Der Leibwächter war etwas verwirrt. Früher hatte Miss Evelyn die Hochzeit ihres Chefs verraten und sich in einen anderen Mann verliebt. Sie hatte den Chef blamiert, aber der Chef hatte ihr nie Vorwürfe gemacht und wollte sie jetzt sogar retten? Was ging hier vor?

Ein halbes Jahr später.

Eine prunkvolle Hochzeit fand im Grand Imperial Hotel im Zentrum von Stadt Z statt.

Der Priester lächelte und verkündete: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen!“

Ein unpassendes Lachen ertönte, und alle waren überrascht, als sie es hörten. War das nicht Miss Evelyn?

„Du!“ Die Frau war ebenfalls schockiert. Evelyn? Zuvor waren sie, um jeden Verdacht zu vermeiden, noch in derselben Nacht nach Amerika abgereist. Sogar das Auto, das den Unfall verursacht hatte, war bereits zerstört worden. Sie hätten nie gedacht, dass Evelyn nicht gestorben war.

„Alexander, hast du nicht gesagt, du würdest mich dein ganzes Leben lang lieben?“ Evelyn hatte sich heute perfekt geschminkt. Es war Anfang Winter. Sie trug einen schneeweißen Hermelinpelzmantel, und ihre perfekte Taille und Hüfte waren in ein enges rotes Kleid gehüllt. Jetzt bedeckte sie mit ihrer linken Hand leicht ihre roten Lippen und lächelte süß. Selbst ihr leerer rechter Ärmel konnte ihre arrogante und verführerische Ausstrahlung nicht mindern.

Auch Alexander war überrascht. In seinem Herzen war Evelyn zwar hübsch, aber ihre Persönlichkeit war feige und langweilig. Selbst im Bett war sie sehr langweilig. Jetzt schien Evelyn sich in einen völlig anderen Menschen verwandelt zu haben.

Auch Bella wusste, was für eine Veranstaltung heute stattfand, also unterdrückte sie die Flüche in ihrem Herzen und setzte einen unschuldigen und schwachen Ausdruck auf: „Wir lieben uns wirklich.“

Evelyn ging langsam auf die Bühne, schob den Priester beiseite und legte dann ihren Hermelinpelzmantel ab. „Da du sie so sehr liebst, dann werden wir drei gemeinsam sterben!“

Evelyn hatte Alexander die Geduld eines ganzen Lebens und zehn Jahre aufrichtiger Liebe geschenkt, aber was sie am Ende bekam, war der Schmerz des Verrats und der Preis einer zerstörten Familie. Sie hatte zu lange auf diesen Moment gewartet. Wie schön wäre es, wenn all das noch einmal von vorn beginnen könnte? Wenn alles wiederholt werden könnte, schwor sie, dass sie diesen Abschaum mit Sicherheit auf grausame Weise sterben lassen würde.

Der Hermelinpelzmantel fiel zu Boden, und Evelyn rannte auf die beiden zu. Dann zündete sie schnell den Minisprengstoff, der an ihrem Körper befestigt war. Inmitten des Entsetzens aller explodierten die drei gemeinsam mit der Explosion. Die ursprünglich wunderschöne Hochzeitsszene war augenblicklich mit Blut und Fleisch erfüllt.

Sie fühlte sich unwohl. Im Nebel streichelten ständig weiche Hände ihre Wange.

Ein Seufzer kam aus dem Mund einer schönen Frau in ihren Dreißigern. Sie tauchte ein Handtuch in eine Schüssel mit kaltem Wasser, wrang es aus, faltete es und legte es auf die Stirn des Mädchens. Ihre schönen Phönixaugen waren gerötet. Anscheinend hatte sie schon eine ganze Weile geweint.

„Madam, bitte denken Sie gut nach.“ Das war die Stimme eines anderen Mannes.

„Ich kann mich gut um Eve kümmern.“ sagte die schöne Frau mit heiserer Stimme.

„Können Sie sich gut um sie kümmern?“ Der Mann glaubte ihr offensichtlich nicht. „Wenn Sie sich gut um sie kümmern könnten, wie konnte sie dann so schwer krank werden?“

„Ich...“ Die schöne Frau biss sich auf die Unterlippe und konnte nicht sprechen.

„Mama...“ Eine vertraute Stimme ertönte in ihren Ohren, und Evelyns Tränen flossen. In ihrem früheren Leben hatten sich ihre Eltern scheiden lassen, bevor sie geboren wurde, und ihre schwangere Mutter war verstoßen worden. Später, unter dem Schutz ihres Großvaters, konnte sie vor Beginn der Oberschule zur Familie Yi zurückkehren.

„Eve?“ Als Grace Evelyns Stimme hörte, seufzte sie erleichtert auf und hielt Evelyns Hand fest. Sie hätte nie gedacht, dass ihre Tochter wegen ihres ungewöhnlichen Auftretens bei der Aufnahmeprüfung für die Oberschule einen so schweren Schlag erleiden würde.

Mühsam öffnete sie ihre schweren Augenlider und sah die Gestalt vor sich von verschwommen zu klar werden. Sie war einen Moment lang erstarrt, bevor sie sich plötzlich aufsetzte und die Arme ausstreckte, um Graces Hals zu umarmen. „Mama!“

Grace war ebenfalls überrascht: „Eve, fühlt sich irgendein Teil deines Körpers unwohl an?“

Evelyn schüttelte still den Kopf und umarmte Graces Hals fest. Sie sah sich im Spiegel nicht weit entfernt, und ihr kleines, weißes und zartes Gesicht war völlig blutleer. Sie kam wieder zu Bewusstsein und sah sich um. Dies war das Haus, in dem sie 16 Jahre lang gelebt hatte.

Evelyn betrachtete erneut den Mann, der neben dem Bett saß. Sie wusste genau, dass sie in den Sommer zurückgekehrt war, als sie 16 Jahre alt war.

„Erschreck mich nicht!“ Grace sah den Gesichtsausdruck ihrer Tochter und erschrak ebenfalls. Sie stand schnell auf: „Eve, hab keine Angst. Ich bringe dich jetzt sofort ins Krankenhaus!“

„Mama, mir geht es gut.“ Evelyn rief sie. Grace sagte: „Geh nicht.“

„In Ordnung...“ Grace setzte sich neben das Bett und umarmte Evelyn. Ihre Augen waren voller Zuneigung. „Eve, wie fühlst du dich jetzt?“

„Ich fühle mich sehr gut...“ Evelyn lehnte ihren Kopf an Graces Brust, und ihre Ohren waren erfüllt vom gleichmäßigen Herzschlag ihrer Mutter. Ihre Nase schmerzte ein wenig, und als sie die Augen schloss, erschien wieder die Szene vor ihr, in der ihre Mutter sich erhängt hatte und gestorben war. Evelyn konnte nicht anders, als die Hand auszustrecken und die Arme um Graces Taille zu schlingen: „Mama, geh nicht...“

„Dummes Kind.“ Grace warf dem Mann neben sich einen Blick zu und fragte: „Obwohl es etwas plötzlich kommt, möchtest du zum Haus deines Vaters gehen?“

Evelyn sah den Mann neben sich an. Sie erkannte, dass er der Butler der Residenz der Familie Yi war. „Ich habe einen Vater? Lebt er noch? Warum habe ich dich noch nie von ihm sprechen hören?“

Grace hörte die Fragen ihrer Tochter, zögerte einen Moment und antwortete dann: „Es ist schon lange her, deshalb habe ich es dir gegenüber nicht erwähnt.“

„Miss, ich bin der Butler der Residenz der Familie Yi, Marcus. Sie können mich Onkel Marcus nennen.“ Der Mann lächelte und sagte: „Diesmal bin ich gekommen, um Sie abzuholen und nach Hause zu bringen.“

„Nach Hause?“ Evelyn runzelte angewidert die Stirn. Sie erinnerte sich genau daran, wie Butler Marcus sie bedroht hatte. In ihrem früheren Leben hatte er sie bedroht, sobald sie draußen waren.

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