Home / Werwolf / ABGELEHNTE SCHATTENLUNA / HINRICHTUNG UND ABLEHNUNG

Share

ABGELEHNTE SCHATTENLUNA
ABGELEHNTE SCHATTENLUNA
Author: Onyekewrites

HINRICHTUNG UND ABLEHNUNG

Author: Onyekewrites
last update publish date: 2026-06-22 22:58:54

Kapitel Eins

HINRICHTUNG UND ABLEHNUNG

*Saras POV

„Ich, Ryker Voss, zukünftiger Alpha des Blackthorn-Rudels, weise dich, Sara Harlan, als meine vorherbestimmte Gefährtin zurück", erklärte Ryker.

Die Worte durchschnitten mich wie eine Klinge. Schmerz explodierte in meiner Brust und riss die frische Gefährtenbindung auseinander. Ich sank auf die Knie im Zeremonienkreis und schnappte nach Luft, während Tränen meinen Blick verschwommen werden ließen.

Noch Augenblicke zuvor hatte ich ihn voller reiner Freude angesehen und geflüstert: „Gefährte", als sich die goldene Bindung zwischen uns geformt hatte. Jetzt war alles zerstört.

„Vater!", schrie ich.

Nur Minuten zuvor hatte Alpha Voss gebrüllt: „Verräter!", und mein Vater, Beta Harlan, war von Vollstreckern auf die Knie gezwungen worden.

„Ich schwöre bei der Mondgöttin, ich bin unschuldig", flehte Beta Harlan. „Ich habe dieses Rudel niemals verraten."

Alpha Voss knurrte. „Wir haben Beweise, Harlan. Geheime Treffen. Nachrichten an unsere Feinde. Du hast gegen uns geplottet."

Die Klinge blitzte im Mondlicht auf. Ein einziger brutaler Schlag. Der Kopf meines Vaters traf den Boden mit einem erschreckenden dumpfen Aufprall, Blut sickerte in den Staub.

Ich schrie, doch der Laut starb in meiner Kehle. Die frische Gefährtenbindung verwandelte sich in reine Qual. Ryker packte meinen Arm, sein Griff schmerzhaft fest.

„Entzieht ihr den Rang", befahl Alpha Voss kalt. „Sie ist jetzt nichts weiter als eine Omega. Die Tochter eines Verräters hat hier keinen Platz."

Grobe Hände rissen mir das Zeremonienkleid vom Körper und ließen mich zitternd in einem dünnen Hemd zurück. Das Rudel lachte und spuckte nach mir. Ryker sah mit blankem Ekel auf mich herab.

„Du hast bis zum Morgengrauen Zeit, unser Land zu verlassen", sagte Ryker. „Danach jagen wir dich und töten dich. Wir können nicht riskieren, dass du in die Geheimnisse deines Vaters gräbst."

Sie schleiften mich zur Grenze und warfen mich wie Müll in das Territorium der Streunenden. Ich schlug hart auf dem Waldboden auf und schürfte mir die Haut auf. Stundenlang taumelte ich durch die Dunkelheit, blutend und gebrochen. Mein Wolf schwieg.

Mit jedem schmerzhaften Schritt wuchs meine Entschlossenheit. Mein Vater war unschuldig. Das spürte ich tief in meinen Knochen. Was auch immer sie als Beweis behaupteten — es war gefälscht. Ich würde den wahren Verräter finden. Ich würde seinen Namen reinwaschen, und wenn es mich das Leben kostete.

Ich war zu schwach zum Weiterlaufen, als die Streunenden mich fanden.

Drei von ihnen traten aus den Bäumen hervor, die Augen glühend vor wildem Hunger. Ihr Anführer grinste, während sein Blick über meinen kaum bedeckten Körper wanderte und auf eine Weise verweilte, die mir die Haut kriechen ließ.

„Ein frisches kleines Omega", knurrte der Anführer der Streunenden. „Ganz allein und reif zum Brechen."

Ich versuchte zu kämpfen. Ich schlug dem Ersten über die Wange und zog Blut. Aber sie überwältigten mich schnell. Einer presste meine Arme auf den Rücken, während ein anderer seine grobe Hand unter mein Hemd schob und an dem dünnen Stoff zerrte.

„Haltet sie fest", knurrte der Anführer der Streunenden, während er bereits seine Hose öffnete. „Ich werde sie als Erster nehmen, bevor wir sie zerfleischen."

Sie zwangen mich auf den kalten Boden. Klauen fuhren mir den Rücken hinunter. Blut strömte aus den Wunden. Ich schrie und wehrte mich, doch es war sinnlos.

Ein donnerndes Knurren zerriss die Nacht.

Die Streunenden erstarrten. Eine massige Gestalt brach aus den Bäumen hervor und strahlte überwältigende Alpha-Macht aus. In Sekunden riss er alle drei mit brutaler Effizienz nieder. Klauen durchschnitten Kehlen. Knochen knackten. Blut spritzte über die Blätter.

Starke Arme hoben mich auf. Ein tiefer männlicher Duft nach Zeder und Frost hüllte mich ein. Mein Wolf regte sich schwach und ließ ein leises, sehnsuchtsvolles Wimmern hören.

Ich blickte durch schwindenden Blick in stürmisch graue Augen und silbergesträhnte dunkle Haare hinauf.

*Alpha Kael Draven.* Der gnadenlose Anführer des rivalisierenden Silvermoon-Rudels.

Die Zweite-Chance-Gefährtenbindung klickte in ihre Position — schwach, aber unverkennbar, an meiner zerschmetterten Seele ziehend.

Kael Dravens Kiefer versteifte sich, als er meinen blutüberströmten Zustand betrachtete. Sein Ausdruck blieb kalt.

„Du kommst mit mir", sagte Kael, seine Stimme flach.

Er hob mich mühelos auf und trug mich durch die Bäume. Als die Dunkelheit mich hinunterzogg, spürte ich seinen gleichmäßigen Herzschlag an meiner Wange.

Ein Teil von mir wollte sich in diese Wärme und Sicherheit sinken lassen.

Aber ein anderer Teil flüsterte, dass auch dieser Alpha mich nicht wollte.

In der Ferne stiegen wütende Blackthorn-Heulrufe in die Nacht. Sie kamen hinter mir her — entschlossen sicherzustellen, dass ich niemals die Chance bekäme, die Unschuld meines Vaters zu beweisen.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    Die Tür öffnet sich

    Kapitel sechsundsechzig: Die Tür öffnet sichSaras Perspektive„Sara“, sagte Kael, die Arme noch immer um mich. „Sprich mit mir.“„Ich bin hier“, sagte ich. „Ich bin noch hier.“„Was fühlst du?“, sagte Snow. Er war direkt neben mir, seine Hand an meinem Gesicht, seine Augen suchten meine.„Es ist wie in einer Strömung zu stehen“, sagte ich. „Sie zieht mich nirgendwohin. Sie bewegt sich durch mich hindurch.“ Ich sah Luca an, der noch immer auf dem Pfad stand. „Du hast das von Anfang an geplant. Nicht die Bindung. Mich. Dafür zu sorgen, dass ich hier stehe.“„Ja“, sagte Luca. Ohne Triumph. Ohne Entschuldigung. Nur ein Mann, der eine Tatsache feststellte, die er lange mit sich herumgetragen hatte. „Sera Voss hat etwas über die Schatten-Omega-Blutlinie verstanden, das Thalira nie vollständig akzeptiert hat. Der Erbe öffnet die Tür nicht mit Kraft. Der Erbe öffnet die Tür, indem er über dem strukturellen Punkt anwesend ist, wenn der Bruch das kritische Stadium erreicht. Deine Kraft erledig

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    In die umkämpften Lande

    Kapitel fünfundsechzig: In die umkämpftenLandeSaras PerspektiveWir verließen Silvermoon, bevor das Rudel das Frühstück beendet hatte.Zu viert. Ich, Kael, Snow, Lira. Nach Osten durch das äußere Tor, ohne Ankündigung oder Zeremonie.Thalira stand am Tor, als wir vorbeikamen. „Ich werde den Bruch so lange halten, wie ich kann“, sagte Thalira. „Lasst mich ihn nicht länger halten, als ich kann.“„Werden wir nicht“, sagte ich.Sie nickte einmal, und wir ließen sie dort zurück.Ich hatte Mira gebeten zurückzubleiben. Sie hatte es nicht gut aufgenommen.„Du lässt mich hier“, sagte Mira flach, als ich es ihr sagte.„Ich brauche jemanden, dem ich vertraue, innerhalb dieser Mauern, während wir fort sind“, sagte ich. „Jemanden, der nicht Thalira ist, weil Thalira die Bindung managen wird und nicht gleichzeitig das Rudel beaufsichtigen kann.“„Du willst, dass ich babysitte“, sagte Mira.„Ich will, dass du meine Augen bist“, sagte ich. „Das ist ein Unterschied.“Mira hatte mich einen langen Mo

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    Zu spät

    Kapitel vierundsechzig: Zu spätSaras PerspektiveWir verließen den Kriegsraum gemeinsam und gingen, um Aldric zu suchen.Kael stieß seine Tür auf, ohne anzuklopfen.Der Geruch erreichte uns vor allem anderen. Snow legte seine Hand auf meinen Arm. Thalira trat an uns beiden vorbei und ging zuerst hinein.Aldric saß auf dem Stuhl neben dem Fenster. Diese besondere Reglosigkeit, die keine Abstufungen kennt und keinen Zweifel daran lässt, was sie bedeutet.Kael durchquerte den Raum und kauerte sich neben ihn. Er presste zwei Finger an Aldrics Kehle und hielt sie länger dort, als nötig gewesen wäre. Dann stand er auf, drehte sich um, und sein Gesicht machte das, was es immer machte, wenn etwas Ungeheures in einer Tiefe festgehalten wurde, die erst später sichtbar werden würde.„Wie lange?“, sagte Snow.„Nicht lange“, sagte Thalira. Sie untersuchte den Türrahmen und fuhr mit den Fingern langsam über das Holz. „Jemand, der genau wusste, was er tat, und keine Zeit damit verschwendet hat.“„L

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    Alte Allianzen, neue Gefahren

    Kapitel dreiundsechzig: Alte Allianzen, neue GefahrenSaras PerspektiveDer Kriegsraum fühlte sich anders an, als wir alle vier gleichzeitig am selben Tisch saßen und dieselbe Richtung hatten.Keine Krise, die uns dorthin zog. Keine unmittelbare Bedrohung, die das Gespräch erzwang. Nur Sara, Kael, Snow und Thalira um den steinernen Tisch, mit allem, was wir wussten, zwischen uns ausgebreitet und einem klaren Ziel, das zum ersten Mal im Zentrum stand.Ich hatte ihnen erzählt, was ich Kael auf dem Trainingshof gesagt hatte. Der Name meines Vaters. Ryker, der vor einer Menge stand. Die Wahrheit, die in Blackthorn ans Licht kam, auf eine Weise, die nicht gemanagt oder begraben werden konnte.Niemand widersprach. Niemand bot ein anderes Ziel an. Was mir sagte, dass sie alle darauf gewartet hatten, dass ich es laut aussprach.„Das Instrument zuerst“, sagte Kael. „Vor allem anderen. Wir können nichts aufbauen, solange jemand aktiv gegen uns innerhalb dieser Mauern arbeitet.“„Einverstanden“,

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    DAS VERLANGEN

    Kapitel zweiundsechzig: DAS VERLANGENSaras PerspektiveIch erwachte vor Sonnenaufgang und versuchte nicht, wieder einzuschlafen.Ich saß im Dunkeln auf der Bettkante und erlaubte mir etwas, das ich seit der Nacht, in der Kael mich aus dem Renegatengebiet hinausgetragen hatte, nicht mehr richtig getan hatte. Ich erlaubte mir, mich zu erinnern.Das Gesicht meines Vaters an dem Morgen, an dem sie ihn holten. Er hatte über den Platz hinweg zu mir gesehen, mit einem Ausdruck, den zu entschlüsseln ich Monate verbracht hatte. Keine Angst. Keine Entschuldigung. Etwas, das näher an Vertrauen lag. Als übergäbe er mir etwas, das er nicht mehr tragen konnte, und glaubte, ich sei stark genug, es zu halten.Dann Ryker.Er stand vor dem gesamten Rudel, seine Stimme trug über den Platz, als verkünde er etwas Alltägliches. Jedes Wort präzise und öffentlich und darauf angelegt, mit größtmöglichem Schaden zu treffen. Dein Vater war ein Verräter. Du bist nichts. Du gehörst nicht mehr zu mir. Du bist hie

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    Der Name

    Kapitel einundsechzig: Der NameSaras PerspektiveIch fand Kael kurz vor Mitternacht im Kriegsraum.Er saß am Tisch, ohne dass etwas vor ihm lag. Er sah auf, als ich hereinkam, und las mein Gesicht so, wie er es gelernt hatte – schnell und ohne zuerst unnötige Fragen zu stellen.„Setz dich“, sagte ich.Er setzte sich.Ich sagte ihm den Namen.Ich beobachtete, wie er landete. Nicht dramatisch. So, wie die schlimmste Art von Nachricht bei Menschen landet, die gelernt haben, Dinge im Stehen zu empfangen – leise, in der Reglosigkeit von jemandem, der etwas Schweres hält und in Echtzeit entscheidet, wie er es tragen soll.Kaels Blick ging in eine mittlere Ferne, in der nichts war außer der Erinnerung, die der Name gerade heraufgezogen hatte.Dann stellte er mir eine Frage.„Wie lange?“, sagte Kael.„Aldric glaubt mindestens vierzehn Monate“, sagte ich. „Möglicherweise länger.“Kael nickte einmal. Langsam. Wie ein Mann, der etwas aufnimmt, das er nicht hatte kommen sehen, das ihn aber nicht

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    DER FEIND IM INNEREN

    Kapitel VierDER FEIND IM INNEREN*Saras POVIch folgte Kael die schmale Steintreppe hinunter, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Sein Griff an meinem Arm war fest, fast schmerzhaft, während Heulrufe durch das Rudelhaus hallten. Die verzerrten Wölfe waren überall.„Bleib nah bei mir", befahl Ka

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    SUCHTRUPP

    Kapitel DreiSUCHTRUPP*Saras POVIch lag lange auf dem Bett und starrte an die Decke. Mein Körper fühlte sich wund und schwer an, doch die Gefährtenbindung summte stärker in mir. Ich hasste es, wie sehr ich Kael noch immer wollte, selbst nach seinen kalten Worten.„Er will mich nicht", flüsterte i

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    NEUER ANFANG

    Kapitel ZweiNEUER ANFANG*Saras POVIch erwachte nackt unter weichen Fellen in einem großen, dunklen Zimmer. Mein Körper schmerzte überall, doch der schlimmste Schmerz hatte nachgelassen. Mondlicht strömte durch das Fenster.Alpha Kael Draven stand am Fußende des Bettes und beobachtete mich mit ka

  • ABGELEHNTE SCHATTENLUNA    CHAOS

    Kapitel AchtCHAOS*Saras SichtLira stürzte sich mit erhobener Klinge auf mich. Im letzten Moment wich ich aus. Der Dolch zischte durch die Luft und verfehlte meine Kehle nur um Haaresbreite. Ich taumelte zurück, mein Herz raste.„Du Miststück“, zischte Lira, ihre Augen glühten vor Hass. „Du glaub

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status