Nach dem Verrat: Ich geh nie zurück
Ich war mit Julian Krüger, dem Don der Mafia, seit sieben Jahren zusammen. An dem Tag, an dem wir gemeinsam das Brautkleid anprobieren wollten, machte ich mich voller Freude mit meiner Schwangerschaftsbescheinigung auf den Weg zum Brautladen.
Doch dort hörte ich zufällig, wie er mit seinem Vertrauten sprach.
„Die Heirat mit Nina Koch gestern war eine Notlösung. Mein Bruder starb bei einem Bandenkrieg. Sie trägt das einzige Kind der Familie Krüger. Ohne rechtmäßigen Status können sie in der Familie nicht überleben.“
„Alle würden sie schikanieren.“
Er hielt eine Zigarre zwischen den Fingern. Seine Stimme klang kalt, aber mit einem Hauch von Verzweiflung.
„Alles außer dem Status kann ich Sophie Schulz geben – meine Liebe, mein Geld. Aber diese Sache darf sie niemals erfahren.“
Ich klammerte mich an die Bescheinigung, und mein Herz zerbrach.
Ich ließ meine beste Freundin eine neue Identität für mich anmelden, damit Julian mich niemals finden würde.
Wenn er mir und unserem Kind kein vollständiges Zuhause geben konnte, dann war es besser, diese Liebe, die ohnehin nur noch aus Pflichtgefühl und Lügen bestand, endgültig zu beenden.