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All Short Stories & Novels

Explore a diverse collection of captivating short stories that span various genres. Perfect for readers looking for quick literary escapes and engaging narratives.
Als der Abschied zur Qual wurde - All novels & stories
Sommer
Für die Scheidung von Warren Alcott gab ich alles freiwillig auf. Kein Geld. Kein Besitz. Nicht einmal meinen dreijährigen Sohn nahm ich mit. Als Warren sah, dass ich wieder die alten Kleider aus der Zeit vor unserer Ehe trug, erstarrte er für einen kurzen Augenblick. Dann verzog er spöttisch den Mund. „Was soll das werden? Du willst nicht einmal Colton Alcott? Den Erben, den du doch um jeden Preis zur Welt bringen wolltest?“ Er lehnte sich zurück. Sein Blick war kalt, arrogant und voller Hohn. „Pass bloß auf, dass du dein kleines Theater nicht zu weit treibst. Am Ende kommst du aus dieser Nummer selbst nicht mehr raus.“ Ich unterschrieb den Scheidungsvertrag und schob ihn über den Tisch zu ihm hinüber. „Keine Sorge. Das ist kein Theater.“ Warren starrte mich an. Zum ersten Mal lag echte Überraschung in seinem Blick. Erst nach einigen Sekunden setzte er seine Unterschrift darunter. „Auf einmal so vernünftig? Gut. Dann bin ich großzügig. Du darfst deinen Sohn später sogar besuchen.“ Er legte den Stift weg und musterte mich aufmerksam. In seinen Augen lag diese selbstgefällige Sicherheit, die ich drei Jahre lang ertragen musste. „Jetzt kannst du mich noch anflehen. Vielleicht nehme ich dich dann sogar wieder—“ Ich sagte nichts. Ich stand einfach auf und ging. Warren glaubte, ich heiratete ihn nur, weil ich nach der Macht der Mafia gierte. Er war überzeugt, ich nutzte eine alte Schuld aus und drängte mich mit aller Gewalt in die Familie Alcott. Selbst meinen Sohn sah er nur als Werkzeug. In seinen Augen brachte ich Colton nur zur Welt, damit er eines Tages das Imperium der Familie erbte. Doch sobald Warren von meinem Tod erfuhr, blieb ihm nichts mehr, was er noch falsch verstehen konnte.
Sie weinte ber der Beerdigung, ich schwieg - All novels & stories
Justus Richtig
Obwohl ich wusste, dass lautes Klagen bei der Beerdigung eines britischen Adligen als respektlos gegenüber dem Verstorbenen gilt, ließ ich dennoch Lena Keller, die Adoptivschwester meines Mannes, öffentlich die Totenklage anstimmen. In meinem letzten Leben war genau Folgendes passiert: Ein britischer Adelsverwandter von meinem Mann, Felix Schneider, war gestorben, und ein Anwalt hatte ihn zur Beerdigung eingeladen, da er als potenzieller Erbe des Vermögens galt. Lena bestand darauf, mitzukommen, um die Welt der Reichen kennenzulernen und sich bei den Adligen ins rechte Licht zu rücken. Sie wollte dort sogar öffentlich klagen. Ich hielt sie hastig davon ab: „Bei britischen Adligen ist Klagen bei der Beerdigung absolutes Tabu. Statt einer Erbschaft würden wir dort wahrscheinlich sofort hinausgeworfen werden!“ Doch Lena warf mir unter Tränen vor, ich würde auf sie herabsehen und sie für nicht würdig halten, mit Adligen in Kontakt zu kommen. Daraufhin lief sie davon und wurde von Straßenkriminellen versehentlich getötet. Ich dachte, mein Mann Felix würde die Kontrolle verlieren, doch er blieb still, nahm an der Beerdigung teil und erhielt reibungslos das Erbe. Sechs Monate später, an unserem Hochzeitstag, brachte Felix mich zum Fotografieren in die Schneeberge. Kaum waren wir oben angekommen, stopfte er mich in einen Schlafsack und fesselte mich darin. „Wenn du damals nicht so überreagiert hättest, wäre Lena nicht weggelaufen und erschossen worden.“ Später wurde ich im Schnee verschüttet und lebendig begraben, ich erfror qualvoll. Währenddessen nutzte Felix das adelige Erbe und wurde zum Vorstandsvorsitzenden eines börsennotierten Unternehmens. Als ich die Augen wieder öffnete, war ich zurück an jenem Tag, an dem Lena, die Adoptivschwester meines Mannes, unbedingt bei der Beerdigung die Totenklage anstimmen wollte.
Wahrheit oder Pflicht? – Ich ging - All novels & stories
Bagel
Immer wenn sie „Wahrheit oder Pflicht“ spielten, forderte Clara, die Jugendliebe meines Freundes, ihn absichtlich dazu heraus, mir denselben Streich zu spielen, und Ronan spielte jedes Mal bereitwillig mit: Er tat so, als würde er mir einen Heiratsantrag machen. Beim letzten Mal war ich darauf hereingefallen. Voller Freude streckte ich ihm die Hand entgegen, doch ein Mechanismus im Inneren des Rings schnappte zu, und ich schrie vor Schmerz auf. Ronan und Clara krümmten sich vor Lachen und ignorierten meinen Finger, der bereits violett angelaufen war. Danach drückte Ronan mich gegen die Wand und schwor mir, dass er mir in diesem Jahr einen echten Heiratsantrag machen würde. Als seine Leibwächter mich also in den Privatclub brachten, in dem wir uns kennengelernt hatten, zog ich ein teures weißes Seidenkleid an, stylte meine Haare und legte mein makellosestes Make-up auf. Ich spielte diese berührende Szene immer wieder in Gedanken durch und stellte mir vor, wie ich nickte und „Ja“ sagte. Doch als ich mit klopfendem Herzen die Tür zum VIP-Raum aufstieß, wurde mir plötzlich ein volles Glas tiefroten Weins ins Gesicht geschüttet. Er lief mir über das Kinn und auf mein Kleid hinab. Das Gelächter einer Frau brach aus der Menge hervor. „Ich hab’s dir doch gesagt, Aurora kommt bestimmt, oder? Ronan, du hast verloren!“ Ronan kam mit resigniertem Blick auf mich zu und tupfte mir sanft mit einer Serviette das Gesicht ab, seine Stimme wie immer weich. „Hast du dich extra für mich so schick gemacht? Schade um das schöne Kleid.“ „Clara hat mich herausgefordert, darauf zu wetten, ob du den Mut hättest, heute Abend auf unser Revier zu kommen. Ich habe darauf gewettet, dass du es tun würdest. Die Wette lautete: Wenn du nicht kämst, würde ich dir morgen einen Heiratsantrag machen. Wenn du aber kämst, müssten wir ein weiteres Jahr warten.“ „Tut mir leid, Schatz. Da du jetzt hier bist, können wir dieses Jahr wohl nicht heiraten.“ Ich sah ihm in die Augen. Nach einem langen Moment fragte ich ihn: „Weißt du denn noch, was morgen ist?“ Er zuckte lässig mit den Achseln und lächelte. „Natürlich. Unser sechster Jahrestag. Den kann ich nicht vergessen.“ Der Wein lief kalt und klebrig über mein Schlüsselbein hinab. Ich fröstelte. Plötzlich erschien mir das alles völlig sinnlos. Unser Jahrestag bedeutete ihm nichts im Vergleich zu einem ihrer Streiche. Genau wie ich. Ich konnte gegen Clara, seine Jugendliebe, nie gewinnen. Ich löste das schlichte silberne Armband von meinem Handgelenk, das ich sechs Jahre lang getragen hatte. „Es ist vorbei. Wir machen Schluss.“
Wiedergeboren als Donna
 - All novels & stories
Liora
Am ersten Tag meiner Wiedergeburt ging ich geradewegs ins Schlafzimmer von Don Raffaele Caruso und begann, mich auszuziehen. In meinem früheren Leben war ich mit seinem Sohn Matteo Caruso in einer Zweckehe verbunden gewesen, doch Liebe hatte es zwischen uns nie gegeben. Dass unsere Ehe nur auf dem Papier bestand, war in den Mafiakreisen von Liberty City ein offenes Geheimnis. Matteo war überzeugt gewesen, dass ich der Grund war, warum er seine erste Liebe verloren hatte. Er glaubte, ich hätte mich in jener Nacht, in der man ihm ein Aphrodisiakum verabreicht hatte, absichtlich in sein Zimmer geschlichen und ihn so in diese Ehe gezwungen. Deshalb war er acht Jahre lang nach der Hochzeit jeden Abend betrunken fortgeblieben und hatte sich geweigert, nach Hause zu kommen. Selbst als ich eine Geburtskomplikation erlitt und dem Tod nahe war, hatte er sich kein einziges Mal nach mir erkundigt. Dann kam der Hurrikan. Eine Sturmflut verschlang Liberty City. Der Hafen brach unter den Wellen zusammen, und auf dem Evakuierungsboot war nur noch ein einziger Platz frei. Jeder hatte geglaubt, Matteo würde ihn für sich selbst beanspruchen. Stattdessen stieß er mich mit aller Kraft auf das Boot. „Geh! Ich gebe dir meine Überlebenschance, Chiara. Falls es ein nächstes Leben gibt, komm nicht wieder, um mich zu retten. Ich will nur bei Lucia sein.“ Im nächsten Augenblick riss das pechschwarze Meer seinen Körper mit sich fort. Ich überlebte – nur um danach von einer verfeindeten Familie niedergehauen zu werden. Was Matteo nie erfahren hatte: Er war nicht der Einzige gewesen, dem man in jener Nacht etwas ins Getränk gemischt hatte. Seinem Vater war es genauso ergangen. Diesmal betrat ich das Zimmer genau in dem Moment, als das Aphrodisiakum seine Wirkung entfaltete. Raffaele kämpfte mit aller Kraft dagegen an, und seine Beherrschung war bis zum Äußersten angespannt. Ich trat näher und sagte leise: „Lassen Sie mich Ihr Gegenmittel sein, Don Caruso.“
Als sie mich vermissten, war ich längst fort - All novels & stories
Michelle
Am Abend der Studienentscheidung scharte sich meine ganze Familie um meine Zwillingsschwester Lily. Mein Bruder Ethan öffnete eine Karte von Boston und verglich die Entfernung zwischen ihrem Wohnheim und seinem Campus. Ryan, mein bester Freund seit Kindertagen, verzichtete auf seinen Studienplatz an der McGill Universität, weil Lily zugegeben hatte, Angst vor dem Studienbeginn zu haben – ohne ein vertrautes Gesicht in der Nähe. Meine Eltern waren überglücklich. Nun würde Lily immer jemanden haben, der sich um sie kümmerte. Es dauerte fast den ganzen Abend, bis ihnen einfiel, dass auch ich eine Entscheidung zu treffen hatte. „Nora war immer selbstständig“, sagte meine Mutter und entschied für mich, ohne auch nur aufzusehen. „Sie kann an die University of Massachusetts Boston gehen. Die liegt in Lilys unmittelbarer Nähe, also kann sie ihr am Wochenende helfen.“ Niemand fragte, welche Universitäten mich angenommen hatten. Niemand wusste, dass in meinem Posteingang noch immer ein Angebot aus Schottland lag. Wenn sie nie vorgehabt hatten, mir ein eigenes Leben zuzugestehen, schuldete ich ihnen auch keine Auskunft mehr darüber. Ich drehte meinen Laptop von ihnen weg und nahm meinen Studienplatz an der University of Edinburgh an. Zum ersten Mal wählte ich einen Ort, der am weitesten von ihnen allen entfernt lag.
Nach der Wiedergeburt: Heirat mit dem Vampirkönig - All novels & stories
Alyssa J
Nach dem großen Krieg zwischen Menschen, Vampiren, Werwölfen und Elfen wurde ein Abkommen geschlossen: Hybride Nachkommen sollten über die Welt herrschen. In jedem Jahrhundert entschieden Heiratsallianzen zwischen den Menschen und den drei Clans darüber, wer der nächste Weltenherrscher wurde. Die Blutlinie, die als Erste ein Hybridkind hervorbrachte, beanspruchte die Macht. In meinem letzten Leben entschied ich mich, Jax zu heiraten, den ältesten Sohn des Werwolfrudels, der für seine fanatische Loyalität bekannt war. Ich brachte unseren hybriden Sohn zur Welt – einen weißfelligen Welpen, den wir Zeal nannten. Unser Kind wurde zum neuen Herrscher der Welt, und Jax gewann unermessliche Macht. Meine Schwester hingegen war von der Schönheit der Elfen besessen und heiratete in ihren Clan ein. Doch der Elfenprinz ließ keine Gelegenheit aus und nahm sich jede Frau im Wald. Am Ende zog sich meine Schwester eine Krankheit zu, die sie unfruchtbar machte. Von Neid und Verbitterung zerfressen legte sie ein Feuer, das mich und meinen jungen Welpen bei lebendigem Leib verbrannte. Als ich die Augen erneut öffnete, war ich wieder am Tag der Rassenallianzen. Meine Schwester hatte bereits als Erste mit Jax geschlafen. Ich wusste, dass auch sie wiedergeboren worden war. Doch sie wusste nicht, dass Jax gegenüber seinen Gefährtinnen grausam und brutal war – während seiner Brunst hatte er in seinem Bett bereits unzählige Wölfinnen zerfleischt.
Seine geheime Unterstützerin - All novels & stories
Moore
Am Tag vor unserem Hochzeitsflug nach Meridianna tauschte Harrison Tucker, mein Verlobter seit fünf Jahren, ohne ein Wort zu sagen, mein Erste-Klasse-Ticket und die Tickets meiner Eltern gegen die von Mandy und ihren Eltern. Er sagte beiläufig: „Mandy war noch nie in Meridianna und möchte mit ihren Eltern dorthin in den Urlaub fahren, aber in der Ersten Klasse unseres Fluges sind keine Plätze frei ... Ihr fahrt mit dem Schiff. Ich habe euch die Tickets schon besorgt.“ Ich sah zu der Familie meines Verlobten hinüber, und überraschenderweise widersprach niemand Harrisons Entscheidung. In diesem Moment verlor ich endgültig jede Hoffnung. Nachdem ihr Flugzeug abgehoben hatte, stornierte ich den Hochzeitsort, das Luxushotel und die exklusiven Serviceleistungen, die ich gebucht hatte. Ich war gespannt, wie Harrison – ein Sachbearbeiter für Zollanmeldungen, der nur ein paar tausend Euro im Monat verdiente – ohne meine Hilfe für die Familie seiner „lieben Freundin“ den großzügigen Gastgeber spielen wollte.
Sieben Bande, sieben Verrate - All novels & stories
Serein M
Sieben Mal band ich mich an denselben Alpha. Und sieben Mal zerstörte er unser Band wegen seiner Jugendliebe. Beim ersten Mal schwor er es unter dem Mond: „Astrid, meine Luna. Von diesem Tag an gehören mein Herz und mein Wolf allein dir.“ Doch in dem Moment, als seine kostbare Liana zurückkehrte, verwandelten sich seine Versprechen in Asche. „Kannst du nicht einfach geduldig sein? Du machst sie unwohl, es sieht so aus, als würde sie einen gebundenen Alpha verführen.“ Beim ersten Mal, als er mich zurückwies, verbrannte der Schmerz des zerbrochenen Bandes beinahe meinen Wolf. Sie schickten mich zu den Heilerinnen des Rudels, aber er kam nie. Kein einziges Mal. Beim dritten Mal schluckte ich meinen Stolz als Tochter eines Alphas hinunter. Ich trat seinem Rudel als Niemand bei, nur um seinem Duft nahe zu sein. Beim sechsten Mal kannte ich bereits das Spiel. Ich packte meine Sachen und verließ unser Penthaus ohne ein Wort. Meine Zusammenbrüche. Meine Kompromisse. Meine Hingabe. Für meinen Schmerz bekam ich nur seine mechanischen Entschuldigungen und denselben Verrat. Immer und immer wieder. Bis jetzt. In dem Moment, als ich hörte, dass Liana zurückkehrte, gab ich ihm selbst die Papiere, um unser Band zu lösen. Er setzte einfach ein Datum für unsere nächste Bindungszeremonie, als wäre nichts geschehen. Er hatte keine Ahnung. Dieses Mal brach ich nicht nur das Band. Ich zerschmetterte das Herz, das sieben Mal für ihn schlug, nur um sieben Mal von seinen eigenen Händen zerdrückt zu werden.
Die Reue meiner Brüder, nachdem ich sie verließ. - All novels & stories
Alyssa J
In der Nacht meiner ersten Verwandlung mit achtzehn Jahren brachten meine beiden älteren Brüder eine zwölfjährige verwaiste Omega mit nach Hause. Mein Alpha-Bruder nahm mir die seltenen Heilkräuter weg, für die ich meine gesamten Ersparnisse ausgegeben hatte. Es waren Kräuter, die mir eigentlich meine erste Verwandlung erleichtern sollten. Aber er gab sie stattdessen ihr. „Du bist stark genug“, knurrte er. „Du brauchst solche kostbaren Kräuter nicht.“ Mein Beta-Bruder knurrte wütend und zeigte zur Tür. „Verschwinde! Komm nicht zurück!“ Ich sagte nichts mehr, schnappte mir nur meine gepackte Tasche und ging. Sie nahmen an, ich würde nur einen Wutanfall haben und in ein paar Tagen zurückkommen. Da sie nun endlich von meiner Anwesenheit befreit waren, nahmen meine Brüder das Waisenmädchen mit auf eine Reise in die Karibik. Von solch einer Reise hatte ich immer geträumt. Als sie viele Tage später zum Rudel zurückkehrten, waren sie schockiert, als sie erfuhren, dass ich ein Angebot der Oberheilerin eines benachbarten Rudels angenommen hatte. Die Position erforderte fünfzehn Jahre isolierte Kräuterforschung. Ich konnte nie wieder nach Hause zurückkehren. In jener Nacht brachen sie zusammen.
Der rasende Schmerz des Alphas - All novels & stories
Cocojam
Ich war schwanger mit dem Erben meines Alphas, Jaxon. Seine Jugendfreundin Hattie bot an, mich zur Vorsorgeuntersuchung ins Medizinische Zentrum des Rudels zu fahren. Auf der Brücke über den Wolf’s-Hollow-Fluss zögerte sie keine Sekunde. Sie riss das Lenkrad herum und steuerte den Wagen direkt in das verrostete Brückengeländer. Diesmal griff ich nicht nach dem Lenkrad, um den Aufprall zu verhindern, wie ich es in meinem früheren Leben getan hatte. Denn in meinem früheren Leben hatte ich den Unfall noch verhindert. Hattie wurde jedoch aus dem Wagen geschleudert und von den reißenden Fluten mitgerissen. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Mein Alpha behauptete, er würde mir keine Schuld geben. Jeden Tag zerstieß er eigenhändig Nachtkerzensamen, um unser Junges zu beruhigen. Seine Augen waren voller zärtlicher Vorfreude auf unser Kind. Aber am Tag, an dem ich seinen Erben zur Welt brachte, zwang er mich und unser neugeborenes Junges in sein Auto, trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch und raste mit uns direkt ins tobende Meer. „Sie wäre nicht gestorben, wenn du nicht vor krankhafter Eifersucht das Lenkrad herumgerissen hättest! Glaubst du wirklich, deine Opferrolle täuscht mich? Du inszenierst ja so gern solche ‚Unfälle‘. Dann sieh selbst, wie sich das eiskalte Wasser anfühlt!“ Als ich die Augen wieder öffnete, saß ich erneut in Hatties außer Kontrolle geratenem Sportwagen.
Der letzte Monat ohne Herren - All novels & stories
Bagel
Zum neunten Mal begingen Dante und ich den Monat ohne Bindung. Der designierte Erbe der Familie Corinni glaubte, dass unsere Beziehung dadurch länger halten würde. Jedes Jahr, einen Monat lang nach unserem Jahrestag, war er frei, und wir hielten uns aus dem Leben des anderen heraus. Wenn einer von uns in dieser Zeit jemanden fand, der besser passte, sollten wir ihm Glück wünschen. Wenn nicht, kehrten wir nach einem Monat einfach zu unserem alten Leben zurück. Um mich herum verspritzten die Männer der Familie hemmungslos Champagner. „Auf ein weiteres Jahr in Freiheit! Glückwunsch an unseren Underboss, dass er wieder offiziell Junggeselle ist!“ „Die Wettkasse der Familie ist eröffnet! Wer darauf setzt, dass sie am Ende doch noch heiraten, links. Wer glaubt, dass diesmal endgültig Schluss ist, rechts!“ Durch den dichten Zigarrenrauch saß ich still in der Ecke eines Ledersofas und sah dem Ganzen mit kalter Distanz zu, als hätte diese Farce überhaupt nichts mit mir zu tun. Dantes Hand lag um Scarletts Taille, als er an mir vorbeiging und mir zuflüsterte: „Mach dir keine Hoffnungen. Du bleibst immer meine einzige Donna.“ „Ich bin ein Drachen. Ganz egal, wie weit ich fliege, die Schnur bleibt immer in deiner Hand.“ Ich legte meine kalten Finger auf die sanfte Rundung meines Bauches. Mein Gesicht blieb ausdruckslos. Dante, diesmal setze ich am Wetttisch der Familie auf „das Ende“. Ich werde vollkommen aus deiner Welt verschwinden. Und auf diese Drachenschnur, auf die du so stolz bist? Die schneide ich heute Nacht eigenhändig durch.
Ein Jahrhundert Liebe, zu Asche verbrannt - All novels & stories
Peachy
Ich stand kurz davor, ein Blutband mit einem anderen Vampirfürsten einzugehen. Doch mein Partner, mit dem ich ein ganzes Jahrhundert verbracht hatte, Kaelan, ahnte nichts davon. Er war viel zu beschäftigt damit, mit seiner neuen menschlichen Assistentin Sylvia zu turteln. Nächtelang steckten sie zusammen in seinem Büro, angeblich um „synthetisches Blut zu erforschen“. Er machte sogar unser hundertjähriges Jubiläum zu ihrer Geburtstagsfeier. Vor allen Anwesenden überreichte Kaelan ihr eine Schwarzwälder Kirschtorte, verziert mit Silberglöckchen. Sie lachten und schmierten einander Sahne ins Gesicht. Dass die Blüten für mich tödliches Gift waren, hatten sie schlicht vergessen. Meine Kraft brach zusammen. Schmerz durchfuhr mich, und die Schatten peitschten unkontrolliert aus mir heraus. Die Wachen meiner Familie mussten meinen zuckenden Körper fortschleppen. Und während ich allein in der kalten, dunklen Gruft lag und mich erholte, feierte Kaelan weiter – und badete im Jubel, der ihm und Sylvia galt. Das Blut in meinen Adern gefror. Ein Jahrhundert voller Liebe und Hoffnung verbrannte zu Asche. In diesem Moment stimmte ich der Vereinbarung meiner Familie zu. Ohne zu zögern. Eine Verbindung mit dem Herrscher des Obsidianthrons – einem Vampir, den man die leibhaftige Macht nannte.
In der Parallelwelt gibt es keinen Schmerz - All novels & stories
Clara Aven
An meinem zweiundzwanzigsten Geburtstag erschien plötzlich eine Abstimmungsseite in unserem Haus. „Sind Sie damit einverstanden, Anna Schneider durch Sophie Schneider aus der Parallelwelt zu ersetzen?“ Meine Eltern stimmten beide mit „Ja“. Sie sagten zu mir: „Deine Schwester ist damals durch einen Unfall gestorben. Nur weil wir sie verloren haben, bist du später auf die Welt gekommen.“ Deshalb schuldete ich ihr mein Leben. Schließlich erschien die Abstimmungsseite auch auf dem Handy von Lukas Weber. Er war seit fünf Jahren mein Freund – und derjenige, den meine Schwester damals gerettet hatte. Ich starrte ihn verzweifelt an. Wenn er nur ein einziges Mal „Nein“ sagen würde, könnte ich vielleicht noch durchhalten. Doch nach langem Schweigen sagte er nur: „Das ist doch nur ein Test.“ „Sie hat mir das Leben gerettet. Ich kann nicht einfach so tun, als ginge mich das nichts an.“ Im nächsten Moment drückte er auf „Ja“. „Alle Entscheidungen wurden bestätigt.“ „Anna Schneider wird in fünf Tagen ersetzt werden.“ Mama atmete erleichtert auf und strich mir über den Kopf. „Sei brav, Anna. Wenn deine Schwester zurückkommt, werde ich mich immer daran erinnern, wie gut du warst.“ Ich sah sie an und lächelte plötzlich. „Gut.“ „Ich hoffe nur, dass die Schwester, die zurückkommt, wirklich diejenige ist, die ihr euch gewünscht habt.“
Die Braut, die alles verlor - All novels & stories
Anna Smith
Am Tag meiner eigenen Hochzeit war ich nicht die Braut. Die Zeremonie, auf die ich fünf Jahre lang gewartet hatte, wurde zur Farce, als Valentina, meine Schwester, den Marmorgang entlangschritt. Sie trug ein weißes Brautkleid. Ihren Arm hatte sie bei Luca eingehakt, dem Mann, der eigentlich am Altar auf mich hätte warten sollen. „Es tut mir leid, Bianca“, sagte sie leise. „Aber heute bist du nicht mehr die Braut.“ Dann legte sie eine Hand auf ihren Bauch, die Augen voller triumphierender Genugtuung. „Ich bin schwanger. Mit dem Kind von Don Romano.“ Ihre Worte explodierten in meinem Kopf. Die Welt um mich herum verstummte. Als hätte sie Angst, ich würde ihr nicht glauben, hob sie etwas Glänzendes ins Licht. Ein schwarz-weißes Ultraschallbild. Darauf war klar zu erkennen: Schwangerschaftsalter – 12 Wochen. Meine Augen brannten vor Tränen, als ich mich zu Luca umdrehte und verzweifelt nach irgendetwas suchte. Nach einem Widerspruch. Einer Erklärung. Reue. Doch er seufzte nur, müde und ergeben. „Bianca, es tut mir leid“, sagte er hilflos. „Valentina hat nicht mehr viel Zeit. Diese Hochzeit… sie ist ihr letzter Wunsch.“ „Ich mache es wieder gut“, fügte er hinzu. „Wir können später eine andere Hochzeit haben.“ Hinter ihm stand mein Vater Moretti. Mit demselben strengen Blick, den er mein ganzes Leben lang getragen hatte. Ich hatte ihn nie für mich lächeln sehen. Nicht ein einziges Mal. „Bianca“, sagte er scharf, „deine Schwester stirbt. Lass ihr das.“ Mein Bruder nickte nur wortlos, als wäre das Antwort genug. Mein ganzes Leben lang hatten sie sich für sie entschieden. Für ihre Tränen, ihre Launen, ihre Bedürfnisse. Nie für meine. Heute war es nicht anders. Etwas in mir zerbrach lautlos. Gut. Wenn sich in dieser Familie niemand um mich schert, dann gehe ich.
Ich tötete mich, aber ich starb nicht - All novels & stories
Noorie
Zehn Jahre lang war ich meinem Schwarm, Edward Lightwood, hinterhergelaufen, bis er mich schließlich als seine Blutgebundene akzeptierte. Aber ausgerechnet an dem Tag, an dem wir unseren ewigen Schwur ablegen wollten, wurde seine erste Liebe, Beth vom verbündeten Clan, von einer Gruppe Vampirjäger ermordet. Er gab mir die Schuld an ihrem Tod und quälte mich jeden einzelnen Tag. Er setzte mich der ewigen Sonne aus, durchbohrte mich mit Holzpfählen – gerade so, dass ich nicht starb – und sperrte mich schließlich in seinem Keller ein. Erschöpft und mit gebrochenem Herzen ergriff ich den Eichenpfahl und stieß ihn mir vor seinen Augen in die Brust. Ich hatte mich selbst getötet. Aber ich starb nicht. Ich fand mich wieder an dem Tag, an dem ich Edward meine Gefühle gestanden hatte. Diesmal jedoch würde ich meinen Fehler nicht wiederholen. Ich würde mich von ihm fernhalten.
Krone für sie, Freiheit für mich - All novels & stories
TJ
In der Bellini-Familie erhielt jede Principessa bei ihrer Geburt einen Edelstein. An ihrem achtzehnten Geburtstag ließ der Don ihn in ihre Zeremonienkrone einsetzen und verlieh ihr damit die Macht und den Schutz des Namens Bellini. Eine Woche bevor meine Zwillingsschwester Bianca und ich achtzehn wurden, brachte mein Bruder unsere Kronen nach Hause. Biancas Krone funkelte mit zwei Diamanten. „Warum hat sie meinen Diamanten?“, fragte ich. Marco zuckte mit den Schultern. „Bianca wollte mehr Glanz.“ Dann reichte er mir eine alte Krone aus dem Familientresor, die angelaufen war und deren halbe Steine fehlten. Meine Mutter seufzte. „Es ist immer noch eine Bellini-Krone, Elena. Verdirb nicht die Zeremonie wegen eines Schmuckstücks.“ Mein ganzes Leben lang hatte ich für Bianca eine Sache nach der anderen aufgegeben. Ich dachte, die Zeremonie würde endlich beweisen, dass auch ich zu dieser Familie gehörte. Stattdessen löschten sie mich wieder aus. Auf meinem Handy erschien die Frist für meine endgültige Zusage an das MIT. Diesmal drückte ich auf „Annehmen“. Wenn die Bellinis keinen Platz für mich hatten, hörte ich auf, mich zu opfern, um Teil ihrer Familie zu bleiben.
Alpha wer? Ich habe meinen Harvard-Zulassungsbrief! - All novels & stories
Liora
Nach meiner Wiedergeburt ließ ich die Hexe meine Gefährtenbindung zu Wyatt Galloway auslöschen. Mit einem Zauber, der die Gefährtenbindung übertragen konnte, verpflanzte ich diese Verbindung auf seine Adoptivschwester Jocelyn Latham. Von diesem Tag an würde er glauben, dass Jocelyn seine wahre Gefährtin sei. Noch bevor er etwas merkte, änderte ich den Namen auf der Einladung zur Gefährtenzeremonie. Das maßgeschneiderte, luxuriöse Kleid, das über ein halbes Jahr angefertigt worden war, überreichte ich Jocelyn mit beiden Händen. Wyatt und Jocelyn reisten in den Süden, um das Gebiet zu inspizieren. Im Namen des Alphas beanspruchte er den Platz der Rudels-Luna für Jocelyn und schrieb ihr ein Empfehlungsschreiben für die Emory-Universität in der Menschenwelt. Ich aber kehrte mich ab und begann mein Studium an der Harvard-Universität. In meinem früheren Leben hatten wir zwanzig Jahre zusammengelebt. Am Ende kniete er vor mir und flehte mich an, die Gefährtenmarkierung zu löschen, nur um nach dem Tod mit Jocelyn zusammen bestattet zu werden. Mit diesem neuen Leben werde ich nie wieder meine Zukunft für jemanden opfern. Dieses Mal werde ich an eine Spitzenuniversität gehen, mein eigener Stolz werden und mich nie wieder nach der Vergangenheit umschauen.
Am Altar ersetzt, als Erbin zurückgekehrt - All novels & stories
Eternity
An meinem Hochzeitstag schlief ich sechs Stunden lang in meinem eigenen Ankleidezimmer. Als ich die Familienkapelle der DeLucas im Hudson Valley erreichte, hatte Matteo die gesamte Zeremonie bereits mit seiner Kindheitsfreundin Sofia Rinaldi vollzogen, der Tochter einer der ältesten verbündeten Familien der DeLucas. Sie trug das Kleid, an dessen Entwurf ich sechs Monate gearbeitet hatte, und das Perlendiadem, das seit Generationen unter den Frauen der DeLuca-Familie weitergegeben wurde. Verbündete aus New York, Chicago und Sizilien hatten alles mitangesehen. Für die eigentliche Braut hatte niemand einen Platz freigehalten. Matteo sah in mein blasses Gesicht und erklärte ruhig: „Sofia hat das Beruhigungsmittel in deinen Tee getan. Sie wollte nur einmal eine Hochzeit erleben. Die Dosis war gering, also gibt es keinen Grund, daraus eine größere Sache zu machen.“ Alle warteten darauf, dass ich eine Szene machte. Ich stieß nur einen leisen Seufzer aus und sah Matteo enttäuscht an. Meine Familie hatte mir eine letzte Chance gegeben, aus Liebe zu heiraten. Nun, da die Hochzeit gescheitert war, musste ich nach Sizilien zurückkehren, mich ihrer Entscheidung fügen und das Familienerbe antreten.
Ich gab den Alpha auf, den alle wollten - All novels & stories
Cocojam
Ich erwachte in meinem 27-jährigen Körper. Ich hatte Zwillingswelpen, und mein Gefährte war Ethan, der mächtigste Alpha des Nordwestens. Er stand immer an der Spitze der Ranglisten des Wolfsrates. Das „Alpha-Journal“ ernannte ihn sogar zum „Begehrtesten Gefährten des Kontinents“. Sogar das Königliche Rudel wollte ihm seine Prinzessin zur Gemahlin geben. Jeder im Rudel sagte, ich hätte Glück. Doch was tat ich als Erstes? Ich nahm den heiligen Vertrag zur Auflösung unserer Gefährtenbindung und brachte ihn persönlich zu seiner Ex-Geliebten. Ich schob Isabella Swan den Vertrag hin und sagte gelassen: „Ich werde die Mondgöttin bitten, unsere Bindung zu lösen. Ethan gehört dir. Die Welpen auch.“ Isabella starrte mich schockiert an. Sie konnte nicht glauben, dass die Person, die sechs Jahre lang Luna gewesen war, einfach alles aufgeben würde. Ich fügte nur leise hinzu: „Da sie alle deinen Geruch ohnehin lieber mögen, mache ich euch den Weg frei. Sorg einfach dafür, dass Ethan den Vertrag mit seinem Alpha-Zeichen versieht. Sobald das Trennungsritual vorüber ist, vorbei ist, verlasse ich dieses Territorium.“ Dieses Mal würde ich nicht die gleichen Fehler machen. Ich würde nicht länger die Luna sein, die alle ignorierten.
Vergebliche Reue, verlorene Liebe - All novels & stories
Gua Gua
Im siebten Jahr unserer Liebe erbte Leo die Alpha-Position seines verstorbenen Bruders. Und auch die Witwe seines Bruders, die vorherige Luna, seine Schwägerin im weiteren Sinne, Jasmin. Nach jeder intimen Stunde mit seiner Schwägerin tröstete mich Leo zärtlich: „Mia, du bist meine einzige wahre Gefährtin. Sobald Jasmin schwanger ist und dem Silberklauen-Rudel einen Erben schenkt, werden wir unser Bindungsritual vollziehen.“ Er sagte, dies sei die einzige Bedingung seiner Familie gewesen, damit er das Silberklauen-Rudel übernehmen könne. In dem halben Jahr seit unserer Rückkehr zum Silberklauen-Rudel schlief er hundertmal mit Jasmin. Anfangs nur einmal im Monat, jetzt übernachtet er täglich bei ihr. Nach der hundertsten durchgewachten Nacht, in der ich auf ihn wartete, wurde Jasmin endlich schwanger. Gleichzeitig erreichte mich die Nachricht, dass er und Jasmin das Bindungsritual vollziehen würden. Als unser Sohn davon hörte, fragte er mich verwirrt: „Mama, haben sie nicht gesagt, dass Papa das Bindungsritual mit der Luna vollziehen wird, die er liebt? Warum holt er uns noch nicht nach Hause?“ „Weil die Luna, die er liebt, nicht Mama ist.“ Ich strich meinem Sohn über den Kopf. „Aber das macht nichts, Mama bringt dich zu unserem eigenen Zuhause.“ Was Leo nicht weiß: Als einzige Tochter des Alphakönigs des Nordens war mir die Position der Luna im Silberklauen-Rudel noch nie wichtig.
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